Kubin im Hack

tl;dr
Ausstellung „Die andere Seite – Erzählungen des Unbewussten“ Alfred Kubin und andere. Ludwig-Hack-Museum Ludwigshafen. 25.5. – 13.8. 2017. Fan-tast-isch!

Update Informationen zum #hackwalk_02 eingefügt!


Bei 33° mit dem Rad nach Ludwigshafen. Der Rhein glitzerte übrigens grün, gestern. Tipp: Museen sind der Kunst wegen klimatisiert! 🙂
Wer jetzt meinen Sermon nicht ganz lesen will, was schade wäre, ihr verpasstest was, das Fernsehen war auch schon da. (SWR Aktuell Rheinland.Pfalz vom 23.05.2017 3 min)

Das Absurde scheint gerade in Mode zu sein, tagtäglich liefern die Anstalten und Geräte reale Absurditäten zu Hauf. Dem Trend folgen wohl die Museen, kommt mir so vor. Ich schrieb ja schon zu Nolde in Wiesbaden und Magritte in der Schirn..
Wie schreibt das Hack in seinem Flyer zur Ausstellung?

… den Zeitgeist der Jahrhundertwende … zeichnet sich durch eine allgemeine Verunsicherung aus. Das Vertrauen in Fortschritt und Zukunft wird abgelöst vom Glauben an den allmählichen Zerfall der Gesellschaft …

Das Hack zeigt Kubin. Grafiken, die beeindrucken, gar nicht museal wirken. Noch eine dieser heutigen Absurditäten:

Screenshot der Website der Pinakotheken. Sammlung Alfred Kubin.
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Blogger, Awards und #sunflowers auf der #fbm17 (Tag 3)

(Alle Artikel zur Frankfurter Buchmesse 2017 gibt es hier!)
Wisst ihr noch, wie sie uns früher abwatschten, die hohen Herren von der Hochkültür? „Wer liest schon diese Internettagebücher?“ Hier vom SWR2. Gebloggt 2008: „SWR1 powert Lyrik, wow!“ Und heute? Heutzutage vergibt der hochehrwürdige Börsenverein des deutschen Buchhandels (oder wer auch immer da kooperiert) den

Banner des „Buchblogawards 2017“ am Stand des Börsenvereins #fbm17

(Mindestens 10000 Zeichen gestrichen, wegen Opa erzählt vom Krieg. Mein erster Award-Besuch bei der Buchmesse war wg. DTV/T-Online „literatur.digital“ Den ich natürlich nicht gewann… „Wir bedanken uns, dass sie Literatur benutzen“. Digitale Literatur… Haha. Von der Homepage-Award-Dramatik um 2000 will ich gar nicht bloggen.. Egal, weiter 2017..)
Das war eine fröhliche Veranstaltung. Man mag sich in der Buchbloggerszene, herzt sich, freut sich, eine echte Community, so scheint es.
Publikum beim Buchbloggeraward 2017

Moderiert von der wohl inzwischen unvermeidlichen Frau Frohmann wurde das flott durchgezogen. Felicitas von Lovenberg, Ex-FAZ-Frau und jetzige Piperchefin als Promi in der Jury und am Micro, sie war nie überheblich, sagt sie, gegenüber Bloggern. Nun ja. Bei der FAZ? Wenn sie es sagt. In diesen unseren Kreisen darf man gerne mit dem Smartphone auch auf Bühnen. Ich mag das!
Von Links… Frau Frohmann, und die Jury. Frank Frinks, der #fbm17 Pressemensch, @pinkfisch, Frau von Lovenberg.

Die unvermeidliche „Shortlist“ wurde vorgestellt. Wer hat das Literatur-Cafe da hineingemogelet? Die bloggen doch fast nur über Amazons Kindle? Wir werden das Cafe wiedersehen in diesem Artikel! Und dann, die Buchbloggergemeinschaft besteht gefühlt 112% aus Frauen, ratet mal.. es gewannen zwei Männer! Es darf in der Szene zwar jede, auch über Livestile oder romantische Liebesromane bloggen, gell, aber so als Preis… Sorry, ich kenne die Blogs nicht, maße mir kein Urteil an. Es fiel nur auf und nicht nur mir.
Es gewann:
Kaffehaussitzer Blogvorstellung

Uwe Kalkowski ich werde das Blog erforschen. Wir werden Uwe noch begegnen in diesem Beitrag.
Der Gewinner des Buchbloggerawards 2017 fbm17 Uwe Kalkowski mit @pinkfish

Grundsätzlich beginnt das Marketing der Branche die Blogger zu entdecken. Der neueste große Shize, ich traue dem nicht… Die Abfrage „Blogger“ auf der Messe-Website ergibt drölfzig Einträge!
Screenshot der Webpage der Buchmesse Frankfurt.

Mögen sie sich mögen in Ewigkeit! Wir werden sehen. Nein, nein, ich doch nicht, ich bin kein Buchblogger oder Literaturblogger. Ich blogge nur so vor mich hin. Als ob es nur Literatur gäbe…
Weiter…weiter…weiter
Natürlich gibt es nicht nur einen Bloggeraward. Es gibt ja noch den Blogbuster im Orbanismspace. Gehört der Frau Frohmann & Partner. Der Orbanism. Was auch immer das bedeuten soll. Ich lese als alter Sack da immer was mit Orgasmus, sorry. Und wer oder was diese Blogbuster sind erschließt sich mir auch nach Studium der Website nicht wirklich. Aber sie vergeben den Preis der Literaturblogger, den Blugbuster. Eine gute Idee! Man belatschere einen Verlag und Denis Scheck als Promi in eine Jury, die eingesandte Manuskripte sichtet und bewertet. Als Hauptpreis: Ein Autorenvertrag eines Verlages. Wow und trotzdem….
Banner Panel „Blogbuster“ #fbm17

Wer sitzt da als Blogger mit in der Jury? Yepp.. Der Awardwinning Uwe.
Jury & mehr beim Blogbuster #fbm17
Die Vernetzung groß ist bei der Bloggerei!
Für das nächste Buch, bei einem neuen Verlag sucht Denis Scheck Texte wie die des neuen Nobelpreisträgers, mit Drachen und Ritter, aber neu und radikal oder wer-wie-Kafka. Alle anderen auch frische, neue, innovative Texte. Das Literaturcafe ist neu in der Jury, gnädigerweise und bellt im besten Sonntagsanzug seine Kriterien ins Mikro: Kein Prolog und sell und dies nicht, sonst werde man nicht weiterlesen. Alles im schwäbischen Charme eines Daimler-Auditors für ISO 2001.
Ich stand noch eine Weile vor diesem Stand in Halle 4.1 und fragte mich ob mir das gefällt. Ich weiß es bis jetzt nicht. Sollen sie doch machen, die Jungen. Ich bekam nicht mehr viel mit, bei der Blogger Zukunft. Ich bin ja auch eher Vergangenheit. Man lasse sich das auf der Zunge vergehen: „Blogger future place“. Agentur-Deutsch at its best, oder so.
Panel auf Orbanism-Space #fbm17

Ich lief noch ein wenig und entdeckte tatsächlich Künstlerbücher und dann:
Auf der Buchmesse. Und DIE sind innovativ!
Ihr erinnert euch an die Aktion #sunflowerslive? Die bräsigen Reaktionen der SZ, der Zeit & Co und meine Wut?
Die Sonnenblumen kann man da in 4.2 der Buchmesse via VR in 3D sehen..

Dame mit VR-Brille am Stand des Van Gogh Museums Amsterdam auf der Buchmesse Frankfurt 2017

Man sah da tatsächlich 5 der Van Gogh Sonnenblumen in einem virtuellen Museum! Ein Selfieautomat hatten sie auch. Mit eMail-Anschluss.


Wir sprachen noch über die FB-Live-Aktion, die negativen Reaktionen der Kültür-Gazetten kannten sie gar nicht.

Meckerte ich noch am Mittwoch, dass nur Google die Arts macht, aber hey, in Darmstadt gibt es die Musego, die Software für Museen anbietet um so etwas selbst zu machen! Ein Clouddienstleister aus Deutschland! Was es alles gibt. Könnte man das vielleicht für die Buchbranche auch…nein… da ist die Heidelberger Druck dagegen. :)) Ha, die kooperieren mit dem Städel in Frankfurt, kein Wunder!

Und wer ist um die Ecke?

PR-Auftritt des Städelmuseums auf der Buchmesse Frankfurt 2017

Darf natürlich auch nicht fehlen, die Schirn, digital natürlich! „O-Ton: Haben wir uns nicht schon auf dem Social Meeting gesehen?“ „Sie haben doch ein Blog“„. Man liest mich. Bloggerelations, sie habe es.
Lernt von den Museen, in der Buchbranche. Ich weiß, die sind öffentlich mitfinanziert. Trotzdem. Ihr könntet lernen.

Vom Städel erhielt ich ein Bändchen. Auch dort kannte man meinen Namen. „Können Sie ja beim Social Meeting mitbringen. Das wird doch ausgelost! Na dann viel Glück.“ Sind ja auch Blogger!

Mit Twittertippfehler:

Hab ich jetzt. Muss los zum 4. Tag.

Warum geifert ihr nur so, ihr Gazetten…

…wenn es um Social Media im Museum & Co geht? Ich verstehe es nicht. Letzthin mokierte sich die Süddeutsche über die Sonnenblumenaktion der Pinakotheken & Co, dabei war das eine tolle Aktion, über drei Kontinente hinweg. Gerade wieder die Zeit. Larissa Kikol schleudert uns ihre ganze Verachtung entgegen, die wir anders sind als sie. (Oh, sie studierte bei dem Banalisierungs Ullrich?)
(Ich weiß das ist Pauschalismus, den ihr nicht verdient habt, vergebt mir, aber ich liebe das Wort, ich habe es gerade erfunden.)
Ist das wirklich nur der gewöhnliche Kunsthistorikerrassismus mit dem frau die Smartphone-Plebs aus den Tempeln der Kunst vertreiben will, wie weiland jemand die Händler aus dem Tempel, die Aura als Heiligenschein-Tiara auf dem Haupte tragend, oder steckt da mehr dahinter? Warum? Meine Achseln zucken. Wer weiß?
Also, es begann wie fast immer auf Twitter. Die Radisch-Zeit twitterte genüsslich den Link. Barbara teilte ihn und ich antwortete.

Wie jetzt? Hey, die meinen mich! Das Städel, die Staatliche Kunsthalle in Karlsruhe und deren Online-Community. Ob da wohl Zeitleser dabei sind?

Aber ich merke, ignorieren hilft nicht. Ich muss mehr tun, damit der Widersinn sich weiter entwickeln kann, der Teufel, also der Belezbub, äh ja, zu was war ich einmal Obermessdiener!
(Als Sünder im gleichnamigen Rock rufe ich kniend und laut, erwarte keine Vergebung:)

Confiteor Deo omnipotenti,
beatae Mariae semper Virgini,
beato Michaeli Archangelo,
beato Ioanni Baptistae,
sanctis Apostolis Petro et Paulo,
omnibus Sanctis,
et vobis, fratres / et tibi, mater storica artis:
Ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken
durch meine Schuld, durch meine Schuld,
durch meine übergroße große Schuld.

Ich beteiligte mich mit großem Vergnügen und ohne Bedauern an Social Media Aktionen des Städelmuseums Frankfurt (siehe Beitragsbild oben). Tief gebeugt verlinke ich auf den ersten sündigen Artikel in diesem verkommenen Blog. Und das Video aus der Hölle Googles.

Die Aktion #wirziehnfallera der Kunsthalle Karlsruhe, ausgearbeitet von den Herbergsmüttern, liebte ich so sehr, dass ich mehrere male darüber bloggte, ohne Imprimatur eines staatlich anerkannten Feuilletons.
Sogar ein diabolisches Storify erstellte ich in deren satanischen Servern.

Screenshot meines Storify „#wirziehnfallera“ (Klick ins Bild um es aufzurufen.)

Sogar die Ausstellung in Karlsruhe besuchte ich Kunstunwürdiger, um (ich zitiere Frau Kikol): „Instagram und Facebook mit lustigen Einträgen zu versorgen, natürlich unter der Vorgabe entsprechender Hashtags.“

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe mit Plakat zu „Unter freiem Himmel“
3 mal Windows…


Auch hier vergriff ich mich an der heiligen Kunst des Videos.

Jetzt steinigt mich also ihr Obersachverständigen und Magister der Künste, geißelt mich in allen virtuellen Fegefeuern.

Ideo precor beatam Mariam semper Virginem,
beatum Michaelem Archangelum,
beatum Ioannem Baptistam,
sanctos Apostolos Petrum et Paulum,
omnes Sanctos,
et vos,

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Städelmuseum, Herbergsmütter und allen, die im Netz die Kunst vernetzen und vermitteln:
Hört nicht auf in eurem Tun. Twittert, Instagramt, Fatzebucht, Printerest, Snapchattet weiter und ladet uns Sünder weiterhin ein, damit die Pforten des Widersinns standhalten den Anfeindungen der Gazetten, auf dass wir erreichen die Verheißungen des Joseph Beuys und seiner sozialen Skulptur!

Verzweifelt nicht, denn irgendwann werden die Künstler dies bestimmen, unsere Social Medias in ihre Kunst integrieren, uns wahrhaftig partizipieren, wie im Hackmuseum gesehen:

Amen!

Randnotiz für mich! Ich bin stolz auf mich all die unflätigen Sätze in meinem Kopf NICHT gebloggt zu haben. Gespannt bin ich, was ich als akkreditierter Blogger auf der Frankfurter Buchmesse von den Printpressemenschen erleben werde.

Museum, Aura, Algorithmen, Update, Fußball und ein Vorfall.

(Beitragbild oben: Screenshot aus dem Wikipedia Artikel „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“, nach Walter Benjamin.)

(Achtung Fakenews! Diskurs mit üblem Ausgang in einer Museumskneipe, mit Rouge, Rieslingschorle ohne Cocktail und Perlenkette.)

„Rouge!“
„Hei, was ist?“
„Rouge!“
„Na ist die KI wieder einmal übergelaufen?“
„Aura.“
„Anna wieder? Esoterisch?“
„Nee C++ KI, Auftrag.“
„Cool, bringt Kohle!“
„Aber Aura.“
„Was für eine Aura?“
„Kunst Aura, Benjamin, Adorno. – Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“
„Ist doch eh nur philosophisch.“
„Rouge.“
„Sauf nicht so viel.“
„Ich soll einen Aura-Algorithmus programmieren. Für die Bildchen in den Datenbanken. Verstehst du? Für die Oggs und Mp3s, die jpgs und mp4s. Damit sie wieder Aura haben. Also irgendwie. Das ist doch Quatsch, reproduzierbar bleibt das doch immer, kannste machen, was du willst. Rouge.“
„Wer will denn so was? Rieslingschorle.“
„Staatssekretär, Kulturstaatssekretär. Man wirft ihm vor, dass durch die Digitalisierung seiner Museen die Aura der Kunst noch mehr schwinden würde. Das Thema wurde ihm dann vom Chef aus der Hand genommen und jetzt hat die Kultusministerkonferenz eine Arbeitsgruppe eingesetzt und die mich engagiert. Jede Menge Kohle. Problemlösung durch Softwareupdate. Das geht wohl nie mehr weg. Rouge! Was soll denn diese Scheißaura sein und wie bring ich das in eine Datenbank? Auch noch so eine beschissene Datenbank, warum nicht gleich MySQL? Rouge.“

Waldfriedhof transzendenter Kunstwerke nach dem Verfall.

„Hhhm, lass die OpenSource in Ruhe. Also die Wiki sagt, dass hätte was mit der Einmaligkeit zu tun.“
„Wiki ist Scheiße, jede Menge Erbsenzähler und Faker, versauen die Datenbanken auf den Servern.“
„Nur weil sie deinen Personeneintrag blockieren.“
„Ich bin halt der beste KI-Programmierer im Wahlkreis Süd! Muss gesagt werden, Rouge.“
„Eitler Narziss.“
„Schaf, Pr-Kasper.“
„Einmalig? Hhm, kennste Götze? Eigentlich alles ganz banal!“
„Banalisierung ist auch verboten, Götz George hatte so eine Aura?“
„Mario Götze, Fußballer.“
„Fußball ist scheiße, Gewaltkram, Millionärskacker. Rouge.“
„Aber poulär und mit Aura.“
„Hä, wie, wo, was, warum von for i =10 to 100 go. Heilger BillGates hilf“
„Dieser Mario Götze schoss bei der letzten Fußballweltmeisterschaft im Endspiel das entscheidende Tor, Millionen, Milliarden schauten zu. Das kannst du sooft reproduzieren, wie du willst, schon die Wiederholung war nicht das Original, der magische Augenblick, als der Ball ins Tor ging… das ist, das bildet die Aura. Wie im Theater, wie bei jedem Liveact, kannste reproduzieren wie du willst, das hier und jetzt, das macht die Aura. Rieslingschorle!“
„Rouge! Und wie bekomme ich das in die Datenbank? Hä?“
„Selfies, Kommentare, Erstlingslikes“
„Was?“
„Dein PR-Kasper macht Dir das Storytelling, die Community-Scheiße, das Likes sammeln, alles. Social Media. Mit #hashtag zu den Daten. Das fängst du mit KI ein und speicherst es in der Datenbank als Community-Co-Data. DAS macht dann die Aura, die KI Data.“
„Hä, warte, wir sind hier ja im Museum, da ein Rembrandt. Momentchen. Komm gleich wieder. Mache mal Beispiel. Danny Liebes, mach doch mal ein Selfie mit dem Typ hinter Dir. Danke.“
„Papa, guck mal ich hab in deinem Museum ein Selfie gemacht, vor einem Selbstbildnis, cool, oder? Was ist Papa? Welche Aura? Papa? PAPA! Mario hilf, Herr Minister! So helfen Sie doch.“
„Haste das im Kasten? Gleich ab zur Redaktion, ich texte. Achtung Headline!
Berühmter Kunsthistoriker erstickt an Rembrandts Aura. Tochter wird zu Selfie verführt. Teaser: Programmierer missbraucht Aura von Mario Götze! Minister spricht von KI-Terror. Werden Auren zu wenig geschützt? CR7 lässt seine Aura patentieren.“
„Rouge!“
„Rieslingschorle!!“
„Benjamin, Benjamin…“

Das Paradies, Susa, Mentales Gelb und die App


Ich war einmal mehr in Bonn, wo die Helena ruht. Die Bundeskunsthalle lockte schon lange mit der Ausstellung „Iran – Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste.“

Bundeskunsthalle: Screenshot der Website zu der Ausstellung „Iran – Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste.

Eine fantastische Ausstellung mit zum Teil wahnsinnig gut erhaltenen Exponaten, da funkelt das Gold aus Jahrtausenden, Specksteinskulpturen brillieren, Jahrtausende alte Trinkgefäße aus Bitumen, Glasartefakte fast genauso alt. Von den alten Städten Susa und Uruk ist die Rede, den Widersachern von Babylon, von den Kleinstaaten bis hin zum persischen Weltreich. Das Paradies, Susa, Mentales Gelb und die App weiterlesen

Prome was? Fallera.

Achtung: Dies ist eigentlich nur ein Gedankenwinden zu einem Thema, das vielleicht zu einer Aktion führen wird. Weil ich das dann verbloggen werde, so mein Schweinehund es zulässt, kann ich das auch gleich hier extemporieren, wie der Lateiner sagt. Transparenz ist alles, oder?

1. Die zwei Ausstellungen zu Funke und den Landschaftsmalern in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe hatte ich schon länger im Visier. Vorgemerkt für die Sommerferien in BaWü, Hessen und RLP, wenn die Städte und Züge leerer werden, weil alles am Meer abhängt oder sonstwo.
2. Dann realisierte ich, dass die Herbergsmütter engagiert sind, was zu tun. Das sind die mit den #pantwitterspielen. Interessant. Lockerleicht folgte ich dem #hashtag #wirziehnfallera auf Twitter, war aber abgelenkt durch die Wiederaufnahme meiner CSS- und PHP-Kenntnisse um das neue Theme hier im Blog zu trimmen, dieses mal ordentlich mit Childtheme. Twenty Eleven war schlicht nicht responsive genug. Nein, unter Kleinbloggern nennt man das nicht gleich Relaunch, nur weil man ein neues Theme angeklickt hat… 🙂 Ist übrigens noch nicht ganz fertig… Was wollte ich gleich sagen? Ach so ja..
Wollte ich, sollte ich irgendwie da auch..? In der Natur schreiben?
Hä… Was mache ich denn seit Jahren? Uffbasse Bauer, das hattest du doch beim Schmuseum schon! Erzähl nicht schon wieder wie Opa vom Krieg. E-gal. Ich wollte es wissen, ob das so wirklich so viele Einträge sind. So ein Blog ist ja auch Datenbank mit Volltextsuche und Kategorien, wenn der schlampige Admin sie auch anklickte und weil ich schon dabei war taggte ich die Einträge mit #natur und fasste das hier zusammen. „#natur, gepriesen sei sie, unter freien Himmeln.“
Dann hat Wibke das verbloggt. „Wir zieh’n, fallera: Landschaft auf die Hand mit der digitalen Promenadologie“
Hä Promenadologie? Links in die Lesezeichen gesetzt, auf Wiedervorlage.
Den Artikel überflogen. Hinweis auf die One-Minute-Sculptures des Erwin Wurm gefunden. Hat mir im Städel nicht gefallen. Hhmm.. Weiter überflogen. Bei „Landschaftspoesie“ hängen geblieben. Siehe oben!
Aber das ist alles nicht so dumm. Gar nicht. Hey, die Kunsthalle Karlsruhe hat ein Tumblr zu der Aktion aufgesetzt. Sieh an, sieh an..eine neue Pressesprecherin im Haus, vom Marta Herford, die bisherige ist ja jetzt in Frankfurt tätig… Man kommt ja gar nicht mit. 🙂
Jetzt soll eine erste „Digitale Promenadologie“ an Fronleichnam stattfinden. Schaff ich nicht bis 14:00. Und überhaupt am Brückentagsdonnerstag in der Bahn… aber:


Womit das dann geklärt wäre! Juli. Wir werden sehen.
Aber was mache ich? Das mit den Rahmen hatte ich ja schon. Gestern erst getaggt.
Sollte ich der Magritte-Idee nachhängen?


Die Sache mit dem Höhlengleichnis von Plato?
Dann DER Hinweis der Herbergsmütter!

Und sie um eigene Methoden und Erfahrungen anreichern.

Dann wähle ich mein Format #twly. Bilder und dazu das, was die gerahmte Landschaft mit mir macht! In 140 Zeichen gegossen. Die Landschaft dazu? Also abhängig vom Wetter, ich bin ja nicht engagiert #grinst#
1. Ein #twlyWalk zum Weinfest in Wachenheim / Pfalz. Immer die Bilder Slevogts im Hirn. Siehe da, da. Wachenheim. Thema: Das Weinmeer und der Walddahinter…
2. Neckar-Odenwald um Dilsberg und Neckarsteinach-Neckargemünd. Guck.

3. Einfach in den Bus steigen und in den Odenwald fahren… z.B. nach Rippenweier…

und vielleicht irgendwann in Kaloderma, äh Karlsruhe…

So lange werde ich die Promenadologie studieren. SEHR interessant! Ob das wohl etwas mit #lustwandeln zu tun hat? Darf ich hier lächeln?
Wir lesen uns!

Schmuseum, eine Maiandacht!

[update]
(Hört die Schmuseum-Playlist auf Spotify)

Die Kulturkonsorten rufen wieder einmal zu einer Aktion auf! Ich soll im Wonnemonat Mai mein Museum lieben. Mein Museum? Als ob es nur eines gäbe! Ist aber wohl als säkulare Maiandacht für Museen gedacht, man könnte es auch als Muttertagsersatz bezeihnen. #hust. Was also tun?
Ein Schmuseum-Selfie machen .. einen Blogpost schreiben…
Ja was mach ich denn schon 10 Jahre lang? Immer mal wieder? Ich  schrieb bei Blogparaden mit, twitterte, fatzebukte, trank, aß, guckte, schrieb Lyrik in ihnen, las in ihnen, wurde in einem Buch dort ausgestellt. tweetupte dort.Zum Nachlesen hier: 28 Einträge auf eeMBee und 7 auf #burger. (In manchen Museen war ich mehrere Male.
Wer das lieber als Playlist auf Youtube sehen will, bitte!
Jedes dieser 21 Museen werde ich also extra beschmusen, virtuell. In einer Filmchengeschichte.
Die Textlinks führen zu einem Blogartikel
Prolog

Dokumenta 12, Kassel

Bundeskunsthalle, Bonn


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#IseeNolde im Museum Wiesbaden

(Listening „Pictures at an Exhibition„)

tl;dr
Meetup zur Ausstellung der „Internationalen Tage Ingelheim“ „Emil Nolde, Die Grotesken“ im Museum Wiesbaden. 30.4. – 9.7.2017.

Museum Wiesbaden, leicht verbaustellt, Plakat zu „Emil Nolde, die Grotesken.“

Museum Wiesbaden? Nie gehört! Wiesbaden liegt irgendwie im Abseits, von der Politik abgsehen. Dabei ist es unsere Landeshauptstadt. Meist komme ich nur bis Biebrich auf dem Weg nach Eltville. Ich muss halt mit der Straßenbahn zunächst nach BaWü (Mannheim), dann linksrheinisch durch das Rheinland-Pfälzische Rheinhesssen bis nach Mainz, um mit der S8 dann wieder über den Rhein zu setzen, zur Ex-Nassauischen Hauptstadt Wiesbaden, mit allem kaiserlichen Preußenprotz gesegnet. Seltsam diese Bundesländerei. Jetzt ist das sogar ein Landesmuseum, in Wiesbaden. (Anmerkung für mich -> Endlich das renovierte Landesmuseum in Darmstadt besuchen.) Wir in Hessen. Ja, ja. 🙂 Aber das wird noch besser!
Schon lange folge ich auf Twitter den Internationalen Tagen Ingelheim (Rheinland-Pfalz), ein Geschenk der Böhringer an ihren Standort. Feine Sache. Wollte ich immer schon hin. In Ingelheim ist aber das Ausstellungs-Rathaus geschlossen, wegen Umbau. Also zog man 2017 die 20 km rheinaufwärts nach Wiesbaden. Was schert die Kunst Ländergrenzen!

Ich war dabei! #IseeNolde im Museum Wiesbaden weiterlesen

Woher kannte Magritte Windows XP?

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Ich war der Ausstellung „Margritte – Der Verrat der Bilder“ in der Kunsthalle Schirn. Hängt dort vom 10.2. – 5.6. 2017.

Dieser Beitrag ist Teil einer Trilogie mit Prolog!
Dies ist kein Menü!

Zum Prolog der Trilogie „Magritte“
1 Woher kannte Magritte Windows XP?
2 Nachtgesichter gewirbelt, nicht gemalt.
3 Dies ist kein Aufsatz, Herr Report! Kurz berichte!

Dies ist keine Ausstellungsrezension.

Kennt ihr noch? Immer beim Hochfahren angeglotzt.

Windows XP Original Desktop Hintergrund.

Genauso fühlte es sich an, wenn man die Ausstellung „Margitte, der Verrat der Bilder“ im Schnelldurchgang ansah. Blauer Himmel und Wolken aller Orten.

Screenshot der Schirn zu Magritte

Schönwetterkunst? Mitnichten. Hinterfotzige Bilder sind das, durchgenallert, wie Sasa Bings sagen würde. Surreal real, irgendwie so.
Diese berühmte „Dies ist keine Pfeife“ verballhornt im giveaway des Museumsshop.

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Kunst, Museen, Geschlechter und Verein

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Ich war im Städel, Frankfurter Kunstverein, Heylsmuseum und dann noch im Wilhelm-Hack-Museum. An drei Tagen hintereinander weg. Ich hatte Museumsstau. Es war zu kalt vorher, ich verschnupfte die Husten und die ersten lieblichen Pollen durchzogen das Land, aber jetzt! Eigentlich eher eine Notiz an mich, aber vielleicht interessiert das auch. Irgendwie sitzt auch noch San Francisco mit im Boot, ganze ohne Blumen im Haar! Erkenntnis #hashtags und Tweetups wirken, nachhaltig und auch im Kleinen

Mission Statement!
Die Museumspädagogik wird immer besser! Online gibt es sogar Tipps, wann ein Besuch lohnt! 🙂

Werbeplakat für die Ausstellung „Kampf der Geschlechter“ des Städelmuseums über dem Holbeinsteg in Frankfurt

Ich hatte im März immer noch das Early-Bird-Ticket für „Kampf der Gechlechter“ des Städelmuseums im Ticket-Ordner, trotz des Hinweises oben. Ich wartete auf einen milden Tag, ohne Verpflichtungen, aber dieser März schien das nicht zu wollen. Also trotzte ich den Wettern, zog unter extremen Mühen das Ticket zu Weiterfahrt zu meiner Karte ab 60. Ich benutze die DB-Automaten ja nur zu diesem Zwecke und Behufe, das geht nämlich nicht online oder via Handy. Man könnte meinen, es sollten das nicht zu viele Menschen wirklich nutzen. Diese Ticketautomaten der DB sind eine Katastrophe. Seufz. Aber ich obsiegte! 14,60 € FFM Hin und zurück. Ich bemühte dabei 5 Automaten, brauchte fast 15 Minuten. Alles für die Kunst. Und mich natürlich! 🙂
Ich war vorbereitet. Seit Dezember verfolge ich die Artikel im Blog, durchforste das Digitorial. Das Städel in all seiner digitalen Pracht!

Screenshot der Städelwebsite zur Ausstellung „Kampf der Geschlechter“

Ich will gar nicht zu viel zu den Bildern sagen. Ich wollte dieses mal einfach die Kunst in mich aufnehmen, einsaugen um es irgendwann zu verwerten, #hashtaglos.
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Die Zeiten ändern sich

tl;dr
Ich war beim Social Meetup in der Schirn Kunsthalle Frankfurt. Zur Ausstellung „Giacometti-Naumann“ Die Ausstellung läuft noch bis zum 22. Januar 2017 und ist empfehlenswert. Sie hat Ecken und Kanten, aber doch!

Screenshot der Einladung zum Social Meetup der Schirn "Giacometti-Naumann"
Screenshot der Einladung zum Social Meetup der Schirn „Giacometti-Naumann“

„For the times they are a-changin'“ ist ja jetzt nobiliert. Sie ändern sich dauernd, ich komme darauf zurück.
Die Schirn wechselt sich andauernd. Als ich das letzte mal dort war, war sie blau, innen, die Wände meine ich. Sturm-Frauen.


Noch 2011 wetterte ich zur Ausstellung „Surreale Realität“ (Da war sie purpurn die Schirn!)

„Alles war präsentiert, als ob die Reichsutensilien der Schwiegertochter eines Medici-Papstes präsentiert würden. Podeste vor rotem Samt, nicht betreten, schon gar nichts anfassen. Böse blickende Kunstwärterinnen, die mich nicht twittern ließen, nein die Dame darf fotografieren, nur mit dem Handy darf man das nicht. Nun ja, was hab ich kleiner Wurm auch bei der Frankfurter Großkunst zu suchen.“

Und 2016?


Die Zeiten ändern sich und wie! Die Schirn hatte sich natürlich auch geändert, Sie war strahlend weiß, was ihr gut steht!
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