Velkommen #fb19

Ich werde alt.

Die Zeichen /fk bedeuten hier Frank Krings (PR Manager der Buchmesse)
Das ist nicht überall üblich, hat mich gefreut und zeugt von einer prima Social-Media-Kultur von Frank und damit der Messe.
Der Tweet und die erhaltene Karte hat mich zum Nachdenken gebracht. Über das bisschen Einschränkung meiner Mobilität. Was geht es anderen so lausig. Ich muss mich arrangieren und ausprobieren, wie ich Messen, Museen etc auch weiterhin besuchen kann, Social-Media-Events erleben kann. Ich habe ja, so der*in-wer-auch-immer will, einige Jahre vor mir. Und tata. Der Gehstock hilft wirklich. Gerade beim lange Umher-Stehen. Mein Selfie im Spiegelsaal des Norwegischen Gastlandes. Der Stand war weitläufig, diskret und gefiel mir gut. Leider las gerade niemand Lyrik im Original, hätte ich gerne gehört.

Mein Plan war mich zu beschränken. Ein Tag Halle 3 und das Gastland, ein Tag Halle 4.2 . Fast hielt ich es durch. Morgen werde ich dann durch Halle 4 stöckeln. Und Verabredungen wahrnehmen.
Ich zog durch die Hallen traf Mitstreiter von der Minipresse, Aussteller aus der Region, Autoren mit den ich schon las. Jede Menge Promis, aber die waren da privat, knips ich die mit. Gleich zu Anfang sah ich Saša Stanišić, den Buchpreisträger 2019 und Twitterheld versus Handke, vor einer Schlange von Reportern. Aber das wollte ich auch nicht knipsen. Die Gazetten sind voll davon. Ich mag ihn und seine Bücher. Dennoch.
Ich guckte, beobachtete, sah all die Langeweile für die Büchermenschen an den Ständen der kleinen Verlage in ihren Kabäuschen, sucht nach Trends und fand: „Podcasts“ sind der heilige Shize, dieses Jahr. Blogger sind wohl integriert und sowas von Mainstream.
Sogar bei ZDF-Kultur hörte ich, was denn ein Podcast sei und nicht sei. Ich lächelte innerlich. Das Wort beinhaltet „Pods“. Wer hört denn heute noch von „iPods“. Also so mp3-Geschichten im Dialekt mach ich schon seit 2001. Egal, ich hör schon auf, den Opa zu geben.
Aus Heidelberg bei der MFAG, die mit dem schwäbischen Film, äh …

Und beim Deutschlandfunk Kultur unterhielten sich Angestellte über das, was Literaturkritiker am liebsten tun: Sich über Literaturkritik unterhalten. Ein Podcast eben, der sich wehrt, einfach ein Radio-Feature zu sein. :)) Wir sagten schon 2001 dazu „Fäuleton“. War blöd. Fäuleton zu sagen. Die laberten aber dauernd über „Faz-Leser und junge Nicht FAZ-Leser“ :) Kann man hier hören. Zitat „(..Diese Buchblogger) lesen diese Bücher in ihrer Freizeit“ #hust.

Meine Wanderungen durch die Fluren der Bücherschauen fasste ich auf Instagram zusammen.

Ich erheiterte mich und ging auf die Jagd zu #schlössersafari. Ihr erinnert Euch. In Frankfurt gibt es ja keine Schlösser als Freie Reichsstadt.

Dann der Hammer! Das J.S. Klotz Verlagshaus. Ein Verlag mit Kulturmanagement, Galerie, Auktionshaus, Sammlungsbetreuung, Reisen, Veranstaltungen, Cafe, mit Forschung. In Bausschlott, wo ich als Kind und Messdiener mit dem Stadtpfarrer aus Bretten zur Messe fuhr und im Garten während der Beichte spielte. Irgendwas war da mit der Knef. In der Nähe des Aalkistensees, beim Kloster Maulbronn, wo einst Hesse…. Erstaunlich, was man bei der #fbm19 so findet. Vielleicht gehe morgen nochmal vorbei.

Es lebe die Messe und der Stock für mein Knie.