Scheiß Geld

Irgendwann werde ich einen Monat lang nur ekelhaftes Bier von Deutschlands größtem Discounter trinken. Wasser, Brot und selbst gebasteltet Obadzda mit vorgebackenem Brot verzehren. Ich werde zu Fuß gehen, kein Fahrrad benutzen.

Noch nicht einmal mehr Schokoladenpudding werde ich zu mir nehmen, den ich eigentlich nur verzehre um damit die Fresspäpste zu ärgern, die „Haut die Cousine“ tagtäglich durch die Gazetten leiern. („Üch nöhme nur kaltgeprösstes Olüvenöl der ersten Prössung aus Casta-la-Manchmal zum Schmüren meiner quütschenden Türen“.) Wenn dann dieser Monat um ist, werde ich keinesfalls sofort zum Libanesen rennen, um mich an all den orientalischen KusKus-Dingsen zu verlaben, nein, nein. Ich werde all das nicht verfressene Geld in 5er Scheinen abheben und damit eine Fleckchen meines Gästeklos tapezieren, darüber Folie kleben und tagaustagein das Gedicht des Tages ( je nach Verdauung und Bläschenbefindlichkeit auch öfter) mit abwaschbaren Edding darauf veröffentlichen. Dieses Scheißgeld mit meinen Gedichten zieren. Damit endlich mal was gescheites d’rauf steht. Damit nichts falsches aufkommt: Man kann meinen Klo weder mieten noch kaufen. Es darf auch nur ordentlicher Besuch drauf. Straßenbesucher nur in dringenden Fällen und meinen regulären Besuch suche ich mir sorgfältig aus. Man darf dann auch beruhigt Scheißgedichte sagen. Ist doch was, oder?
Und für größere Aufgaben: hat jemand ’ne Milliarde für mich?