Manchmal denk ich, ich wär ein Programm

von Irgendsoeinem/er runtergehackt. Mit 20 Endlosschleifen, die man nur durch Neustart terminieren kann. Immer wieder hänge ich, verhake mich in Nichtigkeiten, laufe auf dem Förderband rückwärts, würge mich selbst ab, wie einen alten Motor, der noch nicht ‚mal mehr stottern kann.
Ein Programm bin ich, eine Ansammlung von hyperbiologischen Bits, von der Muhamed-Kristos-Budah AG geklont zu einem Menschenwrack. Und. Alle versuchen mich zu starten, zu testen, zu benutzen, ich schicke Messageboxen mit ok-Buttons, aber dann geht nichts, ich laufe wieder in eine neue Leerschleife, schicke Allgemeine Schutzverletzungen in ok-drückende Zeigefinger, schiebe Laufwerke nach außen, renne weg.
Wenn ich nur den Speicherbaustein, die nichtplatine Palatine, den Chip, den Ort für dieses Programm finden würde. Irgendwo zwischen Großshirn und Blinddarm wird es wohl hausen, mich banausen, mich laufen lassen, dieses Programm. Beinahe hätte ich die letzte Woche die Stelle erforscht, aber mir riss es die Beine vom Herz, die roten Blutkörperchen aus den Zehennägeln. Ich müsste mich dann selbst programmieren. Das wäre zwar Aufgabe, eine Herausforderung, ein Absolutspiel, ein Nichtsfürdasjetzt aber, was würde werden, wenn?
Wenn ich mich selbst coden würde, mein Ich in Unterprogramme zerlegen, in Klassen, in Pointer und Heaps, mich verwalten und schalten und drahten? Sich selbst drückende ok-Buttons? Mein Selbst immer auf Hochtouren ? Unentwegt den Strassen des Buisness entlang?
Dieses Programm hatte ich doch schon vor Jahrzehnten aus meinem Unterbewussten getillt. Warum neu schreiben ? Und ich erwache schweißig, und lache, und laufe im Leerlauf zum Kaffee, bis Du kommst meinen Button zu drücken.

Lieb mich: Abbrechen, Wiederholen, oK?

Ich lache, weil es kitzelt, und weiß ich lebe, denn kennen SIE ein Programm, das kitzelig lachen kann ?