Ich bin ein Amateur Frau @SibylleBerg, jawoll.

Ich bin Amateur, jawoll. Und morgen um 04:03 ist die Nacht um, wie so oft.

Siehe Sybille Berg: „Selbstbestimmung im Netz und die Lüge von der großen Freiheit“ auf SpOn

Stellen Sie sich vor Mesut Özil schriebe eine Kolumne für SpOn und er titelte: „Die Lüge von der großen Freiheit“. Für diese Kolumnen, die ja dem Gott, den es vielleicht nicht gibt sei Dank, nicht Blog heißen, wohl bewusst nicht, wenn man die Protagonisten betrachtet. Und in meinem fiktiven Beitrag des Özil dorten erzählte er allen Kickern im Lande, sie können aufhören Fußball zu spielen, weil zu Real Madrid schaffen sie es nie, nach dem Kick am Sonntag müssten sie trotzdem am Montag wieder arbeiten gehen.

Hat irgend jemand schon einmal einen Gerneralmusikdirektor eines deutschen Staatstheaters klagen hören, dass zu viele junge Geigerinnen den Besuch der Oper zurückgehen ließen und diese Deppen nach dem Gig mit dem Kirchenchor Rippenweiher Montags wieder arbeiten müssten?

Klagt etwa Xavier Naidoo über Coverbands, die Freitags und Samstags ihre Gigs spielen, um am Montag wieder am Band zu stehen oder im Büro am PC zu sitzen?

Warum gibt es solche herablassenden Reaktionen Amateuren gegenüber aus meiner Sicht nur in der Buchbranche oder im Zeitungs/Radio-Umfeld?

Dieser Hass auf Amateure, die ihr Leben gestalten, wie sie es für richtig erachten, die ihre Arbeit UND ihr Hobby lieben, die das Netz als Distributionskanal für sich mit Wonne benutzen und Schreiber/Musiker/Dichter/Maler/Steinmetz sind, ohne von den Bergs dieser Welt als Nicht-Satisfaktionsfähig angenommen zu werden, ist unverständlich. Wir wären der perfekte Unterbau für eine Branche.

Aber diese Branche pienst lieber, verachtet und verlacht uns, ob unserer Tätigkeiten, reitet den Bundeskulturphilister Neumann zu neuen Gesetzen und lacht,

weil wir montags wieder arbeiten müssen.

Ich rede ja nicht davon, dass wir potentielle Kunden sind. Autoren und Verlage haben keine Kunden, nur Leser. Aber die sind eher nicht wichtig. Man schreibt und verlegt für das Umfeld, die Kritik und das wissende Volk, könnte man meinen.

Irgend jemand von Hanser gerade am lesen? Seid ihr auch so elende Montags-Arbeiter, aufpassen die Berg verachtet Euch deswegen. Nein fragt nicht den Chef, der ist gerade das Netz am hassen, oder so.

Ich verstehe es nicht wirklich. Es wäre so einfach.

So deutsch das alles.

Ach so ja: Ich bin kein Follower von @SibylleBerg

Ach so ja (2), die Abhängigkeit von Konzernen. Frau Berg baut ihre Autos selbst? Baut ihr Getreide selbst an?
Abstrus. Jetzt: Der Abend, das Wetter und meine Heiterkeit.