Liberamus domine #meetchillida

tl;dr
Ich war beim Community-Treff #meetchillida (Link zu Instagram ; Link zu Twitter.) des Museums Wiesbaden, arrangiert von der Agentur Artefakt Kulturkonzepte, Berlin, zur Ausstellung “Eduardo Chillida” im Museum Wiesbaden.
Die Ausstellung ist geöffnet vom 16.11.2018 – 10.03.2019. Öffnungszeiten.
Trailer zur Ausstellung.(Youtube)
Zum Beitragsbild: Ich gucke durch eine Skulptur von Chillida in der Ausstellung, dezent im Schatten, mein Gesicht, danke @konnexart, jetzt hab ich mir den Titel nicht gemerkt, so fasziniert war ich. Update: Stefan hat das kommentiert: “Elogio de la Luz XX, Lobrede auf das Licht” heißt die Skulptur.
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Es war mein zweiter Besuch im Museum Wiesbaden, ich fragte mich wieder, warum so wenige. Schließlich ist es ein Landesmuseum, für uns Hessen. #iseenolde war das, sintemals. und ich beschmuste das Museum dafür, wie viele andere.

Es war seltsam für mich, diesmal. Aus einer Pflegesituation teil-befreit, mit einem halbschweren Gewissen, wegen nix, die Anfahrt mit einem als IC getarnten Interregio ins langsam startende Novemberdunkel, vorbei an den verhangenen Hügeln Rheinhessens, die vor kurzem noch Reben voller Trauben trugen, wieder hinüber auf die rechte Rheinseite. (Von Rheinkilometer 420 in Mannheim bis 502 in Wiesbaden).

Banner am Museum Wiesbaden zur Chillida-Ausstellung.

Als Stefan Hirtz beim Besuch der Internationalen Tage, ihr erinnert Euch, in Ingelheim, sagte die nächste Aktion sei in Wiesbaden geplant, mit Chillida, musste ich googeln. Der Name sagte mir nichts. Und dann kam das Aha, der! Eduardo Chillida in der Wiki. Natürlich. Insel Hombroich. Da Musica in Bonn.
Berlin vor dem Kanzleramt. Ein Haus für Goethe in Frankfurt. Alles schon gesehen. Chillida nie dazu asozziiert. Jetzt also eine Ausstellung in Wiesbaden, ich war gespannt.
Dann passierte etwas. Stefan kletterte hoch, um ein Gruppenbild zu machen und das Meeting zu eröffnen und mein Hirn war frech und ich instagrammte:

michlbowerDie Predigt zur Eröffnung von #meetchillida durch @artefakt_berlin 😃

Dabei führte uns Dr. Alexander Klar, Direktor @MuseumWiesbaden, lebendig, unautoritär (O-Ton), kompetent durch die Ausstellung, mit vielen Anekdoten und Hinweise auf familiäre Mythen? um den Bildhauer, Poet und was auch immer. Chillida stammt aus dem baskischen San Sebastian, einer Partnerstadt Wiesbadens, was eine Ausstellung nahe legt.

Direktor Klar, Museum Wiesbaden, während der Führung zu #meetchillida, neben einem Frühwerk.

Aber mein Hirn schweifte immer wieder, geisterte umher. Zu viel war zu sehen, kaum beachtete ich die Bilder und Zeichnungen an den Wänden, so faszinierten die Figuren.

Wie soll man da im Raum bleiben? Die Kanzleramt-Skulptur in klein Berlin II wirft Schatten vor den Windkämmen Chillidas in seiner Heimatstadt. Vitrinen halten keine Geister auf. :)

Klug aufgeteilt war das Meeting. Zuerst die Führung durch den Kurator (ja, der Direktor machte das selbst) und vor dem Chillout noch Zeit für sich und den Werken. Ich schlenderte in angenehmer Begleitung durch die Räume, wir hatten immer das Gefühl ie Skulpturen ertasten zu wollen. Nein, das machten wir nicht. Wie in einem Zoo hatte ich das Gefühl die Werke wollten frei gelassen werden, wollten zu den großen Brüder draußen. Das Gehirn rief “Liberamus Domine” (Beftreie uns oh Herr. tss..)
Ich ordnete sie geistig neu an. In Wiesbaden-Biebrich im Schlosspark und am Rheinufer. Ihr wisst schon im Sckell-Park.

Chillidawerke im Museum Wiesbaden, als ob sie am Ufer des Rheins ständen. Hat Wiesbaden Geld dafür? :)

Der Hammer für mich war aber der Kreuz-Altar aus St. Peter in Köln. Diese Jesuiten-Kirche muss ich einmal besuchen. Nein, ihr Kölner Follower, müsst ihr nicht für mich twittern. Da will ich hin, wenn der Altar wieder dort ist, auch als Rentner braucht man noch leicht zu erreichende Ziele im Leben. Typisch Rheinischer Katholizismus der jesuitischen Art, ob es auch einen solchen baskischen Katholizismus gibt? Von der Kirche als Altar nicht erlaubt hält man halt außen herum die Messe und baut ihn im Wortgottesdienst als “Tisch des Wortes” ein. Liberamus … :)

Kreuz-Altar von Chillida im Museum Wiesbaden, aus St. Peter, Köln.

Mein Hirn funktionierte im Hintergrund immer weiter auf dieser Welle. Ich twitterte mein obligatorisches #twly:

Tanzt um #meetchilida / Kein Kalb soweit / Babylon fern / Ich sehe Berlin und dich. #twly

Es wurde Zeit für das Chillout. Angenehm im Bistro des Hauses mit interessanten Gesprächen. Danke Museum Wiesbaden, Danke Stefan samt Artefakt, danke den Mitarbeiter*innen. Leider war das Plakat zur Ausstellung noch nicht ausgeliefert, brauche ich für meine Sammlung. Muss ich nochmal hin. Vielleicht ist im März besseres Wetter. Noch jemand?

Das Zeichen an der Wand … :)

2 Gedanken zu „Liberamus domine #meetchillida“

  1. Lieber Mikel, danke für diesen schönen Beitrag und die Lobrede , so übrigens auch der Titel jener Chillida-Skulptur, durch die Du schaust: Elogio de la Luz XX, Lobrede auf das Licht

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