Einfach da sitzen. Vergilbt sozusagen. Am Rhein. Nein, der liebe Gott ist kein guter Mann. Kein Mann. Wenn überhaupt. Worms RK 444. Früher war das der erste Ritt mit dem Rad an den Rhein, zur Nachbarstadt der Nachbarstadt. Heute mit dem Bus. Rheinpromenade heißt die Haltestelle. Nur ein paar Schritte zum Hagenbräu. Angespargelt.

2 Stunden. Einfach aufs Wasser sehen. Den Schiffen hinterher sehen. Heute nur Tanker unter niederländischer Flagge. Meist Gas. Vor allem Gas. Im 2 Minutentakt. Schwer schiebend bergauf. Aus Amsterdam oder von wo. Einmal ein Othello. Doch. Leichter bergauf, hier die Hera.

Als ob die Götternamen helfen. Schiff ohne Zollstationen, keine Blockaden. Hier. Nur der Hagen, der Fiesling, der den Siegfried meuchelte und damit den Völkermord an den Burgundern auslöste. Krimhild ye know, die Hunnen und alles. Nein kein Wagner für mich. Das Lied, selles Lied.
“Uns ist in alten mæren wunders vil geseit
von helden lobebæren, von grôzer arebeit,
von fröuden hôchgezîten, von weinen und von klagen,
von küener recken strîten muget ir nu wunder hœren sagen.”
Einfach am Rhein sitzen ohne Gedankenschinken geht nicht mehr. Die Nachrichten im Kopf labern mit.
Sonst alles wie immer. Blüten und mehr.
Ach so ja angespargelt ist.

Canossa
Beitragsbild – Gemeinfrei aus der Wikipedia. “Mathilde von Canossa und Hugo von Cluny als Fürsprecher Heinrichs IV. (Vita Mathildis des Donizio, um 1115. Vatikanstadt, Biblioteca Apostolica Vaticana, Ms. Vat. lat. 4922, fol. 49v)”
Mir träumte, der Bundeskanzler hätte, wie einst der Bundeshelmut den Präsidenten der Vereinigten Staaten in den Speyrer Dom eingeladen. Nach dem Besuch im nahen Kallstadt.

Natürlich erläuterte man ihm auch, was den Heinrich IV von der Salierpfalz dorten nach Canossa trieb und dass er nicht im Dom begraben werden durfte, zunächst. Bis zu Schum-Stätten kam man gar nicht mehr. So sehr war der Präsident am wettern. Über den Papst und so weiter. Aus Vorsorge wurde er ins Spital im nahen Ramstein gebracht. Im Schatten der Drohnen und Bomber erholte er sich wieder. Er überlegte sich eine Statue des Kaisers, des Heinrichs, vor dem Weißen Haus aufzustellen. Viele Amerikaner pilgern seitdem nach Canossa. Und suchen ihren Präsidenten…
In Paris, näher zu Speyer denn Berlin, bot der Französische Präsident dem Papst erneut Asyl an in Avignon. Nein, nicht Sur le pont, im alten Palast.
Zeiten zeugen
Milliarden aus Zukunft
kullern zu Kreuze
Bomben drohnen
auf heilige Gräber
Es grünt so grün
zum Donner bei Tage
Hasen im Tank
rammeln froh
zeugen und zeiten
Niemand schreit
nur KIs lächeln
in der Frauen Not
Still still still
weil der Robot
schlafen will
Hamlet schwarz weiß
Beitragsbild: Screenshot aus der Website des NTM
Ich war im:
Nationaltheater Mannheim, z.Zt im Amikino Mannheim Franklin.
Hamlet, von William Shakespeare mit Texten von Nuran David Calis.
Hamlet, Shirin Ali / Claudius, Geist von Hamlets Vater Matthias Breitenbach / Gertrude Maria Munkert / Polonius Almut Henkel / Ophelia Maria Helena Bretschneider / Horatio, Reinhold, Schauspieler, / Fortinbras Patrick Schnicke / Laertes, Bernardo, Rosenkranz, Schauspieler Bruno Akkan / Güldenstern, Marcellus, Schauspieler Pablo Weller de la Torre Regie & Video Nuran David Calis / BühneIrina Schicketanz / Kostüm Anna Sünkel / Licht Robby Schumann / Musik Vivan Bhatti / Dramaturgie / Annabelle Leschke
Wie fast immer ganz hinten Reihe 21, Platz 1, als Rentner.
Achtung! Dies ist keine Rezension, nur Gedankenschinken. Hamlet schwarz weiß weiterlesen
Für Bäume gucken
verlangte die Dame am Ticketschalter des Schwetzinger Schlosspark. Irgendwo muss es einen influezischen Hinweis gegeben haben, eine Masse an Senior*innen wälzte sich durch das Eingangstor. Ungewöhnlich. Schon in der S-Bahn ab Rheinau begleiteten mich Menschen gen Schloss. Egal.
Ich hatte im Blühbarometer geschnuppert und gesehen, dass die Japanischen Kirschblüten voll aufgeblüht waren. Nix wie hin. Ja, der Museumspass musste Gassi gehen.
Tatsächlich, schon von weitem sah man die Kirschen japanisch blühen, zwischen den winterlichen Wegbäumen, siehe oben.
Tatsächlich hatte ich die “Bäume” noch nie so voller Pracht gesehen. Die Wege so voller Menschen.

Die Weltwunder von Hessen
Beim Blick aus dem Fenster fallen mir die Sendungen gestern im HR ein. Als ob die Weihnachtsgutsel ihren Weg in die Vorgärten gefunden hätten blühen die Mandeln. Nein, ich muss dazu nicht nach Gimmeldingen fahren. Gestern abend zappte ich durch die Kanäle und suchte irgendetwas zu unseren Kommunalwahlen. Doch, wir sind auch Hessen. Also nix gefunden. Immer nur das absurde Getrete und Gejaule der schwäbelnden Alphamännchen, quasi vor den Pseudoruinen von Stuttgart 21, sorry, das wird wohl 2041. Von der weltweiten Politik und Kriegern nicht geredet. Und dann lief tatsächlich genau da die Sendung vom “hessischen” Welterbe des Oberen Mittelrheingraben. Vom HR reißerisch “Weltwunder” genannt. #hüstel. Und ja, da waren die Bilder von der Weinernte in Rüdesheim, direkt an den Steilhängen vor Burg Ehrenfels.

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Dusmo der Frühling
Der Frühling draußen vor dem Fenster erwacht ganz dusmo, leise, schickt seine Pollen durch die Lüfte. Das Elysium träumt von Atomen, Bomben und verdammten Kriegen. Fenster sind geschlossen. Keine Schreie legen sich über die Klänge von Chopin. Der Gekreuzigte an der Wand summt seinem Parzival entgegen. Bühnengeweihe. Brünfte schießen aus allen Rohren dem Mare Nostrum entlang. Golfen, Golf, gegolft. Blau der Himmel, kleine süße Raketen zischen zwischen aus Sand und Gekuller hinaus in die weite Welt. Arme Touristen fliegen und fliegen. Der Dax grölt, tanzt die Ölgeweihte.
Niemand schert das Kollateral. Gestorben werden muss. Völkerrechte pflanzen Unkraut zwischen die Pflüge. Leise schere ich meine Haare. Dort oben, der Rauch, das himmlische Kind.
Hamlet im Mannheimer Morgen zur Nacht
Titelbild: Screenshot meiner Aktivitäten im Browser zum Lesen der Regional- Medien.
Nein, ich war nicht in der Premiere von Hamlet im Nationaltheater Mannheim am Freitag. Bei Premieren besteht immer die Gefahr Kritikern zu begegnen. #augenroll. Und überhaupt sind die Stücke meist besser zu konsumieren, wenn sie eingespielt sind.
Ich habe allerdings auch die Gewohnheit spät zur Nacht noch durch meine Lesezeichen zu hangeln. Unter Kultur und Mannheimer Morgen finden sich dann auch die Rezensionen zu Theatergedingsen. Ja, ich lese den Südhessen Morgen inzwischen einzeln nach Rubriken. Im Firefox schön unter “Alle in Tabs öffnen”. Ganz legal und bezahlt das. Tolles Angebot der Haasgruppe. Was muss ich alles lesen, was die Funke-Gruppe da in den Mantel schreibt? Guckt:

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Zweiter Feiertag
[update aus 2009]

Zweiter Feiertag nur. Das höre ich jetzt schon seit es mich gibt. Der 26.12. ist nur der 2. Feiertag. Selbst meine Cousins zu Ostern und Pfingsten sind keine 2. Feiertage, da der Festtag dort immer ein Sonntag ist. Ich bin nur der 2. Feiertag. Das kleine Schwarze hängt auf dem Balkon zum lüften, zu Mittag gibt’s die Reste der letzten 2 Tage, alles hängt herum und selbst der Baum beginnt zu nadeln. Das hat mich schier zum Wahnsinn getrieben, bis mir die Erleuchtung kam.
Morgens in aller Frühe ist es über all ruhig, die Autobahnen summen weniger, alles schläft, nur der mikel wacht, der STILLE Morgen ist am 2. Feiertag, versteht Ihr? Am 2. Feiertag kann man ganz unhehre Dinge wieder tun, keiner verlangt, man solle feierlich oder gar GEMÜTLICH sein. (Was genoss ich die x.te Wiederholung der Hoppenstetts von Loriot…. ) Jeder darf tun und lassen was er will, bis auf die armen Würstchen im Dienstleistungsbereich.
Nur auf den Autobahnen spät wird es ungemütlich. Da wird zurückgerast. Weihnachten ist doch das Fest der Familie, da muss man sich doch besuchen und wenn es nur auf den endlosen Staus unserer Verkehrskriegsplätze wär, Mobilität ist alles, wir haben doch den mp3/4/dvd-Player on board. Ich frage mich immer wieder, wie viele Kleinkinder Weihnachten hassen werden, nur weil sie schon im Wickelalter beständig hunderte von Kilometern von Opa zur Oma fahren mussten.
Ich bin der 2. Feiertag, der eigentliche. Die Kinder spielen mit dem neuen Spielzeug, Papa auch, Mama erholt sich vom 10-Gänge-Menü und die älteren Kinder können endlich auch mal wieder, weil die Anwesenheitspflicht gelockert ist. Jeder kann endlich feiern, wie ihm der Sinn steht, was ersie denn unter Feiern versteht austoben, aber pssttt… veraten Sie’s niemand, sonst wird auch das zur Tradition und alle müssen machen, was sie wollen, ob sie wollen oder nicht. Das ertragen die wenigsten. Glauben sie nicht, warum braucht sonst die Menschheit im Urlaub Animateure ?
Ich bin der Animateur-freieste Tag des Jahres, der zweite Feiertag. Ich überlasse den ganzen feierlichen Käse gerne dem 1. samt dem ach so heiligen Abend davor. Com’n babe, ich bin der 2. Feiertag, let’s dance and shout and write.
Living Christmas
Living Christmas geht dieses Jahr Montag los.
Langsam kommt die Truppe zusammen. Wir machen das jetzt schon seit 3 Jahren. Living Christmas. Wie Big Brother nur live, im Stall meines Bruders, der nach der letzten Schweinepest die Landwirtschaft aufgab und jetzt ein Landautorenschule führt. In 2 Wochen zum fertigen Landroman.
Dabei sah es nicht gut aus, bis zur letzten Minute war unklar, ob wir das Projekt auch dieses Jahr durchziehen sollten. Wir haben nämlich ein Forum. Sie wissen schon so ein Dings im Internet zum Diskutieren. Wie in jedem Forum, fast jedem, gab’s Knatsch. Gabriel wollte dieses Jahr als Hl. Geist auftreten und mich real
schwängern, das heißt nicht wirklich schwängern aber mit mir öffentlich schlafen. Sagte ich schon, dass ich Maria heiße und Maria spiele? Living Christmas weiterlesen
