Der Hochliteraten Reading Room

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: (Zitat aus diesem FAZ-Artikel)

Der F.A.Z. Reading Room, ursprünglich entwickelt, um ein hochpolitisches literarisches Werk zur Diskussion zu stellen, wird auf Wunsch von Lesern, auch Studierenden, Lehrern und Schülern, fortgeführt, wozu wir umso mehr Grund haben, als der neue Fortsetzungsroman den Geist der Goethezeit aufruft.

Goethe im Reading-Room, Little und Walser als Vertreter des neuen Fortsetzungsromans. Hä?
Ich finde die Idee ja durchaus gut, Literatur interaktiv mit den Lesern zu teilen, nur, wissen die Redakteure was sie da schreiben und wie? Ich habe nicht den Eindruck, dass da sonderlich hohe Sprachkompetenz zu Tage tritt, an den Ufern des Mains.

Der Geist Goethes im „Reading-Room“ mit Walser, ich fass es nicht.

Nein, ich werde zu beiden Romanen keinen Kommentar abgegeben. Ich habe sie nicht gelesen und vorerst auch nicht die Absicht es zu tun. Das Thema schwuler Nazi-Sadsist und das (wahrscheinlich) verwalsert-übliche Alt-Männer-Geschwurbel über das Thema „Alter Mann – Junge Frau“ machen mich nicht an. Zur Zeit wenigstens. Ich lese gerade Robert Harris Ghost, na ja, ich lese es halt fertig. Und dann denke ich werde ich nochmals einen meiner absoluten Lieblinge lesen. Liebe in Zeiten der Cholera und dann ins Kino gehen, um mir wahrscheinlich bestätigen zu lassen, dass es so gut wie keine Literaturverfilmungen gibt, die sich lohnen angeschaut zu werden, aber die man trotzdem gesehen haben muss. :yes::yes:

Was brauch ich Reading Rooms von dieser Krawallnudel Schirrmacher.