Spiele Pan, spiele

Ich hatte ja schonmal berichtet!


Nein, es ging nicht um um den Wettstreit des Pan mit Apollo, sondern die Herbergsmütter erinnerten daran, dass die „Olympischen Spiele“ auch nur Teil der Panhellenischen Spiele waren. Eine Reaktion auf die dreisten Allmachtsansprüche der heutigen Olympier, die auch die Social Medias knebelten riefen sie die „Pantwitterspiele aus“ Lest am besten dort, was genau gemeint war.

Angefixt wurde ich durch die „Eröffnungsfeier“. Ein herrlicher Blödsinn, der die offiziellen, durchgestylten Shows parodierte. So oder ähnlich war wohl die Wirkung der „Garden“ der Fastnacht und des Karneval, die ja die preußischen und/oder französischen Besatzer nachäfften. Ich war geflasht (von Zeus natürlich, von Zeus) und tummelte mit.


Und so ging das 14 Tage weiter.


Einen Tag gab es „Disziplinen“, den nächsten Tag „Medaillen“

Alle meine Beteiligungen kann man hier nachlesen.
Ich schreibe das hier vor allem für das Hausprotokoll und weil mir das viel Spaß bereitete und ja, das war ganz und gar nicht seriös, aber wie sagte ich schon immer:

seriösVom: 27. April 2015
meine seriosität
langweilt mich zu tode
meine seriosität
sterilisiert mich ein
meine seriosität ist tot
täterä

Ich fand diese Aktion sehr bemerkenswert. Kein Gepiense, kein Online-Petitionismus, keine professoralen Hornbrillen-Essays. Einfach eine wild wuchernde Aktion, die 3 Damen vom Twittersport hatten ja nicht viel Zeit zum planen. Niemand wusste ja, was am nächsten Tag kommen würde, für die Teilnehmer waren die Disziplinen verborgen, die Herbergsmütter wussten ja nicht, wer mitmachen würde. Eine wahnsinnig galoppierende Performace durch die Twitter-Timelines. Mit riesigem Erfolg!
Ich zitiere Anke von Heyl:

Vom 04. bis zum 21. August wurden 5046 Posts mit dem Hashag #pantwitterspiele erstellt, davon 4940 Tweets von 706 unterschiedlichen Accounts, 66 Instagram Fotos und40 Vines. Die (theoretische) Reichweite betrug 7.082.741. Inklusive Nachberichterstattung liegen wir inzwischen bei 7.113.372. (3.9.2016)

Die Herbergsmütter sind ja ein „Büro für Kreativitätscoaching und Kulturevents“. Man kann sie buchen. Wäre ich verantwortlich für „Kulturevents“ oder vor allem als „Aktionsmensch für sofortige Guerilla-Kampagnen“ einer NGO, würde ich sehr genau analysieren, was da wie abging. Wie gesagt, man kann sie auch buchen. Und alle Kunstonliner und Konsorten beachtet, was Twitter bringen kann, wenn es richtig angefangen wird.

Bleibt noch zu sagen:

Ach so ja, bei mir piepst’s und das gefällt mir sehr! 🙂

2 Gedanken zu „Spiele Pan, spiele“

  1. Lieber Mikel,
    hach, was für eine wunderschöne Laudatio! Ich bin richtig gerührt. <3
    Und du triffst den Nagel auf den Kopf – mit allem. 🙂
    Danke, dass Du so herrlich verrückt mitgemacht hast. Du und alle anderen Kreativwütigen haben ja dazu beigetragen, dass aus einer Schnapsidee so ein irres Ding geworden ist.
    Liebe Grüße
    Herbergsmutter UTe

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