theater

weite gesten
hohe worte
tiefe gänge
im zweiten akt
küsste sie mich
im zweiten akt
stellt euch das vor
tiefe gedanken
hohe worte
weite gesten
und dann küsst sie mich
das war’n theater
der rest so banal

Tierisches


Ich hasse Drachen

Mein Drache
hat mal wieder
drei Ritter gefressen
wer entsorgt sie wieder
die rostigen
Rüstungen

Meine Maus

streicht
Deinen Pixeln
entlang
spricht mit
Deinen
Bytes
ja, meine Maus

Die Hühner kratzen

wieder Runen
in den Hof
alle Gockel
sind entzückt
von ihren Künsten

Meine Fliegen

summen froschlose Hits
auf Krötenzungen
für die Störche
die Mädchen beißen
wollen

Abendliches

Schonung

Lasst uns ein Rudel Tannen
durch die Wildschweingaffer
jagen

Wächter

Den nächsten Tiefdruck
kriegt die Flak

Bess(er) Essen

Kleingehackte Gedanken
über kurzgebratenem Gehirn
rauchen Wolken al dente

Und die Musi spült

Der Chor der Rauchkopierer
durchbricht den Schall
in legalen touch downs
Klare Suppen singen Bözez

Root A659

Im Stau zwischen
Jandl und Rosa
sind wir wieder
Straßenkinder

Schland, schwarz und rot und gold, ein schönes Wort.

Schland ist ein schönes Wort. Eigentlich könnte man es offizilieren. Denn die Bundesrepublik Deutschland in ihrer jetzigen Form gibt es ja erst seit 1990/91. Es ist ein Neuland. Dieses ominöse Deutschland wurde ja erst 1867/71 tatsächlich ein Staat. War ein Kaisereich, eine Weimarer Republik, ein Greuelstaat, ein Nachfolger der Westzonen, bis es schließlich 90/91 mit der Ostzonen-Diktatur zu Schland wurde. Mit aller Vergangenheit, Kaiserprotz mit Krieg, Beute-Rechtsdiktatur mit brutalem Mord an Deutschen, die halt Juden, schwul, kommunistisch, zigeunisch oder sonst wie waren, mit einer Sowjet-Diktatur, die sich einmauern musste, nun gerupft und gelüftet, sich seiner selbst nicht sicher. Schröder-Fischer-Mutti-Land. Langweilig, dick und gesund.
Einfach Schland.
Das Kaisereich war schwarz-weiß-rot. Das Reich der 99%-Nazis war Rot-Hakenkreuz. Nur die Weimarer Republik und vorher dieser Frankfurter 48-iger Kram und die Bundesrepublik Deutschland (West) waren schwarz-rot-gold, wie Schland heutzutage auch.
Die Nationalhymne ist von einem ungarischen Österreicher, der ein Kaiserquartett schrieb. Schön breit, nix zum grölen, eigentlich filigran, wenn man es nicht als Blasmusik zu Soldatenstiefeln bringt. Ach so, es gibt keine Soldatenstiefel mehr in Schland, nur noch Springerstiefel. Schland eben, das passt.

Mit schwarz-rot-gold ging keine Wehrmacht in Weltkriege. Und das heißt so einiges für unser fränkisch-sächsisches-allemannisch-bayrisches Volk.

Es ist eine Schland-Farb-Kombination. Ich liebe Schland nicht, warum sollte man auch ein Land lieben? Aber ich lebe gerne hier. In Schland. Nicht in Deutschland! Das mit den Denkern und Dichtern war doch schon immer ein Fäuleton-Gedingse.

Deutschland, außer Kaiser, Bismarck, Hitler und Göbbels?

Marx (der für die DDR nichts konnte und nicht für den Treppenwitz einer Nostalgie-Partei, der Linken), Benz, Drais, Lanz (der Bulldoger), Bosch, Daimler, Otto Hahn..

Also Leute. Lasst die Fußballer sich in Schwarz-Rot-Gold wickeln, ihre Autos damit „schmücken“. Es ist ungefährlich, eigentlich revolutionär (1848-Version). Hat nix mit dem Kaiser… (ich wiederhole mich)

Schland. Man sollte es wirklich Schland nennen. Und Weltmeister werden lassen! :) Irgendwann wird dann auch wieder ein jüdischer Fußballer mitspielen, den niemand als solchen erkennt, weil es egal ist und drei Schwule, was auch niemanden juckt, weil sowieso die erfolgreichere Frauenschaft den Pees macht…

Schland, Schland, Schland!

Deutsch ist kein Land, sondern eine internationale Sprache in vielen Dialekten und sonstigen Variationen!