Château

Ein leichtes Plappern
über den Feldern die
einst politisierten
oder den Windungen
des Hochfäuleton
folgten damals
als man den Bordeaux
noch aus Flaschen soff
Château für Château
und das Bier der Proleten
auch immer wieder
auf und nieder
nur noch ein Mal
auf Sicht, Herr Rat!

Feiertage, musel mann, Maria.

Feiertage, musel mann, Maria. Und bald haben Hamburger Schüler Schulfrei, wenn denn das Fastenbrechen nach dem Ramadan ansteht, Zuckerfest heißt das, glaube ich. Das ist gut so. Schulfrei ist immer gut. Am Karfreitag auch. Oder Fronleichnam, wer auch immer die Theologie dazu liefert, opfertriefend. Schulfrei. SEHR GUT. Und je nach Religion ist dann in Hamburg zukünftig dieses Schulfrei-Fest? In überwiegend islamischen Gemeinden, wie das die Bayern mit den Katholikern und ihren ehemaligen Todfeinden praktizieren, aus dem 30-jährigen Krieg, den Evangelieren und/oder Protestiereren, wer kennt sich da denn wirklich aus, als ehemaliger streng messweintrinkender, weihrauchschüttelnder Messdiener, mit denen der Staat des Hern Seehofer & Söder das auch eben morgen tut, 15.8, der Tag an dem Napoleon geboren wurde und noch zwei Leute, die ich besser kenne. Die Aufnahme Mariae in den Himmel. Nun denn, sei der Maria das gegönnt, auch wenn sich zu diesem Behufe die Altkatholiken abspalteten oder so, auch wenn diese nicht genau wissen, wo denn der Himmel/Paradies denn genau in welcher Ausformung, Design, samt Ausstattung, wiewo sei. Aber es gibt demnächst wohl ein paar Feiertage mehr, für Schüler zunächst, die sie dann ebenso demnächst nicht in Moscheen verbringen werden, sondern mit Mama & Papa beim Grillen am See, so denn der Mekka-Kalender das stützt. Wie den Rest der Kristenheit die Mondvergabe des Osterfestes, oder besser des Karfreitag. Der Karfreitag ist für Agnostiker besser nachvollziehbar. Und nein, mein Suchen geht nie in Richtung Mohammed und seinem Gott. Aber Schulfrei ist immer gut. Warum auch immer. #kindgeblieben. Und NEIN: Ich war nie Lehrer. Nur Schulfrei-Fan. Und was hat das mit mir zu tun? Außer der Angst doch wieder in religiöse Staatswasser gedrängt zu werden? Gar nichts, aber wir sind wachsam und lauern. Wir werden keine Zuckerfestmentalität über Himmelfahrtsfronleichnams dulden. Hei Gott, oder wie du heißt. Lohnt es sich wirklich nach Dir zu suchen?  Ja, ja, Maria, Mohammed, eher nicht. Aber feiern, immer. Feier dich Tag! Den Fastenbrechern und den Mariaehimmelfahrtern ein dreifach…. äh, ja. So.

Worte backen

Worte backen aus dem Teig blau blühender Gedankenhülsen, zu Halbsätzen frieren. Ein Unacht brandet über
Kommata zu blank zerwienerten Stiefeln aus Armeebeständen. Ein HabtAcht. Krabbeln unter den Rinnen der meiner Säuglingträume. Vaterland, Mutterhimmel. Gefriergetrocknete Bildzeitungen, gemahlen, zerbröselt, dem Wind anheim gegeben, zum wirbeln, zwirbeln. Ich habe keine Koffer in Berlin. Meine Koffer stehen zu Hause. Worte backen. Aus den Koffern. Ich schleppe nicht mehr. Das Nichts schleppt nicht mehr. Nur noch backen. Worte zu Wörtern. Nichts pflügt, die Reisen reisen zu sich. Meine Reise zu mir scheint beendet, ich komme. An. Das auch. Ich kommkomm kommuniziere. Im Intercom der gefühlsblanken Schleußen ein Lächln aus Semnikolons. Augenblicke. Augenteilung. Kein Blinzeln, nie. Ein Kuss in den Flaschenhals. Haargestrichen, taschendurchspült. Zwischenwinde lachen. Worte backen sich selbst. Sag nicht Facebook zu mir. Stehle meine Worte. Ich backe. Neue. Für mich. Worte aus dem Teig grauhaariger Verdanken. Gebacken.

An die Spinner-Doktoren

Unvorstellbar an was ich alles glauben soll, was mir irgendwelche Spindoktoren versuchen ins Gehirn zu blasen, von allen Medien breitgekaut, retweetet wird, belächelt, empört und verbogen sein Soll erreicht, in Labersendungen zerquetscht, im pseudo-philosophischen Geprechten untersudelt und intellektuell durchspoilt von den Kabaretts dieser Welt.
Ich kann mir das alles gar nicht merken. Ehrlich. Kaum habe ich mich daran gewöhnt, dass ich nicht begreife, was eine Bad-Bank ist, an der die Regierung schuld ist und die Geldgier der Reichen. Ach, die bösen, bösen Reichen, die bösen, bösen Banker, die uns in ihre Geldgötzentempel schleppen und die bösen Regierungen, die von diesen Idioten gewählt werden.
Unvorstellbar. Sie durchbohren mich mit den spitzen Enden der Rettungsschirme und bewahren mich davor mit den ebensolchen Schutzschilden.
Die Quartalsschaumschläger kreischen ihre immergleichen Populizeien von Södersei bis zum Röslersprung. Und dann debattieren sie über die Vorhaut Jesu, die doch in Prüm liegt, oder war das in Speyer und dass man das nicht mehr wegschneiden dürfe. Dem Jesus, den Pharaos, seinen Vorfahren, Nachfahren. Ach lasst mir doch meine Ruhe. Ich kann mir das nicht mehr alles merken, ich stehe kurz vor der Rente.
Erinnert ihr Euch noch an den Kram mit den reformierten Ganztagsschulen oder den gemischtgeschlechtlichen Unterricht? Genau, gerade wollen sie wieder Jünglingen vor den Krallen der Mägdelein retten, oder so. Ich verweigere mich. Ich lese Zeitung nur noch via RSS, nur die Headlines geladen. Kann ich mir effektiv aussuchen, was ich lesen will. Nein, ich weiß wirklich nicht, wie man den Euro retten könnte, das geht mich auch nichts an. Ich KANN so etwas nicht, dafür haben wir Leute gewählt, die das machen sollen, Leute, die das zunächst auch nicht wissen. Dann lasst sie mal machen, es ist mir egal.
Unvorstellbar die Kämpfe der Experten, der Ichwusstedasgleichs, der Sonstigen mit ihren LügenSpinDoktoren, die mich irren wollen, auf das Informationseis locken. Bähh. Ich verweigere seit Jahren das Fernsehen, den Spiegel, die Zeit. Nur noch RSS kommt in die Tüte Und dann beackere ich einfach nicht mehr alles. Nee, nee. Kommt mir nicht mit Olympia, nee, nee. Ich suche, bin Agnostiker, aber ich suche, wo ich will. Ihr Spinner, äh Doktoren, ich lass mich nicht länger. Spinnt Euch selbst ein. Ich suche, ich finde und wenn es in Gedichten ist. Solltet ihr auch einmal versuchen, Spinners, ihr.

Agnostikergebet #25
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