Datenkram, Deutungshoheit und neue Philosophie

Ich habe keine Ahnung, wie das gelöst werden könnte. Die Sache mit den Daten. Zur schnelleren Kommunikation benutzen wir Netze. Handynetze, Kupfernetze zum telefonieren, Glasfasernetze, Satellitennetze, Funknetze, Radionetze. Spinnennetze? Fischernetze? Einkaufsnetze?

Und die konnte man schon immer anzapfen.

Und es gibt Geheimdienste, es gab sie schon immer, Konspirationen. Mann, Frau, Staat will wirklich wissen, was anderen Orts alles vorgeht.
Ich persönlich gehe davon aus, dass heutzutage große Firmen, ALLE Staaten und weiß der Kuckuck wer uns allesamt anzapft, ausspioniert, vom Weltraum aus verfolgt. Irgendwann werden sie auch unsere Gedanken lesen können. Gehirn-Screening.

Sie werten die Daten aus (obwohl SIE ja auch ausspioniert werden) und kennen uns bald besser, als wir uns selbst. Obwohl doch SIE als Induviduen auch… (siehe oben)

Kann man jetzt sagen: Ist halt so. Und zumeist kommt dann irgendwann ein Spruch von Post-Privacy.
Mag ich einfach nicht.
Ich will kommunizieren und entscheiden, was denn jetzt öffentlich sein sollte oder nicht.

Es scheint, als ob all unsere demokratischen und auch die dikatorischen politischen Systeme nur noch scheinbar herrschen und die weltweiten mafiosen und geheimdienstlichen Strukturen uns alle nach belieben beherschen können. Obwohl die ja auch infiltriert und ausspioniert sind. Doch, doch, mafiöse und geheimnistuerische Systeme ähnlen sich sehr. Nicht in der Motivation, zunächst, sondern in der Struktur.

Die Frage ist doch, wie kommen wir zu einem verfassten und akzeptierten weltweiten System, das Geheimdienste, mafiöse Geheimbünde und anderes Übel auf das notwendigste ( was auch zu definieren wäre) zu beschränken.

Ich habe keine Ahnung, wie so etwas zu bewerkstelligen wäre. Aber irgendwie müsste man damit anfangen.

Ich habe nämlich Angst, dass die Generalitäten aller Nationen nur zu gerne (sic im chinesischen Meer) einmal mehr wieder bereit wären, diesen inneren Konflikt der Welt, wie altbekannt mit Waffen zu lösen.

Beim Stand der Waffentechnik (ich bin da nicht ganz im Bilde, ich weiß) vermute ich dann unsere atomare Auslöschung. Was zwar das Problem auch gelöst hätte, aber ich bitte Euch, wie!

Ich habe keine Ahnung. Daher bin ich froh, dass Autoren aller Herren Länder sich des Problems annehmen, auch wenn sie keine Lösungen anbieten können.
Gerne in Zukunft auch: Rapper-Verbände, Industrie- und Handelskammern, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Sängerbünde, Frauenvereinigungen, wie auch Männergruppen. Gerne auch die Metzgerinnungen, die Apothekenrundschau, die Bäckerblume oder das gelbe Blatt!

Und ich mag diese Deutungshoheitsdebatten darob, wie sie die (selbsternannten) PseudoPlatzhirsche von netzpolitik.org so gerne führen, deshalb nicht. Auch wenn sie so tun, als ob sie persönlich den Mut eines whistleblowers hätten oder auch nur die Gelegnheit dazu. Mein Gott, was erlauben Matzat an der Intellektualität von 4 Nobelpreisträgern zu mäkeln? Ich bin um jeden froh, der die Debatte in die Öffentlichkeit trägt. Nach Lösungen sucht. Von den Postprivacy Seemännern wollen wir gar nicht reden. Das hat so ein Geschmäckle, wie die endlosen Diskussionen der Theologe über die Transsubstantiation, sintemals bis heute. (Nein ich werde jetzt nicht über “Katholische Blogs” bloggen, obwohl dort die Vorgänge der Deutungshoheits-Kriege ähnlich gelagert sind. Null Link #ausgruenden)

Äh, wo war ich? Ja…

Wie bringen wir unsere Staaten dazu, uns nicht alle als potentielle Terroristen zu behandeln, obwohl die Staaten ja auch unterwandert und spioniert sind und wir eigentlich Staat sind, auch wenn diese Formulierung Springer-Deutsch ist? Wer baut eine Philosophie dazu, die mehr kann als “homo homini lupus” und zielstrebig zu absoluten Herrschaften führt?

Wir bräuchten einen Scharfdenker, der das Rüstzeug liefert. Wie einst Marx oder Hobbes oder….. Wann wird die Philosophie wieder erweckt aus der Fernseh-Andacht? Kommt mir nur nicht päpstlich!

Niemand da? Anyone? Ich bin damit überfordert!

Ach ja, es gibt ja noch die Andersgläubigen: Nein, das Internet, samt den anderen Netzen wiedereinstampfen geht nicht und das will ich nicht.

Aber, wie gesagt, ICH habe keine Ahnung, wie man das alles bewerkstelligen könnte.

commentarii

Ich weiß nicht mehr, warum ich das nicht gebloggt hatte, oder wo der Blogeintrag abgeblieben ist. Irgendwie war was mit dem Podcast. Und dann dachte ich, die Gedichte wären nicht mehr da. Shit happens. Nun war ich ja bei MAF Räderscheidt und wir sprachen auch über Dorothée Hahne, weil sie gerade jetzt in Schleiden ein Projekt hat, siehe hier, und in MAF’s Blog.
Dabei war das damals, 2011, auch so eine Twittergeschichte. Das steht hier und hier bei Dorothée. Auf jeden Fall stellte mich Dorothée in ihrer Sendung “Kulturspiegel” auf Internetradio.de vor. Internetradio.de scheint es nicht mehr zu geben… 2012 traf ich Dorothée dann persönlich bei Eva Wal (ja, ja streetview & Co :))) und ihrer Eröffnung des Atelier “transit 66”, man sieht mich sogar auf dem obersten Bild. :)) Wie gesagt, wir sprachen über sie auf der Lit.Eifel und vorhin fand ich die Gedichte zu jener Sendung 2011 wieder. Dort wo sie hingehörten, nur in einem Unterordner versteckt. Also! Aber jetzt hinein ins Blog! Die Sendung lief einfach so: Ich wurde vorgestellt, dann kam der Text & die Musik!

Die Musik kann man ganz einfach auf der Myspace-Seite von Dorothée Hahne nachhören ich setze jeweils den Link darunter. Die genaue Playlist mit den korrekten Angaben der Werke, samt Künstlern, gibt es hier. Lest sie Euch selbst dazu laut vor :))

commentari iii

Gedanken hüpfen
aus den Fallen
trödeln lachen
wippen Brüste
rennen Blätter
aus dem Wind
fressen kleine Kriege
streicheln Nagelbretter
wusseln in mein Hirn
zurück zum schlafen

commentari III from Dorothée Hahne on Myspace.


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Des Himmels Dronen

Eine Klausiade am Vorabend des 6.12.

Dronen. Wie er das hasste. Aber SEIN Wille geschehe und ER wollte sich nicht von Amasan übertrumpfen lassen. Nicht von Amasan. Er hatte vorgeschlagen Engel einzusetzen, wenn es denn schon ein Luftkrieg werden sollte, notfalls könne man ja auf die gefallenen Engel zurückgreifen, die nicht ganz so schlimm waren, die Erzengel würden das schon deichslen, die Laserschwerter waren ja noch da. Was hatte er zu hören bekommen. Ob er denn in Zukunft das Fegefeuer lauwarm halten wolle. ER donnerte und blitzte.

Dronen. Alle hatte sie jetzt Dronen. Keine direkte Zustellung mehr. Kein Erdenurlaub mit Riesling und Hausbrauereien. Ach was Weiber. Das Kapitel war schon Jahrhunderte gegessen. Er wüsst gar nicht mehr, was er da machen sollte.

Geschenkedronen. Der Luftkrampf gegen Amasan. ER ordnete eine absolute und unbegrenzte Geschenkeflatrate an. Hunderttausende Gebete hatten IHN erbost. Amasan unterdrückte sein mühsam wieder entkriegtes Abendland, machte die Kultur und den Einzelhandel kaputt. Die Speditörie und motorisierten Postreiter wurden immer fetter. Der Kuckel erfrechte sich immer mehr und bald würde es sogar iDronen geben. Denn ER wusste tatsächlich alles, diese Blasphemiker von der NSA & Co würde er sich als nächstes vornehmen.

Dronen. Also hatte er jetzt eine Armada von Himmelsdronen und sein inneres, unendlich skalierbares Fenestros schickte Miriaden von Geschenken zum Erstschlag am 6.12.2016 in alle Welt.

(Eine Klausiade am Vorabend des 6.12.)

ER war zufrieden, wartete auf den Zusammenbruch der Internet-Mavvia von Amasan, Kuckel & cO. Damit wieder Friede wäre auf Erden! Und die Menschheit jubilierte, schrie Hosianna in allen Rap-Tonarten in allen Orten der Erde.

Allen Orten? Nein, in Waidelbörg an der Wummi gab es einen Literatürwiesenschaftler, der nach Amasan und Kuckel jetzt IHN hasste. Wurden doch jetzt sogar gedruckte Bücher umsonst verschenkt. DAS war das Zeichen. Der Widerstand schlug zu. Alte, ehemals gehasste Weggefährten, die in den barabischen Wiesten zum Dörrer ausgebildet worden waren, bastelten aus alten Dosenwürstchen und glühweindurchtränktem Sand von den Neckarwiesen Geschosse für eine uralte 8,8.Flak.

Und als die Dronen kamen war das “militante Oberseminar zur Erröttung der wabendländlichen Guldur” bereit. Mit 30 Feuerstößen wurden die Himmelsdrohnen über dem Weinachtsmarket abgeschossen, die innere heilige Software von ihm ging kaputt. Weltweit stoppte die Himmelsarmada, und alle anderen Dronen dieser Welt. Kein Amasan, kein Kuckel lieferte Geschenke aus. Traurig hieben die Kinder in ihre Smartphones und erbingten für ihre Eltern die Adressen der letzten Einzelhändler, die noch im Untergrund gelebt hatten.

ER wandte sich anderen Dingen zu, noch war Zeit bis zur Weinacht. Würde diesen Blagen einmal gut tun wieder ordentlich um Geschenke beten zu lernen.

Er hatte gewarnt! Dronen. Wie er das hasste.

Des November Straßen Ende

Morgen wieder
ein Konzert aus
bequietschten Blättern
der letzten Herbstnacht
den Laubbläsern entkommen
im Eis der Straßenpfützen
Zwei Hauch von Nebelscherzen
kurz vor Wolkenkamm
Ein SUV brüllt Groteske
Kinderwagen
Ungepflügter Asphalt
haucht sich in das
Grün seiner Fantasie
Wir hüpfen im Sand
Bloße Zehen schreinern
Konzerte aus bequietschen
Blättern in das Grün
zum Tod

Buße tun

In alten Zeiten, die selten besser waren als die jetzigen, gab es einen Feiertag, der Buß- und Bettag hieß. Er wurde von der Pflegeversicherung in den Rachen geworfen. Ich mochte diesen Feiertag im November, zumeist vernebelt, immer ein Länderspiel im Fernsehen und Mutter hatte ihren “Altentag” zu organisieren, es war sturmfrei.
Ich wollte diesen verschollenen Feiertag ehren und ein wenig beten und nein. Ich büße nicht. Natürlich, wenn ich Mist gebaut habe, dann gilt es, das wieder in Ordnung zu bringen, soweit möglich. Aber dieses sinnfreie: “Tut Buße” ist mir zuwider, wie das Besinnlichkeiten im Advent, das Gemeinschaftsfasten zu Ramadan oder Fastenzeit.
Nein, nein, ich mag Kontemplation und Fasten ist durchaus sinnvoll. Aber die Zwänge, auch noch göttlich verbrämt? Was ist das denn Buße? In Sack und Asche wandeln hat schon mein Freund Joshua angeblich geächtet, ohne dass seine Follower dies je beherzigt hätten. Was also ist die Buße? Und warum soll ich so etwas tun? Mich geiseln, zerfleischen, klein machen vor wem? Buße ist die Anordnung einer Religion. Hat daher wahrscheinlich nichts mit einem Gott zu tun, den es vielleicht gar nicht gibt. Also gebetet habe ich, dem Tag und und seiner Geschichte Respekt erwiesen. Aber büßen? Büßen müsst ihr dann je nach Prophet/Messias selbst. Ich verstehe das nicht!

Steppenwalzer

ein Buchprojekt von MAF Räderscheidt und Michael -mikel- Bauer
produziert zur 1. Eifeler Buchmesse 23.-24.11.2013 11:00 – 18:00 in Nettersheim

Aufmerksame und langjährige Lesende dieses Blogs kennen meine lyrischen Kommentare zu den “tings” von MAF Räderscheidt, in diesem meinem Blog oder bei ihr zu Haus im Blog.
MAF, quirliges Kölner Kind in der Eifel gewurzelt. Künstlerin, die selbstverständlich das Web benutzt um ihre Arbeiten zu zeigen, die selbst Ausstellungen von ihrer Twitter-Timeline kuratieren lässt, ohne gleich in den Social Media Fimmel auffahren zu wollen.
Aber lest selbst, durchstöbert ihr Blog beguckt sie im WDR-Fernsehen, die Wikipedia grüßt auch, teilt sie im Facebook oder folgt ihr auf Twitter.
Ich weiß nicht warum, aber ihre Bilder sprechen mich fast immer an, reizen mich die Kopffilme, die sie entstehen lassen in Worte fallen zu lassen.

Und so kommentiere ich, MAF malt. Ein kurzes Treffen auf der Buchmesse und die Blogs zwinkern sich ab und zu. Aber nie eine Absicht, spontan im Netz, unter der Herrschaft des Twitter kommunizieren eigentlich nur die Bilder, meine im Kopf, gewortet, ihre gepinselt. Und immer stellte ich mir vor, genau dies einmal live zu machen. Ein Stichwort und die Bilder rinnen farbig auf Papier und in mein Smartphone, mischen sich und es entsteht etwas, ja was genau?

Und dann in den Tiefen der Eifel lassen Menschen die Lit.Eifel entstehen. Und noch eine Buchmesse. Die 1. Eifeler. MAF macht auch Bücher. Sie illustriert nicht nur Texte. Sie macht Bücher. Kunst. Bücher. Auch Buch-Unikate. Und dann kommentiere ich nach langer Zeit wieder einmal lyrisches in ihrem Blog und
BÄNG

Wir mailen, wir telefonieren und MAF macht ein Buch. Sie schreibt mit der Hand meine Gedichte zu ihren Bildern, in ihre Bilder, komponiert, kombiniert Wort & Bild zu einer Einheit. Unikate. Zwei. Und viele Blätter einzeln, ungebunden. Text und Bild verschmelzen, handschriftlich. Kann man in Nettersheim kaufen, mit all den anderen Künstlerbüchern von MAF Räderscheidt.

Ach die Standnummer ist doch egal. MAF ist die Frau, die Buchunikate verkauft. Nicht zu verfehlen.

Und ich bin eine Eifelreiender demnächst, Samstags MUSS ich mir das alles dort betrachten. Und dann werden wir quatschen und planen und und und. Das Künstlerbuch sollte vielleicht Steppenwalzer heißen und auf Buchmessen rennen doch immer Verleger umher, die nicht wissen, was der nächste große Hype ist… Steppenwalzer. Das wird etwas, ist etwas.

Die Bilder, die MAF in die ePost stellte berühren mich. Texte wandeln isch immer, wenn sie vertont werden, Lieder werden, gedruckt die Menschlein besuchen, aber handgeschrieben in die Kunst integriert ist neu für mich. Und ich will mehr davon.

Tweetup #duerer im @staedelmuseum


Dürer als Selfpublisher, Büchermacher, Erfinder des Branding, mit Urheberrechts-Prozessen beschäftigtes Migrantenkind. Das hätte ich nicht vermutet, als Kind, Oma hatte geschnitzte betenden Hände im Schlafzimmer, Opa den Hasen als Poster im Kaninchenstall Und dann:
Die apokalyptischen Reiter in einem Buch, das Layout und die Illustration vom Meister, der Text aus der Offenbarung des Johannes. Ein Original im Städelmuseum. Prof. Sander, der kompetent, locker und verständlich durch die Austellung führte, sagte es gleich: “Es gibt selbstverständlich kulturelle Unterschiede zur Zeit des Humanismus. Aber letztendlich gibt es nur mariganale Unterschiede zu uns Heutigen”. Und meine Nacht der Assoziationen begann. Hatte ich nicht genau darüber für Streetview geschrieben? “Raunacht” Und siehe den letzten Blogeintrag. Macht nicht Maf Räderscheidt ein handgemaltes Buch mit ihren Bildern und meinen lyrischen Kommentaren? Nein, ich maße mir nichts an und Maf hat nur am gleichen Tag Geburtstag, wie Dürer. :) Es war ein traumhaftes Tweetup in der Eurostadt.
Und dies übersetzt für die frotzelnde Twitterwelt, deren augenzwinkernde Selbstironie bedienend.

Ich kam erst am Morgen aus der Nachtschicht, das Hirn hing noch im Jetlag und die Eurostadt sang ihr Lichterlied.

Ich hänge hier nur die Originaltweets als Screenshot ein. Es war schließlich ein Tweetup, obwohl ich Veranstaltern empfehlen würde auch Blogger einzuladen, wegen der Nachhaltigkeit.

Und da hing schon der #duerer in den Stahlträgern der Hohlbeinbrücke. Das Städel ist ja fußläufig zum Hauptbahnhof.

Ein großartiges Team aus der Presse- und Socialmedia Abteilung des Städel hatte alles prächtig vorbereitet. Die brauchen keine externen Berater für so etwas. Und wieder fast ein Déjà-vu. Wie schon beim Tweetup der Mannheimer Philharmoniker: Eine Hildesheim-Studierte Kulturmanagerin, dieses mal im Voluntariat.

Welch Privilege wir hatten: Bei freiem Eintritt eine Führung vom Kurator, ein Museum nur für uns und die Putzkolonnen, die alles für die Party blitzblank saugten. Fotoerlaubnis. Nur die nervöse Wachmannschaft umtanzte uns sehr diskret. Massenveranstaltungen zwischen Millionenwerten, ich beneidete sie nicht und ein Film begann abzulufen im Kopfkino. Juli Roberts als Bilddiebin, getarnt als Mitglied der Kunsttwitteria New Yorks im Städel und Harrison Ford als Gangsterboss, die es auf den Heller-Altar abgesehen hatte. Ich hatte Mühe zur Führung zurückzukehren. Die wissbegieringen Tweeties wollten nahezu alles über Dürers Druckwerke wissen, die Veranstaltung drohte zum kunsthistorischen Oberseminar zu werden, aber das SocialMedia Managemnet brachte das dezent in Ordnung! :) Mich zogen magisch auch die anderen Exponate an, ich musste um die Ecke gehen, da hing eine Leihgabe der Queen. Oh. Und dann natürlich in der Eurstadt Bankfurt darf das Portrait des Fugger nicht fehlen und ich setzte mein erstes #twly in die Timeline:

Natürlich waren auch Eva und Adam da. Ein zweites #twly assozierte die Applewelt ins Paradies.

Und zurück, bei der Führung: “Barbara Dürer packte die losen Seiten der Dürer-Druckwerke in ein Fass, zugedohlt und #peng dicht, wie bei Loriot über den Main nach Frankfurt zur #fbm1492. Das Kopfkino spürte: Das wird mit der Ferres gecastet, und wurde gecancelt, wie der Angelsachse sagt. Weiter im Storify:
Sorry, Storify hat dicht gemacht…. #
heul.

Herbsten, Kerl

Ach dies Wabern
gerade begonnen
noch bei 16 Grad
Die Wolken so dick
wie Hörmals Eier
im Herbst und es
dunkelt schon um fünf
Rollläden sinken
Gott sei es gedankt
und das Propoprosten hebt
viel früher an

Die Froschkönige, ein Mutationsmärchen, gepresst aus gelben Quellen.

Am Teich, der von den nicht immer gut geklärten Rinnsalen gespeist wird, die der schön bepflanzte Abfallberg des örtlichen Brötchengebers entläßt, sitzen des Nachts die Frösche und quaken. Jeder von ihnen war schon einmal König und mutierte wieder ins Off, ins Froschsein als solches. Sie wurden einfach an die Wand geklatscht und wurden so wieder zu sich selbst. Traurig sitzen sie im stinkenden Wasser, rauchen Seerosenstengel und trinken direkt aus dem Rinnsal, wenn es anfängt nach Isopropanol zu riechen. So gegen Mitternacht, wenn die aktiven Könige schlafen wollen, weil sie zur Frühschicht müssen und vorher noch des lebenserhaltenden Kuss ihrer Königin bedürfen, beginnen sie ihr Leid zu klagen, wie sehr das Klatschen weh tat, wie sehr sie sich nach einer Prinzessin sehnen und ihrem Kuss. Nur Joe, der Platzfrosch quakt im tiefen Bass: Ich bin ein Frosch und bin es gerne, will gar kein König mehr sein. Jede Nacht kommt eine Prinzessin und küsst Joe, der genießt es, zieht die Prinzessin ins Wasser, niemand kann genau sehen, was er da macht und bleibt doch ganz Frosch. Weinend geht die Prinzessin, begleitet vom melancholischen Quak der anderen Frösche zu ihren Schwestern, die auch weinen, weil ihr Frosch sie zwar küsst, aber kein König mehr wird. Langsam schwimmen sie auf ihren Tränen in den Schlaf und träumen von mächtigen Königen im Ober- wie im Unterleib. Am Teich stummen die Frösche im Laub und träumen von willigen Prinzessinnen und weichen Mündern und Sonstigem. Nachts dann wieder beginnen die Frösche zu quaken und eine Prinzessin macht sich auf ihren Weg zu ihrem Joe.

Ursprünglich für das Blog99 konzipiert, stelle ich es nun hier ein, weil es so gut zu MAF Räderscheidt’s daily painting passt, einfach so. Also hier klicken um ihr Bild zu sehen und dann weiterlesen und nichts hatte miteinader zu tun…. lol