Ach zwanzig Jahre, echt?

Der ursprüngliche Text hieß „Ach zehn Jahre, echt?“ aus dem Jahr 2009.
Jetzt blogt Anne Aschenbrenner bei den Kulturfritzen:
Deshalb laden wir euch ein, eure Netzbiografien zu teilen und haben hier einige Leitfragen zusammen gestellt, die ihr – gern mit Anekdoten – beantworten könnt:
Mit dem #hashtag #MeinWegInsNetz

Jetzt hatte ich doch schon einen Text. Ich erweitere ihn nur ein wenig, stelle ein paar Sätze vor den ursprünglichen Text:
Meine ersten Erfahrungen mit dem „Netz“ sammelte ich in Internetcafés. Ende der 90iger Jahre des letzten Jahrhunderts. AOL hatte noch nicht die Preise gedrückt. Aber irgendwann ging es los.
[Ursprungstext]
Als ob es gestern gewesen wäre. Im Dezember 1999 hatte ich endlich ein Modem, Provider und die erste Domain. http://uhneferz.de . Strato, war furchtbar. Für Uhne Ferz. Und das sah so aus, was den Mannheimer Morgen doch beeindruckte!

Meine erste Solo-Hp kann ich nicht nachstellen, das war irgendetwas mit Sternen auf schwarzem Hintergrund. MANN/FRAU hatte so was damals, als Internet-Lyriker, lacht nicht,aber im laufe des Jahres 2000 entstanden dann die gelben Seiten, die 2001 so besprochen wurden. Doch, damals wurden Webseiten noch besprochen, doch.

Das ging dann 2002 ins Schwarzflash

2003 wurde die Homepage weiß geflasht

Seit 2004 ist das hier ein Blog mit den verschiedensten Skins, erst unter B2Evolution, dann mit WordPress und diversen Themes. Nein, es gibt heute keinen neuen Skin, ihr lest das ja doch im Rss-Reader…
Und nein, das geht weiter, immer weiter. DOCH! 10 Jahre Spaß am Veröffentlichen im Netz!! Geile Sache, das!
[update nach schneller Anfrage, nein die PageImpressens und UniqueVisitors habe ich nicht zusammen gezählt, zu was auch?]
[/Ursprungstext]
Tja, dazwischen hatte ich noch den Webring Lyrik, das Weblog Lyrik, samt Forum, das ich 2008 einstellte. Ich schrieb mit bei den Kurpfalznotizen, war Moderator der Leselupe, lernte viele, viele Menschen kennen, digital und analog.
Ich schrieb ein Weblog für die Räuber77. Ich weiß nicht mehr, wann ich bei Twitter als @kurzdielyrik aufschlug. Den Account löschte ich aus Gründen und bin seit 2010 dort als @mikelbower unterwegs. Facebook strich ich, war eh nie mein Ding. Aber Instagram finde ich gut.
Jetzt könnte ich Stories erzählen, aber das gäbe ein eigenes Buch. 20 Jahre sind lang… Viele der Geschichten stehen in diesem Blog, schaut Euch um und ich lächle verträumt, so ganz persönliche Kontakte, die gehen Euch nix an. :)

Denken, Pressen, Gartenschau

(Bild: Eingang zum Betriebswerk in Heidelberg zum Denkfest“ der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH
4.6.2019 – 5.6.2019 Vom ICH zum WIR!? – Kunst und Kultur in Zeiten der Digitalisierung)
Was früher Urlaub gewesen wäre fühlte sich auf einmal fast wie Arbeit an. Nix mehr gewöhnt, der Rentner. In Mainz war Minipressen-Messe. Wolfgang Allinger, der Verleger und Mit-Herausgeber der Wortschau betrieb wieder einen Stand und war alleine, also eilte ich zu Hilfe, wie schon in Leipzig, sintemals. In unmittelbarer Nähe der Rheingoldhalle fand ich kein Hotel, auf die Schnelle, also pendelte ich 3 Tage mit der Fahrkarte zur Weiterfahrt DB. Das ist eine nette Strecke entlang der Weinhügel und dem Rhein. Ich bin aber froh, dass ich das nicht jeden Tag machen muss. Ich kenne die Minipresse seit 2001, aber am Stand war ich noch nie. Interessant. Die Messebesucher ungeniert beobachten zu können, die Gespräche am Stand, vor allem die Mitautoren der Wortschau. Begegnungen mit den Kollegen aus Wortschau 19, die ihre eigenen Stände hatten. Noch mehr alte Bekannte mit Ständen. Das Erstaunen, wenn Wolfgang mich vorstellte als „..der macht alles im Netz“, da macht man doch nur PR und Marketing. Der Exot zu sein, fühlt sich auch 2019 noch gut an.

@mikelbower und Wolfgang Allinger am Stand der Wortschau.

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