Ursprünglich vom 23.10 2013, dem Welttag des Buches und dem Tag des Bieres gewidmet
Erweitert zu einer Hommage an die Ausstellung “Bier. Braukunst und 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot” des Technoseums Mannheim. Noch zu sehen bis zum 24.7.2016 Aus der Austellung “Bier. Braukunst und 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot” des Technoseum Mannheim Bucht das Bier
Der Schweiß
von Duschen
vernichtet
der erste Schluck
dem Durst geopfert
zischendes Bier
branded und dann
die letzten Seiten
dieses Buches
das ich ungelesen
im Regal fand
gestern als ich
alte Zeiten
suchte und
Neues fand
und doch so alt
noch ein Schluck
die Welt
schönt auf
Man sieht: Das ist live geschrieben, in der Straßenbahn, die Autokorrektur machte “kette” aus “nettes”.
Natürlich waren wir auch trending, obwohl Freitag abend… …
Dieses Mal erzählt dieses Storify wirklich (fast) alles zur Ausstellung und dem Tweetup- Ich wüsste nichts , was ich hinzufügen wollte, außer meinem “Biergedicht” oben, weil es passte so schön. Zum Storify #bier500 des Technoseum Mannheim Und Click!
Hat Satan schon wieder die Tore geöffnet?“ „Ja, unzählige Mannaflüchtlinge drängen direkt in die Schwefellkneipen und saufen unseren Kuhmistschnaps.“ „’Nie mehr Halleluja’, kotzen sie in die Drachenkessel.“ „Die Sauerei schlecken sie dann nüchtern wieder alleine auf, wir bekommen nix davon ab.“ „Michael, Gabriel und Raffael, das ganze Himmelspack weigert sich die Grenzen nach unten zu schließen, es gäbe genügend echte Heilige dort oben.“ „Zum Kotzen, noch nicht einmal die Hölle…“
„Achtung, stillgestanden, Fürst der Finsternis, Herr aller Dunkelengel, wir sinken in Euren Matsch, Euer Klumpfuß möge unsere Hörner zerstampfen…“
„Ihr wagt es mich zu kritisieren, meinen Ratschluss zu ignorieren? Ihr seid nicht schlecht genug um mir dienen zu dürfen, egal ob ihr Orks wart, seit Äonen!“
„Fahret auf in die Schimmellose“
(Aus den alternativen Werken für Teutscheschland, 2016, Opus 08/15, §% 15)
(nein, nein, es herrscht hier kein Krieg, auch wenn er scheint)
Irgendein Quintakkord
gezupft und durch
Blech geblasen
verrostet ungewachst
und das Wort dazu
geflattert im Unwind
der Sommerfransen
aus Sale Phrasen
immer nur in C
die mollige Dur
Perücken federkielen
Drüben schneuzt
ein Flüchtling sein
Kind
Kein Koran, keine Thora, die Bibel kichert Saxofon
Gutsl, ausgeteilt bei “Das Leben des Anderen”Also ein “Gutsl” ist ein Bonbon, aber mir war nach Heimatlichem. Aber von vorn …
Ich war in „Das Leben des Anderen“ von und mit Boris Ben Siegel, dem Chef des Theater Oliv, aber aufgeführt im Technoseum Mannheim, warum auch immer. Im Rahmen der Blogparade #theaterimnetz sprachen wir darüber und Mathias hatte einen Link, als er über das Theaterfestival Schwindelfrei bloggte. Ich war gespannt. Es sollte ja alles via Whatsapp laufen, was aber nur im Fatzebuch stand, die Telefonnummern wurden am Kassentischchen für einen Gruppenchat erfragt und ich staunte, wie viele da mitmachten. Die Phonnummer an Wildfremde herausgeben. Nun ja. Es ging ja um die Sicherheit der Handys. Aber ich benutze ja #ausgründen kein Whatsapp. Es konnte mir egal sein.
Tatsächlich ein Smartphone auf der Bühne, der vermeintliche Homescreen auf eine Leinwand gebeamt und es begann gut. Der Sprachtext des Einmannstückes, genau abgestimmt mit dem Text auf dem Handy mitsamt den Schwierigkeiten mit den dicken Fingern auf der Tastatur und dem Kampf mit der Autokorrektur. Ich lernte später, dass wir „nur“ die „Webapp“ von Whatsapp sahen, im Browser von einem Laptop auf eine Leinwand gebeamt. Nun ja, auch gut.
Also die Handys waren getauscht, siehe den Text in der Ankündigung und des ging los. Ein Sexist vs. Ausbeuter in der Textilbranche. Tatsächlich. Bestimmt verhandeln die Investoren in neue Fabriken über Whatsapp im Flugzeug über die Standorte und die Geldfreigabe. Bestimmt. Aber ich will nicht zu viel Spoilern. Jedenfalls endete der „Kampf“ bald und Herr Siegel leitete seine Gruppe sanft in einen Chat, der eigentlich ein Anmachspielchen war. Aha. Dazu ist also das Netz da. Ah ja. Wie immer. Und ja, die Handys der Gruppe klingelten lautstark, wenn eine neue Nachricht ankam. Ich twitterte ein paar Mal, aber es passierte ja nicht viel. Irgendwann lief der Chat dann auch ohne den Chef und der sprach nun zu uns als Mensch, nicht als Christian, den Protagonisten. Ich dachte jetzt, da käme jetzt endlich Theater, aber nein. Es kam die deutsche Moralkeule. Klammheimlich. Was der gute Mensch doch sah, im realen Leben, ohne Handy. Die Idioten chatten ja immer noch. Er trank mit einer Dame in der ersten Reihe Dosen-Hugo, warum auch immer. „Pestdramatik”, sagten sie dazu im Nationaltheater dazu, bei „Leonce und Lena“.
Ich lach immer noch! Pestdramatik kam es von der Bühne. Pestdramatik. :)
Uns anderen wurde als Hugo-Ersatz Gutsl ausgeteilt, die hinteren Reihen auch regelrecht damit bombardiert. Ich dachte schon daran zurückzuwerfen, von der anderen Seite der 4. Wand, aber ich war zu müde. Dann auch noch die Kritikerschelte, wegen irgendeiner Ibseninszenierung, die Herrn Siegel zu unpassend für das 19. Jahrhundert war. Ich hätte mich ja gemeldet, aber es wurde ja nur nach jemand von der Zeitung gefragt. Wie immer.
Zum Schluss, via Sprache und Text, die Frage was man von solchem (Ibsen) und dem gerade laufenden Stück halten solle. Es gab verhaltenen Applaus und als Zugabe sozusagen Hänschenklein nach einiger Browserfummelei von Youtube gekitschstreamt. Was man halt von seinem Publikum so hält und diesem Internet. So deutsch, wie gesagt.
Ich habe aber durchaus gelernt (für meine Projekte):
Text und Sprache auf der Bühne gleichberechtigt kann funktionieren, so das Publikum in der letzten Reihe das auch sehen kann und wenn man das inszeniert so will. Nur größer müsste der Text sein. Ich liege meiner Flash-Programmierung richtig.
Das hätte ein gutes Stück werden können, wenn man nicht einfach nur einen Sketch moralisiert aufgebläht hätte. Schade! Vielleicht doch den Nussknacker tanzen? :)
Auf ein Storify verzichte ich und blende die paar Live-Tweets hier händisch ein. Der Chat mit dem Technoseum dazu kam gut. :))
Unsichtbarer Nebel wattet
Nur ein dumpfer Hauch
aufgerissner Münder
gröhlender Fratzen
verseucht mein Gemüt
Wut mäandert durch
Gedankenfetzen
Kalte Logik
in selbstgeschäumten
Wolken
Nein
Die Liebe
blöckt laut
angepflockt
Es gibt mich
noch
Der Kitsch
kreischt sich
von pink nach rot
Wir kommen
Auch dieses Blog setzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Bitte beachten Sie auch die Datenschutzbestimmungen> Beachten Sie, dass in den Posts Bilder, Tweets, Instagram-Bilder oder -Filme, Youtube-Filme und andere Einbindungen enthalten können und diese ihre ID weiterleiten können. Links zu den Datenschutzbestimmungen dieser Firmen finden Sie im Menü.