Daran erkenn ich meine Pappenheimer

Gerade tauschte ich in der Theater-Galerie zu Hause, also auf meiner Wohnzimmertür, Plakate. Ich hänge gerne Plakate überall auf, mit Events, die ich besuchte, Ausstellungen. Ich meine, einen Original-Picasso würde meine Kasse sprengen, aber sowas von. Nicht aber ein Original-Plakat einer Ausstellung z.B.!

Plakate des NTM vom Mannheimer Sommer 2018 und den Schillertagen 2019

Da der Mannheimer Morgen heute mal wieder mehr Schiller forderte, kam mir beim betrachten der Plakate der Gedanke, dass sich das Schauspiel ein Beispiel an der Oper nehmen sollte – Mozart Sommer vs Mannheimer Sommer-  und das Festival umbenennen: „Schiller zu Ehren – Mannheimer Theatersommer“. Dann wäre man fein ‚raus. Ich meine der Friedrich schreibt schon sehr lange keine Stücke mehr. Also bleiben nur die alten Stücke, die man in immer neuen Inszenierungen feiern solle. Irgendwann ist das alles schon probiert. E-gal

Blogge ich halt doch über meine 20. Schillertage des Nationaltheaters Mannheim.

Ich dachte schon, ich könne dieses Jahr nicht zu den Schillertagen des Nationaltheaters Mannheim. Mein Knie, Sie verstehen, Verschleiß. Gehört mit zu Altern, aber für vier mal reichte es doch, trotz dieser Hitze. Ok. Das hatten wir 2017 auch schon.

#schiller17


Ich schweife wieder. Zur SACHE!

Viermal war ich zu den Schillertage 2019.
Einmal einfach um die Band zu hören in der NTM-Arena. Hätte ich gerne länger zugehört, meine angenehme Begleitung auch. Ein schöner Ort, diese NTM-Arena, siehe Beitragsbild. Und hier

Liniker e Os Caramelows auf der Bühne der NTM-Arena

Die klingen auf Spotify so. Langweilig. Das sind live Rampensäue. Ja, ja, ich gehöre mit meinen 67 zum Partyvolk, lieber Mannheimer Morgen und ich sah auch viele aus dem Ensemble dort, der Theaterleitung, Menschen die mit mir im Theater waren. Aber wenigstens habt ihr nicht über die Eventbude gepienst.
Ich war in keinem der Schillerstücke, siehe oben.

Es ist warm, daher mach ich es kurz und poste einfach meine Twittkritik.

Screenshot Twitter
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Twitterkollegin Elisabeth Maier war auch dabei, mitsamt Handy. Ich kenne sie nicht persönlich. Man sollte wie bei Tweetups Namen-Schilder tragen. Da bin ich mit drauf. Der Kleine in der Mitte mit Mütze und weißem Hemd. :)

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So ist das mit Twitter!  Und auch so: Wir folgen uns seit Jahren, kennen uns auch noch nicht persönlich. Sie war bei der Premiere und ich fragte sie, wie es denn ihrem Sohn gefallen habe, wo doch Rollhockey gespielt wurde.

Ihr seht wieder einmal Twitter wirkt! Liebe Online-Beauftragte des Nationaltheaters, gebt doch einmal Gas und lasst Euren Theaterintendanten nicht alles alleine machen. Christian Holtzhauer auf Twitter.

Dann Tram 83. In der Disco 2, T6. In dem Quadrat, wo einst Benz das Auto erfand.
Großartige Inszenierung, ebensolche Sprache, eine Wucht!

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Hymne an die Liebe! Meinen persönlichen Bezug postete ich ja schon.

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Hymne an die Liebe

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Jetzt saß ich auf der Höhe der NTM-Arena und sinnierte darüber, warum die Stadtjury das Stück mit der Multihalle missfiel, weil es unprofessionell gewesen sei. Hä? Das Stadtensemble besteht aus Amateuren, das soll gar nicht professionell sein. Aber was weiß ich schon? Aber es machte klack. Ich habe noch nie Wilhelm Tell gesehen. Das wahrscheinlich bekannteste Stück von Schiller. Als Masseninszenierung. Wie sintemals auf den Freilichtbühnen.
Wilhelm Tell auf der Freilichtbühne Mannheim
Wilhelm Tell auf der Freilichtbühne Viernheim
Runterscrollen! Den oberen Teil habe ich hier beschrieben und was Dramaturgen des Nationaltheaters damit zu tun haben.

Spielschar,


Ich stelle mir dabei keine Volksbühne vor, sondern professionelles Theater. Mit Masseszenen. Pferden und so. Durchaus heutig inszeniert. Statt eines Apfels könnte man ja englisch ein Apple nehmen. :) Die Massen könnten Fasnachter spielen, verleihen die nicht auch den Bloomaulorden im Theater?. #hüstel. Auftritt Volk. Tschuldigung, geht schon wieder.
Ich sinnierte weiter über die anhaltende Popularität von Schiller. Bämm. Seine Lyrik! „Freude schöner Götterfunke! Selbst in Japan!

Verbindung zu Youtube erst nach dem Klick.

Eine Session „Das Schillertheater am Goetheplatz“ hätte ich gerne. Eine Art Poetryslam mit Goethe- und Schillergedichten! Wer kennt nicht „Die Glocke“ oder den „Erlkönig“. Wäre sehr populär und nicht populistisch. Schiller für alle! Nein, nicht so! Ist eigentlich eine Verkackeierung des Brownschen Sakrilegs.

DER Schiller Code


Vielleicht auch ein Stück „Schiller im Alltag“
Welche Zitate aus den Werken von ihm und Goethe sind heute noch gebräulich?
„Da steh ich nun, ich armer Tor“ vs „Der Mohr hat seine Arbeit getan“. Uuups, da könnte man auch diskutieren! Sie wissen schon: „Daran erkenne ich meine Pappenheimer“.

Und wieder fiel mir ein, dass ich etwas über die Dalbergs schreiben wollte, den Intendanten in Mannheim und seinen Bruder, den Großherzog von Frankfurt und Erzkanzler des Reiches, die Illuminati. Schwere Schiller-Kumpels. Aber das wird wohl nichts. Könnte sonst wer vielleicht?

Danke für die Schillertage 2019. Ich hatte meinen Spaß!
Ach so ja. Davon träume ich heute noch. Schillertage 2015

#schiller2go #walk