Verstört

Ich war leicht verstört. Ich war einmal mehr im Alten Wasserturm. Eien Ausstellung von Marta Freudenberg. Plastiken! Und es war alles gegenständlich, es war mir mehr museal zumute. Ich suchte direkt nach den Etiketten: „gefunden am im , Jahrhundert“. Alles wunderbar gemacht. Feinste Arbeit und doch haftete bei mir nicht das Etikett „Kunst“. OK, ich weiß nichts von der Dame, außer, dass sie den Namen meines Arbeitgebers trägt und wohl zur „Familie“ gehört. Nichts davon ist in der Ausstellung zu lesen. Nur die Ausbildung. Von 1984-1991 in Manchester (New Hampshire), Uni of Michigan und in Ypsilanti, Mi.
Im Zu- und Abgang kam ich bei den Werken in der Unterführung vorbei. Und da hatte ich Kunstgefühle. Hei, da war irgendetwas in meinem Kopf falsch gelagert. Das sind Bilder von Dilettanten (was für mich keine Schimpfwort ist, im Gegenteil), die wahrscheinlich gegenständlich gar nichts zu Wege gebracht hätten, wie sollten sie auch. Und dort stellte ein Künstlerin aus. Ich ging zurück und betrachtete die Sache noch einmal. Ich muss einiges zurechtrücken. Im Kopf. Sowas gibt’s doch gar nicht. Jetzt geht’s wieder. Ich werde wohl wieder mehr in die Rubensklasse reisen müssen, sehen lernen. Nächstes Jahr, vielleicht, vielleicht.