70, 70 #Iamhere #200jahrestaedel

tl;dr
Tweetup #Iamhere Freitag, 13.11.2015 um 19:00 Uhr Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Social Media Kanäle übergreifenden Community-Event im Städel Frankfurt am Samstagabend, 21. November 2015 18:00

70 km nördlich von hier: Frankfurt; 70 km südlich von hier: Karlsruhe. Vereint zu 140 Zeichen! Lasset uns twittern. Wir Starkenburger gehören ja auch zur Metropolregion Rhein-Main und zur Metropol-Region Rhein-Neckar, die auf der linken Rheinseite bis Wörth reicht, leider rechtsrheinisch nicht bis Karlsruhe. Als ehemalige Residenz wollte man da wohl nicht, aber egal. Für mich bilden beide Städte die Grenze meines erweiterten Heimatbegriffs.

Im Städel war ich zum 200. Geburtstag ja schon, den Monet bewundern, so ganz unverbloggt. Doch, doch das kann ich auch. Nach Karlsruhe kam ich nicht, weil die Albtalbahn wohl zu wenig Straßenbahnfahrer hat, um von Germersheim nach Karlsruhe alle Züge zu bedienen und ich Angst hatte dort zu stranden. (Meine Verkehrsverbund-Flatrate gilt bis nach Wörth, links des Rheins von Karlsruhe..)

Aber jetzt wird der November zum großen Museums-Social-Media-Event.
#Iamhere
iamhere
(Screenshot)
Zur Ausstellung „Ich bin hier“ in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe bloggte ich ja bereits für die Parade: Was ist ein #selfie? (Die könnten sich auchmal einen Namen wie „Städel“ ausdenken, den Bloggern zuliebe!) Meine speziellen Motivationen bitte dort nachlesen…
Ich freue mich auf das Tweetup dort, die Menschen, die ich treffen werde, einige Gesichter werde ich ja noch kennen vom Tweetup „Alles badisch soweit, #degaSKK“, andere Tweeties signalisierten schon ihr kommen, die Kulturkonsorten als die „heimlichen Macher“ sowieso. Irgendwie ist das sogar alles europäisch, mit Edinburgh und Lyon, ich werde das vor Ort erkunden! Bis dann also.
[update] Langsam wird die europäische Website des Projektes deutlicher! http://www.i-am-here.eu/ Mit dem Musée des Beaux-Arts de Lyon und den National Galleries of Scotland Ich bin gespannt!
Übrigens! Man kann sich bis 6.11.noch anmelden!

#200jahrestaedel
200min
(Screenshot)
Und weil immer alles irgendwie zusammenhängt, zitiere ich mich mal selbst:
„Was würde passieren frage ich mich, wenn banale Unkunstler wie ich zusammen mit professionellen Hochkunstlern in einer Erstausstellung eine(r)s #hust „Kulturschaffenden“ einfach durch das Gelände pesen und tweeten, einfach das, was wir sehen? Uns vermitteln, gegenseitig auf Augenhöhe?“
Aus meinem Pamphlet: „Ich bin ja so banal, ich bin die Unkunst.“ Zu einem Blogartikel von Tanja Praske (angeforderte Initialbloggerin der #selfierade), die auf einen Zeitartikel von Wolfgang Ulrich reagierte, der jetzt wiederum zu „Ich bin hier“ im Katalog der Ausstellung die Selfies zur Weltsprache erhebt(pdf).
Und was machen die Städler in Sachsenhausen? Ich zitiere das auch ‚mal:
„200 Jahre in 200 Minuten: Als Dank für Eure Unterstützung laden wir Euch zum Abschluss dieses besonderen Städel Jahres zum ersten alle Social Media Kanäle übergreifenden Community-Event ins Städel ein. Am Samstagabend, 21. November 2015, könnt Ihr unter dem Hashtag #200jahrestaedel twittern, instagramen, Fragen stellen, diskutieren, Blogtexte veröffentlichen und so mit uns inmitten der Städel Sammlung und der Jubiläumsausstellung „Dialog der Meisterwerke“ selbst in einen Dialog treten. Das Museum öffnet an diesem Abend ausschließlich für Euch – und Ihr entscheidet, was Ihr sehen möchtet und worüber Ihr sprechen wollt.“

Dann MUSS ich doch hin oder? Das wird das dritte SM-Event im Städel, nach #duerer und #erwinwurm. Auch hier twittern schon die ersten Menschen zur Vorvernetzung zu #200jahrestaedel.
Ich werde auf jeden Fall auch das Tablet mitnehmen, vielleicht werde ich live dort bloggen. Macht ja heute niemand mehr, aber früher hatten wir ja sonst nix… :)) Wie lange man sich dort noch anmelden kann, steht nicht im Blogpost, aber probiert es doch einfach!

Tweetup #duerer im @staedelmuseum


Dürer als Selfpublisher, Büchermacher, Erfinder des Branding, mit Urheberrechts-Prozessen beschäftigtes Migrantenkind. Das hätte ich nicht vermutet, als Kind, Oma hatte geschnitzte betenden Hände im Schlafzimmer, Opa den Hasen als Poster im Kaninchenstall Und dann:
Die apokalyptischen Reiter in einem Buch, das Layout und die Illustration vom Meister, der Text aus der Offenbarung des Johannes. Ein Original im Städelmuseum. Prof. Sander, der kompetent, locker und verständlich durch die Austellung führte, sagte es gleich: „Es gibt selbstverständlich kulturelle Unterschiede zur Zeit des Humanismus. Aber letztendlich gibt es nur mariganale Unterschiede zu uns Heutigen“. Und meine Nacht der Assoziationen begann. Hatte ich nicht genau darüber für Streetview geschrieben? „Raunacht“ Und siehe den letzten Blogeintrag. Macht nicht Maf Räderscheidt ein handgemaltes Buch mit ihren Bildern und meinen lyrischen Kommentaren? Nein, ich maße mir nichts an und Maf hat nur am gleichen Tag Geburtstag, wie Dürer. :) Es war ein traumhaftes Tweetup in der Eurostadt.
Und dies übersetzt für die frotzelnde Twitterwelt, deren augenzwinkernde Selbstironie bedienend.

Ich kam erst am Morgen aus der Nachtschicht, das Hirn hing noch im Jetlag und die Eurostadt sang ihr Lichterlied.

Ich hänge hier nur die Originaltweets als Screenshot ein. Es war schließlich ein Tweetup, obwohl ich Veranstaltern empfehlen würde auch Blogger einzuladen, wegen der Nachhaltigkeit.

Und da hing schon der #duerer in den Stahlträgern der Hohlbeinbrücke. Das Städel ist ja fußläufig zum Hauptbahnhof.

Ein großartiges Team aus der Presse- und Socialmedia Abteilung des Städel hatte alles prächtig vorbereitet. Die brauchen keine externen Berater für so etwas. Und wieder fast ein Déjà-vu. Wie schon beim Tweetup der Mannheimer Philharmoniker: Eine Hildesheim-Studierte Kulturmanagerin, dieses mal im Voluntariat.

Welch Privilege wir hatten: Bei freiem Eintritt eine Führung vom Kurator, ein Museum nur für uns und die Putzkolonnen, die alles für die Party blitzblank saugten. Fotoerlaubnis. Nur die nervöse Wachmannschaft umtanzte uns sehr diskret. Massenveranstaltungen zwischen Millionenwerten, ich beneidete sie nicht und ein Film begann abzulufen im Kopfkino. Juli Roberts als Bilddiebin, getarnt als Mitglied der Kunsttwitteria New Yorks im Städel und Harrison Ford als Gangsterboss, die es auf den Heller-Altar abgesehen hatte. Ich hatte Mühe zur Führung zurückzukehren. Die wissbegieringen Tweeties wollten nahezu alles über Dürers Druckwerke wissen, die Veranstaltung drohte zum kunsthistorischen Oberseminar zu werden, aber das SocialMedia Managemnet brachte das dezent in Ordnung! :) Mich zogen magisch auch die anderen Exponate an, ich musste um die Ecke gehen, da hing eine Leihgabe der Queen. Oh. Und dann natürlich in der Eurstadt Bankfurt darf das Portrait des Fugger nicht fehlen und ich setzte mein erstes #twly in die Timeline:

Natürlich waren auch Eva und Adam da. Ein zweites #twly assozierte die Applewelt ins Paradies.

Und zurück, bei der Führung: „Barbara Dürer packte die losen Seiten der Dürer-Druckwerke in ein Fass, zugedohlt und #peng dicht, wie bei Loriot über den Main nach Frankfurt zur #fbm1492. Das Kopfkino spürte: Das wird mit der Ferres gecastet, und wurde gecancelt, wie der Angelsachse sagt. Weiter im Storify:
Sorry, Storify hat dicht gemacht…. #
heul.