Wuthering Schmonzes?

Die Marketing-Maschinerie für den neuen Film “Wuthering Heights” läuft. Mit der Barbie-Darstellerin? Ach FR… Ich könnte ja mal streamen gucken? Wenn dann lieber im Alten Kino Franklin des NTM.

dr;tl
Ich war in NTM Sturmhöhe – nach dem Roman »Wuthering Heights« von Emily Brontë. War dann doch beeindruckt und nie gelangweilt. Irgendwie weiß ich noch nicht einmal, warum. Wollte fast zur Pause gehen, hätte dann etwas versäumt. Das war meine dritte Vorstellung unter der Regie von Charlotte Sprenger. “Der gute Mensch von Sezuan”, Kabale und Liebe, jetzt die Sturmhöhe. Kann man öfter einteilen. :) Zum ersten mal saß ich einfach so mit einer netten Theaterbekannten anschließend noch im Theatercafe. Hatte was. Die Regiesseurin war auch da, Yes. Man sprach kurz. Keine Diven weit und breit. Was man halt so macht, am Hexen Sabbat.

Screenshot vom NTM zu “Sturmhöhe”

Eine Schale, um die sich alles dreht. Die Welt dreht sich immer weiter. Es gibt im Alten Kino halt nur eine Drehbühne, immer mal wieder. Laufstege, die man hochrennen kann. Wir vermissen die Bühne am Goetheplatz, sehr. Die Kinder spielen zunächst. Schwestern. Ein Bruder. Shirin Ali wieder in einer Hosenrolle, wie im Hamlet. Keinem Kollegen die Rolle zugetraut? Wahrscheinlich kann keiner so lustvoll schreien und toben.

Hamlet schwarz weiß

Sie tanzen und spielen um das Feuer, singen, sie werden doch nicht Hexenkram performen, am Hexen Sabbat heute? Die Feuerwehr steht draußen, wie immer und passt auf. Nein keine Feuerwhr vom Fänsehn. Obwohl, eine der Darsellerinnen da für einen kleinen Clip engagiert ist. Rät es wer?

Ich hatte das Stück als Pilcher-Schmonzes eingestuft, wollte fast nicht hin. Ist es ganz gewiss nicht. Mord, Totschlag, Eifersucht und alles. Harte Kost im lustigen Outfit. Mir war nicht bewusst, wie bedeutend der Roman im englisch-sprachigen Raum ist. Sogar Kate Bush singt davon. “Heathcliff, it’s me, I′m CathyI’ve come home, I’m so cold”


Verbindung zu Youtube erst nach dem Klick.

Immer wieder wollte ich, das wäre eine Oper. Wenn Rahel Weiss als Isabella Linton sich mit einem Schirm-Spieß erdolcht, ersticht, in ihn hineinstürzt, schreit das doch nach Verdi?

Aber es geht auch so. Den Original-Text in Englisch zuweilen zitiert. Trotz alledem. Sehr viel berührendes. Wenn eine schwangere Schauspielerin plötzlich schreit: “Ich bin schwanger” ist das, nun, ja. Man wird sie dann mit Babybauch sehen. Im Wahnsinn gefangen. Mit Moorschlamm verschmiert, aus einer großen Plastikflasche, als wäre es Sonnencreme zum Tod. So kuscheln im Tod auch Cathy und Heathcliff “Oberkörper gemoort” eng in der Schale, während langsam die neue Generation heranwächst und die alten Spiele performt. Ganz schön was los in England.

Den Inhalt entnehmt doch der Wiki.,

Zum Schluss lese ich, wie so oft die Lyrik der Brontës.

Den Roman leihe ich irgendwann. Als eBook.

Nein, keine Lust auf Streaming oder Popcorn verseuchtes Kino. Am 28.5. kommt das Stück mit Nachgespräch. Ob ich da hin will? Mal sehn.

Kunst riechen im Gehirn

Jedesmal wenn ich von der Straßenbahn komme, denke ich, der Sandsteinlöwe dort vorn ruft mich zum Eingang. Aber ich muss weiter zum Hectorbau …

tl;dr
Ich war in der Ausstellung “Kaari Upson: Dollhouse – Eine Retrospektive 13.02.2026 – 31.05.2026,war fasziniert, beeindruckt, verliebt und hatte ein Déjà-vu in meinem Hirn..

Das ist eine tolle Schau. Gewaltig. Berührend. Eine Amerikanische Künstlerin. Tatsächlich. Es muss sie doch noch geben. All die Kunst der USA, von Bernstein über Warhol, Steinbeck bis Prince.
Die erste Berührung mit Kaari Upson hatte ich auch in der Kunsthalle. Da lebte sie noch, die Kaari meine ich.

Corona, Stühlchen, Feminismus und #umbuch

Zum Einstand des damals neuen Direktors, der jetzt weiterzieht, nach dieser Ausstellung.
Da machte man noch auf Social-Media. Ich bin da ja auch raus. Auch etwas, was diese Magas zerstörten.

Jetzt wieder in der KM!
Jetzt wieder komme ich mit Handygeknipse nicht weiter. Mir fehlen auch die Worte. Aber hört selbst in der Audiotour.
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Gefliedert der Rhein

Einfach da sitzen. Vergilbt sozusagen. Am Rhein. Nein, der liebe Gott ist kein guter Mann. Kein Mann. Wenn überhaupt. Worms RK 444. Früher war das der erste Ritt mit dem Rad an den Rhein, zur Nachbarstadt der Nachbarstadt. Heute mit dem Bus. Rheinpromenade heißt die Haltestelle. Nur ein paar Schritte zum Hagenbräu. Angespargelt.

2 Stunden. Einfach aufs Wasser sehen. Den Schiffen hinterher sehen. Heute nur Tanker unter niederländischer Flagge. Meist Gas. Vor allem Gas. Im 2 Minutentakt. Schwer schiebend bergauf. Aus Amsterdam oder von wo. Einmal ein Othello. Doch. Leichter bergauf, hier die Hera.

Als ob die Götternamen helfen. Schiff ohne Zollstationen, keine Blockaden. Hier. Nur der Hagen, der Fiesling, der den Siegfried meuchelte und damit den Völkermord an den Burgundern auslöste. Krimhild ye know, die Hunnen und alles. Nein kein Wagner für mich. Das Lied, selles Lied.
“Uns ist in alten mæren wunders vil geseit
von helden lobebæren, von grôzer arebeit,
von fröuden hôchgezîten, von weinen und von klagen,
von küener recken strîten muget ir nu wunder hœren sagen.”
Einfach am Rhein sitzen ohne Gedankenschinken geht nicht mehr. Die Nachrichten im Kopf labern mit.
Sonst alles wie immer. Blüten und mehr.
Ach so ja angespargelt ist.

Canossa

Beitragsbild – Gemeinfrei aus der Wikipedia. “Mathilde von Canossa und Hugo von Cluny als Fürsprecher Heinrichs IV. (Vita Mathildis des Donizio, um 1115. Vatikanstadt, Biblioteca Apostolica Vaticana, Ms. Vat. lat. 4922, fol. 49v)”
Mir träumte, der Bundeskanzler hätte, wie einst der Bundeshelmut den Präsidenten der Vereinigten Staaten in den Speyrer Dom eingeladen. Nach dem Besuch im nahen Kallstadt.

Bodenplatte im Speyrer Dom

Natürlich erläuterte man ihm auch, was den Heinrich IV von der Salierpfalz dorten nach Canossa trieb und dass er nicht im Dom begraben werden durfte, zunächst. Bis zu Schum-Stätten kam man gar nicht mehr. So sehr war der Präsident am wettern. Über den Papst und so weiter. Aus Vorsorge wurde er ins Spital im nahen Ramstein gebracht. Im Schatten der Drohnen und Bomber erholte er sich wieder. Er überlegte sich eine Statue des Kaisers, des Heinrichs, vor dem Weißen Haus aufzustellen. Viele Amerikaner pilgern seitdem nach Canossa. Und suchen ihren Präsidenten…

In Paris, näher zu Speyer denn Berlin, bot der Französische Präsident dem Papst erneut Asyl an in Avignon. Nein, nicht Sur le pont, im alten Palast.

Zeiten zeugen

Milliarden aus Zukunft
kullern zu Kreuze
Bomben drohnen

auf heilige Gräber
Es grünt so grün
zum Donner bei Tage

Hasen im Tank
rammeln froh
zeugen und zeiten

Niemand schreit
nur KIs lächeln
in der Frauen Not

Still still still
weil der Robot
schlafen will

Hamlet schwarz weiß

Beitragsbild: Screenshot aus der Website des NTM
Ich war im:
Nationaltheater Mannheim, z.Zt im Amikino Mannheim Franklin.
Hamlet, von William Shakespeare mit Texten von Nuran David Calis.
Hamlet, Shirin Ali / Claudius, Geist von Hamlets Vater Matthias Breitenbach / Gertrude Maria Munkert / Polonius Almut Henkel / Ophelia Maria Helena Bretschneider / Horatio, Reinhold, Schauspieler, / Fortinbras Patrick Schnicke / Laertes, Bernardo, Rosenkranz, Schauspieler Bruno Akkan / Güldenstern, Marcellus, Schauspieler Pablo Weller de la Torre Regie & Video Nuran David Calis / BühneIrina Schicketanz / Kostüm Anna Sünkel / Licht Robby Schumann / Musik Vivan Bhatti / Dramaturgie / Annabelle Leschke

Wie fast immer ganz hinten Reihe 21, Platz 1, als Rentner.
Achtung! Dies ist keine Rezension, nur Gedankenschinken. Hamlet schwarz weiß weiterlesen

Für Bäume gucken

verlangte die Dame am Ticketschalter des Schwetzinger Schlosspark. Irgendwo muss es einen influezischen Hinweis gegeben haben, eine Masse an Senior*innen wälzte sich durch das Eingangstor. Ungewöhnlich. Schon in der S-Bahn ab Rheinau begleiteten mich Menschen gen Schloss. Egal.
Ich hatte im Blühbarometer geschnuppert und gesehen, dass die Japanischen Kirschblüten voll aufgeblüht waren. Nix wie hin. Ja, der Museumspass musste Gassi gehen.
Tatsächlich, schon von weitem sah man die Kirschen japanisch blühen, zwischen den winterlichen Wegbäumen, siehe oben.
Tatsächlich hatte ich die “Bäume” noch nie so voller Pracht gesehen. Die Wege so voller Menschen.

Kirschblüte 2026 im Schlossgarten Schwetzingen
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Die Weltwunder von Hessen

Beim Blick aus dem Fenster fallen mir die Sendungen gestern im HR ein. Als ob die Weihnachtsgutsel ihren Weg in die Vorgärten gefunden hätten blühen die Mandeln. Nein, ich muss dazu nicht nach Gimmeldingen fahren. Gestern abend zappte ich durch die Kanäle und suchte irgendetwas zu unseren Kommunalwahlen. Doch, wir sind auch Hessen. Also nix gefunden. Immer nur das absurde Getrete und Gejaule der schwäbelnden Alphamännchen, quasi vor den Pseudoruinen von Stuttgart 21, sorry, das wird wohl 2041. Von der weltweiten Politik und Kriegern nicht geredet. Und dann lief tatsächlich genau da die Sendung vom “hessischen” Welterbe des Oberen Mittelrheingraben. Vom HR reißerisch “Weltwunder” genannt. #hüstel. Und ja, da waren die Bilder von der Weinernte in Rüdesheim, direkt an den Steilhängen vor Burg Ehrenfels.

Screenshot vom ARD-Beitrag “Weltwunder Hessen” Oberes Mittelrheintal”. Klick zur Sendung in der Mediathek.

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Dusmo der Frühling

Der Frühling draußen vor dem Fenster erwacht ganz dusmo, leise, schickt seine Pollen durch die Lüfte. Das Elysium träumt von Atomen, Bomben und verdammten Kriegen. Fenster sind geschlossen. Keine Schreie legen sich über die Klänge von Chopin. Der Gekreuzigte an der Wand summt seinem Parzival entgegen. Bühnengeweihe. Brünfte schießen aus allen Rohren dem Mare Nostrum entlang. Golfen, Golf, gegolft. Blau der Himmel, kleine süße Raketen zischen zwischen aus Sand und Gekuller hinaus in die weite Welt. Arme Touristen fliegen und fliegen. Der Dax grölt, tanzt die Ölgeweihte.
Niemand schert das Kollateral. Gestorben werden muss. Völkerrechte pflanzen Unkraut zwischen die Pflüge. Leise schere ich meine Haare. Dort oben, der Rauch, das himmlische Kind.

Hamlet im Mannheimer Morgen zur Nacht

Titelbild: Screenshot meiner Aktivitäten im Browser zum Lesen der Regional- Medien.
Nein, ich war nicht in der Premiere von Hamlet im Nationaltheater Mannheim am Freitag.  Bei Premieren besteht immer die Gefahr Kritikern zu begegnen. #augenroll. Und überhaupt sind die Stücke meist besser zu konsumieren, wenn sie eingespielt sind.

Ich habe allerdings auch die Gewohnheit spät zur Nacht noch durch meine Lesezeichen zu hangeln. Unter Kultur und Mannheimer Morgen finden sich dann auch die Rezensionen zu Theatergedingsen. Ja, ich lese den Südhessen Morgen inzwischen einzeln nach Rubriken. Im Firefox schön unter “Alle in Tabs öffnen”. Ganz legal und bezahlt das. Tolles Angebot der Haasgruppe. Was muss ich alles lesen, was die Funke-Gruppe da in den Mantel schreibt? Guckt:

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