Beitragsbild: Graffiti von Marco Billmaier aus Wiesloch in Neckarsteinach gegenüber “Geopark-Cafe”. “Bligger von Steinach.” Also ein Mural.
Ich saß da zum ersten mal “vor” dem Cafe. Seit 2022 schon? Die RNZ berichtete.
Eigentlich ganz banal. Es war heiß, sehr heiß, in diesem Juni, gestern ging es, ich fühlte mich eingesperrt. Ich musste raus und hatte keine Lust zum kochen. Mir war nach Wasser, kein Meer hier herum, also musste es ein Fluss sein. Direkt am Fluss. Zum wiederholten Male Neckarsteinach, Schwanengarten. Hildegard, Hagen und ein Bligger weiterlesen
Ganz ohne KI das Beitragsbild zusammengeklöppelt von den ZDF und NTM Webseiten
Man sollte vor dem schlafen gehen keine Newsletter lesen und schon gar nicht die Berichterstattung, ähm, der Fernsehmacher. Sagte ich schon, dass das NTM seinen Mannheimer Sommer trotz des WM-Kommerzialrats opalte? Ich hatte schwere Träume.
Eine der Quiztanten des Ersten befragte den Herrn Weltmeister, mitten auf dem Rasen, nein die Spieler sind nicht das wichtigste. „Wie viele Regenwürmer haben Angst vor dem Torwart und seinen Stollen?“ Da kam die Ex-Kanzlerin vorbei. Ganz ohne Einlaufkind. Die Spieler und Schiedsgerichte brauchen die Kinder ja, damit sie sich nicht verlaufen. Der Weltmeister jubelte und küsste die Ex genüsslich. Die rautete: „Wir schaffen das“. Dann chippte sie einen Ball in die Tore und verkündete, dass sie lieber Damenfußball sähe und auch die Torhüterin der Nationalfrauschaft Bundespräsidentin werden müsse. Nach einer Bierpause übernahmen die Secuntas und ihren 99 Expertlein. Als Gast hatten sie den König aller Briten und Kommenwälzer mit Krone und Schwert. Er schlug sofort alle Expärten zum Ritter mit Hosenband. Ein kollektives Geschrei erhob sich unter den König:innen und Adelen der EU. Sie seien schließlich keine Brexitler. Nach einem heftigen Disput in Brüssel einigten sich die Merzenbauern auf einen Kompromiss. Der ehemalige Beatrixerich der ARD sollte auf dem Rasen vor dem Weißen Haus alle Europäischen Ex-Perten rittern und hosen, mit Winzersekt-Pausen, live und mit Pausengeträller. Die Kammersopranistin des NTM stand bereit um alle 249 Nationalhymnen zu trällern. Aber, die beiden Präsidenten fifaten dazwischen. Sie hatten sich den Weltpokal gekrallt, sprangen aus ihren Käfigen und stiegen mit 99 Luftballons und Major Tom gen Himmel um dort am Tor zu knocken. Sofort erfüllte der Hölle Feuer das Elysium. Die Sopranistin strich sich ein F in die Stimme und wähnte sich in einer neuen Inszenierung und erschütterte die Welt mit der Hölle Rache. Der EX-Beatrice brüllte „Hurz“, die Präsidenten fielen hart auf die Schnauze, von oben. Weder Himmel noch Hölle wollten sie.
Alle Experten hurzten und tranken das Bier aus der Werbung. Die Kings vereinten sich zu einem Kutschenkorso und hupten sich durch die Welt.
Zwei Zungen
reden zwischen
den Lippen
wie von Feuer
braust Blut
durch Venen
Wir geistern
durch die Nacht
unser Fleisch
stöhnt Hoffnung
fliegt
in das Blau
mit den Tauben
Yepp. Ich war -mit Anhang- im Jungen Nationaltheater, das einst “Schnawwl” hieß in “Freche Fläche 2+”. also professionelles Theater jenseit von Kasperle und Co. Mit Cédric Pintarelli. Einem Beinahe- Basler. Passt doch. Siehe den Screenshot aus der Theater-Website, oben.
Es ist erstaunlich, wie man Theater für Klein-Kinder machen kann. Fast ohne Worte. Malen mit dem ganzen Körper, ohne Angst sich schmutzig zu machen. Da hat jemand, also die Regie und Ausführender viel Gehirnschmalz investiert. Von 1-2-3 und Körper boxen zu Pinsel und Hände, auch mit dem Fuss wird gemalt. National-Theater ist viel mehr als Schiller und Karfreitags-Parzival.
Alle Sinne angesprochen von Klein-auf. Bei Opa gibts Theater weiterlesen
Zum Verständnis. Wegen eines Kommentars eingefügt.
Das war für eine Aktion des Theaters unterm Dach in Berlin “Die Männerspielerin” in der Regie von Marc Lippuner. Zum Leben von Anaïs Nin. Das war mein Beitrag zur Social Media Aktion zum Stück. Guckt:
Mein Hirn ist noch ganz im Konzert. Night of the Jazz Profs. Die Professoren der Mannheim Musikhochschule, also die Jazzigen. War toll. Südamerikanisch dieses mal. Vom Percussion-Prof ausgesucht, die Stücke.
Das Beitragsbild zeigt die Feuerwache von der Straßenbahn aus. Um die Ecke der Haltestelle steht der Hirsch für den Mannheimer Sommer im Opern-Opal. Ob ich da hin will, außer zur Zauberflöte? Die muss! Estelle Kruger als Königin der Nacht! Christopher Diffey als Tamino. Waren Zeiten auf Twitter, sintemals.
Ich war schon lange nicht mehr da in der Ecke am Neckar. Ganz sehnsüchtig wurde ich. Dabei muss ich doch nur hinfahren. Nichts hindert mich. Nehm ich halt den Stock mit.
Fällt mir ein, dass ich schon ewig keine Möven mehr am Neckar gesehen habe. Mal sehen. Der OEG-City-Beach ist auch wieder offen. Mit der Haltestelle “Kurpfalz-Brücke-Ost” direkt vor der Tür. Vielleicht kann ich dort meine Schreibblockade durchbrechen, oder doch vor der Feuerwache? Ist doch alles da. Was alles ruft! So viele Orte längs der S-Bahnen. Nach Nord, Süd, Ost, West.
Zuerst aber morgen “Tanzminiaturen nach Musik von Komponistinnen” im Felina-Theater. Auch mal wieder.
Auf dem Heimweg dann sinnierte ich. Was mich in die Sehnsucht trieb: Wie immer in der Sommerzeit. Die Sehnsucht nach Dunkel, nach Nacht. Immer ist es fast bis zur Bettzeit hell.
Ich lächelte leicht, beim passieren des Amikinos, das jetzt ein Theater ist. Ihr erinnert Euch?
Screenshot der Website des Mannheimer Stadtteils “Franklin”
Nun ja. Ich mein ja nur. Nein, ich bin kein Anti-Militarist. Obergefreiter der Reserve. Die Amis fehlen mir schon, aber nur so, zwischenmenschlich. Ich mein ja nur.
dr;tl
Ich war in NTM Sturmhöhe – nach dem Roman »Wuthering Heights« von Emily Brontë. War dann doch beeindruckt und nie gelangweilt. Irgendwie weiß ich noch nicht einmal, warum. Wollte fast zur Pause gehen, hätte dann etwas versäumt. Das war meine dritte Vorstellung unter der Regie von Charlotte Sprenger. “Der gute Mensch von Sezuan”, Kabale und Liebe, jetzt die Sturmhöhe. Kann man öfter einteilen. :) Zum ersten mal saß ich einfach so mit einer netten Theaterbekannten anschließend noch im Theatercafe. Hatte was. Die Regiesseurin war auch da, Yes. Man sprach kurz. Keine Diven weit und breit. Was man halt so macht, am Hexen Sabbat.
Screenshot vom NTM zu “Sturmhöhe”
Eine Schale, um die sich alles dreht. Die Welt dreht sich immer weiter. Es gibt im Alten Kino halt nur eine Drehbühne, immer mal wieder. Laufstege, die man hochrennen kann. Wir vermissen die Bühne am Goetheplatz, sehr. Die Kinder spielen zunächst. Schwestern. Ein Bruder. Shirin Ali wieder in einer Hosenrolle, wie im Hamlet. Keinem Kollegen die Rolle zugetraut? Wahrscheinlich kann keiner so lustvoll schreien und toben.
Sie tanzen und spielen um das Feuer, singen, sie werden doch nicht Hexenkram performen, am Hexen Sabbat heute? Die Feuerwehr steht draußen, wie immer und passt auf. Nein keine Feuerwhr vom Fänsehn. Obwohl, eine der Darsellerinnen da für einen kleinen Clip engagiert ist. Rät es wer?
Ich hatte das Stück als Pilcher-Schmonzes eingestuft, wollte fast nicht hin. Ist es ganz gewiss nicht. Mord, Totschlag, Eifersucht und alles. Harte Kost im lustigen Outfit. Mir war nicht bewusst, wie bedeutend der Roman im englisch-sprachigen Raum ist. Sogar Kate Bush singt davon. “Heathcliff, it’s me, I′m CathyI’ve come home, I’m so cold”
Verbindung zu Youtube erst nach dem Klick.
Immer wieder wollte ich, das wäre eine Oper. Wenn Rahel Weiss als Isabella Linton sich mit einem Schirm-Spieß erdolcht, ersticht, in ihn hineinstürzt, schreit das doch nach Verdi?
Aber es geht auch so. Den Original-Text in Englisch zuweilen zitiert. Trotz alledem. Sehr viel berührendes. Wenn eine schwangere Schauspielerin plötzlich schreit: “Ich bin schwanger” ist das, nun, ja. Man wird sie dann mit Babybauch sehen. Im Wahnsinn gefangen. Mit Moorschlamm verschmiert, aus einer großen Plastikflasche, als wäre es Sonnencreme zum Tod. So kuscheln im Tod auch Cathy und Heathcliff “Oberkörper gemoort” eng in der Schale, während langsam die neue Generation heranwächst und die alten Spiele performt. Ganz schön was los in England.
Das ist eine tolle Schau. Gewaltig. Berührend. Eine Amerikanische Künstlerin. Tatsächlich. Es muss sie doch noch geben. All die Kunst der USA, von Bernstein über Warhol, Steinbeck bis Prince.
Die erste Berührung mit Kaari Upson hatte ich auch in der Kunsthalle. Da lebte sie noch, die Kaari meine ich.
Zum Einstand des damals neuen Direktors, der jetzt weiterzieht, nach dieser Ausstellung.
Da machte man noch auf Social-Media. Ich bin da ja auch raus. Auch etwas, was diese Magas zerstörten.
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