Dialektisches

Ich weiß nicht woher es rührt, aber man interessiert sich auf einmal wieder für Dialekt. Das war anfangs der 90iger auch so, als der Goiserer zum Beispiel en vogue war, wie die BiermöslBlosn, auch gerade wieder einmal, und wir gründeten Uhne Ferz. Und dann wurde es wieder ruhig, wenigstens in meiner Wahrnehmung, das Internet kam und alles war global und lokal zugleich. Ich habe schon immer AUCH „uf Vernemarisch“ geschrieben, schon beim ersten Musical „live“ 1970, was mich jedoch zur Zeit erstaunt ist das urplötzliche erstarkte Interesse daran, an meinem Geschreibe. Sogar an den Referrs hier merke ich es. Ich bin deshalb dabei ein E-book mit meinen Dialekt-Texten zusammenzustellen, mit Links im Pdf zu Sound-Dateien hier. (Nebenbei: Das wäre auch eine tolle Bereicherung für E-Book-Reader, gegenüber dem Print.) Jetzt ist Uhne Ferz auch wieder gefragt, aus Ecken, die man sich früher nie träumen ließ. Seltsam, woher kommt das Interesse? Und dann zwei Dialekt-Nachdenklichkeiten einmal heiter-denglisch in der NZZ, „Gömer ga guugle“ (gut, die Schweizer sind schon immer Dütsch-affiner als wir hier) und dann auch noch ein postives Urteil zu bayrischen Krimis aus Berlin, in der TAZ, „Kommisar Mundart“. Heute Morgen dann, las die Vorsitzende des einladenden Vereins spontan aus dem Räubergold ihre Lieblingsgeschichte und das war kurpfälzisch, eine der besten Geschichten von Rudi Kupferschmitt. Hhmm. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Mal sehn.