Ops, Linien aus Schwarz so Bunt

Zu: „Victor Vasarely – Im Labyrinth der Moderne“. Ausstellung im Städelmuseum Frankfurt
26.9.2018–13.1.2019

Das Städel rief einmal mehr zum Community-Event.
„Trefft das Original im Städel – am Samstag, den 27. Oktober um 17.30 Uhr veranstalten wir ein exklusives Community-Event für Instagramer, Twitterer und Blogger in der Ausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“. Die Ausstellung wird nur für euch geöffnet sein und ihr bekommt eine private Führung. Außerdem könnt ihr selbst aktiv werden und in einem Workshop mit Techniken der Op-Art experimentieren. Weiter geht der Abend mit einem Get-together, bevor ihr dann beim Cube Club – der Party zur Ausstellung – bis tief in die Nacht tanzen könnt.“
In dem verlinkten Blogbeitrag steht auch, wie ihr mit #vasarelyeverywhere ein Plakat von Eurem Bild auf einer Litfaßsäule in Frankfurt hängen könnte.
Ich wurde gerufen und kam.

Banner auf dem Holbeinsteg zur Ausstellung. Immer wieder trotzt dort die Kunst der Skyline. :)

und tanzte

Das Städel sagt dazu: Cube Club. Die Vasarely-Party: Beim CUBE CLUB werden Victor Vasarelys pulsierende Formen und flimmernde Farben zum Leben erweckt. Klick zur HP.
Drei nette junge Damen aus der Teilnehmergruppe verführten mich zum tanzen und es kam, wie es kommen musste, meine Knie meldeten, dass sie am nächsten Morgen wohl nach Tabletten schreien würden, also bewachte ich fürderhin die Taschen. So ist jeder für etwas gut, auch alte Säcke. :)
Im Ernst. Ich war das erste mal so lange auf einer diese legendären Städelpartys. Das ist ein sehr gemischtes Publikum, auch generationentechnisch. Da kommen Leute ins Museum, die sonst nicht kämen. Um 22:30, als ich in angenehmer Begleitung gen ICE eilte, war es proppenvoll. Museumspädagogik as its best oder ist das nur Marketing? e-gal.
Aber zuvor waren wir in der Ausstellung. Da flirrten die Wellen, die Linien, die Kuben, die Quadrate. Irre, was dieser Vasarely alles geschaffen hat. Auch mitten im zweiten Weltkrieg. Paris, Berlin, Südfrankreich. Am meisten beeindruckten mich diese „Zebra-Bilder“ und diese, was sind das denn, Fakekugeln, wie auf dem Plakat oben abgebildet. Fast eine Stunde zogen wir durch die Ausstellung, die auch in ihrer Hängung fasziniert, unter fachkundiger Anleitung, mit reichlich Zeit zum gucken, instagrammen, ohne gegängelt zu werden. Feine Sache das und ein Danke von hier.
Ich will keine Bilder hier einfügen, die Rechtsgelehrten streiten ja noch, ob man das trotz SM-Erlaubnis darf. Besonders das Framing steht ja unter verdacht, also das Einfügen aus Twitter, Instagram und Co auf das Blog.
Ich linke:
Zum Digitorial des Städel.
Zur Challenge des Städel.
Tweets zu #vaserely
Zu #vaserely auf Instagram, aber das ist nicht alles von gestern. Er ist ja ein Weltkünstler.
Übrigens: Fast jeder kennt eine Arbeit von Vasarely: Das Logo von Renault ist von ihm entwickelt.
Aus dem Digitorial:“Es wird Vasarelys wichtigste künstlerische Erfindung: Sein „Plastisches Alphabet“ soll auf die Bedürfnisse der Gesellschaft reagieren. Erneut dient das Quadrat als Basis. Es wird mit jeweils einer anderen geometrischen Grundform kombiniert: mit Kreis, Ellipse, Rechteck, Raute oder Dreieck. Mithilfe von sechs vorgegebenen Grundfarben werden die Elemente schließlich in verschiedenen Nuancen kontrastreich gestaltet. Dieses Grundmodul bezeichnet er als „plastische Einheit“.Ähnlich den Buchstaben des Alphabets eröffnen die „plastischen Einheiten“ schier unendliche Kombinationsmöglichkeiten zur Erschaffung von Kunstwerken. 1963 lässt Vasarely sich seine Idee patentieren.“
Und demokratisch soll die Kunst sein, für alle, sagt er.
Also gab es im zweiten Teil der Veranstaltung einen Workshop. Mit Linien, Stiften, Scheren, Klebestoff und es entstanden in kurzer Zeit tatsächlich Werke, die gut aussahen, Op-Art, dort wo sonst die Kinder pädagogisiert werden Aber was sind Linien für mich? Dinge auf die man schreibt. Spontan noch ganz unter dem Eindruck der Ausstellung.

Spontantext im Workshop zu #vasarely im Städelmuseum von mir.

Skript:

Linien aus Schwarz, so Bunt.
Linien aus Schwarz
so gerade als ob
das Leben nicht
herum wuselte
aber ja doch
von Geburt nein
unnobiliert
zum Tod
gradlinig
Der verrückt sie
schneiden sich
in Unendlichkeiten
dort wo die Transzendenzen
pokern
und sich mit der Ewigkeit
paaren unliniert
zwischen die Zeilen
geboren
Linien aus schwarz
so bunt
im Hirn
fallera

und

ich

bin

nicht

linientreu