Vom Mythos zum Business, alles gonzo, oder was?

emotional, subjektiv, entlarvend, kollaborativ, transparent, authentisch, innovativ, ironisch, zwanglos, feuilletonistisch, „gonzo“, bottom up. Und wer soll das sein?

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Nun? IIIICCHH? Der Hammer oder?

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Die Slideshow ist hier zu besichtigen. Der Ursprungsartikel in den Kn hier.

Tja, die BASF hat’s wenigstens gemerkt, aber die Rheinpfalz? Bis jetzt wenigstens netzwirksames noch nix, die schütten als weiter ihr Blog voll, direkt neben die PR der BASF. Dabei ist es ihre Marke, deren Reputation da den Rhein top down geht. Der Fawwarik macht das nix aus. Die steckt sogar locker das Gen-Kartoffel-Bashing weg, die heiße Liebe mit dem Gen-Food-Riesen und Saatgut-Kontrolleur. In den Sack damit und die Aktienkurse angebetet. (Off topic, war da nicht was mit den Bienen in den USA?) Was soll’s. (Obwohl, sie hätten wenigstens sagen können, ob der Gruß an den Vorstand angekommen ist). Aber weil Herr Scheuermann „gonzo“ in Folie gegossen hat, hier noch ein paar kostenlose Überlegungen zu FirmenblogsCorporate Blogs, aus der Hüfte heraus, dort wo das Bauchgefühl spazieren geht, unreflektiert und äh, wie heißt es da oben, zwanglos, genau. PR-Coaches kommen auf so was wahrscheinlich nicht.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand über Produkte wie Dimethylformamid Dioctylophtalat oder gar Formaldehyd bloggen kann oder will (ich hätte da schon was zu sagen, aber wer würde es lesen wollen?) So wird es vielen Firmen gehen, die nicht unbedingt sexy eipotts herstellen oder sonstigen trendy Kram. Wenn man denn aber dennoch darauf aus ist möglichst (sic!) positiv im Netz präsent zu sein, dann wären Blogs durchaus eine Möglichkeit, wenn man Mitarbeiter bloggen lässt, auch und gerade während der Arbeitszeit. Nicht über die Firma, kein Verkauf von Firmengeheimnissen via ebay. Hat man Produkte des täglichen Lebens im Angebot, könnte man Tipps und Tricks bloggen lassen, von einem Fachmann, nicht von einem Werbe-Fuzzi, der nur nach dem Logo schielt. Oder von einem Mitarbeiter, (/ in, es gilt hier immer alles mit dem antisexistsichem Strich, gell) der für die Kollegen das testet und bloggt. Darf ruhig im Betastadium ein Verriss sein. Warum lässt man nicht einen Betriebsrat bloggen? Muss er nicht vor den Toren Zettelchen verteilen oder Pfeifen trillern, gehört wird er eh oder einen Vertrauensmann der Gewerkschaft. Die tun das doch sowieso. (Das ist eine meiner Lieblingsseiten im Netz, MIT Schichtplan.) Natürlich darf auch jemand vom Vorstand oder wie immer das bei Euch heißt, bloggen und warum nicht klar machen, dass ein Vorstand keine Zeit hat, um Kommentare zu beantworten (bei dem Geld, das die verdienen). Das würde bestimmt gelesen. Handelt es sich gar um einen Familienbetrieb oder familendominierten Betrieb, dann wäre es der Oberhammer, wenn ein Familienmitglied bloggen würde. Gerne auch mit Unternehmer-politischen Ansichten. Würde einschlagen wie ein Miniplanet. Warum nicht einer allein erziehende Mutter bloggen lassen? Ein Papa, der die Saison der F-Jugend beschreibt, in der Filius/a den Ball drischt? Sportler allgemein, gerne Langläufer im Firmencup. Es sind Behinderten-Arbeitsplätze eingerichtet, ja warum bloggt da keiner? Künstler, aber gerne. Gedichte, warum nicht? Ihr habt spezielle Sozialeinrichtungen? Da wird doch jemand Themen haben. Eine eigene Stiftung? Ein Jugendförderprogramm? Ach so ein Azubi, ja doch, natürlich. Und gibt es ja noch Praktikanten, Werkstudenten, BA-Studierende. Notizen aus der Nachtschicht? Jeder hat sein eigens Blog (wird gebrieft) und alle Blogs werden in einem zusammen gefasst, wie zum Beispiel b2evolution das kann. Multi-Blog. Multi-User. Wenn die eigene IT aber das besser kann, ja toll, kann man dann sogar weiterverkaufen. Ein Produkt, dass durch Benutzung für sich selbst wirbt, mann das wäre doch was. Ein Blog-System auf SAP-Basis? Nein, jetzt geht die Fanatsie mit mir durch. Aber halt, natürlich , b2 nennt sich ja multilingual. Genau. Kann man die ganze Globalität abbilden. Und dass globales Unternehmertum nicht per se schlecht ist. Das ganze natürlich gloabl. In allen Unternehmenssprachen. Kein pidgin-english Verschnitt. Nein, jeder so, wie er kann. Jeder so wie er kann. Und in der MASSE solcher Blogs wird sich Unternehmenskultur spiegeln. Schmeisst die Rheipfalz ‚raus, ihr könnt das besser. Oder muss tatsächlich immer alles nur von Chefs abgenickt werden? DAS wär dann bottom up. Jo, Tach auch an alle..

Ach so ja, ich bin also doch Web 2.0, ambivalent, aber doch.