#theaterimnetz am Nationaltheater Mannheim oder die Wirrungen der Sparten

Dies ist keine Teilnahme an der Blogparade #theaterimnetz der Kulturfritzen, das hatte ich ja schon im Mai erledigt!
Langsam läuft die Theater-Saison an. Langsam? Kommt mir so vor, bei all dem Museumskram, den Blogparaden etc….
Wie immer mit Getwittere von mir….
Ich war in
-Wallenstein
Eine starke Ensemble-Leistung, eine ebensolche Regie samt Bühne, eine sensationelle Ragna Pitoll beim Wallenstein am @NTheaterMA 22:07 – 17. Sep. 2017
Aber vom schillerschen Pathos habe ich für die nächste Zeit genug.#wallenstein #lt22:10 – 17. Sep. 2017
-dem Maskenball von Verdi (leicht angestaubt inszeniert aber mit grandioser Musik)
@ucation & @kulturtussi appen Verdi bei der @operwuppertal und #shareyouroper. Ich buchte dabei den Maskenball im @NTheaterMA HA!

-einer Sneak zu „Für immer schön“ mit der Folkerts.
„Für immer schön“ von Noah Haidle am @NTheaterMA ist ein tolles Stück, bewegend humorvoll. Mit einer saustarken Ulrike Folkerts. #sneak
20:36 – 5. Okt. 2017

(Keine Links zur NTM-Website. Beim nächsten Relaunch ist alles weg. Man denkt da immer nur in Spielzeiten. Gönnt uns keine Archive. Warum eigentlich?)

Nur so als Vorlauf zu den Wirrungen…
Morgen habe ich wieder eine Karte zu einer Sneak. Ich mag das Format, weil da tatsächlich ein ganz anderes Publikum kommt, keine Abonnenten, wie auch. Oft sind die Haupt- oder Generalproben interessanter, spannungsgeladener denn die Premieren und #ff. So. Nun. Also ich lernte, dass man bei Sneaks den Anfangszeiten auf den Karten nicht trauen darf, da die Einführungen nicht in der Kassenhäuschensoftware abgebildet werden können. Und HA! Ich fand den Spielplan erst auf den 3. Klick und einem Scroll dafür Aktuelles auf der Startseite! Storytelling! HA!

Screenshot des Nationltheaters Mannheim am 8.11.2017
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#schiller17

Dies sind Randbemerkungen, keine Rezensionen, gell.“ Eigentlich vornehmlich für mich. Ich kann ja auch mal Tagebuch bloggen. Vielleicht interessiert es ja noch jemand.
Also hier meine Besuche bei den 19. Internationalen Schillertagen am Nationaltheater Mannheim. 16. – 24. Juni 2017. Ich verlinke das einmal, wohl wissend, dass beim nächsten Relaunch der Website die Links wieder nicht stimmen werden.

Eigentlich hatte ich keine Lust auf Schiller. Keine Maria Stuart, kein Wallenstein, keine Berliner Tage. Ich wollte nur auf dem Theatervorplatz sitzen, bei dem Wetter und ein Bier trinken. Oder bei einem #schillout im Foyer zuhören.

michlbowerNils Bech #schillout #schillertage #nationaltheatermannheim

Aber das wäre ja albern. Ich hörte also zunächst dem aktuellen Hausautor Akın E. Şipal zu. Schiller war ja der erste Hausautor des Nationaltheaters Mannheim. Deshalb veranstalten sie diese Tage alle zwei Jahre.
Ich bloggte ja bereits über Sipals Erstling. Ich mag seine Sprache und vorlesen kann er auch, und wie!
Auf Instagram erzählen die #internationale_schillertage das so!

Auf der Website des Theaters erklärte Sipal es so:
Zu diesem Zweck empfiehlt er ihn für ein Promotionsstipendium, mit dem er 1956 nach Münster kommt und dort meine aus Breslau stammende Großmutter kennenlernt. Aus den Istanbuler Jahrgängen, die bei Fricke studierten, ging eine Vielzahl von Autoren und Übersetzern hervor, deren Schaffen die Türkei bis heute prägt, darunter auch mein Großvater Kamuran Şipal.« — Akın E. Şipal
Er berichtet von seinem Großvater aus Adana, dessen Werdegang aus bescheidenen Verhälnissen zur Uni und seiner Großmutter aus Breslau und dann Wanne-Eickel. Alles ohne Pathos, zum beschmunzeln und zum bestaunen. Dieser Großvater hatte schon einige Seltsamkeiten und zum Schluss an die 80 Bücher aus dem Deutschen ins Türkische übersetzt. Darunter alle von Kafka, wenn ich mich recht erinnere. Erstaunlich auch der Werdegang des Doktorvaters seines Großvaters, Gerhard Fricke. Vom hetzenden Nazi und Buchverbrenner zum Germanisten in Istanbul und später Professors in Mannheim. Die „Brandrede“ des Herrn Fricke lässt Sipal von der Dramaturgie vorlesen Es wird also nichts ausgelassen und verschönt. Eine erstaunliche Erkenntnis zieht er aus dem Werk seines Großvaters: Es sollten mehr türkische Autoren ins Deutsche übersetzt werden, nicht nur die „politischen“, sondern auch die scheinbar unpolitischen, denn auch die würden in der Türkei als politische empfunden. Eine Wiederannäherung der Menschen via Literatur. Gar nicht schlecht, diese Idee. Ich hoffe es gelingt. Übrigens saßen während der Vorstellung links und rechts Ensemblemitglieder. Zum Teil gerade von einer Generalprobe gekommen. Ist immer alles sehr locker hier, auch beim Kaltgetränk anschließend beim #schillout, draußen, wie drinnen. Also vom Unmut des Ensembles, wie kolportiert wird, spüre ich nie etwas. Aber was weiß schon ich?
Es war nett an diesen heißen Tagen über den Theatervorplatz zu stolzieren, alte Bekannte zu finden, neue Kontakte zu knüpfen.

Die Geisterseher bloggte ich ja bereits. „Geister und Realitäten“.
Ein Schillerfragment in der „Virtuellen Realität“.

Im Stück!

Gestern nun Bürgerbühne und Ensemble. Ich war gespannt. Wieder ein Schillerfragment. Demetrius.
SWR2 erklärt das sehr schön! (mp3 3:39)
Der Gegensatz Profi / Laie wurde gut gelöst. Schiller spielten nur die Schauspieler. Die Regie wirkte, wie so oft, dem Schillerschen Pathos mit Ironie und Kalauer entgegen. Vorab wurden wir durch die Katakomben des Werkhaus geführt, zu 3 Stationen, wo die Laien sich vorstellten und oh Wunder, ein wahrhaftiger Rechner verband uns via Skype mit Myanmar (wenn es denn nicht gefakte war), das gerade aus einer endlosen Diktatur auftaucht. Ein Syrischer Mitbürger sprach in ein Smartphone und wir hörten aus dem kleinen Lautsprecher die Übersetzung. (Off Topic: Sag ich doch immer #theaterimnetz muss von der Bühne her kommen, inszeniert sein! Übrigens setzt das „Schillerteam“ im Netz fast ausschließlich auf Instagram mit InstaWall im Foyer.)
Das Drama nimmt seinen Lauf. Demetrius bekommt sein Heer um die Zarenkrone zu holen und an der Stelle, wo das Skript endet, gehen den Schauspielern sprichwörtlich die Worte aus, die Puste, sie hecheln nur noch Laute.  Sie finden unter der Straße Schillers Notizen und suchen jetzt ein mögliches Ende. Gar nicht schlecht gemacht. Übrigens, wie der Nachtkritiker meinen konnte die Straße wäre ein Schachbrett weiß ich auch nicht, er war scheinbar sowieso beleidigt, dass er dort hingeschickt wurde.
Das Ensemble wird nun ins Consulting getrieben, mit allem Moderatoren-Pi-Pa-Po und Rollenspiel, wie es heutzutage überall die Menschen in den Unternehmen nervt, es kam so mancher Lacher wohl deshalb zustande, man erkannte sich selbst. Dazwischen immer die Satements der Laien, die eher mutlos waren, die erzählten, das fremde NGOs die Revolutionen steuerten, man für das Demonstrieren Geld bekam. Das Ensemble unterzog sich weiter dem Coaching hin zur Revolution, der Schillertext wurde immer wieder abgewandelt. Gewalt oder Gewaltfrei. Quasi wurde ein Revolutions-Marketing betrieben. Es gibt viele Ebenen in diesem Stück, vielleicht zu viele, man muss hell wach sein, um mitzukommen, die Ebenen mitzugehen und ich hatte an der Marketing-Sache noch eine Ebene dazu. Dies war ein Stück der Mannheimer Bürgerbühne, einer Quasi-Fast-Sparte des Nationaltheaters Mannheim. Langjährige Blogleser wissen, dass ich vor zwei Jahren an einem Marketing-Club zum Bürgerbühnenfestival teilnahm. Jetzt sah ich uns geistig auch noch dazwischen.
Das Stück kommt übrigens zu keiner Lösung. Wie auch? Es endet mit einem Schlusschor des Ensembles. Schillers „Der Antritt des neuen Jahrhunderts.“

„….In des Herzens heilig stille Räume
Mußt du fliehen aus des Lebens Drang!
Freiheit ist nur in dem Reich der Träume,
Und das Schöne blüht nur im Gesang.“

Hhm. lyrische Ausklänge sind immer gut, aber was soll es bedeuten? Stoff zum nachdenken lieferte das Stück allemal. Die Inszenierung fand ich gut, auch wenn man manchmal etwas vom Gas hätte gehen können.
Die Schauspieler spielten das raffiniert, auch wenn Julius Forster wohl immer ein wenig alberner sein muss als der Rest. Die Laien machten ihre Sache gut. Mir erschloss sich allerdings nicht, warum eine Österreicherin Myanmar repräsentierte. Das Casting war wohl schwierig.

Aber hatte nicht schon ein Mitarbeiter des NTM der Weisheit letztet Schluss bereits gefunden? Auf einem Kastenkunstwerk im Außenbereich des Festivalzentrums hatte er eine Notiz an alle angebracht. Kennt man ja aus jedem Museum und jetzt weiß ich auch nicht.

michlbower#schillertage #weisheit

Geister und Realitäten

[upgate] Ich beraunzte alle Dinge zu #schiller17[/update]
Darum geht’s:

Der Geisterseher
nach Friedrich Schiller | CyberRäuber – Das Theater der virtuellen Realität / NTM
Eine Theaterminiatur in der virtuellen Realität für je einen Zuschauer

Im Prinzip war das wieder so eine #theaterimnetz Geschichte, die diesmal analog und virtuell wurde.
Es begann während der Tagung „Theater und Netz 2017“, nein, da war ich nicht, ich las nur auf Twitter mit. Die CyberRäuber antworteten auf einen Tweet von mir. Mein Interesse war geweckt. Ich kaufte irgendwann die obige Karte. Womit wieder einmal bewiesen wäre, dass Social Media wirkt, nicht nur für durchgeknallte Präsidenten und Hasser!


Weil die THEA.web Software des Theaters wohl nicht damit umgehen kann, dass 15 minütige Stücke 9 mal hintereinander gespielt werden, steht oben 17:00 als Beginn auf der Karte, obwohl ich 18:40 gebucht hatte. Als Special Service wurde ich von einer Mitarbeiterin des NTM angerufen, um das zu klären. Zurück am Rechner las ich dann zufällig zuerst einen Facebookeintrag dieser Mitarbeiterin. (Social Media sic!)
Ich kündigte auf Twitter dann an, dass ich ins Theater ginge, wie üblich bei mir. Ich war früher da, das Café hatte noch zu, so beobachtete ich die InstaWall der Schillertage, das heißt alle Bilder die auf Instagram mit #schillertage u.ä. getaggt sind, werden auf eine Leinwand im Foyer projiziert, einschließlich meiner Fotos. (Social Media sic!) Dort sprach mich dann Björn Lengers an, einer der Macher der Cyberraueber, der Twitterer. Hier erklärt er die VR-Technik für das Theater auf der re:publica, er kann das besser als ich hier! :)

Wir plauderten kurz und er war sofort einverstanden Bilder zu machen während meines Slots, die er mir anschließend via Twitter schickte (sic!), ich wusste gar nicht, dass so etwas geht. Danke dafür!
Dann also ging es los.

Ich erlebe „Virtuelle Realität“ im Theater. Alle Bilder hier von Björn Lengers. Ich weiß, mit der Maske sehen alle Menschen leicht bescheuert aus.

Vorab: Es ist unangenehm diese Maske zu tragen und es dauert, bis man sich daran gewöhnt hat, dass man in einer anderen Realität ist, ich traute mich nicht weit umherzugehen oder mich zu setzen, vielleicht muss man mehr VR-Erfahrung sammeln, man sieht sich ja nicht, seltsam das Gefühl. Mann ist aber tatsächlich mitten drin.

Im Stück!

Das Stück selbst: Es war beeindruckend! Ich hatte weder die Story gelesen, hier beim Projekt Gutenberg, noch auf der NTM-Website nach der Besetzung geguckt und dann stand David Müller virtuell vor mir. Das Projekt wurde in nur 2 Tagen in Weimar „gedreht“ mit Ensemble-Mitgliedern des Nationaltheaters  Mannheim und des Deutschen Nationaltheaters Weimar, den Schillerbühnen. Vielleicht deshalb hatte ich nie das Gefühl einen Film zu sehen, das war tatsächlich Theater. Gut inszeniertes Theater. Die agierenden Personen kommen von allen Seiten, verschwimmen, verschwinden als Rauch, kommen von hinten wieder, locken,  sind tatsächlich Geister. Gespielt wird in ständig wechselnde „Kulissen“, Perspektiven. Hohe Säulen in gewaltigen Hallen, was könnte man so Parsifal inszenieren. Wagner wäre begeistert.

Mit Maske, mitten im „Virtuellen Theater“ Der Geisterseher. Seh‘ ich nicht wie so einer aus?

Vom Text selbst habe ich wenig mitbekommen, ich war zu erstaunt, fast entzückt von der Regie, mich umguckend, wer da noch im „Raum“ ist, und dann regnete es sogar in verlaufende Pfützen! Hey, das war fast das gleiche Gefühl wie in dem „Wasserhäuschen“ drüben im Hackmuseum, ich berichtete ja über die Ausstellung „Die andere Seite“
Wenn nicht alles ausverkauft wäre, würde ich ja vielleicht nochmal. Auf jeden Fall ist das ein tolles Experiment, aber das kann nur ein Anfang sein. Vielleicht gibt es ja irgendwann Projektoren, die solche Kappen überflüssig machen.  Was dann alles auch für das Theater möglich wird. VR statt Video! Was könnte ein Calixto Bieito damit anfangen. Virtuelle Realität und „echte“ Schauspieler zusammen. Das birgt auch Gefahren, ich weiß. Theaterwerkstätten könnten wegrationalisiert werden, Schauspieler zu Avatare verkommen. Aber das muss ja nicht so sein. Ich bin auf die Entwicklungen gespannt, das Experiment „Geisterseher“ hat mir jedenfalls gut gefallen.

Wie es mir gefällt! Der Geisterseher nach Schiller.

Björn Lengers wartete auf mich und wir plauderten über das Stück, über Theater, VR und dann kam zum zweiten Mal David Müller daher, dieses mal leibhaftig, um Herrn Lengers zum Abhängen vor dem Theater abzuholen.
In den Schillertags-Liegestühlen.

#schillertage #mitdemhintern für die #freiheit

Ein Beitrag geteilt von Michael Bauer (@michlbower) am


Es war brütend heiß, alles sehr verwirrend, ich brauchte ein Eis. Fontanella, am Paradeplatz.

Noch mehr Thesen-Thesen und Gewesen.

Die Kulturfritzen schon wieder, lassen uns paradieren, blog, blog! #theaterimnetz

(Im Foyer gehäkelt, unsereinem wird da immer so, vom Sekt. Heimlich an die Fräcke von Wagnerianer geheftet. Übersetzer: Für Facebook auf Sinnpostkarten copypasteten! Die Theselein gelten natürlich nur in der Provinz. In Berlin theatert man ja neuestens auf Flughäfen. Ja, Flughafentheater, ohne Netz.)

96
Geht gar nicht!
Der Kulturausschuss verlangt mehr Klassiker, Vollauslastung der Zuschauerräume und die Brecht-Familie untersagt Router auf der Bühne! Die Theaterfotografen kreischen nach ihrem digitalen Copyright. Die Verträge der Theatermenschen sagen nichts zum Internet!

97
Apps – früher Programme genannt – sind Theaterstücke für einen oder zichmilliarden Chips. Von Millionen Programmierern geschaffen, in was weiß ich wie vielen Sprachen (sprechen sie Javascript?), heutzutage vernetzt in TrölfzigTerras Rechnern. Der Code ist das Theater, samt seinen Algorithmen. Wer inszeniert Hamlet in C++ oder doch besser php/css? Die Hardware vom Discounter und Apfelversand. Versteht niemand? Seit wann stört euch das? Das will niemand sehen? #hach
(Hinweis: Programmieren bedeutet hier nicht die Aneinanderreihung im Spielplan und dem Spielzeitheft.)

98
Solange „das Netz“ nur als Spielwiese großer amerikanischer Firmen begriffen wird, samt deren Codern, Filterblasen und immer neuen Hypes, hat das Theater damit nichts zu tun. Theater bringt man nicht an die Börse. (Intendantinen müssen draußen bleiben.)

99
Solange das Theater sich als elitäre Hochkultur begreift, kann es sich nicht mit dem gemeinen Volk auf den gleichen Servern tummeln. Igitt, da sitzt ja mein türkischer Gemüsemann.

100
Entwickelt Klatschapps für das Volk. Das reicht. Wir Theatermacher genügen uns selbst.

101
ceterum ceseo … Das Netz ist schlecht und Hass . … esse delendam.
(Endlich)

Ein Beitrag zur Blogparade der Kulturfritzen! #TheaterImNetz

Im Netzwerk der Kühlschränke

Ich kann mir nicht helfen. Das musste ich schreiben. Die Kulturfritzen veranstalten für die Schaubude Berlin auf Twitter & Co ein

#THEATERDERDINGE – DIE SCHAUBUDE BERLIN UND DIE DIGITALISIERUNG

Symbolbild Kühlschrank
Symbolbild Kühlschrank

Der Dinge?“ Das Internet der Dinge wird in Berlin auf der IFA gefühlt seit Jahrhunderten beschrieben als der sich selbst und Waren bestellende Kühlschrank. Es ist interessant, dass es scheinbar mehr als zwei Theater in Berlin gibt, glaubt man gerade den Kommentaren von http://nachtkritik.de Lesen sie nun ein Verbindungsprotokoll aus einem natürlich fiktiven Theaterkühlschrank (es gibt ja nur 2 Bühnen). Es fehlt Bier.

Protokoll an
shakehands
connected
Refrig Theatre OnTheSpree
Order on

Order!
„3 Kisten Bier“
Order denied
What?
Order denied!
What the fuck?
Benimm dich, hier ist nicht die Bühne!
Ich brauche Bier, wir haben Vorstellung!
Mit Pause!
Schenk Schaumwein aus, wie alle.
What the…. Habt ihr sie nicht mehr alle?
Theatre-Contingents for Bear dissipated!
Was? Was soll denn das?
All Theater Beer delivered to Volksbühne.
Kunst geht vor!
Was, wieso Kunst, es geht um Bier!!!!
Neues Stück! „Fick dich Senat“
Hä?
Der Intendant schmeißt Flaschen ins Publikum
auf eine Gummipuppe und die Fahne Berlins.
Ja und?
5 Stunden lang. Das verbraucht alle Kapazitäten.
Alle bekloppt.
Nachtkritik und der Tagesspiegel feiern mit.
Zusatzprotokoll shakehands connectet
Refrig Schiffbauer @Theatre OnTheSpree
Problem solved
Intendant bringt Nachschub von uns
per Boot.
Thanks, die Weigel sei mit Euch.
Protokoll hands off
Disconnected

Zusatz von Zentrale:
Das Problem ist bald gelöst.
Wir übernehmen.
Lang lebe die Künstliche Intelligenz!
Alle: Venceremos.

Foyer

Foyer des Nationaltheaters Mannheim 2008

Foto-Quelle: Wikimedia Commons

Kugeln aus Zeit vergoldet
zu tausend Stimmen aus dem Off
noch nicht gespielter Stücke
Leuchten im Unquadrat
Verschlossene Türen
dahinter die Bühnen
für das Theater
auch des Lebens
Marmor geschliffen von
Millionen Füßen
Sessel gähnen zum Pausensekt
Keine Pelze am Haken heute
Aufgänge zählen
die Stufen des ABCD
Mein Bier tropft Schweiß
auf das Draußen
aus Straßen und Bahn

(Lyrische Gedankenwinden zu einer Aufgabe des Clubs der Artivisten an der Bürgerbühne des Nationatheaters Mannheim. Live dorten geschrieben zu einem Pils einer Mannheimer Brauerei)

Stadt = Mannheim

schill2go Am Mittwoch bin ich beim „Schiller-Mashup aus Instameet-Tweetup-Bloggerwalk in Mannheim“ dabei. Ich bin teuflisch gespannt. So etwas hat es, meines Wissens, in der Theaterlandschaft Deutschlands noch nicht gegeben. Das NTM wagt sich weit in das Neuland ( :))) ) hinein. Macht Theater im Netz. Der Treffpunkt ist Käfertal-Wald, um das nun geschlossene BFV zu besuchen. Und dann dämmerte mir, dass hier im Blog ein Artikel schlummert, der genau dort beginnt. Aus 2005, als der Platz der Freundschaft noch beflaggt war, das Leben dort brauste, mein dann baldiger Schwiegersohn dort noch wohnte und arbeitete. Eine Reise, wie wir sie unter ganz anderen Gesichtspunkten fast genauso wieder starten werden. Ich begann damals meine Ausflüge bewusst auch zu beschreiben. Um auch die Schönheiten des Alltags wiederentdecken zu können. Das Miese drängt sich von alleine auf! Und was sich schon alles verändert hat in den letzten 10 Jahren! Also voila hier: (Sieht ganz nach einem Storify aus, obwohl da noch niemand daran dachte. Und die Handybilder waren auch noch kleiner…)

[vom 5.8.2005]
Es war ein Dokument für die Steuer nachzureichen, also fuhr ich mit dem Fahrrad eben nach Mannheim, sind ja nur 12 km. Warum soll ich das jetzt hier beschreiben? Einfach, weil ich in diesen zwei Wochen Urlaub alltägliches mit neuem Blickwinkel sehen will, d’rüber schreiben will. Mannheim ist mein Akronym für Stadt.
Wenn man an Amerika

in Käfertal vorbei ist dann kommen alle anderen Wörter nach, die Mannheim bedeuten.

Der Fluss (Der Neckar, der Rhein ist hinter dem HBF versteckt)

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