Pfinztal 5, liegt das im Digi-Tal?

Ich hörte beim schreiben eine Playlist der Zeitschrift „Jazz Echo Christmas.“
Niemand macht mehr Aufhebens bei der Digitalisierung bei Musik und Film, oder? Das ist einfach so und läuft. Selbst die Uroma ARD pflegt ihre Mediatheken. Nur so am Rande erwähnt. Warum soll das bei Rubens und Co nicht gehen?

Ein zweiteiliger Text zur Digitalisierung und Kultur.
Mein ursprünglicher Text begann ganz anders und führte mich in die Irre. Aber irgendwie gehört er doch dazu. Ich ließ in stehen, aber ganz unten.
#räusper
„Irre, welche Schlagzahl das Thema Digitalisierung und Kultur gerade aufnimmt. Ob wir ein Stück vorwärts kommen? Die Hoffnung stirbt zuletzt!! #kulturgutdigital“, schrieb @kulturtussi auf Twitter.
Ich las so nebenbei am #hashtag #kulturgutdigital mit. Zu einer Konferenz oder wie man da sagt. War im Deutschen Museum. Fabelhaft dort. Gibt es auch digital.

Ich erschrecke immer, wenn ich lese, wie stolz die Museen auf ihre Sammlung sind, wenn man sie jetzt auch online besuchen kann. Ich meine, haben die noch nie vorher ihre Sachen im Archiv und in den Ausstellungen geknipst? Und war das dann nicht in den Datenbanken gespeichert? Oder hatten all diese Kolosse das noch auf Karteikarten?
Es geht wohl eher darum, dass man das jetzt bewusst macht, um es online zu stellen, auf dass nicht nur all die klugen, studierten Menschen da mal gucken könnten.
Da diskutieren sie und machen Workshops und irgendwie bleiben sie  immer unter sich. Nie ist irgendein Museumsgänger dabei, schon gar nicht Nicht-Museumsgänger. So als Kunde. Ob sie den Onlinekram denn eigentlich wollen oder ob das vergebene Mühe ist, weil die Nichtbesucher auch nicht Online-Besucher wären. Was man noch ausprobieren müsste. Manchmal sitzen da auch die Aura-Behornten unsichtbar mit am Tisch, die Kunstversteher, die nicht Perlen vor die Säue und so weiter und die Banaliserungskeptikern.
Also ich persönlich mag es sehr, wenn ich im Museum digital begleitet werde, ich schrieb ganz beiläufig davon.

Tannenbaum geht nach New York

Screenshot der Kunsthallenapp zu Beckmann und Tannenbaum.

Wie gesagt, ich. Keine Ahnung, was andere Mitbesucher davon halten. Man hatte sich ja gerade erst an die Audioguides gewöhnt. Ich weiß auch nicht, wie das alles genutzt wird, auch von zu Hause aus.

Ich mag es genau so: Eine Recherche zum Frühstück laufen lassen. Kirchner in Mannheim. Aber wer macht so was noch? Was nutzt es auf dem Smartphone? O.K. Die Macher kennen die Zahlen, hoffen auf mehr. Man muss es einfach versuchen. Die Datenbanken müssen ja sowieso gemacht werden, der Wissenschaft wegen, in den Häusern und der Vernetzung wegen. Man will doch dem Louvre nicht hinterher eiern, nicht wahr?
Aber wer bin ich denn? Ich kenne ja noch nicht einmal den Laden, wo Picasso sein Terpentin kaufte und nicht den Pinseltrick von Matisse, den Klebestoff der Höch für die Kollagen.

Aber mein Unbehagen an dem Hype geht in eine ganz andere Richtung.

Update im morgentlichen Grauen:
Nein, ich spreche hier nicht von Facebook. Ich bin dort ‚raus. Es werden bald noch mehr Flüchtlinge von dort geben. Wohl denen, die dann ihre Website haben. Nichts gegen Social Media, dort kann man mit den Kunden und untereinander spielen, auch das mag ich sehr, aber das hat nichts mit Digitalisierung (der Bestände, der auch virtuellen Artefakte) zu tun. Einen hervorragenden Artikel las ich gerade auf Heise Online.

„Kommentar: Facebook ist nicht die Öffentlichkeit!“

Die hauseigene Digitalisierung werden aber nur dir großen Museen leisten können. Für die Menschen, die eh dorthin gehen. Die kleinen Museen werden noch mehr an Nichtwahrnehmung leiden. Das Geld reicht oft nicht für den laufenden Betrieb und das laufende Leben der potentiellen Nutzer. Die Öffnungszeiten nur am Wochenende, wenn die Ehrenamtlichen Zeit haben. Wie da noch online was reißen? Es fehlt auch die Erfahrung von Mitarbeitern so etwas selbst machen zu können. Auch mit eigenen Anspruch. Ich hab keine Ahnung, wie das zu lösen wäre.

Vielleicht, wenn es coole NUR-Online Museen gäbe. Zumindest für die Jungen. Online-Kunst, wie sie nie ausgestellt werden könnte. Angekauft von Künstlern, genau zum Zwecke der Onlineveröffentlichung, den Verwertungsgesellschaften zum Trotz. Aus allen Genres. Musik, Theater, Youtube, was weiß ich.
Gerne unter der Verwaltung der großen Museen, Start-Ups, Agenturen. Offen für all die Künstler, die noch nicht einmal regional bekannt sind, es nicht werden können, mangels medialen Hinweisen, im Lokalen gefangen. Die Kuratoren wären dann Jäger der unbekannten Schätze im Netz, oder so. ArtRanger sozusagen, würde wohl Wibke sagen.  Damit nicht auch in Digitalien die Schere zu groß wird. Überlassen wir dort den geldgeilen Kunst-Nur_Anlegern ihren Richtern. Irgend sowas. Ich weiß,  gibt es schon. Gallerien, aber nix, was nur online zu sehen wäre. Vielleicht könnte sich ein Startup für ein „Spotify“ für, wie nennt man das, Online-Künstler geben, optimiert für die Smartfernseher oder Streamingsticks“ begeistern. Könnte z.B. in Kneipen laufen, statt der dämlichen Videoclips der Labels.

Ich käme gerne. Guckt, so ähnliches würde ich da gerne sehen. Ich hatte es im Rahmen einer Ausstellung im Hack erlebt.

Orphismus, Lyra, Laterne und eine Disc [Update I, II, III]


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Zum Video! Klick!

So. Eigentlich wollte ich recherchieren, was man da alles jetzt schon im Netz sehen könnte und noch so manches anmerken. Auch zur Kunst bei den anderen Datenkraken. Aber seht selbst. War ich platt. Muss ich vielleicht irgendwann nochmal machen. Findet man sich selbst, siehe das Beitragsbild Kurios dieses Internet.

So fing ich eigentlich an.

Als ich letzthin über das wahrscheinlich letzte Konzert von „Uhne Ferz“ sinnierte und Texte ins Netz stellte, fahndete ich nach einem speziellen Text, den ich nur als „Wordstar Datei“ vorliegen hatte. Sonst hatte ich immer darauf geachtet, dass meine Texte von Diskette zur HD in den verschiedensten Versionen upgedatet wurden. Von Witchpen und Wordstar zu den Staroffice-Versionen. Nein Microsoft-Software hatte ich nie auf den privaten Rechnern. Es ist gar nicht so einfach digitale Archive zu verwalten, über längere Zeit, selbst Winzarchive, wie daheim. Letztendlich zuckelte ich den Text mit Notepad+ aus dem Roh-File.
Tut mir leid, es bleibt euch nicht erspart, Opa erzählt vom Krieg, äh der Digitalisierung.
Ich bin verwirrt. Von was schwätzen die zur Zeit alle?
Die Bundesregierung will bitte was digitalisieren? Äh, wie jetzt? JETZT? Also für mich ist digitalisieren die Übertragung von analogen Datenträgern auf Rechnersysteme und deren Datenträgern. Hhmm. War ich da nicht schon dabei?
Meine Tante, die gerade mit 96 starb, ich denke oft an sie, wurde Anfang der 70iger von der  Stadtverwaltung reaktiviert, aus ihrem Hausfrauendasein gerissen, um die Einwohnerdaten auf Lochkarten zu übertragen, damit der hessische Staat uns besser verwalten konnte. Ich hatte einen Job bei einer heute noch existierenden Mannheimer Versicherungen, um ewig lange Prints auf diesen grün-weißen gelochten Papieren auf Stichhaltigkeit zu prüfen, also ob Menschen mit 150 noch zahlungspflichtig seien und gleichzeitig die neu entstehenden Gemeinden nach den Gemeindereformen in die Datensätze zu integrieren, wenn nicht vorhanden, via Formblatt für den Lochkartensaal, samt der Überprüfung auf Bankleitzahlen. Was zum Teufel war früher Pfinztal 5? Es entstanden sintemals schon Arbeitsplätze, jenseits der IT-Hochkulturer, winkt den SAPlern.

Natürlich kann bei heutiger Hardware wirklich alles irgendwie in den schier unendlichen Datenträgern schnell und gut gestapelt, aber muss man deshalb so ein Geschrei erheben? Das läuft doch schon seit was weiß ich wie vielen Legistraturperioden! Das läuft doch alles schon seit Jahrzehnten, das haben doch keine naiven Digitalkinderchen plötzlich aus den Apps gehauen.Aber wahrscheinlich haben die Aktenabzeichner das gerade erst gemerkt, oder so.
Dabei ist das wirklich gut so, dass da Tempo ‚rein kommt. Aber UFBASSE, dass immer zu den neuen Standarts upgedatet wird. Damit auch noch unsere klimageschädigten Nachfahren in den Wüsten zugreifen können. Aber ich denke das läuft.
Scheinbar ist aber das Problem beim Zugriff. Also was stellt man für alle ins Netz oder wer darf zugreifen, von wo aus und wie kloppt man dem russischen Mafisstaat besser auf die Finger oder dem NSA-Chinesischen.
Also, irgendwann werden wohl alle Archive gedatenbankt sein, sogar die vatikanischen.
Sogar die literarischen. Doch. Kann sich noch jemand erinnern, wie Google anfing die Bibliotheken zu scannen UND online zu stellen. Ist eine prima Quelle übrigens, Google Books, findet man sogar mich., siehe das Beitragbild. Hei, da hat mich jemand in eine Fußnote versteckt, als Quelle, für Dada…, #hüstel, das wusste ich wirklich bis eben nicht. Hey, das Buch muss mich mir antun, was 149€? Mach ich lieber neues Dada, tss.. Na ja und da plüscht noch die FAZ. Sorry, zurück zum Thema, na ja, das kommt noch. Das ist unfair. Ich wollte doch nicht über mich… Aber dieses Dada-Dings habe ich doch nur mal so, abends, nach der Schicht, zum Spaß und nicht, weil es eine Arbeit war. Grundgütiger. Nein ich meinte da nicht meinen Kram. Ich will nicht ins Museum, zum Tweetup gerne, aber doch nicht so. Fußnoten, Tss..

Ich weiß jetzt, wie ich das mache. Ich fange von vorn an. Echt jetzt. Aber oben. Das hier lass ich aber jetzt stehen. Ist zu komisch. Danke, dass Du zu Ende gelesen hast. Das war 2002. Vor 16 Jahren. Und was damals sonst noch los war. #seufz
Aber die Digitalisierung, nicht war!

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