Elysium hauchte Europa

Beitragsbild: Schatten des Kreuzes im Chor des Speyrer Doms.
Unbezahlte Werbung für die Europäische Idee!
(Und für: Speyer, Burg Posterstein etc..)

Oder „Im Schatten des Kreuzes“.

Dieses Posting ist Teil der Blogparade
“#SalonEuropa – Europa ist für mich…”
des Museums Burg Posterstein
und des Blogs KULTUR-MUSEUM-TALK von Tanja Praske.
Man kennt Tanja hier im Blog. :) Sie pflegt die Blickkultur!

Plakat der Ausstellung #SalonEuropa des Museums Burg Posterstein.

Das ist ein sehr, sehr interessantes Projekt, diese Ausstellung. Sie zeigt als Exponate, was in den SocialMedias zum #hashtag #SalonEuropa geschrieben wird und eben auf salon-europa.eu Auch diese Blogparade. Ich bin gespannt, wie das Experiment ausgeht. Wie werden die Besucherzahlen sein, im Web und vor Ort?

Was Europa für mich ist? So in den #saloneuropa gebloggt?
Das dauert, setzt Euch, in der Küche sind auch noch Stühle. Ist zwar nur ein Wohnzimmer, kein Salon, aber herzlichst und so weiter. Winkt hier im Blog bekannten und unbekannten Gesichtern zu. Die Speyrer Brezel sind köstlich, nicht wahr, der Schampus ein Domsekt aus Pfälzer Riesling (brut) und in Neustadt/Weinstraße als Flaschengärung produziert, ein paar Kilometer pfalzaufwärts.

Screenshot der Website des Dombauvereins Speyer. (Klick ins Bild zue Website)

Europa? Schlägt man die Zeitung auf und liest im Sportteil bei den Fußballern, dass sie nach Europa wollen, als ob sie sonst in den Wolken spielten, sie meinen einen Wettbewerb der UEFA, da lockt das Geld. Darum geht es hier wohl aber nicht.
Also Europa mit Allem und in Echt. Der Kontinent, der keiner ist. Aber Eurasien ist wohl auch nicht gemeint. Wo hört es auf, wo fängt es an, dort im Osten, wo Asien beginnt. Also, bei mir endet Europa nicht, gell liebes Museum Posterstein. :)
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Noch mehr Thesen-Thesen und Gewesen.

Die Kulturfritzen schon wieder, lassen uns paradieren, blog, blog! #theaterimnetz

(Im Foyer gehäkelt, unsereinem wird da immer so, vom Sekt. Heimlich an die Fräcke von Wagnerianer geheftet. Übersetzer: Für Facebook auf Sinnpostkarten copypasteten! Die Theselein gelten natürlich nur in der Provinz. In Berlin theatert man ja neuestens auf Flughäfen. Ja, Flughafentheater, ohne Netz.)

96
Geht gar nicht!
Der Kulturausschuss verlangt mehr Klassiker, Vollauslastung der Zuschauerräume und die Brecht-Familie untersagt Router auf der Bühne! Die Theaterfotografen kreischen nach ihrem digitalen Copyright. Die Verträge der Theatermenschen sagen nichts zum Internet!

97
Apps – früher Programme genannt – sind Theaterstücke für einen oder zichmilliarden Chips. Von Millionen Programmierern geschaffen, in was weiß ich wie vielen Sprachen (sprechen sie Javascript?), heutzutage vernetzt in TrölfzigTerras Rechnern. Der Code ist das Theater, samt seinen Algorithmen. Wer inszeniert Hamlet in C++ oder doch besser php/css? Die Hardware vom Discounter und Apfelversand. Versteht niemand? Seit wann stört euch das? Das will niemand sehen? #hach
(Hinweis: Programmieren bedeutet hier nicht die Aneinanderreihung im Spielplan und dem Spielzeitheft.)

98
Solange „das Netz“ nur als Spielwiese großer amerikanischer Firmen begriffen wird, samt deren Codern, Filterblasen und immer neuen Hypes, hat das Theater damit nichts zu tun. Theater bringt man nicht an die Börse. (Intendantinen müssen draußen bleiben.)

99
Solange das Theater sich als elitäre Hochkultur begreift, kann es sich nicht mit dem gemeinen Volk auf den gleichen Servern tummeln. Igitt, da sitzt ja mein türkischer Gemüsemann.

100
Entwickelt Klatschapps für das Volk. Das reicht. Wir Theatermacher genügen uns selbst.

101
ceterum ceseo … Das Netz ist schlecht und Hass . … esse delendam.
(Endlich)

Ein Beitrag zur Blogparade der Kulturfritzen! #TheaterImNetz

Missionen, digitale….

tl:dr

Blogparade des MartAMuseum Herford zu Partizipation im Museumsbetrieb #besuchermacht
und ich hab meine Probleme mit dem Hashtag und der Sprache des Aufrufs.
Vielleicht sollten ja auch nur andere Museen und studierte Kunstfachwerkler angesprochen sein. Dann bitte ich als nur potentieller Besucher um Entschuldigung. Lesen sie einfach nicht weiter, dann steht da nix für Sie :)))

[Off topic Vorab!

Eigentlich wollte ich da nicht mitmachen, dann wurde ich nachgefragt


aber jetzt hab‘ ich die Martas auf Twitter genervt, dann werde ich das mal auseinander bröseln. Ich begann mit Ironie und die wurde nicht verstanden, so was kommt vor. Ich wollte halt nicht Poggenpohl schreiben.

Und das endete damit.

Da gibt sich jemand Mühe zu kommunizieren und wir labern aneinander vorbei. Menschen helfen, weil ich alter Sack wohl nicht so recht weiß, wie man da so surft. Twitter halt..
Also:
Dieses Martamuseum sieht einfach geil aus, das lockt, nur würde ich gerne wissen, was es da zu sehen gibt. Da ist irgendetwas mit Design. Find‘ ich gut. Nur gibt es da eine Dauerausstellung, ist das thematisiert? Wie zeigt man im Kunstumfeld Architektur? Gibt es da eigene Räume? Überhaupt, wie sieht es da innen aus? Lohnt es sich hinzufahren? Leute das ist alles so verschwurbelt verschraubt erzählt auf Eurer Website. Es gibt wohl eine Dauerausstellung mit Bildern an der Wand. Gut, wie sonst auch. Man kann einige Werke ansehen, steht aber nicht dabei, von wem und was… Eine Liste der Künstler. Ohne Link oder Erklärung. Das meinte ich und keine Mission-Statements. Die sind für die Galerie, die Gremien, doch nicht für wissensdurstiges Volk. Das sind Absichtserklärungen, keine Infos für die Museumsplebs, die neugierig auf zeitgenössische Kunst ist. Und warum genau sind da so viele Lobby-Verbände im Haus? Interagieren die mit dem Museum? Aber ja weiter zur…]

Blogparadenaufruf #besuchermacht.
Erste Assoziation: „Möge die Macht mit Euch sein“
Zweite Assoziation: „Machtergreifung“
Dritte Assoziation: „Macht endlich auch mal was!“

O. k. Das ist gemein, bestimmt so nicht gedacht, aber genauso schoss es mir durchs Hirn. Weiter quer gelesen….

„Teile der auswählenden und deutenden Macht vom kuratorischen Team an die BesucherInnen abgegeben. Als ein adäquater Ort erschien das Digitale.“

„Das Digitale“. Hhmm. Also 001001, true, false, xor? „Die deutende Macht?“ Ist das Kuratorensprech? Rückstände alter preußischer Kunstvorschriften? Der 9. Dahn promovierter Kulturkämpfer? Man mag mir blutigem Laien verzeihen, das mag ich nicht.

Ah da, das Zauberwort! „Partizipation“. Ich weiß nicht. Da sind Bildchen, die ich nebeneinander ziehen soll. Ähm, wie groß bitte sind die im Original, in welchem Kontext und Raum sollen die da stehen, hängen, liegen, schweben?

Das also ist dieser Kulturmachtkampf?
Zurück zur Parade:

Und dieser Aufsatz dieses Posting hier wird dann vom Herrn Direktor kritisch beäugt und bewertet, wie in der Schule selig?

Ich hab mich letztes Jahr 6 Monate mit Partizipation im Theater durch Mitmachen beschäftigt, gehe diesen Monat zu zwei Social-Media-Acts von Museen. Bei der #selfierade bin ich auch beteiligt, wie das Marta-Blog auch. Aber Machtkämpfe brauche ich dazu nicht. Das ist für mich kein Ansatz. Kuratorenmacht…#schauder

Darf ich mal versuchen zu formulieren?

Also, liebe Besucher, heeres Volk minniglich! Wir hier im Museum reißen uns Jahr für Jahr den Arsch auf für Euch. Wir kuratieren und hängen und debattieren und und und. Dann kommt ihr und latscht durch die Ausstellung. Stars sind wie immer die Künstler und deren Genie oder auch nicht, aber ob euch die Ausstellung per se gefallen hat, ob unsere Arbeit euch geholfen hat die maximale Wirkung der Werke auf eure Seelchen zu entfalten, das erfahren wir nie. Wollt ihr Euch nicht mitteilen, uns helfen besser zu kuratieren, besser an Wünschen entlang. Wir debattieren so ewig im Kreis, immer im Kunstbetrieb gefangen, die Kunsthistorikerfähnchen schwenkend.
Wie könnten wir denn zusammenkommen? Jetzt helft uns doch mal. Ihr habt doch nicht nur die Macht der Füsse, die sich ins Museum bewegen, oder?

Also dazu könnte ich mir ggfs etwas einfallen lassen!

Nichts für ungut. Ich finde es toll, dass ihr Euch auf diesen Weg begebt, aber das ist alles so steif. Wenn wir denn partizpieren wollten nehmen wir doch keinem die Deutungshoheit und/oder den Job weg, wir würden auch die Kunst nicht banalisieren oder kaputt kuratieren.. Ich persönlich mag es lieber lockerer. Aber das ist Geschmackssache. Anyone else?

[update: Die Ergänzung zur Partzipation im Theater, die „Marta Herford“ gerne lesen würde wurde zum eigenen Posting „Missionen, digitales Part II“

Vliese und chemische Erotik

(Achtung! Alter Mann und Rentner erzählt vom Krieg!)
(Eine minimalistische Poetik der Arbeitswelt, oder so und das ist jetzt schon ein Beitrag einer Blogparade, die es noch gar nicht gibt #kultdef von Tanja Praske. Yodeli! :))
Das SWR-Fernsehen hat eine Sendung über meinen fast ehemaligen Arbeitgeber gedreht mit Kollege Holger Drexler als Hauptdarsteller. Er hat es oft in Nachtschichten erzählt, dass seine komplette Familie mit der Familie Freudenberg irgendwie patriarchalisch verknüpft ist, wie fast der ganze Ort, samt angeschlossener Odenwaldhölle, außer den SAPs, den Wursthäutlern, der Nudel, den Verlagen et und cetera PP. Und doch, da gibt es durchaus rebellischere Betriebsräte und die sammeln nicht nur Geld, nein, nein, da herrscht nicht nur Harmonie. Sehenswert auch mein Lieblingsort, der Hermannshof. Ihr kennt das ja! Aber trotz alle dem…..Endlich eine Sendung, die klar und deutlich erarbeitet, was denn da Vliesstoffe sind.
Und das mit dem Helia verschweigen wir gerne auch weiterhin, gell?
vlies_swr
Aber! Irgendwie hat das Unternehmen was. Oder kennt ihr noch eine Firmenzeitung, die Gedichte zu ihren Produkten veröffentlicht? Mit meiner chemischen Erotik? Die auch schon mal animiert bei T-Online hing.. Da waren nicht alle amused. (Winkt den ehemaligen Cheffes…) Glaubt mir das! :))
Aber man tat es. Man tat es wirklich!
vliese
Samt einem Portät von mir. Nein, es ist mir nicht peinlich. „Der Wortmischer…Michael Bauer, Poet“ war eine geile Headline.
wortmischer

Ich hör‘ ja schon auf! :)

Metropole, Bücher und Bibliotheken

Ich habe diesen Post auch in der „#Blogparade: Bibliotheken und Bücher – zeitlose Faszination“ der Rheinland-Pfalz-Blogger eingetragen.

Jana Stahl, Radio-Moderatorin, freie Journalistin, Bücherfrau und mehr, auf Twitter als @WortRatgeberin bekannt wollte für einen Artikel zur Metropolcard und metropolbib.de meine Erfahrungen einbringen. Nach der Pressekonferenz kurze Anfrage bei mir, via Twitter-DM um 15:30, sie hatte dort meine Bibliothekstweets gelesen. Ich schrieb das kurz auf und die Deadline um 17:45 konnte lässig gehalten werden, so wie ich so etwas mag. Der Artikel stand dann auch heute im Bereich „Metropolregion“, das heißt in allen Ausgaben, des Mannheimer Morgen auch online. Hier der Link, der irgendwann nur noch Abonennten zugänglich sein wird. Und jetzt fällt mir ein, dass ich noch nie über die Metropolcard bloggte. Nun denn!
Die Metropolcard ist ein gemeinsamer Nutzerausweis für, im Augenblick 22, Bibliotheken in der Metropol Rhein-Neckar. Für 20 € Jahresbeitrag kann man die Medien der Büchereien leihen und hat auch Zugang zu der Onleihe metropolbib.de. Eine gigantische Auswahl, mit dem Rechercheportal Opac und für Android-Handys auch mit WebOpac. Im Web oder unterwegs Bestände recherchieren, vormerken, verlängern. Und auch eBooks, Hörbücher und Zeitschriften downloaden via Onleihe-App oder der Adobe Digital Edition.

Anfangs wollte ich nur die Möglichkeit nutzen meinen eReader zu füttern, aber dann kam meine zweite Metropol-Card hinzu. Die „Karte ab 60“ des Verkehrs Verbund Rhein Neckar. Das ist eine Jahreskarte für Senioren für 35,90 / Monat für alle Bahnen, Busse, Straßenbahnen des VRN. Von Wissemburg bis anch Würzburg, durch Übergangsregelungen. Also stand Dauerfahrten zu den Bibliotheken in Mannheim und Heidelberg nichts mehr im Wege, mit den Haltestellen direkt vor der Haustür. Übrigens verbindet diese beiden Büchereien die selbe Linie, die 5, früher auch OEG genannt. Auch mit der 5 erreichbar, die Bibliothek in Weinheim, die seit gestern auch diesen Service mitanbiete, in der Stadt, in der ich seit 37 Jahren arbeite. Ich werde mich dort nächste Woche registrieren. Wenn meine passive Altersteilzeit im April anläuft sicherlich auch in Ludwigshafen. Nur einmal umsteigen von der 5 in die 4….

Soweit so gut. Hervorragend. Ich liebe diese Möglichkeit. Die Stadt Viernheim macht leider nicht mit. Schade. Nun ja.

Aber manchmal denkt man weiter. Das kann eigentlich nur der Anfang sein. Natürlich ist die Onleihe eigentlich leicht hahnebüchend. Aus rechtlichen Gründen dürfen nur x-Exempalre einer Datei ausgeliehen werden, als ob es körperliche Medien wären. Normalerweise könnte der Downlaod natürlich unbegrenzt sein. Aber dies scheint letztlich der einzig korrekte Weg zu sein, im Augenblick. Im Augenblick. Aber!

Überall herrscht Empörung und Abscheu gegen die Internetriesen, die alles beherrschen wollen, den Buchmarkt, digital oder nicht, allem voran die Amanzone. Amazon und Google sind dicht davor auch Leihmodelle zu entwickeln, die wohl irgendwann zu Flatrates werden.

Warum nutzt niemand die Gelegenheit ein solchen Weg der Metropol-Büchereien zu professionalisieren und bundesweit zu managen? Mit einer Software, die unabhängig auch von Adobe ist (für das DRM), in der statt auf Amazon zum Kauf auf den örtlichen Buchhandel gelinkt wird, samt Bildchen und Beschreibung des Mediums. Einer der Partner der Metropolbib ist die SAP. Hallo! SAP? Genau! Die öffentlichen Bibliotheken (auch die der Schulen und Hochschulen), als Träger des Wissensmanagements auf Flatbasis. Mit Veröffentlichungs-Service für Selfpublisher (Selbstverleger darf man ja nicht mehr sagen :)) ) zum Beispiel. Für Indie-Bands, für Filmemacher, für… Alles ganz legal und mit der Möglichkeiten für die Urheber genug Geld zum Leben zu verdienen. Bibliotheken, diese ururalte Institution für das Wissen der Zukunft. Hätte was! Im Verbund! Keine Konzerne, auch keine Verlagskonzerne. Bibliotheken mit bestausgebildeten Bibliotheken. Bewahrer, wie seit eh und je!

HA!