Reserve AKW Biblis B, die Nibelungen, Drachen, Einhörner und das Ende der Welt

Seit Jahren lasse ich mein Nibelungen-Projekt reifen (siehe hier), aber nach dem nun hoffentlich entgültigen Atomaustieg suche ich nach einer neuen Grundstory… und ich entwarf dieses…
und fürchte mich sehr 😉
Kurzhandlung Entwurf 2, (verworfen, weil zu Fantasie-lastig populistisch…oder?)

Biblis B wurde 2012 als Reserve-AKW installiert und vergessen. Nach einem dramatischen Bevölkerungsrückgang in Europa zwischen 5016 und 5065 blieben von der einst religiös-indoktriniert-initierten Bewachungsarmee nur noch 2 Personen übrig, die die alten Rituale pflegten. Hagen von Tronje, das Einhorn und Siegfried von Xanten, der Drache. Hagen bewacht den Rhein und die Weschnitz, damit dem Reaktor nie das Kühlwasser ausginge und Siegfried das AKW, das Drachenei. Drüben in Worms, auf der anderen Seite des Rheins, außerhalb der Au-Wälder wacht König Gunther über die Ruinen des Doms. Seine Frau Brunhilde und Schwester Krimhilde gehören einer Schwesterschaft an, die alte Schriften studieren, im Salon der LithKemenat. Sie finden in einem ehemaligen Atomschutzbunker, der die Jahrtausende überlebte, alte Zeitungen aus dem Jahr 2011 und erkannten was das Drachenei jenseits des Rheins wirklich einmal war. Sie glauben, den Schatz der Nibelungen wiedergefunden zu haben, den Alberich einst in den Wald zementierte und träumen von Flugzeugen, sozialen Netzen zum Menschen fischen und großem Reichtum, wie er 2011 überall herrschte. Gunther aber will von all dem nichts wissen. Er will nur glücklich regieren und seinem schwulen Zweitmann Volker von Alzey zuhören, der von Krimhild vergeblich umzirzt, alte Bob Dylan Lieder fand und sie ins burgundische übertragen zum Schmelzen sang. Frustriert schließen sich die beiden Frauen eng zusammen und umgarnen Hagen und Siegfried, um sie zum Wiederanlauf des Meilers zu bewegen. Bewusst verstricken sie die beiden in eine komplizierte 4-er Beziehung, erweitert mit homo-erotsichen Ritterbeziehungen zu Gunther und Volker. Siegfried erliegt den Lockungen und beginnt den Wiederanlauf des Atommeilers heimlich vorzubereiten, aber Hagen ahnt etwas und sperrt den Rhein in den Ruinen der BASF, dass fast kein Wasser mehr an Biblis-Wattenheim vorbei fließt. Siegfried trifft sich mit Hagen, den Frauen und dem Paar Gunther-Volker. Er will sie bestechen und verkündet, dass in Hammelbach, an der Quelle der Weschnitz nach tausend Jahren wieder einmal wilde Truthähne in den Mammutbäumen nisten. Gunther und Volker können nicht widerstehen und so bricht der ganze Hof aus Biblis und Worms zu einem Jagdausflug entlang der Weschnitz auf. Hagen auf seinem Einhorn und Siegfried auf dem Drachen klären als Vorhut auf und Siegfried versucht Hagen zu der Wiederanlauf-Fraktion zu bekehren und ihm das Passwort der Rheinsperren zu entlocken. In Hammelbach, der Weschnitzquelle angekommen, bricht ein Streit über die Wahrheit der Überlieferung aus, Siegfried verhöhnt Hagen als rückwärtsgewandtes Arschloch und brüllt laut das Passwort für den Wiederanlauf in den Wald, damit alle Truthähne es wüssten und die Atom-Demokratie wieder erstünde, egal, was aus ihm würde und dann begreift er instinktiv das Passwort der Wasser-Rheinsperre. Er verhöhnt damit Hagen, aber das doppelte Passwort löste eine Sperre in den beiden Robotern aus, das Einhorn und der Drache werden aktiv, eine Stealth-Rakete schießt aus dem Einhorn, jahrtasend alte Flammenwerfer made in Germany werden im Drachen aktiv. Siegfried gelingt es zwar mit seinem Schlüsselschwert den Drachen auszuschalten, aber der Zweitcomputer der Stealth setzt auch seinen Computer-Kevlar-Schutz ausser Kraft, öffnete seine Ferse und er implodiert. Als der Rest der Gesellschaft eintrifft, schwört Krimhild, dem eigentlich unschuldigen Hagen Rache, sie hatte sich tatsächlich in den schmierigen Fießling Sigfried verliebt, war schwanger von ihm. Krimhilde schloss sich einer Karawane ehemaliger Türken an, die Achmed-Etzel, in Ungarn residierend, zu einem neuen Volk zusammenruft, um die Heimat am Bosporus bis Anatolien von den chinesischen Horden zu befreien, und den geheimen Propheten wiederzufinden. Sie verzückt Achmed und will ihn heiraten, wenn sie in ihrer Heimat heiraten dürfe. Also zieht die Schar der Turkhunger der Donau entlang und den alten Autobahnen bis nach Worms, um Hochzeit zu feiern und das verschollen Ambrosium Burgunder zu trinken, das die Zwerge des Alberich am Rhein kultivieren, ein berauschendes Getränk, Wein genannt, das nach Vanille, Erdbeeren, Pfirsischen und allen Früchten der Welt duften sollte, wie es die Burgunder-Könige in ihren geheimen Gazetten verkünden. Dort entlockt Krimhild Brünhilde im Bett den Code, den ihr Hagen anvertraut hatte. Siegfries Code kannte sie ja. Der Drache und das Einhorn wurden per Passwort entriegelt und der Rhein floss wieder, das AKW lief an und in einer gewaltigen Expolision nahm der GAU alle mit in den Tod, nur der Drache und das Einhorn ritten in den Himmel um zu warten, bis die Reste der Menschheit wiedererstarkten, um den Ring der Nibelungen wieder aktivieren zu können, die Menschheit zu führen und lehren, bis sie wieder Atome spalten könnten….

und das dann aufgelöst in Adventures auf kurpfälzisch… ich weiß nicht, ich weiß nicht…