Blickkultur

Mit der Kultur war das früher einfach! Man orderte z.B. einen Balthasar Neumann, der einen Hochaltar baute. Da hatte man während der Messe seinen #kultblick! Mehr brauchte der einfache Christenmensch nicht. Siehe das obige Bild aus dem Wormser Dom.
Später taufte der Papst den Bau als Basilika Minor und stellte sein Umbraculum (ganz rechts unten) auf. Seit der Säkularisation ist der Begriff unschärfer geworden, so unscharf, wie das Bild. Was es auf einmal alles gab! Die Herrscher teilten tatsächlich Kunst, Theater, Parks, et Cetera, mit dem gewöhnlichen Volk. Es gab sogar Museen! Für das Volk!.
(Streicht aus dem Posting zwölfzigtausend Zeilen. Was ich jetzt alles über Kultur zu sagen hätte und überhaupt, denn dies soll ja MEINEN Kulturblick beschreiben, denn:)

Screenshot des Archäologischen Museums Hamburg (Klick ins Bild, um zur Auslobung zu gelangen)

Dies ist ein Beitrag zur Blogparade „Verloren und wiedergefunden , mein Kulturblick“ des Archäologischen Museums Hamburg. Sorry, der #hashtag fehlt! #kultblick.

Archäologie, Museum, gesucht, gefunden? Hatte ich doch schon mal was. 🙂 Das Museum selbst fand ich erst, als mir Fastnachter halfen… in Mainz natürlich. Also Tipp: Gut kennzeichnen, Euer Museum.
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Warum geifert ihr nur so, ihr Gazetten…

…wenn es um Social Media im Museum & Co geht? Ich verstehe es nicht. Letzthin mokierte sich die Süddeutsche über die Sonnenblumenaktion der Pinakotheken & Co, dabei war das eine tolle Aktion, über drei Kontinente hinweg. Gerade wieder die Zeit. Larissa Kikol schleudert uns ihre ganze Verachtung entgegen, die wir anders sind als sie. (Oh, sie studierte bei dem Banalisierungs Ullrich?)
(Ich weiß das ist Pauschalismus, den ihr nicht verdient habt, vergebt mir, aber ich liebe das Wort, ich habe es gerade erfunden.)
Ist das wirklich nur der gewöhnliche Kunsthistorikerrassismus mit dem frau die Smartphone-Plebs aus den Tempeln der Kunst vertreiben will, wie weiland jemand die Händler aus dem Tempel, die Aura als Heiligenschein-Tiara auf dem Haupte tragend, oder steckt da mehr dahinter? Warum? Meine Achseln zucken. Wer weiß?
Also, es begann wie fast immer auf Twitter. Die Radisch-Zeit twitterte genüsslich den Link. Barbara teilte ihn und ich antwortete.

Wie jetzt? Hey, die meinen mich! Das Städel, die Staatliche Kunsthalle in Karlsruhe und deren Online-Community. Ob da wohl Zeitleser dabei sind?
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Duelle

(Beitragsbild: Screenshot der Bundestagsseite https://www.bundestag.de)
Was wir am 24.9.2017 wählen, oder auch nicht!
Aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, zitiert aus der Website des Deutschen Bundestags.

Artikel 38

(1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.

Artikel 63

(1) Der Bundeskanzler wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestage ohne Aussprache gewählt.

Es steht da nichts von einer Direktwahl einer Regierung, einer Kanzler*in.

Und doch wird vor jeder Wahl so getan, als ob. Das Parlament erscheint nur als Stimmverein, Koalitionzwänger.

Von TV-Duellen steht da auch nichts.

Ich mein‘ ja nur. Weil alle Welt von der Gefährdung der Demokratie schwätzt, in allen Inkarnationen.

Bock, Bock, Bockenheim

Update aus 2011. Das doppelte Bockenheim. Dialektdichter-Wettstreit und Frankfurter Buchmesse. In einer Woche, hatte ich seit dem nicht mehr…. Bei beiden Events bin ich immer noch unsicher, ob ich 2017 teilnehmen soll. Entscheidungen, Entscheidungen. Bin ich denn Unternehmer?

Wer mit der U-Bahn zur Frankfurter Buchmesse fährt und das sind sehr, sehr viele, weiß sofort, dass die Messe im Frankfurter Stadtteil Bockenheim liegt, einmal im Jahr, der Nabel der literarischen Welt in Deutschland. Dass immer zur gleichen Zeit in Bockenheim/Pfalz, dort, wo das andere Tor zur Weinstraße steht (Teil der Verbandsgemeinde Grünstadt, im Kreis Bad Dürkheim / Weinstraße, dem Ort des größten Weinfestes der Welt) die Endausscheidung des Pfälzer Mundart-Dichterwettstreits ist, das wissen nur sehr, sehr wenige. Bock, Bock, Bockenheim weiterlesen