Windows, Marthe und die Freundschaft

Städelmuseum Frankfurt. Ausstellung „Matisse Bonnard“
13.9.2017–14.1.2018

Die Herren Direktor und Kurator des Städel erzählen auf Youtube von der Ausstellung und man sieht in dieselbige hinein. Seht selbst:

Wie es schöne Tradition ist, im Städel, lädt die Online-Frauschaft zum Social-Media-Event. Siehe den Screen-Shot aus dem Städelblog oben im Beitragsbild. Hier entlang zur Einladung. Ich wurde nach Anmeldung eingeladen.
Es gibt natürlich auch hier die Ängste vor der Instergrammitis, das Monopol-Magazin untersuchte das gerade und zitiert die digitale Strategie des Städel:
„Wir eröffnen einen uneingeschränkten Zugang zu kunsthistorischen Inhalten und Forschungsergebnissen und ermöglichen damit eine globale Teilhabe an Kulturgut.“ Denn der Bildungsauftrag endet nicht an der Museumstür. Also damit ist das geklärt, ist nix schlimmes, sondern Zukunft und so. Die Blogbuster sind auch nicht mehr in der Kritik, oh Blockbuster meine ich, Blogbuster war auf der Buchmesse. Man kommt ganz durcheinander. Alla Hopp! Immer entlang meiner Tweets.


Eingeteilt und….


Abgestempelt für die Party..


Es ging los:


Wir bekamen eine vergnügliche Führung durch die Ausstellung, mit vielen Schmankerln und Anmerkungen, Zusatzinfos, die wir in einer Flut von Tweets und noch mehr Instagram-Postings umsetzten.
Wir trendeten sogar! Als Nicht-Fußall-Event waren wir sogar Zweiter. Doch, auch Reichweite zählt.


Die Ausstellung selbst hat mich beeindruckt. Gegliedert nach Sujets, immer in der Gegenüberstellung der Maler, ihre Unterschiedlichkeit darstellend und doch ihre Gemeinsamkeiten betonend, mit manch Kuratorentrick arbeitend, Perspektiven über Räume hinweg aufbauend. Hat mir gefallen, doch, auch wenn ich witzelte:

Wie immer das Beste bei solchen Events, die in einem leeren Museum stattfinden, der Platz, die Möglichkeit zur Konzentration auf die Führung, die Bilder, auch wenn wir mit dem Blick und der Hand auf dem Smartphone oft abwesend wirken. Man sieht mich hier übrigens lauschen.


Überraschend für mich diese Männerfreundschaft der beiden und dann noch die Namen anderer französischer Stars, die aber nicht so sehr nahe standen, eher Konkurrenz waren wie Renoir oder eben:


Die Ausstellung konzentriert sich wirklich fast ausschließlich auf das Spannungsfeld der Künstler, deren Respekt füreinander und ihren persönlichen Macken. Erstaunlich auch, dass die zwei Weltkriege, in denen sie scheinbar sorglos am Mittelmeer weiter lebten und arbeiteten, keinerlei Rolle spielten. Die „Abhängigkeit“ Bonnards von seiner späteren Frau Marthe faszinierte mich, vor allem, weil er sie zeitlebens immer als junge Frau malte.
Ich bin einen Tag später geistig noch tief in der Ausstellung. Vielleicht gehe ich noch einmal hin, aber da wartete Cézanne in Karlsruhe, die Schirn macht auf Glanz und Elend und im Dezember öffnet die Kunsthalle in Mannheim wieder. Ach im Hack in LU bin ich zur PK geladen. Man könnte überall hinrennen. 🙂 Außerdem bin ich dann Teil einer großen Horde….
Natürlich gab es auch Künstlerselfies, die wohl als provokant galten, in jenen alten Zeiten. Keine Pinsel in der Hand, keine Palette. Im Shirt! Ohne Anzug! Links der scheue Bonnard, rechts der grimmige Matisse.


Natürlich musste ich auf dem Weg zum Ausgang auch selfieren, off topic. Mit einem #twly. Wahrhols Goethe verleitete mich. In der Pinakothek konnte ich auch nicht wiederstehen. Im Link auch das Selfie vor dem Tischbeinschen Goethe, das ich bei dem Event zum 200jährigen im Städel schoss und beschrieb.


Ihr könnt mit mir ja noch einmal zum Digitorial gehen und die Ausstellung genießen. Hier entlang!
Bleibt das Abschlussfoto. Welche Gefahren das Team des Städels für uns wagemutig einging!


Es bleibt sich zu bedanken:


Und wie immer der Blick auf die Skyline auf dem Weg zum HBF.


Man liest sich!

P.S. Zum Daheim gucken auf Google Arts & Culture.
Henri Matisse
Pierre Bonnard

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