Die Welt tobt

da draußen vor dem Fenster. In den Hauptstädten toben Revolutionen, Fußballmannschaften verlieren. In meinem Hirn verschimmeln Gurken, die eigentlich salaten sollten. Präsidenten lassen sich krönen, vom Volke erkauft. Da schwebt das Prozent. Lasst uns toben, bis zum Pudding an der Wand. Die Kühle entschwebt, Nudelsuppe kauend im Schrank. Rubens digitalisiert Museen, die wonniglich kreischen. In den Theatern mufft die Post im Netz. Dramen fallen in meine Seelchen. Ich schlecke Eis, aus den Kellern der letzten Revolution oder der davor. Über den Autobahnen der Fluch der Maut und der Elektro. Die Kultur hebt die Röcke und flieht vor Ministern und deren hartem Leit. Irgendwo schreibt sich ein Gedicht, der Bot schnifft hinterher. Auf Staffeleien röhrt die gemeine LED. Eine Geige püriert. Morgen werden wir singen. Wenn wir noch können. Die Welt tobt und lacht.

Drunten mäht ein Nashorn den Garten

Ein kleines nur
zwischen den Vulkanen
aus dem Baumarkt
und den jätenden
Gartenzwergen
in Python programmiert
Meine Apps kotzen
roten Glitzerwein
aus Java geboren
gezeugt aus dem großen
C und dem PlusPLus
Open the Data
Kleine Drohnen
stäuben Bienen
mit Porn
Mein Bot
lacht und vögelt
Algo und Rythmen

Ich hörte dabei Sades „Sweetest Taboo“

Schmuseum, eine Maiandacht!

[update]
(Hört die Schmuseum-Playlist auf Spotify)

Die Kulturkonsorten rufen wieder einmal zu einer Aktion auf! Ich soll im Wonnemonat Mai mein Museum lieben. Mein Museum? Als ob es nur eines gäbe! Ist aber wohl als säkulare Maiandacht für Museen gedacht, man könnte es auch als Muttertagsersatz bezeihnen. #hust. Was also tun?
Ein Schmuseum-Selfie machen .. einen Blogpost schreiben…
Ja was mach ich denn schon 10 Jahre lang? Immer mal wieder? Ich  schrieb bei Blogparaden mit, twitterte, fatzebukte, trank, aß, guckte, schrieb Lyrik in ihnen, las in ihnen, wurde in einem Buch dort ausgestellt. tweetupte dort.Zum Nachlesen hier: 28 Einträge auf eeMBee und 7 auf #burger. (In manchen Museen war ich mehrere Male.
Wer das lieber als Playlist auf Youtube sehen will, bitte!
Jedes dieser 21 Museen werde ich also extra beschmusen, virtuell. In einer Filmchengeschichte.
Die Textlinks führen zu einem Blogartikel
Prolog

Dokumenta 12, Kassel

Bundeskunsthalle, Bonn


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#IseeNolde im Museum Wiesbaden

(Listening „Pictures at an Exhibition„)

tl;dr
Meetup zur Ausstellung der „Internationalen Tage Ingelheim“ „Emil Nolde, Die Grotesken“ im Museum Wiesbaden. 30.4. – 9.7.2017.

Museum Wiesbaden, leicht verbaustellt, Plakat zu „Emil Nolde, die Grotesken.“

Museum Wiesbaden? Nie gehört! Wiesbaden liegt irgendwie im Abseits, von der Politik abgsehen. Dabei ist es unsere Landeshauptstadt. Meist komme ich nur bis Biebrich auf dem Weg nach Eltville. Ich muss halt mit der Straßenbahn zunächst nach BaWü (Mannheim), dann linksrheinisch durch das Rheinland-Pfälzische Rheinhesssen bis nach Mainz, um mit der S8 dann wieder über den Rhein zu setzen, zur Ex-Nassauischen Hauptstadt Wiesbaden, mit allem kaiserlichen Preußenprotz gesegnet. Seltsam diese Bundesländerei. Jetzt ist das sogar ein Landesmuseum, in Wiesbaden. (Anmerkung für mich -> Endlich das renovierte Landesmuseum in Darmstadt besuchen.) Wir in Hessen. Ja, ja. 🙂 Aber das wird noch besser!
Schon lange folge ich auf Twitter den Internationalen Tagen Ingelheim (Rheinland-Pfalz), ein Geschenk der Böhringer an ihren Standort. Feine Sache. Wollte ich immer schon hin. In Ingelheim ist aber das Ausstellungs-Rathaus geschlossen, wegen Umbau. Also zog man 2017 die 20 km rheinaufwärts nach Wiesbaden. Was schert die Kunst Ländergrenzen!

Ich war dabei! #IseeNolde im Museum Wiesbaden weiterlesen

Entbillert und unranickit: Das Bibliotheksquartett

Eigentlich wollte ich auf Twitter kurz antworten, aber wie soll ich das denn in 140 Zeichen zwingen? Aber ich habe ja ein Blog!
Es geht wieder einmal um Literatur-TV. Das Blog 54books.de rantet über die gerade anhängigen Formate der öffentlichen Anstalten. Ich gestehe, ich gucke da ganz selten hin, auch schon sintemals zu Ranikis Zeiten. Das fühlt sich meist an, wie ein germanistisches Oberseminar- ich gestehe aber auch ein, dass ich auch ansonsten sehr selten irgendetwas im Fänsähn gucke.. Für mich also eigentlich kein Thema, aber ich dachte nach, was ich denn gerne sähe. Entbillert und unranickit: Das Bibliotheksquartett weiterlesen

Kein Netz, mein Schiller, für Vereinte Nationen.

tl;dr
Ich war in Vereinte Nationen (UA) von Clemens J. Setz Premiere: So, 15. Januar 2017 im Nationaltheater Mannheim. Ich hätte besser etwas anderes gemacht. Nun denn.

„Das Netz wird zur Bühne, in der sich die Grenzen zwischen Fiktion und realem Geschehen vermischen.“
Schreiben sie da auf der Website der Schillerbühne am Goetheplatz. Hhhm, ein Thema hier ist ja  #theaterimnetz immer ‚mal wieder. Der Autor ist ein Buchpreisträger und auch Lyriker? Ja, Clemens J. Setz.

Eigentlich hätte mein Tweet gereicht, aber ich wollte doch näher darauf eingehen.


Schnell erzählt: Ein Elternpaar filmt ihre Erziehungsmaßnahmen an ihrer Tochter mit und verscherbelt die Clips auf einer Website im Netz. Wie auch immer, das macht Oskar heimlich, irgendwie.
Das Publikum bekommt aber vom Netz nichts zu sehen. Kein Netz, mein Schiller, für Vereinte Nationen. weiterlesen

Magritte in Öl getanzt. Teil Eins, zwei, drei.

Dies hier war die Eröffnung meines Magritte-Reigens und heraus kamen 3 weitere Posts!
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Zum Prolog der Trilogie „Magritte“
1 Woher kannte Magritte Windows XP?
2 Nachtgesichter gewirbelt, nicht gemalt.
3 Dies ist kein Aufsatz, Herr Report! Kurz berichte!

Seit Dezember lungert das Ticket für „Margitte“ in der Schirn im Ticketordner. Ich peilte damals Mai an, so in etwa, noch die Main-Promenade zu genießen. Gestern nun war ich in einer herrlichen „Cosi fan tutte“ im Nationaltheater Mannheim, war zu früh, schnüffelte in den Programmheften im Foyer und dann zu Hause auf der Webpage. Das neue Ballett des neuen Intendanten soll sein:

Inspiriert von den rätselhaften Bildern des belgischen Malers René Magritte lässt Thoss in Nightbook Bild, Tanz und Film ineinander übergehen.

Magritte in Öl getanzt. Teil Eins, zwei, drei. weiterlesen

Dies ist kein Aufsatz, Herr Report! Kurz berichte!

Dieser Beitrag ist Teil einer Trilogie mit Prolog!
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Zum Prolog der Trilogie „Magritte“
1 Woher kannte Magritte Windows XP?
2 Nachtgesichter gewirbelt, nicht gemalt.
3 Dies ist kein Aufsatz, Herr Report! Kurz berichte!

(Was passiert, wenn man mich einen Tag lang dem Surreal aussetzt.)

Was am Schreibtisch geschah, der Spieß in seinem Surreal!

Dreibeinige Pendler auf den U-Bahnmasten fliegen über die Häupter der Bahnhöfe. Die Papp-Pipelines der Kaffesätzer kullern in 3 Sterne Gossen. Wind bläst von unten. Flaneure fischen Gedankenfetzen aus einem Main. Dies ist sein Fluss. Kunsthallen zischen leise, saugen Blauhimmel zu den Wölkchen. Römer küssen Kaiser, sind Schirn und Schmutz. Menschen köpfchen streichelzart. Bilder knarzen leise Ölmusik in Kopfzuhörer. Die Kunst hallt durch Pfeifen, Äpfel telefonieren nicht. Flugzeuge streichen Wörtchen durch die wässrigen Lüfte, tauchen fauchend Gerölle. Liebende kesseln Leinen, ein Hund küsst chinesische Vasallen. Sosen grünen im Meer Licht. Baseschlager in Rotunden schläfern Bälle im Discofox. Xanthippe knutscht mich in der Höhle und kreischt Geile zu Gleich. Die Wirklichkeit isst Wurst hinter dem Verrat. Magritte singt als Burger. You can keep your head on. Dies ist kein Aufsatz, Herr Report! Kurz berichte! weiterlesen

Nachtgesichter gewirbelt, nicht gemalt.

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1 Woher kannte Magritte Windows XP?
2 Nachtgesichter gewirbelt, nicht gemalt.
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Ach da…Bühnenluft. Geknipst beim NTM Tweetup.
tl;dr
Ich war in der Tanzproduktion „Gesicht der Nacht“ im Nationaltheater Mannheim, die von Magritte inspiriert ist, dessen Bilder ich morgens sah.

Gesicht der Nacht – Frank Fannar Pedersen und Stephan Thoss Premiere: Fr, 31. März 2017 Musik von Wojciech Kilar, Ludovico Einaudi, James Brown u.a.

Ordentliche! Rezensionen finden sich beim Mannheimer Morgen, SWR2, Mainzer Allgemeine und welche die heute schon nicht mehr online sind, da war was in der Frankfurter Rundschau…seltsam

Die Choreographie „Var“ von Fannar Pedersen lasse ich hier aus. Die Rezensenten verstehe ich übrigens nicht. In unserer Aufführung erhielt „Gesicht der Nacht“ wesentlich mehr Applaus.. (Für’s Protokoll)

Wie schreibt man über Ballett? Keine Ahnung, aber ich mache es trotzdem. Nachtgesichter gewirbelt, nicht gemalt. weiterlesen