Kreise am Neckarsteig

Zwei mal Lyrik. Zwei mal Kunstausstellung „Radiale 2018“ auf dem Dilsberg.
Einmal von Christine Schön Im Kommandantenhaus auf dem Dilsberg.

Hier entlang. Klick. Von der Magie des Himmels

Einmal zu „Aus dem Zentrum.“ Von Barbara Guthy und Soana Schüler.


Dalang. Klick.

So entstand das, das Gedankenwinden stört in den lyrischen Teilen..
Steigt man an der Bushaltestelle des VRN Dilsberg Vor dem Tor, Neckargemünd aus, blickt das Auge in eine Traumlandschaft des Kleinen Odenwalds. Siehe oben. Nur 15 km von Heidelberg entfernt und ca 35 km von Viernheim, also diesem Schreibtisch. Ich erzählte Euch ja schon vom Dilsberg im Ausflugsblog.

Feste Dilsberg


Dieses Mal aber wollte ich schreiben. Ich hatte es ja im Ausflugsblog bereits angekündigt.
Der Rhein-Neckarkreis veranstaltet eine Ausstellungsserie „Radiale 2018“ Ich war beim Besuch aller Orte dabei.

Auf dem Lande, die Kunst, viermal mal eins! #radiale2018


Vorher war ich schon einmal dort. Es ist wieder einer meiner Lieblingsorte geworden.

Pi * Kunst – #radiale2018


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Von der Magie des Himmels

Gedanken zur Ausstellung „Von der Magie des Himmels“
Im Rahmen der „Radiale 2018“ des Rhein-Neckar-Kreises.
Alle Bilder ohne Titel und von Christine Schön . Das reizte mich ihnen welche für mich zu verleihen.
Ich habe die Erlaubnis der Künstlerin zu knipsen und die Bilder hier zu zeigen.
Hintergründe im Post „Kreise am Neckarsteig“

ø 150 cm

Christine Schön
Ohne Titel

In diesen Himmel getaucht
den es nicht gibt
meine Seele auch
nicht ich weiß nicht
was das sein soll und doch
ist alles fest verankert
in diesem Licht
Natürlich auch keine
Engel oder gar Putten
In der Mitte das Licht
umwirbelt von Drachen
aus Wasserdampf gedunkelt
In der Mitte das Licht
Was sorge ich mich
Was ist Ende
Wo war Anfang
In der Mitte
das Licht

ø 150 cm

Christine Schön
Ohne Titel

In der Mitte das Blau
Hecken umkränzt
Vielleicht eine Liebe
gezirkelt damals
als Kind im Album
hin und her geschaukelt
und dann der Zorn später
gewolkt vielleicht
In der Mitte das Blau
Aufgerissen aus Wolken
Für mich und dahinter
Das Bleibt in
diesem Hoffentlicht
gegen alle Wahr
Scheinlichkeit

ø 200 x 140

Christine Schön
Ohne Titel

Meine Drachen
wirbeln Herbst
Sand stürmt
den Zorn auf
die Burg
Gemauert
der Trotz
Braune Erde
keucht die See

ø 20 x 20

Christine Schön
Ohne Titel

Es zieht vorbei
wieder und wieder
    Gesammelt
    Gezischelt
    Gewimmelt
    Gesilbert
Es saust vorbei
Längst tief zerfetzt
unverletzt
Nur ein Band
ein Bart
und Morgen


Wie immer kann man die Farben auf einem Handy nicht so aufnehmen, wie sie sind. Sie leuchten!
Die Bilder, nicht die Zeichnungen, wirken, als ob man in einer Barockkirche an die bemalte Decke sieht und Musik hört. Nach und nach verschwimmen die Farben und werden eins mit der Musik. Hier pfeift vom oberen Stockwerk ein zischender Wind in Dauerschleife aus einer Installation von Laura Kuch. Es angenehm hier zu schreiben. Ich war so lange dort, dass die Aufsicht nach mir sehen konnte. Ich war dann endlich alleine im Raum gewesen.

Hänge zirkeln Grün

Gedanken zu:

Barbara Guthy / Soana Schüler
Kunstausstellung „Radiale 2018 / Kunst am Grünen Hang“
Ich habe die Erlaubnis der Künstlerinnen zu knipsen!

Im Zentrum 2018 / 19

Kunst am Grünen Hang.
Im Zentrum.

Im Kreise gedreht
Heute gebacken
Morgen gebraut
Kräuter grasen
grillen Hecken
zu Stein
Blumen garben
Die Geist
zischelt
den Zeit
Gestern war Morgen
immer im Kreis
Die Ewigkeit bellt
einmal und
lacht
Wir holen auch dich
noch lange
nicht
vielleicht


Ich war schon im April hier.
Das Werk bleibt bis Ende 2019 am Hang und wird von der Natur eingenommen.
Vielleicht besuche ich es im Herbst und Winter wieder. Hier ist der Frühling.

Ich sollte aufhören

Musik zu hören, Bilder zu sehen, Theater zu besuchen, TänzerInnen zu bewundern. Ich kann es aber nicht. Lassen. Ich kann nicht malen, komponieren, steinmetzen, schnitzen, tanzen und doch.
Im Hirn, nicht im Schlaf, schaffe ich unentwegt 8-Dimensionale Gebilde, die alles sind. Performance, Struktur, Skulptur-die-singt, einfache Tuschezeichnungen, Bilder in Farben, die ich nicht mischen könnte, als ob all die verbotenen Pigmente, die erbgutveränderten, schwermetallfassenden, mich in etwas stürzten, Musik verbreiteten ohne dieses Internet, einfach von Hirn zu Hirn. Das Bass und die Tenor sprühen Soprane zu Alt. Schönheit in barbarischer Scheußlichkeit. Als ob ich nie sterben würde. Dabei habe ich nur Worte um mich zu artikulieren. Ich kann noch nicht einmal richtig Noten lesen, geschweige denn singen oder …
Es übermannte mich. Ich werde wieder Worte finden, sie tanzen lassen über diesen Werken und ihr werdet sie sehen.
Ihr werdet Eure eigenen Werke, im Hirne gewendet oder verkauft, in den Galaxien aus Galerien, Verlagen, Museen, Clubs, daneben stellen und nicken. Zusammen tanzen wir Wange an Wange und versuchen unsere Flashs zu übertragen.

Ein Ross entsprang
weihe, weihe …
Waldmeister, bald!
Spring, Einhornle, spring.