#TweetupKo Besuch der alten Dame

Ballett, die geheimnisvolle Welt, fast in sich geschlossen. Dem Sport ähnlich ist es eine junge Welt. Tänzerinnen sind zu schnell für eine Galaxy Kamera, so kommt Bewegung ins Bild.

Tweetup beim Theater Koblenz zu der ersten Hauptprobe Probe von:

„Der Besuch der alten Dame“ Ballett von Steffen Fuchs nach Dürrenmatt.
Mit Musik von Frédéric Chopin, Camille Saint-Saëns, Paul Hindemith und Henryk Górecki.

Und sogleich die Überraschung der Intendant des Theaters twittert als @markusdietze, begrüßt, leitet die Veranstaltung und führt auch eine Gruppe ganz persönlich, später übernimmt er auch die digitale Überwachung der Twitterwall, die Chefdramaturgin Juliane Wulfgramm leitet unprätentiös eine weitere Gruppe durch das Haus. Alles perfekt, dezent und freundlich organisiert und mit leichtert Hand gesteuert von Katharina Dielenhein, die sonst Grafik und Social Media als @Theaterkoblenz managt.

Der Leiter Social Media bei der Rheinzeitung twitterte bereits vorher „Nach #Burgenblogger-Mails von Malern, Dichtern, Minnesängern, … seit 9 Uhr nun zum #tweetUpKo ins @Theaterkoblenz. Kultur lernt mich kennen“ und twitterte für seine Zeitung einfach mit. Bisher kannte ich die Presse auf Tweetups nur als Lokalreporter, die mit Bleistift und Notizblock „berichteten“.

Was hat dieses Koblenz, dass Social Media so lässig und kompetent, einfach gemacht wird und nicht darüber debattiert?

Und so einfach behauptete ich er twitterte. Er hätte gerne live getwittert, wie ich und alle anderen Kunden eines Mobilfunkbetreibers mit Sitz am Rhein. Oh, die sitzen fast alle am Rhein? Warum war dann die Innenstadt Koblenz vom Netz abgeschnitten, für einige Auserwählte? Was ist ein Tweetup ohne Netz? Einfach weiter twittern, meine Tweets fielen dann aus dem Entwurfsordner später am Bahnhof ins Netz.

Aber wer das live nachvollziehen will, kann das auf der Twitterwall des Hauses tun. Wer das alles bisher mitgelesen hat wundert sich nicht, dass ich noch in der Nacht, auf der Fahrt von FFM Fern nach Mannheim das zugehörige Storify lesen konnte.

Wir wurden von der Theaterpädagogin in den Arbeitsalltag der Ballett-Companie eingeführt. Den Trainingseinheiten, dem Boden, den Geräten.

Die Chefmaskenbildnerin teilte mit uns ihre Berufsgeheimnisse,

und in der Damenschneiderei wurde mir ganz wehmütig zumute, war mein Vater doch Schneidermeister.

Ein Theater besteht auch aus seinen Werkstätten, dem Handwerk, der Technik.

Und dann die Probe. Die Crew ist nicht backstage, sondern im Zuschauerraum.

Ich fand es angenehm im Zuschauerraum des schönen Theaters zu sitzen, das war nicht so voyeurhaft, wie in . Der Choreograf konnte arbeiten, während die Tänzer auf der Bühne den Liebesakt tanzten.

Wenn ich AUF der Bühne säße, als Twitterer, wollte ich auch Teil des Ganzen sein. Ich weise dezent wieder einmal auf mein
Twittertheater hin.
Man dürfte sich was wünschen für dann? Hhhm, eine Homepage ohne Frames, damit man beim bloggen Deeplinks setzen kann. Das Ballett-Ensemblem gelingt mir nicht zu linken … 🙂

Das war sehr angenehm in Koblenz, inspirierend. Ich bin schwer am Überlegen, ob ich zum Tosca-Tweetup im Frühjahr nicht wieder hinfahre. Dann aber übernachte. Koblenz müsste ich einmal besser besichtigen. Diesmal war ich als Hundesitter anderentags eingeteilt…