Pfinztal 5, liegt das im Digi-Tal?

Ich hörte beim schreiben eine Playlist der Zeitschrift „Jazz Echo Christmas.“
Niemand macht mehr Aufhebens bei der Digitalisierung bei Musik und Film, oder? Das ist einfach so und läuft. Selbst die Uroma ARD pflegt ihre Mediatheken. Nur so am Rande erwähnt. Warum soll das bei Rubens und Co nicht gehen?

Ein zweiteiliger Text zur Digitalisierung und Kultur.
Mein ursprünglicher Text begann ganz anders und führte mich in die Irre. Aber irgendwie gehört er doch dazu. Ich ließ in stehen, aber ganz unten.
#räusper
„Irre, welche Schlagzahl das Thema Digitalisierung und Kultur gerade aufnimmt. Ob wir ein Stück vorwärts kommen? Die Hoffnung stirbt zuletzt!! #kulturgutdigital“, schrieb @kulturtussi auf Twitter.
Ich las so nebenbei am #hashtag #kulturgutdigital mit. Zu einer Konferenz oder wie man da sagt. War im Deutschen Museum. Fabelhaft dort. Gibt es auch digital.
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Der Kapitalismus gibt einen aus.

Doch! Im Theatercafé. Er heißt nicht Mammon und die Buhlschaft gibt es nicht. Was für ein Glück!
Dafür den Tod, das, (der) Pech (mit Potential), die Scham und eine singende Vulva, mit eingebauter Vagina und noch allerhand Gesell*innen. Ein Ritter, der zur Gitarre säuselt: „Lasst uns Mauern bauen aus Liebe“.

Ich war in der Theater-Sneak im Nationaltheater Mannheim. Wie erwartet gab e eine Hauptprobe zu:

Findet uns das Glück?
Stefan Otteni & Ensemble Premiere: Sa, 01. Dezember 2018
Theaterabend über das Zusammenleben

Seit Tagen und Wochen wird für die öffentlichen Proben getrommelt. Ging ich halt auch hin. Mal sehen. Das Publikum sollte miteinbezogen werden. Das ist meist sehr peinlich, wenn die 4. Wand eingerissen wird. Die Publik*innen wissen nicht was tun, die Schauspieler sind verkrampft.
Außerdem ist Glück für mich ein großes Thema. Meine Leser wissen das. Ihr wollt nachsehen? Hier.

Screenshot von hier.

Ich wollte dann zur Pause gehen. Ggfs auf Twitter ablästern. Aber ich blieb. Aber nicht, weil ich mein Handy vergessen hatte. Gleich am Anfang fiel das Wort „Firlefanz“, wie konnte ich da gehen?

Das Publikum im Gestühl und auf der Bühne, dazwischen eine Laufstrecke, als ob es ein Cat-Walk wäre, Pavillons mit Rollvorhängen auf Podesten im Gestühl. Aufwändigens Unbühnenbild das. Keine Handlung, kein roter Faden, als wär’s ein Stück von mir, sintemals. Einfach eine Szene an der anderen. Rasant dargestellt, dann wieder Längen, wenn Teile des Publikums im Pavillon waren. Die Figuren redeten mit uns, sinnierten, ließen abstimmen. Die Scham ließ Zettel schreiben, über des Volkes eigene Peinlichkeiten und las sie dann vor. Das Problem war mehrheitlich das öffentliche Gepupse. Der Ritter, dessen Figurenname ich vergaß, baute ein Confession-Box auf, man(in) sollte dort etwas bekennen. Und das Theater würde ihm mit allem Publikumensemble vergeben. Ich hielt mich zurück, war ja eine Probe. Man sollte nämlich einen Kuli mitnehmen, für diese Zettel. Aber unbedingt wieder zurückgeben. Die Kosten, ihr wisst schon. Was wäre geschehen, wenn ich bekannt hätte den Kuli klauen zu wollen? Hätte mir das Theater vergeben? (Confiteor: Ich klaute nicht, Unrebell me.)

Zettel zu „Findet uns das Glück?“ Sneak am Nationaltheater Mannheim. Die Scham wollte meinen Zettel nicht. Zu was blogge ich? Man hatte uns die Scham pauschal genommen. :)

Ich bin gespannt, wie das Experiment ausgeht, ob die abendverkauften Vorstellungen ohne Flashmobs ausgehen, ob das Abo-Publikum so freudig auf die Spiele eingeht, wie wir.
Es war nämlich nichts peinlich. Niemand wurde gezwungen.Man spielte raten miteinander. Was ist falsch an meinen zwei Behauptungen.
Dann wieder die Schauspieler, mit eindeutig auch autobiografischen Texten bis hin zum Religionsbashing. Gott sei Dank machte der Chef halt, bevor er er die Bibel, Tora, den Koran verbrennen wollte und reflektierte, was er denn da um Himmels willen veranstaltete. Gebt mir ein Nein Mannheim, tönte es. Betraf mich ja nicht, wie auch die Ludwigshafener um die Ecke.

Ein kurzweiliger Abend. Manchmal fehlten mir mehr dieser tiefergelegten Texte, die durchaus da waren. Äh, also, wem das auch so geht, kann dann ja hier lesen, siehe oben. Es war auch nichts peinlich, niemand musste, jeder konnte.

Der Kapitalismus, in seinem Sack-und-Asche-Kostüm stand übrigens tatsächlich an der Theke und gab Biere aus. Ich bezahlte selbst. Von dem lasse ich mich nicht korrumpieren, damit er dann im Stück später auf mich zeigt?

Man sollte weiter experimentieren am Nationaltheater, nach Formen suchen, eigene Texte kreieren, anstatt Klassiker in die Pfanne hauen, wie die Räuber unlängst. O.K. die Räuber müssen sein in Mannheim, das haben wir dann davon. Ist verziehen.

Ich gewöhne mich übrigens an das neue Ensemble, bemerke die Stärken. Wie es ein Herr in der Nachbesprechung sagte. „Andere fahren nach Stuttgart, zu den Geflohenen, wir bleiben hier und lernen Neues“.

Es war übrigens nett zwischen zwei Damen des Alphbet-Chores zu sitzen, der verstreut im Publikum passende Weisen sang. Unerhört: Kooperation zwischen Oper und Schauspiel! Sie werden ihr Glück noch finden. :)

Zum Beitragsbild:
Zum Beweis. Alle Produktionen der neuen Intendanz, die ich sah benutzen intensiv Theaternebel. Dafür rauchte niemand auf der Bühne. Das war früher Gang und Gäbe, egal, wer inszenierte.
Nebel? Hat das was zu bedeuten?
Ich fahre jetzt nach Mannheim. Weihnachtsmarkt und Kunsthalle locken. Ob ich um 19:00 in die nächste Probe gehe. Für lau? Ihr etwa? Die Premiere ist ausverkauft.

Oh Jesulein hülf

Auch dieses Jahr habe ich mich zur #spätlese „Lametta Lamento“ angemeldet. Das Besondere? Weil es endlich einmal passt haben sich „Uhne Ferz“ auch einen Platz gesichert. Die Texte der MundArt-Band stammen ja alle von mir. So wird es einen Trio-Auftritt geben. „Uhne Ferz im Duo“ wird zwei unserer „Weihnachtslieder“ singen und ich etwas im Standard-Dialekt dazu lesen. Wer also will:

Spätleses #26
5.12. 2018 19:30
Theater Felina Areal
Holzbauerstr. 6-8
68167 Mannheim

Liberamus domine #meetchillida

tl;dr
Ich war beim Community-Treff #meetchillida (Link zu Instagram ; Link zu Twitter.) des Museums Wiesbaden, arrangiert von der Agentur Artefakt Kulturkonzepte, Berlin, zur Ausstellung „Eduardo Chillida“ im Museum Wiesbaden.
Die Ausstellung ist geöffnet vom 16.11.2018 – 10.03.2019. Öffnungszeiten.
Trailer zur Ausstellung.(Youtube)
Zum Beitragsbild: Ich gucke durch eine Skulptur von Chillida in der Ausstellung, dezent im Schatten, mein Gesicht, danke @konnexart, jetzt hab ich mir den Titel nicht gemerkt, so fasziniert war ich. Update: Stefan hat das kommentiert: „Elogio de la Luz XX, Lobrede auf das Licht“ heißt die Skulptur.
/tl;dr
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Uhne Ferz (Gedanken vom Texter)

Mein Herr, schreib mir ein Programm in mein Herz
mein Meister, zieh mich, zerr mich, leg mich
ich bin ganz dein – mein Herz pocht für dich
mein Hirn kannst du übernehmen
mein Input, mein Output – mein Input, mein Output
sei mein Süßholzraspler.
(Übersetzt aus dem Vännemarische)

Klingt wie ein Lied eines dieser neuen Erotic-Roboter, die es inzwischen ja wohl gibt, nicht dass ich Erfahrung damit hätte. Die Gazetten berichten von Zeit zu Zeit. Es ist ein Auszug aus „Moin Prinz“, dem ersten Lied, dass Rainer Emese und ich fabrizierten. Für das Musical „Singe beim Babbln“. 1981.
Erstaunlich, oder? Es war das Lied der Computerelfe, die den Protagonisten als „Nachtmensch“ zu bezirzen versuchte, wie die tanzenden Kirchtürme und und und. Die Digitalisierung, die gerade überall so dramatisch neu empfunden wird, gab es da schon längst, die Folgen waren absehbar. Es folgten in den 80igern noch zwei Theaterstücke, immer gespickt mit Liedern im Dialekt, die Texte sonst im Standard-Dialekt geschrieben und gespielt. Anfangs der 90iger dann wollten wir wieder einmal „was machen“., aber ich hatte keine Lust auf die Bühne, weder als Autor, Regiemensch noch Schauspieler. Kann man Lieder nicht einfach so singen? Die Idee zu „Uhne Ferz“ war geboren. Es wurden im Laufe der Zeit ungefähr 80 Songs.
In dieser Zeit schrieb ich fast ausschließlich im Dialekt. Ich wandte mich von der Literatur der Reich-Ranikis ab, das arrogante Gelaber ging mir auf den Zeiger, wie man sintemals sagte, entging so auch der Rechtschreibreform. Lyrik wollte ich nur noch als Text, zur Lyra gesungen. Ich hatte meine „Splendid Isolation“ gefunden, die erst gegen Ende des Jahrtausend langsam aufbrach, als ich das Internet als Publikationsform für mich entdeckte.
Es war nicht immer einfach für Rainer diese Texte zu vertonen. Ohne Endreim, ohne durchgestyltes Versmaß, nur meinem inneren Rhythmus folgend. Oft machte er den Text dann passend. Durfte er. Diskutiert haben wir nie. Es war immer wieder erstaunlich, wenn Rainer das neue Lied vorsang, in die erste Probe ging, von der ganzen Truppe im Konzert vorgestellt wurde. Es war etwas neues, hatte sich von mir in ein Wir gelöst. Gut war das.
Es steht mir nicht zu die Texte, die Lieder zu lobpreisen oder zu verdammen.

Ich war nur erstaunt, als ich sie wieder einmal las. Nicht hörte. Was auf einmal wieder oder immer noch aktuell war.

Aus „Dischbediern“
Un wonn se wia dischbediern
daß Kinna un Waiwa ab un zu Priggl brauche
Un wonn se wia dischbediern
daß es des beim Adolf net gewwe hät
Un wonn se wia dischbediern
daß Sie alles bezahle meeste

Entstanden unter dem Eindruck des Anschlags von Solingen 1993. Was ist wirklich neu heute? Und das war im Westen!

Ich wollte hier nur ein wenig nachdenken, öffentlich, denn „UF, Uhne Ferz“ gibt das wahrscheinlich letzte Konzert um Geld für das Studio zu sammeln, ob es eine CD wird oder gar gestreamt werden kann wird sich weisen. Deshalb stelle ich hiermit die zwanzig Texte, die zu hören sein werden online. Vielleicht mag sie ja jemand lesen. In grauer Winternacht.
Die Texte gibt es hier im Blog. Klick.
Mehr zum Konzert hier.

Ops, Linien aus Schwarz so Bunt

Zu: „Victor Vasarely – Im Labyrinth der Moderne“. Ausstellung im Städelmuseum Frankfurt
26.9.2018–13.1.2019

Das Städel rief einmal mehr zum Community-Event.
„Trefft das Original im Städel – am Samstag, den 27. Oktober um 17.30 Uhr veranstalten wir ein exklusives Community-Event für Instagramer, Twitterer und Blogger in der Ausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“. Die Ausstellung wird nur für euch geöffnet sein und ihr bekommt eine private Führung. Außerdem könnt ihr selbst aktiv werden und in einem Workshop mit Techniken der Op-Art experimentieren. Weiter geht der Abend mit einem Get-together, bevor ihr dann beim Cube Club – der Party zur Ausstellung – bis tief in die Nacht tanzen könnt.“
In dem verlinkten Blogbeitrag steht auch, wie ihr mit #vasarelyeverywhere ein Plakat von Eurem Bild auf einer Litfaßsäule in Frankfurt hängen könnte.
Ich wurde gerufen und kam.

Banner auf dem Holbeinsteg zur Ausstellung. Immer wieder trotzt dort die Kunst der Skyline. :)

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33, Medea, 33. #fbm18

Irgendwie liegt es am Tarifsystem der Bahn und der Verkehrsverbünde, eine endlose Geschichte, wer schreibt den Roman dazu? Mit meiner Zeitkarte kann ich Karten zu Weiterfahrt buchen, nur nicht online, wo kämen wir da auch hin. Also direkt zur Messe Frankfurt. Mit der S-Bahn statt der U-Bahn, ohne nochmal an den Automat rennen zu müssen. Man kommt dann nahe der Halle 4 zur Buchmesse, 4.1. 2018, wie 2017. Die Art+ ist dort beheimatet. Was auch immer das mit der alten Tante Börsenverein des deutschen Buchhandels zu tun hat. Eine der Attraktionen der Buchmesse für mich.
Da tut sich etwas! Virtual Reality! Viele Stände sind bebrillt, stellen Apps vor, aus der KI geboren, für Museen zum Beispiel. Seht die Website an, die für die #fbm19 wirbt.

Screenshot der Website Art+ Klick führt dahin.

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Sternenwege nach Europa

Beitragsbild: Screenshot der Website „Sternenweg/Chemin des étoiles“.

Dieses Posting ist mein zweiter Beitrag zur Blogparade
“#SalonEuropa – Europa ist für mich…”
des Museums Burg Posterstein
und des Blogs KULTUR-MUSEUM-TALK von Tanja Praske.
Man kennt Tanja hier im Blog. :) Sie pflegt die Blickkultur!

Der Sternenweg:“Pilgern für den Frieden und ein weltoffenes Europa“
Zitat:

Im Mittelalter orientierten sich die Jakobspilger in Richtung Santiago de Compostela mitunter an der feinen Sternenspur der Milchstraße am nächtlichen Firmament. Unzählige Pilger haben auch in den alten Kulturlandschaften Pfalz, Saarland, Lothringen und Elsass ihre Spuren hinterlassen. Obwohl ihre Wege „versunken“ sind, erinnern noch heute Zeugnisse der Baukultur des Mittelalters, an die besondere Spiritualität jener Pilger, die sich zu einem großen Ziel aufgemacht haben. Ein Netz von wiederentdeckten Wegen durchzieht heute diese Großregion.

Ihr erinnert Euch an meinen letzten Blogpost zur Blogparade #SalonEuropa?

Elysium hauchte Europa


Ich machte darin einen ähnlichen Vorschlag!

Jakobsmuschel der Eglis St. Jean in Wisembourg. Klick ins Bild führt zum englischen Wikipedia-Eintrag.

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Die Pfalz wohlt

Nur ein Fake weiter
wo die Hühner brunsen
und sie die Hüte hüten
aus Alu und der Bronze
der Naziglocken
sitzt
Slevogt und
malt Riesling
in mein Glas
und das zählt
nur das

denkt ihr

Oana geit noch
alla hopp
awwa donn

Bella Ciao