Postkarten von mir (Part 1)

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Ich arbeite in einer schönsten Städte Deutschlands, sagt man wenigstens. Die Millionärsdichte ist fast so hoch, wie in Königstein im Taunus, hört man so. Es ist ja auch egal, ob es denn stimmt, wen interessiert so was schon, außer den Erbsenzählern, die dort die Villen bevölkern. Es ist eine schöne Stadt, droben im älteren Teil, die Wohnsilos, drunten in der Ebene, die vergessen wir dabei, die hat es schließlich überall.


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Tanz XVI

Schwarze Flecken
auf weißen Bällen
räuspern sich im
Wind der Strafstöße
Deine Finger
auf den Nähten
wo sonst nur Tritte
kreischen
Schenk mir Luft
aus deinen
Lungen

Der Geist kommt dieses Jahr

Träume rennen über Spuren
hüpfen Tropfenhürden
aus schockgefrorenem
Angstschweiß
Kullern tränen
in Morning Shows
Über dem Abendschweben
grollt das Bimmeln
gebrauchter Glöckchen
aus Maischnee
Ein Schuß stülpt sich
über fette Tauben
Drachen reiten
auf kleinen Flaggen
dicht hinterm
Tor

BWL in Kathedralen

Fromme Rechner
grölen Gebete
über die Kosten
Konten klappern
im Takt der
Gläubiger
Heilige plappern
blütenleicht mit
filigranen Insolvenzen
Steuern turteln
mit Küssen
hinter den Kerzen
der Inquisition