Entbillert und unranickit: Das Bibliotheksquartett

Eigentlich wollte ich auf Twitter kurz antworten, aber wie soll ich das denn in 140 Zeichen zwingen? Aber ich habe ja ein Blog!
Es geht wieder einmal um Literatur-TV. Das Blog 54books.de rantet über die gerade anhängigen Formate der öffentlichen Anstalten. Ich gestehe, ich gucke da ganz selten hin, auch schon sintemals zu Ranikis Zeiten. Das fühlt sich meist an, wie ein germanistisches Oberseminar- ich gestehe aber auch ein, dass ich auch ansonsten sehr selten irgendetwas im Fänsähn gucke.. Für mich also eigentlich kein Thema, aber ich dachte nach, was ich denn gerne sähe. Der Tweet:

Ich hatte jetzt einen Film im Kopf, den ich nicht loswerde und wegschreiben muss. Wibke Ladwig (die als @sinnunverstand twittert, siehe oben) coacht mit anderen die #bibreise in NRW, ein für mich sehr spannendes Projekt und moderiert für die Stadtbibliothek Düsseldorf das #blogsofa Und Bämm. Bibliotheken. Man sollte sowas in Bibliotheken veranstalten, mit Lesern von da. Bibliotheken sind „neutral“ in ihrem Angebot und sehr weit aufgestellt im Bestand. Man könnte also etwas über Literatur basteln und nicht nur eine Werbesendung für Verlage senden.

Ich skizziere nur ins Grobe und aus der Lamäng, schließlich träume ich das nur und will es nicht selbst managen, dazu bin ich zu alt (und zu faul).

Bibliotheken werden gecastet. (Wäre eine eigenes Format: Deutschland sucht die Super Biblo!)

Ausgewählte Bibliothek castet 2,3,4 (es muss ja kein Quartett sein) Leser, wie auch immer. Da könnte ein SoMe-Feuer + Print + TV, also die ganze PR-Welle beteiligt sein.
Die Leser wählen je ein Buch aus dem Bestand der Bibliothek (Variante mit Fernleihe // Variante Buch muss als eBook vorliegen, vor allem in der Onleihe). Ein Leser sucht sich „sein Buch“ in einer örtlichen Buchhandlung aus. Die auserwählten Bücher werden weit vor dem Termin benannt, auf dass auch das gewöhnliche Volk es lesen könnte.

Buch ausgeliehen von der Stadtbiblothek Mannheim

So das wird dann ein Oktett oder so. Die „Leser“ stellen „ihr Buch“ vor, die Quartettler diskutieren MIT den Lesern darüber. Wie auch immer. Ich würde mir gerne auch Kinder und Jugendliche dabei vorstellen. (Jetzt sehe ich eine Diskussion von Cosplayer mit Fazlern und SZlern vor mir 🙂 )

Also irgendetwas mit Lesern, und Buchkäufern mit den Kritikern oder sonstigen Kanonisten. Bunt durcheinander gewürfelt und wirklich populär produziert und das bedeutet nicht unbedingt Seicht-Literatur!

Würde ich gene gucken. Sowas. Muss nicht genauso sein. Macht natürlich keine TV-Anstalt, da sprängen ja die Professoren im Dreieck und die Börsenvereinler erst und die Oberstudienräte, zu was studierten sie einst so lange.

Aber vielleicht hätte eine Bibliothek Lust, sowas zu machen oder zu streamen und bekäme das Budget dafür? Man könnte auch örtliche Buchblogger hinzuziehen und Buchhändler oder örtliche Zeitungskulturelle… und überhaupt…

Ist halt nur ein Traum eines alten Sackes, der keine Ahnung hat. Jo. #seufzt

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