Collagen

Wir machen den Brecht, moon of alabama und mischen unsere Tweets, ohne Nazis und Jünger. WhatsUp FB. Castorf so postdramatic old school. Shakespeare kreischt den Postpunk aus Mozarts Requiem. #tweetup, baby. Instagram spreizt die Soundcloud. Kein Youtube im Mondteig. And the beat goes on. Sir Jagger?

Asche Mittwoch, asche

Wir können nicht in Sack und Asche gehen. Möglicherweise würden wir irgendwo noch Sackleinen finden, um Büßergewänder bei Lagerwiese fertigen lassen zu können, aber es gibt im gemeinen Haushalt schon lange keine Asche , wir verbrennen keine unmetapher Kohle mehr, zu Hause wohlgemerkt oder Holz, dem Weg entzogen. Den Menschen auf dem Lande, die im Walde hacken, äxten, sägen, schneiden, seien das Aus genommen. Aber im gewöhnlichen Haushalt, der sich im ARD-Modus der es_hackt zur Volxsmusik zerschandelt, dort gibt es keine Säcke oder Asche mehr. Die schleichende Entwertung des Mittwoch zum Tag der fehlenden Aschenbecher in den Zelten der rauchlosen PolitDerwische, die uns die alte Fasnacht tanzen und Funken zünden, wir merken sie nicht, müssen wir doch um die Öle trauern, den Despoten entrissen oder Altkanzler begast. In den Zeiten, als immer noch das Erdöl fließt, das Gas durch Peipen leint, gibt es keine Asche mehr zum Häupter vor Glatteis zu bestreuen. Säcke hauen wir in, sonst nichts. Und weil wir nicht mehr, nie mehr der Asche auf dem Haupte folgen werden wollen sollen, weil wir hoch erhobenen Hauptes den Stürmen trotzen wollen hat uns der Herr, die Herrin, der/die/das Wesen, das über die Annahme von besackten und beaschten und so weiter zu Buche führt, hat er uns die politischen Aschermittwoche aller teutschen Parteien bescheret, damit wir demütig werden sollen, uns die Ohren verstopfen und uns das Fürchten vor dümmlichen Parolen nicht verloren ginge, wie einst das große Verschwinden der Säcke und deren Asche. Mittwoch ist es nach Fass-Nacht, beuget die Knie zur Andacht des gögögö. äh Geschwätzes. Wo ist der Sack? Wer ascht? Öl ist das Ding, Öl, ye know und erneuert Euch, samt euren Energien, E heißt die Asche und 10, 17, 18? die Säcke, trescht sie, drescht sie trasht sie. Der Mittwoch der Ascher polit Tick

Multikulti waren wir schon immer

Und was hat Andrea Berg mit dem Ring der Nibelungen zu tun?

Was eine Hocketse mit der Fasenacht in Mainz?

Was der Kölner Karneval mit dem Narrensprung in Rottweil?

Was Landserhefte mit der Blechtrommel?

Was Hooligans mit Theaterabonnenten?

Was das goldene Blatt mit der Emma?

Was Kaninchenzüchtervereine mit dem P.E.N.?

Was RTL mit Arte?

Was eine Rosenkranzmaiandacht mit dem Evangelischen Kirchentag?

Wir haben 16 KultusministerInnen.

Wir haben zich Dialekte, die zum Teil recht inkompatibel sind.

Wir haben 12 Millionen Flüchtlinge nach dem verlorenen Krieg integriert, außer den Steinbach-Freaks merkt man das niemandem mehr an. Die Flüchtlinge brachten oft ihre Religion mit und erhielten mit der Zeit Kirchen. (Cuius Regio ejus Religio gilt seit dem fast nicht mehr, zu mindest in den West-Allierten Zonen, ja so was gab es auch)

Wir haben den angloamerikanischen Rock, Pop & Co assimiliert, ihn zu eigen gemacht, betreiben ihn selbst.

Wir haben bei unserer Landnahme hier die Kelten und Römer assimiliert.

Durchziehende, marodierende Soldateska hat genetische Spuren hinterlassen, alles assimiliert.

Wir leiden heute noch an dem Kulturverlust, den unser Völkermord verursacht hat. Was alles hätte entstehen können, wenn wir nicht Menschen zu Tode geschändet hätten.
Es gibt Menschen, die schämen sich dafür, die meisten wollen damit nichts zu tun haben, es war vor ihrer Zeit.

Wir freuen uns aber über die Küche von twöfltausend regionalen Küchen. Über die Küchen werden wir es schaffen.

KussKuss

Und irgendwann werden wir uns mischen. Mit all den vielen Hautfarben und die Deutschen werden schöner sein!

Aber multikulti waren wir schon immer.

Satire darf alles? #nundenn

(Amtszimmer von Bürgemeister Platter)

Bürgermeister: Michi, der Hansel vom Stadtmarketing soll hier antanzen, aber flott.

Michi: Jawoll, Chef. Kommt sofort.

Bürgermeister: Sabba, warum gibt es in unserer Stadt kein #nopegida Demo? ALLE haben sie so was, nur bei uns gibt es das nicht.

Sabba: Aber Chef, das hat doch mit Marketing nix zu tun. Sowas machen die Bürger von sich aus.

Bürgermeister: Kein Marketing, ich geb Ihnen gleich kein Marketing. Sehen Sie überall die Leerstände? Die Kinos haben auch zugemacht. Die Buchhändler ziehen ab, Bäcker gibt es schon lange keine mehr. Wo bleibt da das Marketing, hä? Da können Sie doch wenigstens so eine alberne Demo auf die Beine stellen. #flottflott Bischen Facebook und twittern, Himmel noch mal. Ihre Twitterquote ist sowieso zum Kotzen niedrig. Lumpelheim twittert 10% mehr!

Sabba: Aber wie soll ich…(verängstigt)

Bürgermeister: Mann, treten Sie den Pfaffen in den Arsch, sie sollen was tun, die wollen doch dauernd Geld für ihre Tafeln und Flüchtlinge und weiß der Kuckuck was für Gesocks. Die Muselmänner wollen doch eine Genehmigung für noch eine Moschee und die Juden brauchen einen Zuschuss für die Renovierung der Moschee.

Sabba: Aber wir haben doch auch keine #pegida, gegen was sollen wir denn dann eine #nopegida richten…(heult)

Bürgermeister: Dann leiern sie doch eine an. Der Hanselmann, zum Beispiel, der im Suff immer den Hitler und den Strauß nachmacht, den könnte man doch mal…

Sabba: Aber der ist doch in der SPD und DGB-Ortsverein-Vorsitzender. Sowas macht der nicht.

Bürgermeister: Und die Halbstarken, die immer die Bushaltestelle in der Sudetenstraße demolieren?

Sabba: Das sind doch fast alles Türken, Albaner und Weißrussen, außer dem Neffen Ihrer Frau.

Bürgermeister: (hustet) Himmelherrgottnochmal, muss man denn alles selber machen? Strengen Sie sich doch auch einmal an.

Sabba: Der Steinbock und die Uhlbach könnte man vielleicht mal anstupsen, die wollen doch immer sauberere Straßen und keine Alks am Bahnhof und Videoüberwachung, weil sich ihre Bürger immer fürchten.

Bürgermeister: Lassen Sie gefälligst meine CDP-Fraktion in Ruhe, sie Hampelmann. Das verbitte ich mir.

(Das Telefon klingelt)

Bürgermeister: Michi, was soll das, ich bin in Konferenz. Wie der Berzirkschefheini? Also gut. Wie das nächste Landesboulefest hier bei uns? Wird alles vom Land bezahlt. Genügend Sponsoren, selbstverständlich, klar doch, immer bereit. Darf ich fragen, warum wir die Ehre bekommen? Weil bei uns nicht dauernd demonstriert wird und keine Bürgerinitiative dagegen entstehen wird. Aber sicher doch, keine Spinner bei uns, alles ruhige Bürgerinnen und Bürger.

Sabba: War das….(entschüchtert leicht)

Bürgermeister: Sabba, sie Wicht, lassen Sie micht mit ihrem blöden #nopediga-Kram in Ruhe, was geht sie das überhaupt an, das ist doch kein Marketing? Man muss die Bürger und ihre Ängste ernst nehmen! Das machen wir in einer Kirche, ich treff’ sowieso gleich den Pfarrer. Sie werden das mit dem Landesboulefest machen! Aber richtig. Hab’ ich gerade aus dem Berzirksheini herausgequetscht. Das wird eine Sause. Wehe sie versauen das.

Sabba geht ab, Augenrollen von Michi und ihm. Kusshändchen.

(Dieser Text ist total erfunden, findet nirgendwo real statt…aber, dieser platte Text plagt mich seit heute Nacht um 3. Jetzt ist er ‘raus.)