SchUM am Rhein und Reichstagszeit

Im Juli ist das der 3 SchUM-Städte zum Unesco-Welterbe geworden :
(Schin (Sch) für Schpira = Speyer, Waw (U) für Warmaisa = Worms, Mem (M) für Magenza = Worms.
(Das Beitragsbild oben ist ein Screeshot der App zum Ereignis,
kann man aufs Telefon downloaden und zu Hause die Geschichten lesen.) Hier der Link zu einer Einführung der SchUM-Städte.

Man freut sich und heimlich, innen drin, stochert die deutsche Scham: „Wir haben ja auch sonst wenig übrig gelassen“.

Ich wollte deshalb und gerade noch einmal zu den Städten, über die ich schon oft bloggte, z.B. im Rahmen von „Museum und Weihnachtsmarkt“. Speyer, Worms, Mainz. Sie sind ja von hier aus in Fahrrad- oder S-Bahn-Reichweite. Zu allen habe ich persönliche Bezüge. Sehr persönlich, wenn auch schon länger her. Ich wollte zu den Museen und auch noch im späten Jahr an den Rheinpromenaden speisen. Die Friedhöfe will ich erst im Frühjahr besuchen, des Wetters wegen, aber sonst in den Städten nach Jüdischem und Reformatorischem suchen. Gleichzeitig feiert Worms 500 Jahre Reichstag zu Worms mit der Nichtwiderufung Luthers.
Es tut gut jüdisches Erbe zu erleben, gewürdigt zu sehen. Einfach zu merken: Sie gehören und gehörten zu uns. Hier. Es gibt sie wieder. G’tt sei Dank. Ich werde dazu 3 Posts hier unten verlinken.
Interessant auch dazu die Partnerstädte. Haifa für Mainz, Tiberias für Worms, Yavne für Speyer.
Interessant auch die rechtsrheinischen Bischöfssitze/Residenzen der 3 Kaiserdom-Verwaltungen. Ob man dort Spuren von #Schum finden kann? Ich werde gucken gehen, wenn die Zeiten besser sind.
Bruchsal für Speyer, Ladenburg für Worms, Aschaffenburg für Mainz.

Dabei kommt mir eine Idee. Wir werden nie mehr unbefangen über jüdische Feiertage reden können, wie in den USA, aber bald ist Hanukkah, das jüdische Lichterfest. Könnten die SchUM-Städte auf ihren Weihnachtsmärkten, wenn es wieder welche gibt, nicht einen Stand für die jüdischen Kinder (& ihre Eltern auch) einrichten, möglichst neben einem Stand für ein muslimisches Zuckerfest. Hhm, Latkes würden doch passen? So wie der Sänger, Comedian, Schauspieler Adam Sandler ein Lied für die jüdischen Kinder schrieb, die traurig sind, weil sie keinen Christbaum zu Hause haben, wie ihre Freunde. Er zählt einfach jüdische Stars auf.


Verbindung zu Youtube erst nach dem Klick.

Also dann, die Dinge zu Luther und dem Widerruf, werde ich in den Beiträgen behandeln, auch wenn es, nun, langweilig wird. War nicht erst 2017 das Lutherjahr, wg. dem Thesenanschlag? Halt nicht am Rhein, aber wir werden da schon Verbindungen sehen. Ach ja. 2029 wird es wohl wieder etwas zu feiern geben, dieses mal von einem Reichstag zu Speyer, der zur Protestantion führte. :) Obwohl, da bin ich 77, ob ich da noch blogge?

Nummer 1 Speyer – Schpira.

Speyer – Kreuzug, Mikwe, Protestation

Nummer 2 Worms – Waw (U) Wormasia

Gewissen im Reichstag und ein Golem im jüdischen Welterbe von Worms

Nummer 3 Mainz – Magenza

Gensfleisch, Albrecht, Isis und Chagall – Magenza am Rhein

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Unbezahlte und unverlangte Werbung als nicht unbedingten Zusatz zu SchUM und den Städten.

Juna Grossmann aka @irgendwiejuna

„Schonzeit vorbei“
Über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus
Ein erschütternder Bericht der alltäglichen Judenhetze – und ein aufrüttelnder Appell

Hans-Jürgen Balmes erzählt von den Welterbe-Stätten in seinem grandiosen Buch:

Der RheinBiographie eines Flusses

Zum Verständnis der Beziehung von Juden und Christen:
In der Mediathek von Arte:
Die Geburt des Christentums (Vor allem die letzte Serie)

Ein Gedanke zu „SchUM am Rhein und Reichstagszeit“

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