Auf Socken ins Museum im Digital

(Nein, nicht schon wieder ins Städel. Das Plakat gefällt mir eben. „Making Van Gogh“ hatte ich ja gebloggt.)
Ich will hier nicht über Corona bloggen. Das Netz ist voll davon. Aber gestern Abend spielte Igor Levit, einer der großen Pianisten, via Twitter die Waldsteinsonate. Gestreamt aus seinem Wohnzimmer. Als Akt der Solidarität mit uns und sich, die wir auch aus Solidarität zu Hause bleiben, #coronaAura sozusagen . Er hätte auf seine CD verlinken können, aber er wollte uns nahe sein, wir waren nahe bei ihm daheim. Das berührte mich sehr. Kann man noch nachhören.


(Klick ins Bild, um zu hören, im Augenblick klickten das mehr als 200000 Menschen.)
Auf Spotify kann man die gesamte Einspielung anhören.
Zu meiner Verblüffung und Erheiterung spielte er in Socken. Schließlich war er ja zu Hause.
Heute morgen dann sah ich ein Reetweet von @sufloese. Anne, die Kulturfritzin, sie ist ja keine Unbekannte im Blog, aktuell für die Online-Aktivitäten des Burgtheaters zuständig (#theaterimnetz wirkt) twittert von der vertanen Zeit von Kulturinstitutionen in Sachen Digitalisierung. Man könnte das jetzt gebrauchen, um sich zu zeigen, wenn alles geschlossen ist. Wie immer muss frau sich verteidigen, dabei hatte es Igor bereits vorgemacht.


Ich will das jetzt nicht ausbauen. Hab mich schon genug ereifert.

Ich bin ja so banal, ich bin die Unkunst.

Weil es geht? Ok. W

as ich aus meinem Wohnzimmer, in grauen Socken so Kautsche.
Wir gehen ins Museum! Da wollte ich schon lange ‚mal hin. Das Metropolitan Museum in New York. Ist geschlossen, der Präsident (ich sag mal §$%??&) lässt mich erst gar nicht ins Land?

Screenshot der Website des Metropolitan Museums Newyork. 13.03.20120. (Click zum Original)

Macht nix.
Das Met hat seine Schätze digitalisiert. Haben andere auch, ich weiß, aber!
„As of today, all images of public-domain works in The Met collection are available under Creative Commons Zero (CC0). So whether you’re an artist or a designer, an educator or a student, a professional or a hobbyist, you now have more than 375,000 images of artworks from our collection to use, share, and remix—without restriction.“ Alles steht unter Creative Commons Zero. Das heißt, ich darf Bilder herunterladen und hier ausstellen.
Steht hier! Guckt. „Introducing Open Access at The Met“. Also los:

Screenshot Met-Museum Suche
(Klick zum Original)

Ihr könnt jetzt selbst suchen.

Ich gucke jetzt aber auch, stelle drei Werke vor und werde in gewohnter Manie meine Impressionen dazu schreiben. Nein, keine Rezessionen, das überlasse ich den Profis, einfach, was das Werk mit mir macht. (Die Sonaten mit Igor im Ohr) Ich wollte nur zeigen, was Museen können, auch wenn sie geschlossen sind, wenn sie vorbereitet sind. Hätte ich auch mit vielen deutschen Museen machen können, aber freien Down and Upload ins Blog kenne ich da nicht. Ich will gar nicht darüber dischbediern, ob, warum und wenn. Nur machen. Heute nur machen.

Albrecht Dürer 1504
Adam und Eva
Public Domain
Met New York
(Klick zum Original)

@mikelbower:
Ich brauche keine Schlange, Bitch. Den Apfel ess ich hinterher. Nun komm, Paradiese sind langweilig. Komm näher, wir entblättern. Nein, doch nicht die Wälder. Komm!

Sitzendes Paar
18.–frühes 19. Jhd.
Dogon-Völker
Met New York, Public Domain
(Klick zum Original)

@mikelbower Den Klaus laden wir nicht zur silbernen Hochzeit ein. Mir eagl, was es sonst gibt, aber Spätzle muss sein.Und jetzt komm.

Stained Glass Fragment
1200–1215
Cathedral of Saint-Étienne in Bourges
Met New York, Public Domain
(Klick zum Original)

@mikelbower Die Ewigkeit ist lang. Mann geht auf Brustwarzen. Augen will ich rollen, für Dich, mein Schatz.

Geht doch, gell?