Der Schneemann kotzt

Der Schneemann kotzt. Ich habe ihm schon mindestens 14 mal gesagt, dass ein feiner Herr kein Weißbier trinkt, allerhöchstens mal ein Kölsch oder Alt, wenn der Wein vom Rhein lieber sich selbst säuert. Und bei dieser Hitze sollte ein Schneemann sowieso nur wenig trinken und die Eiswürfel zur Regeneration LANGSAM im Mund zergehen lassen. Und was macht er, der Forentroll? Frisst das Eiswürfelbudget der ganzen Woche auf einmal und spült mit 20 Erdingern hinterher. „Das macht mein Opa auf der Piste auch so, wenn er den Schnee macht im Berg.“ Jetzt will er wieder schmelzen, aber das geht schon lange nicht mehr, die Bayers in Magen und die Fawariks downtown Oggersheim hatten ihn doch adoptiert, adaptiert, operiert. Und so kotzt mein Schneemann Regenbogen auf den vertrockneten Rasen. Die Kinder aller Klassen lieben ihn, nur er selbst nicht sich, träumt vom Wüstenwind und scheeweißen Togen und dieser Sandfrau vom Wüstenplaneten, wüst, wüst will er schmelzen in ihrer Hand.

Die Welt trägt BH

und Socken aus
Grillkohlenasche
Nur die Wolken
unter Sicheln
die aus Mond
dröhnen schwarz
über Rot und Gold
Tresore knattern im Wind
Wir flattern

Museums-Prozessionen

Sie tragen ihre
geheiligten
Bilder für
Milliarden ersteigert
in der Nacht der langen Museen
durch die Straßen der Stadt
Weihrauch verpflastert
Zwanzig über zwanzig
Kanonen wachen
und die Spitzel
dieser Verfassung
Pro Fessoren
vögeln
Kunst