Es wird Zeit wieder Kunst auch zu Hause wahrzunehmen. Amtlich vorgestellt sogar. Vom Amt für Kultur und noch viel mehr. In der Kulturscheune. Ja, war ich auch schon oft zu hören, wie Uhne Ferz auch. Ich war zu einer Vernissage. Sonntags Mittags, in der Hitze 2022. Es ging um dahingegossene Farben. Ich war fasziniert und weiß nicht warum. Es erinnerte an unser aller Betriebslabor, weiland, wenn wir unsere Pasten testeten und die Reste zusammenlaufen ließen, entsorgend. Hier also macht das jemand bewusst. Künstlerisch. Pouring. Ich wollte wieder einmal schreiben. Zu diesen Werken. Also. Einfach hin. 30 min gucken, knipsen, schreiben. Wie so oft. Die Künstlerin gestattete, gell.
Marion Rang: Twister. Ausstellung „Mara´s world of pouring colors“. Kulturscheune Viernheim, September 2022.
(Zur Nacht)
Langsam zieht Nacht
durch glucksendes Leben
breitet sich aus
schnappt nach dem Licht
schluckt Perlen
aus altem Lachen
Mein Schnarchen
liebt meinen Schlaf Laufend weiterlesen
Eine lyrische #schlössersafari als Zeitreise, scrolldown follower.
Es ist Coronazeit. Alle Welt und selbst der Papst zieht sich ins Netz zurück, es bleibt beim Kontaktverbot nichts übrig. Ich bin sehr froh darüber. Bei manchen Einrichtungen wirkt das bemüht, hektisch, unbedarft. Andere mussten nichts tun, sie waren schon im Netz. Mit steigender Dauer gibt es immer mehr Kritiker, die dagegen sind. Wie schon immer. Mit den Armen fuchteln und “Internet halt” schreiben. Geht mir auf den Geist, als ob Direktoren und Intendanten ihre Konsumenten mit der Peitsche in die Virtualität trieben. Ich wollte meine uralten Lesungen in hier erwähnen, aber das ging nicht. Tja, lest selbst.
Eine erdachte Lesung auf einer Burg, ausgedacht 2003, mit Gedichten und Sound, damals auch gesprochen. Ich dachte, ich brauche so etwas, weil es bald alle haben werden, aber was schreib ich da. Die Lesung war geflasht, wie die ganze Homepage siehe oben, niemand dachte damals auch, diese Amazone könnte einmal so gefährlich werden, für die Lokalen hier. Aber die heutigen Browser spucken ja Blut und Feuer, wenn sie Flash darstellen sollen. Es war wohl gefährlich, wie dieses Virus heute, niemand will damit in Kontakt treten. Der Sentimentalität wegen neu erstellt, weil ich schon dunnemals solche Dinge machte, die in diesen Coronatagen am Karfreitag 2020 für viele Neuland sind, als Ansporn. Das Bild im Hintergrund aufgenommen beim #lustradeln zu den 4 Burgen in Neckarsteinach. Hier die (bewohnte) Mittelburg.
Die Texte wild gemixt in Kleinschrift, ordentlicher Schrift, (Kur)Pfälzisch, im Standarddialekt. Es ging chaotisch zu, damals.
Also dann:
So sah die Eröffnung ursprünglich aus. Ich hatte geplant mit dem ersten Gedicht “Hymne an die Liebe” weiter unten, von 1983, erstellt zu meinem zweiten Musical “Singe beim Babbln” auf der Minneburg am Neckar zu lesen, machte das aber nie. Warum auch immer, es blieb Onleine. Dafür war die Frau @odenwälderin dort.
In der Dröhnung
des Blütenrauschs
das Warten auf die
Dornen der Rosen
eine Krone daraus
zu basteln für uns
und die Welt atmet
diesen Duft vielleicht
Gegeißelt sei dein Name
(Zum Tag der Muttersprache, ursprünglich gepostet 2018)
Isch hebb koa Mudda
des is moi Mamma
Koan Vadda net
de Babba war des
Desweje hewwisch e
Mammababba-Schbrooch
Die Duden-Sprache
hewwisch vum Schullehra
gelernt sellemols
Des is die Schullehraschbroch
Englisch hewwisch vun de Amis
gelernt die vun newedroa
mit Jimbimm, Ice Cream un AFN
Des is moi Bob-Dylan-Schbroch
Un imma die Frog, wie
de Sigges un die Krimhild
in Worms driwwe
gebischbad hewwe
wura doch net vun do waa
sondern aus Xanten
jo, aa oam Rhoi
und was
wohl de Drache ghaße hod
Un du Herzbobblsche
Loss misch bischban
in moinere doinere
Mommababba-Schbroch.
Wer warst du
in deinem Kopf
67 gemeinsame Jahre
verbracht von deinen 91
Als dich die Ewigkeit holte
und ich dich ansah ganz nah
von weit her da liegend
wie Milliarden vor dir
am Ende, wie ich irgendwann
auch.
Wer war ich in deinem Kopf
in dir empfangen und
in die Welt gesetzt und dann?
Ich kannte dich dachte ich
aber was war ich in deinem
Kopf wenn niemand hinsah,
noch nicht einmal du?
Kannte ich dich?
Kanntest du mich?
Kenne ich mich?
Wer sind wir in unseren Köpfen?
]Muss man ja vorsichtshalber dazuschreiben: “Unbezahlte Werbung” wg. dieser Hummels, dabei bin ich doch gar kein Influenzer, aber gar nicht. #sagnichtmaggikrautzumir Das Management hat dem Veröffentlichen des Wirtshausschild zugestimmt, die Künstlerin für ihre Fotos und Wolfgang und Ute auch, oder? Der Ort: Liebstöckel.Der Verlag: Wortschau. Sabine Odenthal vor ihren Werken zu “Die Nacht der Halunken” im Liebstöckel in Neustadt / Weinstraße Klick zur Homepage von Sabine!
Nein, nicht die Tatortdame aus Lumbehafe, die heißt ja auch Volkerts, gell!
Das Buch, in dem die Druckgrafiken veröffentlich sind. Wortschau-Verlag “Nacht der Halunken”
Ich hatte es ja angekündigt:
Es ging jetzt also darum zu erkunden und pseudolyrisch zu dokumentieren, was Gäste wohl in den Grafiken sehen, niemand weiß ja, warum sie da hängen. Also versuchte ich das gestern. Einfach herunter geschrieben mit dem Füller. Aufgestanden, geknipst. In Serie von 18:18 Uhr bis 18:45 Uhr. Dann kam das Essen. Dann hatte ich keine Lust mehr. Ich wollte erst abbrechen, weil die Rahmen so spiegelten, aber so sehen das die Gäste ja auch und das hat was!
1
Hast du das
von dem Trump
gehört das von dem
Johnson überhaupt
was die alles
wie unser eins
geschnäbelt und
ewig das
Geschnatter Geschichten aus dem Liebstöckel weiterlesen
Der Sommer ist müde
müde verflucht zu werden
verheizt
wasserlos
schon der Frühling
Der Herbst versteckt
in vertrockneten Bächen
Fröhlich säuft
der Winter ja noch
in seinem Loch
Bestimmt wird er
zu warm und
Täglich das Wunder
Das Blau am Himmel
verblasst zu dem
Samt der Nacht
langsam flackern
die Sterne zu
bekanntem Muster
des großen
Bären der ein
Wagen ist und dann
brausen im Takt, Takt, Takt
die Flugzeuge der
Urlauber die so gerne
das Land verlasen
durch die Lüfte
wissend sie können
wieder zurück
Laut brüllen die Düsen
zwischen die Sterne als wären
es Drachen und
fast übertönen sie
das Tosen der nahen
Autobahn wo der Urlaub
aus dem Stau in
die Berge fegt
Wie herrlich die
Zeiten in dieser
unserer Welt wenn
die Flucht aus dem Leben
in die Ferien beginnt
Romanzen flackern im Hirn
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