Sehnsucht nach Staub

(Was ich zur Spätlese #30 lesen werde.)

Listening to #kunstputz Playlist der Herbergmütter
Bemerkungen zu ihrer Aktion #staubrausch.
und einer Ausstellung von Burg Posterstein „Zum Wesen des Staubes“

Zu Staub zerfallen

längst
Särge
Ideen
Holz
Häuser
nicht aber was ich
mit
schuf

Nichts verfällt
zu Staub
im Wind

Schwimmt in Ozeanen
müllt sich
zu Berge
verstopft
im Wüstensand
Plastic Ono
Ach John

Kein Staub mehr
aus Polytänzen

Kunst aus
Polymeeren

Acryl Acryl Terpentinersatz

Kein Staub mehr zum
sammeln.

Disclaimer
Im Brotjob mischte ich 37 Jahre lang Kunststoffe.

Vliese und chemische Erotik

Eine ähnliche Stimmung auch wenn es zunächst nicht so scheint. Für die Spätlese.

Sehnsucht nach Staub

Daran erkenn ich meine Pappenheimer

Gerade tauschte ich in der Theater-Galerie zu Hause, also auf meiner Wohnzimmertür, Plakate. Ich hänge gerne Plakate überall auf, mit Events, die ich besuchte, Ausstellungen. Ich meine, einen Original-Picasso würde meine Kasse sprengen, aber sowas von. Nicht aber ein Original-Plakat einer Ausstellung z.B.!

Plakate des NTM vom Mannheimer Sommer 2018 und den Schillertagen 2019

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Hymne an die Liebe

( Ich habe eine Karte für „Hymne an die Liebe“ am Nationaltheater Mannheim. Obwohl das natürlich etwas ganz anderes ist, hier meine Version von 1983. Erklärungen unten. Da muss ich doch heute hingehen! )

hymne an die liebe

zwei oder werden’s
auch drei
sind vier oder acht
zu sechzehnt
steigen sie
steigern sie
fliegen sie
überflieger
überfliegen sie
die dumpfen horizonte
zwei ganz allein Hymne an die Liebe weiterlesen

Ach zwanzig Jahre, echt?

Der ursprüngliche Text hieß „Ach zehn Jahre, echt?“ aus dem Jahr 2009.
Jetzt blogt Anne Aschenbrenner bei den Kulturfritzen:
Deshalb laden wir euch ein, eure Netzbiografien zu teilen und haben hier einige Leitfragen zusammen gestellt, die ihr – gern mit Anekdoten – beantworten könnt:
Mit dem #hashtag #MeinWegInsNetz

Jetzt hatte ich doch schon einen Text. Ich erweitere ihn nur ein wenig, stelle ein paar Sätze vor den ursprünglichen Text:
Meine ersten Erfahrungen mit dem „Netz“ sammelte ich in Internetcafés. Ende der 90iger Jahre des letzten Jahrhunderts. AOL hatte noch nicht die Preise gedrückt. Aber irgendwann ging es los.
[Ursprungstext]
Als ob es gestern gewesen wäre. Im Dezember 1999 hatte ich endlich ein Modem, Provider und die erste Domain. http://uhneferz.de . Strato, war furchtbar. Für Uhne Ferz. Und das sah so aus, was den Mannheimer Morgen doch beeindruckte!

Meine erste Solo-Hp kann ich nicht nachstellen, das war irgendetwas mit Sternen auf schwarzem Hintergrund. MANN/FRAU hatte so was damals, als Internet-Lyriker, lacht nicht,aber im laufe des Jahres 2000 entstanden dann die gelben Seiten, die 2001 so besprochen wurden. Doch, damals wurden Webseiten noch besprochen, doch.

Das ging dann 2002 ins Schwarzflash

2003 wurde die Homepage weiß geflasht

Seit 2004 ist das hier ein Blog mit den verschiedensten Skins, erst unter B2Evolution, dann mit WordPress und diversen Themes. Nein, es gibt heute keinen neuen Skin, ihr lest das ja doch im Rss-Reader…
Und nein, das geht weiter, immer weiter. DOCH! 10 Jahre Spaß am Veröffentlichen im Netz!! Geile Sache, das!
[update nach schneller Anfrage, nein die PageImpressens und UniqueVisitors habe ich nicht zusammen gezählt, zu was auch?]
[/Ursprungstext]
Tja, dazwischen hatte ich noch den Webring Lyrik, das Weblog Lyrik, samt Forum, das ich 2008 einstellte. Ich schrieb mit bei den Kurpfalznotizen, war Moderator der Leselupe, lernte viele, viele Menschen kennen, digital und analog.
Ich schrieb ein Weblog für die Räuber77. Ich weiß nicht mehr, wann ich bei Twitter als @kurzdielyrik aufschlug. Den Account löschte ich aus Gründen und bin seit 2010 dort als @mikelbower unterwegs. Facebook strich ich, war eh nie mein Ding. Aber Instagram finde ich gut.
Jetzt könnte ich Stories erzählen, aber das gäbe ein eigenes Buch. 20 Jahre sind lang… Viele der Geschichten stehen in diesem Blog, schaut Euch um und ich lächle verträumt, so ganz persönliche Kontakte, die gehen Euch nix an. :)

Denken, Pressen, Gartenschau

(Bild: Eingang zum Betriebswerk in Heidelberg zum Denkfest“ der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH
4.6.2019 – 5.6.2019 Vom ICH zum WIR!? – Kunst und Kultur in Zeiten der Digitalisierung)
Was früher Urlaub gewesen wäre fühlte sich auf einmal fast wie Arbeit an. Nix mehr gewöhnt, der Rentner. In Mainz war Minipressen-Messe. Wolfgang Allinger, der Verleger und Mit-Herausgeber der Wortschau betrieb wieder einen Stand und war alleine, also eilte ich zu Hilfe, wie schon in Leipzig, sintemals. In unmittelbarer Nähe der Rheingoldhalle fand ich kein Hotel, auf die Schnelle, also pendelte ich 3 Tage mit der Fahrkarte zur Weiterfahrt DB. Das ist eine nette Strecke entlang der Weinhügel und dem Rhein. Ich bin aber froh, dass ich das nicht jeden Tag machen muss. Ich kenne die Minipresse seit 2001, aber am Stand war ich noch nie. Interessant. Die Messebesucher ungeniert beobachten zu können, die Gespräche am Stand, vor allem die Mitautoren der Wortschau. Begegnungen mit den Kollegen aus Wortschau 19, die ihre eigenen Stände hatten. Noch mehr alte Bekannte mit Ständen. Das Erstaunen, wenn Wolfgang mich vorstellte als „..der macht alles im Netz“, da macht man doch nur PR und Marketing. Der Exot zu sein, fühlt sich auch 2019 noch gut an.

@mikelbower und Wolfgang Allinger am Stand der Wortschau.

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Die arroganten 70 Jahre

Vier Zonen waren es, als des Kaisers verrottete Nachfolger ihren Krieg verloren, ihren Raubzug gestoppt, der Völkermord endlich beendet wurde. Das Reich endlich abgeräumt.
4 Zonen wurden es.
1 Zone, die lange noch so genannt wurde, von den 3 Zonen, wurde die Demokratische.
Sie nannte sich Deutsche Demokratische Republik, weil der Zonenadministrator es so diktierte. Republik wurden beide, die Dreier-Zone auch.
1 Zone, also DIE Zone wechselte verordnet von Gestapo zu Stasi. Die Demokratische Republik zu 98%.
3 Zonen wurden angeleitet zu einer Verfassung. Es entstand mein geliebtes Grundgesetz. Vor 70 Jahren.

Irgendwann wurde DIE Zone in die Republik integriert, weil der Zonenadministrator in der Geschichte versank. Es war nie einfach, auch heute noch nicht.

Nun integriert, feiert die vereinte Republik (die Deutsche und die Demokratische) 70 Jahre Grundgesetz. Weil man halt Jahrestage feiert, ohne nachzudenken. Zumeist.

Die Zone, sie wissen schon, feiert, nun was eigentlich, solidarisch im Mai, wie immer mit.

Ich frage mich einfach, wie all die Blognach*barn aus dieser „Zone“ das so empfinden.

Die arroganten 70 Jahre.
Ein zweiter Beitrag zu #DHMDemokratie

Siehe: Ab mit dir Hoheit, es lebe die Demokratie.

Ab mit dir Hoheit, es lebe die Demokratie.

Achtung! Dies ist eine Story, die vom „Hölzchen auf’s Stöckchen“ kommt. Ich wollte Euch an meinen Gedankenwindungen teilhaben lassen, es sagt so einiges. Keine Geschichtsstunde, einfach dem Wort Demokratie nachspüren

Dieser Tage erhielt ich die Wahlbenachrichtigung zur Europawahl. Das erinnerte mich daran, dass ich noch an einer Blogparade teilnehmen wollte.

„Was bedeutet mir die Demokratie? #DHMDemokratie“. Veranstaltet vom „Deutschen Historischen Museum“ in Berlin. Zur Ausstellung „Weimar: Vom Wesen und Wert der Demokratie.“ 4. April bis 22. September 2019.
Here we go.

Die Parade wird betreut von Tanja Praske, an deren Paraden ich sehr gerne teilnehme.
Um es vorwegzunehmen: Was mir Demokratie bedeutet? Es ist der Standard. Ich bin mit meinen 67 Jahren in einer Demokratie geboren und werde auch in einer Demokratie sterben. Ich fühle mich deshalb nicht privilegiert, nur weil andere es so nicht haben oder hatten. Ich fühle gerne mit diesen Menschen, aber für mich ist Demokratie die Standardstaatsform und da gibt es nix zu rütteln oder zu fühlen dabei.
Eigentlich wollte ich ja nicht teilnehmen an der Demokratieparade. Es klang mir zu banal, was ich zu sagen hätte. Für mich ist Demokratie eine Form und ich schreibe lieber über Inhalte. Es wird auch zu sehr das Wort Demokratie als Fahne geschwenkt. zu viel in das Wort hinein interpretiert. Freiheit, Brüderlichkeit, Mitmenschlichkeit. Dinge und Institutionen werden demokratisch genannt, die es gar nicht sind. Beipiele?

So weit arrogant, blasiert und überheblich gedacht.

Screenshot Website Nationaltheater Mannheim zum Stück „Hoppla wir leben!“

Dann war ich im Theater (sic).„Hoppla, wir leben!“ von Ernst Toller. Nationaltheater Mannheim. Ab mit dir Hoheit, es lebe die Demokratie. weiterlesen