Kunst, Museen, Geschlechter und Verein

tl;dr

Ich war im Städel, Frankfurter Kunstverein, Heylsmuseum und dann noch im Wilhelm-Hack-Museum. An drei Tagen hintereinander weg. Ich hatte Museumsstau. Es war zu kalt vorher, ich verschnupfte die Husten und die ersten lieblichen Pollen durchzogen das Land, aber jetzt! Eigentlich eher eine Notiz an mich, aber vielleicht interessiert das auch. Irgendwie sitzt auch noch San Francisco mit im Boot, ganze ohne Blumen im Haar! Erkenntnis #hashtags und Tweetups wirken, nachhaltig und auch im Kleinen

Mission Statement!
Die Museumspädagogik wird immer besser! Online gibt es sogar Tipps, wann ein Besuch lohnt! 🙂

Werbeplakat für die Ausstellung „Kampf der Geschlechter“ des Städelmuseums über dem Holbeinsteg in Frankfurt

Ich hatte im März immer noch das Early-Bird-Ticket für „Kampf der Gechlechter“ des Städelmuseums im Ticket-Ordner, trotz des Hinweises oben. Ich wartete auf einen milden Tag, ohne Verpflichtungen, aber dieser März schien das nicht zu wollen. Also trotzte ich den Wettern, zog unter extremen Mühen das Ticket zu Weiterfahrt zu meiner Karte ab 60. Ich benutze die DB-Automaten ja nur zu diesem Zwecke und Behufe, das geht nämlich nicht online oder via Handy. Man könnte meinen, es sollten das nicht zu viele Menschen wirklich nutzen. Diese Ticketautomaten der DB sind eine Katastrophe. Seufz. Aber ich obsiegte! 14,60 € FFM Hin und zurück. Ich bemühte dabei 5 Automaten, brauchte fast 15 Minuten. Alles für die Kunst. Und mich natürlich! 🙂
Ich war vorbereitet. Seit Dezember verfolge ich die Artikel im Blog, durchforste das Digitorial. Das Städel in all seiner digitalen Pracht!

Screenshot der Städelwebsite zur Ausstellung „Kampf der Geschlechter“

Ich will gar nicht zu viel zu den Bildern sagen. Ich wollte dieses mal einfach die Kunst in mich aufnehmen, einsaugen um es irgendwann zu verwerten, #hashtaglos.

Ein Schnelldurchlauf, dann langsam ein Rundgang zu den eindrucksvollsten Bildern, aber das ging nicht, dauernd gab es neues zu entdecken, Schulklassen samt tönender Lehrer zu umschiffen. Meist saßen die Schüler ratlos mit Block und Stift umher. Sie dauerten mich. Die Führungen sind ja harmlos zu umgehen, nicht jedoch Ehemänner, die ihre Frauen über Kunst belehren. Lautstark. Vor Geschlechterkampfszenen. Manchmal wäre ich gerne Karikuratist. Man kann gar nicht alles fassen. Ich war geflashed und müde. Leute, das Städel erzählt das alles viel besser, als ich es könnte. Guckt Euch um. Ersetzt natürlich nicht das Original, aber bis zum 19.3. ist ja noch Zeit.


In der Austellung ein Tweet, ein paar Meter mainaufwärts. Jutta lockte zum nächsten Event. Man kennt sich aus der Timeline und von diversen Tweetups. Langfristig sind solche Kulturevents sehr nachhaltig. Merkt Euch das ihr Onliner!


Ich flanierte also den Main entlang, von Wolkenkratzern, die am blauen Himmel glänzten, wohl bebankt. Das ist ein schöner Weg, direkt am Wasser, an Nizza vorbei, bis zum viel bemalten Eisernen Steg.
Ich twitterte am Zielort:


Nach einem Kaffee und Apfelweintorte im Cafe des Frankfurter KV sahen wir uns durch die Scheiben. Und so sah ich die Ausstellung doch, dank einer spontanen Kurzführung. Interessant, aber wenn ich meine Early-Bird der Schirn einlöse gucke ich mir das noch einmal an. Ich war einfach platt.


War nett, irgendwie doch ein Tweetup, oder?
Ich will jetzt nix über die Heimfahrt schreiben. Nur soviel: Nächstes Mal fahre ich wieder über Weinheim!

Tags darauf nahm ich deshalb den Bus nach Worms. Im Museum Heylshof sollte eine große Ausstellung zu Luthers Nicht-Widerruf stattfinden. Nun ja. Es ist halt exakt der Ort, wo Luthers Befragung durch Karl V. stattfand, jedoch nicht das Gebäude. Also der Animationfilm ist ja schön und gut und es gibt ein paar Schautafeln, aber das passt in dieses Museum mit seiner Barock-Sammlung wie die Faust auf’s Auge. Dem Ereignis angemessen wäre schon ein geeigneterer Platz, Worms hätte genug! Egal. Der Dom ist halt immer eine Reise wert. Auch wenn es kein Wunderpark ist, der Domgarten ist Oase für mich.


So kann man den Dom auch nur im Winter bewundern, wenn das Laub weg ist! Übrigens, aus dem Bus gesehen: Die Lampertheimer Spargelfelder sind abgedeckt, glitzern in der Sonne, das wird bald losgehen.

Samstags nimmt das Wilhelm-Hack-Museum keinen Eintritt, also zog ich auch am Dritten Tage los und kämpfte mich durch die Menschenmassen in den Straßenbahnen.

Tomás Saraceno, Aerosolar Journeys

Aus der Website:
Das Projekt beinhaltet die Entwicklung verschiedenster, fliegender Skulpturen, die ohne Motor, ohne Gas, ohne Solarzellen, nur durch die Kraft der Thermik fliegen – erste Testflüge sind bereits geglückt und eigene Piloten werden ausgebildet. Neben mehreren faszinierenden Skulptur-Visionen zeigt die Ausstellung auch die Anfänge der Aerocene-Forschung: Das Museo Aero Solar, eine gigantische Skulptur aus gebrauchten Plastiktüten, die im Wilhelm-Hack-Museum wie eine begehbare Kathedrale der Nachhaltigkeit erscheint.

Die Geschichtenagentin hat das bereits verbloggt und ich war neugierig. Lest dort und betrachtet die Bilder, Dagmar fotografiert so viel besser als ich. Wir kennen uns auch via Tweetups! Tweetup wirkt!

Tatsächlich! Fotografiererlaubnis und #hashtags und die Bitte zum verteilen in den Social Medias.
Und also twitterte ich! Füge es auch hier ein!

Ich will nichts hinzufügen, Euch einfach teilhaben lassen, nicht nur meine Timeline, live sozusagen.

Dann zu Hause einmal den #hashtag #tomassaraceno durchprobiert und festgestellt, dass das Hack twittert @hackmuseum. Auf der Website steht nur Facebook…tss. UND!

Screenshot der Website des San Fransico Museum of Modern Art

Da werden sie im Mannheimer REM drüben aber gucken! Keine Abmahnungen für Bilder, #hashtags, #share-Community und all das Zeug. Ludwigshafen und San Fransico. Das Hack und das SF Moma. Ob die Kunsthalle in Mannheim auch sowas plant?

Ich habe jetzt eine Vision! Eine Verbindung des Golden Gate mit dem Rhein und dieser Bridge mit der Konrad-Adenauer-Brücke MA-LU. Ich fasse es nicht. 🙂

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