Kunst riechen im Gehirn

Jedesmal wenn ich von der Straßenbahn komme, denke ich, der Sandsteinlöwe dort vorn ruft mich zum Eingang. Aber ich muss weiter zum Hectorbau …

tl;dr
Ich war in der Ausstellung “Kaari Upson: Dollhouse – Eine Retrospektive 13.02.2026 – 31.05.2026,war fasziniert, beeindruckt, verliebt und hatte ein Déjà-vu in meinem Hirn..

Das ist eine tolle Schau. Gewaltig. Berührend. Eine Amerikanische Künstlerin. Tatsächlich. Es muss sie doch noch geben. All die Kunst der USA, von Bernstein über Warhol, Steinbeck bis Prince.
Die erste Berührung mit Kaari Upson hatte ich auch in der Kunsthalle. Da lebte sie noch, die Kaari meine ich.

Corona, Stühlchen, Feminismus und #umbuch

Zum Einstand des damals neuen Direktors, der jetzt weiterzieht, nach dieser Ausstellung.
Da machte man noch auf Social-Media. Ich bin da ja auch raus. Auch etwas, was diese Magas zerstörten.

Jetzt wieder in der KM!
Jetzt wieder komme ich mit Handygeknipse nicht weiter. Mir fehlen auch die Worte. Aber hört selbst in der Audiotour.
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Gefliedert der Rhein

Einfach da sitzen. Vergilbt sozusagen. Am Rhein. Nein, der liebe Gott ist kein guter Mann. Kein Mann. Wenn überhaupt. Worms RK 444. Früher war das der erste Ritt mit dem Rad an den Rhein, zur Nachbarstadt der Nachbarstadt. Heute mit dem Bus. Rheinpromenade heißt die Haltestelle. Nur ein paar Schritte zum Hagenbräu. Angespargelt.

2 Stunden. Einfach aufs Wasser sehen. Den Schiffen hinterher sehen. Heute nur Tanker unter niederländischer Flagge. Meist Gas. Vor allem Gas. Im 2 Minutentakt. Schwer schiebend bergauf. Aus Amsterdam oder von wo. Einmal ein Othello. Doch. Leichter bergauf, hier die Hera.

Als ob die Götternamen helfen. Schiff ohne Zollstationen, keine Blockaden. Hier. Nur der Hagen, der Fiesling, der den Siegfried meuchelte und damit den Völkermord an den Burgundern auslöste. Krimhild ye know, die Hunnen und alles. Nein kein Wagner für mich. Das Lied, selles Lied.
“Uns ist in alten mæren wunders vil geseit
von helden lobebæren, von grôzer arebeit,
von fröuden hôchgezîten, von weinen und von klagen,
von küener recken strîten muget ir nu wunder hœren sagen.”
Einfach am Rhein sitzen ohne Gedankenschinken geht nicht mehr. Die Nachrichten im Kopf labern mit.
Sonst alles wie immer. Blüten und mehr.
Ach so ja angespargelt ist.

Canossa

Beitragsbild – Gemeinfrei aus der Wikipedia. “Mathilde von Canossa und Hugo von Cluny als Fürsprecher Heinrichs IV. (Vita Mathildis des Donizio, um 1115. Vatikanstadt, Biblioteca Apostolica Vaticana, Ms. Vat. lat. 4922, fol. 49v)”
Mir träumte, der Bundeskanzler hätte, wie einst der Bundeshelmut den Präsidenten der Vereinigten Staaten in den Speyrer Dom eingeladen. Nach dem Besuch im nahen Kallstadt.

Bodenplatte im Speyrer Dom

Natürlich erläuterte man ihm auch, was den Heinrich IV von der Salierpfalz dorten nach Canossa trieb und dass er nicht im Dom begraben werden durfte, zunächst. Bis zu Schum-Stätten kam man gar nicht mehr. So sehr war der Präsident am wettern. Über den Papst und so weiter. Aus Vorsorge wurde er ins Spital im nahen Ramstein gebracht. Im Schatten der Drohnen und Bomber erholte er sich wieder. Er überlegte sich eine Statue des Kaisers, des Heinrichs, vor dem Weißen Haus aufzustellen. Viele Amerikaner pilgern seitdem nach Canossa. Und suchen ihren Präsidenten…

In Paris, näher zu Speyer denn Berlin, bot der Französische Präsident dem Papst erneut Asyl an in Avignon. Nein, nicht Sur le pont, im alten Palast.

Zeiten zeugen

Milliarden aus Zukunft
kullern zu Kreuze
Bomben drohnen

auf heilige Gräber
Es grünt so grün
zum Donner bei Tage

Hasen im Tank
rammeln froh
zeugen und zeiten

Niemand schreit
nur KIs lächeln
in der Frauen Not

Still still still
weil der Robot
schlafen will