Blasen

Unter diesem Dach Mauern, was sonst. Starke Mauern. Dazwischen Türen. Fenster. Dazwischen wir oder ich, was weiß ich. Unter diesem Dach ein Haus, mit einem Dach, darunter ein Haus. Darüber kleine Himmel aus den Bläschen, die ich einst seifte. Immer neue himmeln down. Blasen, Bläschen. Aus Seife geboren und Wasser und mir. Fallen auf dieses Dach über diesem Dach, Dach, Dach. Ich schwimme, fliege in meinen Blasen, strecke mich, lehne mich an Mauern, klopfe an Scheiben, renne durch Türen, steige auf die Dächer. Ich steige dir aufs Dach und das darunter, über dem.
Die Bläschen platzen in die dicken fetten. Seife rinnt an den Mauern entlang. Wasser verdunstet. Das Haus verschwindet aus dem Haus und dann aus dem. Ich liege in meinem Bett und immer noch kein Schlaf.
Ein Saus, ein Braus, fast ein Sturm treibt mich zu

Wir sind Mittwisser in diesem #theatherimnetz

Ich war in „Mitwisser“ von Enis Maci Premiere: Sa, 29. September 2018 Deutsche Erstaufführung, am Nationaltheater Mannheim, endlich ergatterte ich eine Karte.

Vorab mein Twitter-Thread, fabriziert direkt anschließend im Casino Werkhaus.


Alda, was für ein Hammer, diese „Mitwisser“ am @NTheaterMA . Die körperliche Arbeit des Ensembles alleine ist bemerkenswert, die Sprache fließt, hakt, staut. Das muss sich setzen. Ich werde bloggen müssen..21:49 – 16. Feb. 2019>

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Endstation Pienssucht

Als Beitragsbild hängt oben ein Screenshot von Twitter. Mein Kommentar, direkt nach dem Ende von „Endstation Sehnsucht“ im Nationaltheater Mannheim.
Ich lief schnell ins Theatercafé um den Tweet abzusetzen, bevor ich mich in das Gewühl der Premierenparty stürzte. Ich mach das gerne, ist ja ohne Belang, wer bin ich schon. Drei Tische weiter saß der Chef der Kulturabteilung des Mannheimer Morgen und tippte in sein Notebook. Fand ich cool. Nachtkritik lokal, oder so. Mich beschlich allerdings das Gefühl, da würde ein Verriss geschrieben. Nun denn.
Längst zu Hause las ich den Tweet des Intendanten, der sehr aufmerksam alles registriert, was um sein Theater herum vorgeht. Seismographisch. Und ich antwortete. Twitter halt. Endstation Pienssucht weiterlesen

Das Mädchen und der Kaiser Episode 2

(Die Episode 1 findet sich hier.)
tl:dr
Ich besuchte das Historische Museum der Pfalz für zwei Ausstellungen.
Valentinian I und die Pfalz in der Spätantike 16.9.2018 – 11.8.2019
Marilyn Monroe – Die Unbekannte 16.12.2018 – 16.06.2019
Ich nutzte dazu das Angebot des Museums für Blogger. Das ist immer noch nicht üblich und selbstverständlich. Danke.

Screeshot der Website des Historischen Museums Speyer

Beim schreiben gehört: Spotify: „Marilyn Monroe 50th Anniversary Album“
/tl;dr Das Mädchen und der Kaiser Episode 2 weiterlesen

Weg, alle weg

(Sehnsucht gebunkert)*

Sie sind weg. Keine Krieger kriechen mehr. Meine Stacheln, mein Draht. Entwendet. Der Krieg vertrieben, was sehnten wir uns nach den Kämpfen, wollten schlachten. All unser Content weilet jetzo in fernen Ländern. Die mächtigen Panzer warteten auf uns. Piff Paff. Gaben wir uns hin. Platzen wollten wir, fliegen, dröhnen, pfeifen, streifen, drallen. Töten. Aus den Läufen. Giften, driften, minen. Fallen, puffen, treffen, explodieren. Stories tellen aus Minen. Niemandin braucht uns noch.

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Sehne, sucht, sehne

Verbindung zu Youtube erst nach dem Klick.

Er fror. Die Kälte munkelte leise. Zu oft schon war er vorbei gelaufen, gefahren, gehumpelt, gehüpft. Stehen er blieb. Ein Gefühl. Wie immer in der Brust. Es suchte durch seine Augen, die Ohren, die Nase, die gerötete Hand unter den Handschuhen. Laufende Nase getupft. Was suchte er hier? Alte Gemäuer, aus dem letzten Jahrtausend und seinem kalten Krieg. Im Wald versteckt vor den Feinden, die gerade wieder zur Verfügung brüllten. Sehne, sucht, sehne weiterlesen

Ach die Zukunft im Jugendstil

Selfie im Creative Lab der Kunsthalle Mannheim

Gerüttelt
Geschüttelt
mein Ich
als ob dieses
Disco wie hieß
sie noch gleich
ich meine sie
nicht die Disco
meine Jahre
grinsen in
als ob

Es ist so schade. Im Jugendstilbau der Kunsthalle Mannheim, jenseits der grafischen Sammlung gibt es ein Creative Lab. Dort steht eine Maschine, mit der man sowas, wie oben ertanzen kann. Da ist es immer leer, wenn ich hinkomme. Das ist so schade. Ich nehme an, man hat sich personell übernommen in der neuen Zeit. Die Idee eines eigenen Katalogs ist toll. Die Maschine dazu liegt immer?? still. An der Kasse weiß niemand davon.

Wandtext im Creative Lab der Kunsthalle Mannheim.

Also wenn da eine Community mal was machen sollte? Ich frag ja nur.