Prassen, huren, trinken, rauchen – „Carpe Diem“

Auf Twitter ist vieles möglich, man kann sich mit Hunden unterhalten, bei #pantwitterspielen mitmachen, mit Radiostationen debattieren oder mit Zeitungen, von allen lieben Menschen der Timeline ganz abzusehen.. Aber auch mit großen Museen! 🙂

Wir waren verabredet, die Abteilung Kommunikation hatte eingeladen und wir plauderten danach auch noch von Angesicht zu Angesicht. Nach einigen Tweetups und Blogparaden kennt man sich schon. Das scheint viel Arbeit zu sein, dieser #kulturhallensommer, aber die Damen wirkten sehr entspannt und begleiteten auch dieses Event. Wie fast alle Events, live und in Farbe. Einfach hier folgen. Die Damen spielen in allen Variationen des Genre Social Media und natürlich auch klassisch, nehme ich jedenfalls an..:) Das läuft alles effektiv, nett und ohne die Pauke zu hauen. Dem Haus und der Kunst darin angemessen. Beweise? Nun:
Storify:


Eine Aktion #kunsthallenstill auf Instagram


Sie bloggen selbst, z.B. zu der Blogparade #kulttrip bei Tanja Praske

Sie pflegen ihre Blogger-Relations, wie die Profis das sagen, hatten auch dieses mal angefragt, letztendlich ist dieses Posting Teil davon. Die Beiträge sind auf der Website des Museums verlinkt. Etwas hinunter scrollen.
Ja, die Seite heißt Presse & Social Media und seit Jahren heißt es Presse & Blogger.

Screenshot Staatliche Kunsthalle Karlsruhe Bereich Presse & Blogger
Screenshot Staatliche Kunsthalle Karlsruhe Bereich Presse & Blogger

Sie sind auf Facebook zu finden

Screenshot der FB-Seite der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe
Screenshot der FB-Seite der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe

Bespielen ihren Youtube-Kanal

Ich schreibe dies nicht um zu schleimen oder die Institution zu „lobpreisen“, man hat mir das nicht alles gepowerpoint oder gar erzählt, ich bekomme es nur mit und fühle mich wohl dabei.
Während ich diesen Beitrag hier langsam entstehen lasse, protokolliert das Museum die Aktion: „Heute erklären Sie die Bilder! Bildpräsentationen von Besuchern für Besucher“ und teilt sie sogleich mit seinen Followern.

Da wird ein konstantes Grundrauschen im Netz erzeugt, nachhaltig Besucher gebunden, der Besucherkreis erweitert, die Bekanntheit der Marke erhöht. Das verschwindet nicht in den Archiven der Printmedien, sonder bleibt in den Servern der Welt präsent, die Suchmaschinen sorgen dafür. Die Menschen, egal wie kunstaffin auch immer, werden ins Museum mitgenommen, neugierig gemacht und durch eigene Teilnahme sensibilisiert. Der ROI wird schon noch kommen… 😉 Die ganze Aktion #kulturhallensommer scheint ein großartiger Erfolg zu sein, die heiligen Hallen waren voll. Man sagte mir, die Aktion sei Stadtgespräch. Ich kann das bestätigen. Ich hatte auf der Heimfahrt einige spontane Gespräche darüber.

Das alles ist heutige Museums-PR, Marketing und ist eine ganz spezielle Art der Kunstvermittlung, ohne es so zu nennen. Und nein Herr Ullrich, nichts wird dabei banalisiert. Es ist wohltuend, wie das gehandhabt wird, anders als bei den meisten Häusern heute noch, extrem bei den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim, die wahllos auch Blogs abmahnen ließen, wegen der Fotografie eines banalen Wagner-Bildes.

Aber zum Thema!

Ich war auch dort!

Prassen, huren, trinken, rauchen – „Carpe Diem“ weiterlesen

Karlsruhe, Alda

Klei-Mikel mit gebrochenem Arm und Maigret.
Klein-Mikel mit gebrochenem Arm, Radio und Maigret.

Meine frühen Beziehungen zu Karlsruhe waren gebrochen. Von 1961-66 lebte ich in Bretten, Kreis Karlsruhe. Zur Schule ging ich in die Johann-Peter-Hebel-Schule, Bretten. Unser Lehrer war ein Herr Greulich, der uns regelrecht drillte. Aus der Schulbank, raustreten, wieder rein und es gab Stockschläge auf die Hand.
Bei Herrn Greulich wurde Heimatkunde täglich gelehrt. Natürlich zu förderst die glorreiche Vergangenheit Brettens, seines Hundles und Melanchtons.
In Bretten war alles blau-weiß, weil es einmal kurpälzische Amtsstadt war.
Aber wir lernten auch alles über den Kreis Karlsruhe, und die Stadt, die dereinst badische Hauptstadt war. Hhmm. Es dauerte sehr lange, bis ich begriff, dass Landesgrenzen vom Adel gemacht wurden und sich änderten, mit Gewalt! Wir lernten auch, wie toll Herr Tulla den Rhein begradigte, auf dass er schneller floss, um die Kölner Altstadt dann und wann zu füllen. Ich konnte alle Gemeinden des Kreises Karlsruhe, samt gerade eingeführten Postleitzahlen auswendig, die waren ja noch 4-stellig und der Kreis kleiner. Irgendwann gab es einen Ausflug in die Kreisstadt. Ich war im Schloss beeindruckt vom Türken-Louis. Es freute mich, dass diese Ritter in ihren Rüstungen auch so klein waren wie ich.
Sieht heute noch fast genauso aus.

Zum Teil 2 „Prassen, huren, trinken, rauchen – „Carpe Diem“ geht es hier!

Karlsruhe, Alda weiterlesen

Kulturzentrum -guckuck

tldr;
Geplapper über: Tweetup mit den Schwetzinger Festspielen, Autorenlesung mit Thomas Köck, Cole Porter, Barbiere, Mädchen in Not, #twoper, Body & Language, Brandner Kaspar, Maniera, Hannah Höch, Betrachtungen zu Künstler und Geld, wofür ich auch keine echte Lösung weiß.

guckuck
guckuck

 
 
Schattenwinde aus goldenem Frust
Übersättigte Wolken aus Langeweile
drehen sich in diesen Kreisen kreisend
kulturvernaschend zentrumsweise
(Aus 02/2002, Bild: Johann Bauer)
 
 

Manchmal sollte man sich selbst stellen. Hhmm. Bin ich jetzt soweit? Gehöre ich auch zu denen? Oder war das damals nur Neid? Ich fürchte ja. Das ist alles eine Frage der Zeit, der Lebenszeit und der Zeit die man zur Verfügung hat. Tagtäglich, befreit vom Brotberuf und der beständige Gedanke, wie viel Lebenszeit noch bleibt. Man irgendwo hin kann, ohne die eng bemessenen Wochenenden, den Urlaub.
Und also mache ich, was mir in den Sinn kommt. Doch, doch, ich habe ausreichende Schreibzeiten, aber da ist nichts, was meinen Ansprüchen genügen würde, noch nicht, aber ich muss ja nicht.
Warum das alles? Nun, Ute Vogel hat ihre Berliner „Kultur-Erlebnisse“ gebloggt und ich hab sie dafür auf Facebook gelobt. Doch, man kann da mehr machen als Sinnbilder posten und Hass verbreiten.
Mir fiel dann ein, dass ich da nachlässig war. Da gibt es einiges zu berichten. Genau! Alles ist Kulturzentrum! Mir egal, wie das klingt, oder ob das Ferienaufsätze hier sind. 🙂 Meine Ausflüge nahm ich wieder auf, hab’s hier aufgeschrieben, aber dieses Wetter lässt nicht viel zu, schon eine ganze Weile nicht. Kulturzentrum -guckuck weiterlesen

#bier500 Bucht das Bier

Ursprünglich vom 23.10 2013, dem Welttag des Buches und dem Tag des Bieres gewidmet
Erweitert zu einer Hommage an die Ausstellung „Bier. Braukunst und 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot“ des Technoseums Mannheim. Noch zu sehen bis zum 24.7.2016

Aus der Austellung #bier500 des Technoseum Mannheim
Aus der Austellung „Bier. Braukunst und 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot“ des Technoseum Mannheim

Bucht das Bier

Der Schweiß
von Duschen
vernichtet
der erste Schluck
dem Durst geopfert
zischendes Bier
branded und dann
die letzten Seiten
dieses Buches
das ich ungelesen
im Regal fand
gestern als ich
alte Zeiten
suchte und
Neues fand
und doch so alt
noch ein Schluck
die Welt
schönt auf
 
 
 
 
 

Das Technoseum Mannheim lud zum Tweetup der Ausstellung „Bier. Braukunst und 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot“
Ich war dabei und schrieb später das:


Man sieht: Das ist live geschrieben, in der Straßenbahn, die Autokorrektur machte „kette“ aus „nettes“.
Natürlich waren wir auch trending, obwohl Freitag abend… …
tweetstorify

Dieses Mal erzählt dieses Storify wirklich (fast) alles zur Ausstellung und dem Tweetup- Ich wüsste nichts , was ich hinzufügen wollte, außer meinem „Biergedicht“ oben, weil es passte so schön.

Zum Storify #bier500 des Technoseum Mannheim
Zum Storify #bier500 des Technoseum Mannheim

Und Click!

Sich selbst und Museen kuratieren mit #IamHere und #besuchermacht

Getweetet während dem Tweetup #Iamhere der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe am 13.11.2015 (siehe hier) und……….

Sich selbst und Museen kuratieren mit #IamHere und #besuchermacht weiterlesen

200 Jahre Community

tl;dr
Ich war beim Social-Media-Abend des Städelmuseums, der mir sehr behagte und ich stellte fest, dass die digitale Kunstvermittlung des Museums seht gut gedacht und umgesetzt ist, wobei ich beim bloggen sehr umherschweife!

200 Minuten für die Online Community: Das Städel lädt zum Social Media Abend
Und 120 kamen. Und das kam zustande! Und bald wird es auch ein Storify dazu geben, ich werde es hier verlinken!
[update]Hier ist der Link zum Storify des Städelmuseums Eingebunden auch mein Tweet zu diesem Post hier. Pingpong :)). Das Storify ist toll! Wie schon beim #schiller2go #walk bemerkt: Storifys in einer Mischung aus Tweets und Instagram-Fotos kommt gut!… #funfact: Das Schlusswort im Storify hat Tanja Praske![/update]
Gestern Abend hatte ich ja schon live aus dem Städel gebloggt, noch leicht geflasht, vor der Social Media Wall, Twitterwalls waren einmal, ich verlinke das einfach hier…

Social-Media-Wall des Städelmuseums , ja mit dem läsigen #hastag-Spam. Wir waren halt #trending
Social-Media-Wall des Städelmuseums , ja mit dem lästigen #hashtag-Spam. Wir waren halt #trending
Johann Friedrich Städel, ein Banker, ehemals Gewürzhändler, wahrscheinlich dereinst Pfeffersack genannt, wer weiß, gründete eine Stiftung, um seine Kunstsammlung aufzunehmen und zu zeigen. Eine Schule für alle dazu, für die Kunst, die Künstler, Kunst für alle, nicht für den Banktresor, wie heute so oft, Kunst als pures Spekulationsobjekt für die Gierigen. Das Städelmuseum entstand und feiert diese Tat zum 200-Jährigen äh, ja Museen werden halt nicht geboren. Also seit 200 Jahren Community! Doch! Übrigens und btw. das Stiftungsdekret wurde vom Mannheimer Karl Theodor von Dalberg angefordert, der gerade Großherzog von Frankfurt war, weil es das Heilige Römische Reich, dessen Reichserzkanzler er war, nicht mehr gab. Der Bruder des Mannheimer Nationaltheater-Intendanten, der damals den Schiller räubern ließ, aber ich schweife ab, aber diese Dalbergs aus Worms-Hernnsheim, wo man heute noch im englischen Garten #lustparken kann, trifft man hier überall. Wir waren also im Städel zum feiern, instagramen, bloggen und was es alles noch gibt in dieser vernetzten Welt.
Der Medientisch in der "Digitalen Kunstkammer" des Städelmuseums vor der Skyline Frankfurts
Der Medientisch in der „Digitalen Kunstkammer“ des Städelmuseums vor der Skyline Frankfurts

Ich weiß, dort hinten in den Betonkathedralen 200 Jahre Community weiterlesen

#200jahrestaedel

Live im Städelmuseum. Wie immer überwältigt von der Fülle im Städel, den Möglichkeiten, der lässigen Art der Präsentation. Digitale Erweiterungen, die den Besucher nie wirklich gehen lässt, verfolgt, sich anbiedert, lockt, nicht drängt. App, Digitorial, Bildsammlung, Spiele. Teilhaben lassen an Kunst, ohne zu zittern, zu bangen ob der Deutungshoheit. Sanfte Musik ich #twlyte. das Museum ist unmuseal. Selbst die Stars der Sammlung, der Goethe, alle für mich, für uns, hängen, betrachten uns. Als ob es ein Wohnzimmer wäre. Ich schwelge….

Albern der Trotz!

Während in Paris der Terror mordete, in Bagdad, Beirut, tobten wir (manche) in der Kunsthalle Karlsruhe unsere Grundalbernheit in Selfies aus, wir wussten ja noch von Nichts. Beim Tweetup der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe #Iamhere, ich freute mich ja hier im Blog. Nur die äußerst schwache Funkzelle meines Providers hinderte mich daran auch dieses Geknipse zu twittern.
bommel
Ich hatte wohl sowas im Sinn:

@mikelbower: „Der schwarze Wald so nah in Rot. Lasset uns mehr bommeln Weltengeister. Nennt mich Narziss. Schweig Goldmund! #Iamhere“.

Im heimischen wLan angekommen bemerkte ich kurz vor dem Posten, dass etwas passiert war. Es passte nicht mehr in die Timeline. Es passt auch heute nicht. Nein?
Doch! Irgendetwas muss ich diesem Zynismus der Mörder und Mörderinnen doch entgegensetzen! Und den reaktionären Reaktionen alá Söder und all den anderen Hetzern und Besorgten um die unregistrierten Geflüchteten in Bayern und der Republik und dann den Luftangriffen in Syrien und diesem ganzen Kriegsirrsinn, und, und. ÜBERALL.
Ich bin nur ein kleiner Wicht, hab‘ nicht viel entgegenzusetzen. Aber meine Albernheit habe ich. Behalte ich. Ich scheiß‘ auf Euch, ihr Täter und ich lache #selfies, auch wenn es im Halse stecken bleibt, zu Tränen, die durch die Nase gerinnen!

Danke Kunsthalle Karlsruhe für das Tweetup. Von den Meistern bis zu unserer Albernheit. Ich hoffe ihr ladet wieder zur Partizipation, teilt mit uns und dem Netz!

(Und vielleicht ganz knapp: lasst uns beim nächsten Mal mehr Luft zum Twittern, besser 5 Stationen weniger und ja, äh, wie sag‘ ich das jetzt, also die Pädagogikstunde war doch recht lang, wir wussten schon, was #selfies sind)

Wesentlich besser erzählen die Kulturkonsorten von #Iamher in ihrem Storyfi. Einfach auf das Bild klicken!
stori_ka

Was ist ein #selfie?

Ein Beitrag zur Blogparade „#Selfierade“ für die Ausstellung #Ichbinhier der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe.
(Sehr selfische, selbstzentrierte Gedanken, sogar nicht selbstverständlich, #hust)
Was ein Selfie ist weiß doch jeder; das bildliche Selbst, festgehalten via Smartphone & Co, getwittert, gefazebucht, instagrammiert, getumblert, gesonstnochwot! Zum Dokumentieren, zum Angeben, zum Winken, zum Teilen… Wirklich?self_5Eigentlich wollte ich hier eine Satire schreiben. Über gefakte Selfies, über Selfies aus Museen zur Angabe, was wir doch so als Hechte tollen, wir Kunstbekenner. Selfies als Ersatz zum Dia-Abend mit Käseigeln, für die Twitterer heutzutage gerne mit Nutella und Mett. Lästern. Mich erheben. Ich nahm neue Selfies auf, wollte schabernakieren. Selfies faken ohne Fotoshop…wolfgang_staedel (Quelle: Screenshot vom Google Art Project, Städelmuseum Frankfurt)

Das klappte noch nicht wirklich, aber es klickte! Ich mache so gut wie nie Selfies auch nicht für meinen Twitteraccount @mikelbower. 5 oder zehn gegen die anderen 54000 Tweets. Mein Gesicht ist mir nicht wichtig dabei. Für mich ist viel wichtiger, was ich denke, fühle, beobachte, was Umgebung, was Kunst, was Mensch mit mir macht. Innerlich. Im Hirn, ob ich das wieder von mir geben kann. Verwursteln. Zu Text. Text zum Bild, zum Weg, zum Park, zu Stadt, zu Land, Fluss. Ein Ozean aus Gedankenfluten, verkürzt zu einem #twly vielleicht.

Ich mache das schon Jahre lang. Aber auf die Idee, dass sowas Selfies sind kam ich noch nie. Sogar gedruckt ist das schon. In der Wortschau. Bilanziergang hieß die Ausgabe. Seit letztem Jahr nutze ich meine Domain mikelbower.com um meine Ausflüge zu dokumentiere, mein #lustparken, mein co- #lustwandeln meine Lyrik zum Park in Schwetzingen.
schwetz_mosch

Meine Selfies sind aus Text! Hier beim Tweetup #duerer im Städelmuseum

fugger_duerer

Dazu passen auch meine Gedanken zu „Amateurlaie“.(Man kann als „Laie“ über Kunst, Theater, Musik & co schreiben ohne studiert zu haben, man muss nicht, aber man kann) Das ist keine Konkurrenz zum Profi, sondern eine Ergänzung. Schreiben, malen, singen, schauspielern und, und, und die Großen der Zunft nur für die Kritik, oder auch für uns, die wir zusehen, hören, Eintritt zahlen, kaufen?

Deshalb liebe ich wohl Tweetups. Und: Was würde ich gerne andere Text-Selfies lesen. Keine Wiedergabe der Führung, nein aus dem eigenen Hirn gequollen, kein Bericht, was zu sehen ist. Das, was die Kunst mit euch macht, mit uns macht. Live und in Echtzeit. Vielleicht irgendwann einmal oder, oder? 🙂

Ja und dann! In Museen kann ich das meist nicht. Zu viel Volk um mich herum, misstrauische Security und: Meist bin ich da zur schreibenden Unzeit, also vor 18:00 Uhr oder so. Aber es gibt ja immer mehr ganz hervorragende Online-Archive der Museen, die ich zum Schabernack benutzen wollte. Hier also der Versuch einer lyrischen Annäherung an ein Onlinebild der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe im Google-Art-Projekt! rembrandt (Auf den Ohren Diana Krall „Glad Rag Doll“ via Spotify)
Ja, das hat mehr mit mir zu tun, als mit dem, was der Künstler vielleicht sagen wollte. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Kunsthistoriker. 🙂
#tl;dr
Ein Selfie kann Text sein!

Alles badisch soweit, #degaSKK

Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe hat ganz schön hingelangt zur Ausstellung „Degas – Klassik und Experiment“. Ich weiß nicht, ob sie das immer tut. Youtube-Trailer mit dem Kurator zum Tweetup, Zeitung zur Ausstellung online eigene App mit den Audiodateien zu der Ausstellung, auf der Website nicht nur Bild-Downloads für die Presse, sondern auch für Blogger und das nutze ich gleich mal kräftig aus.
Degas: Die Tänzerinnen. Quelle: Bloggerdownload von der Website.

Aber das war ja ein Tweetup. Die Kulturkonsorten, ein Netzwerk aus München, waren mit drei Personen angerückt und hatten auch die Anmeldung & Planung übernommen. (Es war nett die Menschen dahinter auch einmal kennenzulernen. Wer kommt schon auf die Idee einen Rembrandt der Pinakotheken via Ai Weiwei und der ISS ins All zu jagen.) Für das erste Tweetup ganz geschickt. Und als Apres-Tweetup der „Twitter-Salon“ ein leibhaftiger Barmann mit (auch) Absinth-Drinks für alle. Ganz schön hingelangt, wahrhaftig, Respekt. Mir fehlte nur der Anstecker für die Mit-Twitterer, damit man eventuell gleich folgen konnte. Das Netz in der Kunsthalle war einigermaßen, aber je nach Standort hatte ich Probleme das Geknipse hochzuladen und konnte nicht mehr tweeten. Was Schade war.

Die Ausstellung selbst ist vom Feinsten. Klug gehängt, sofort wahrnehmbare Systematik. Nicht überladen, aber trotzdem reichlich. Hervorragend geführt vom Kurator. Wir lernten viel, fast zu viel. Die Liebe zu seinem Beruf und der gerade präsentierten Ausstellung ließ ihn fast überbrodeln, man kam fast nicht zum Twittern, so schnell flossen die Informationen.

Ich habe mir vorgenommen die Ausstellung noch einmal zu besuchen. Um alles zu sehen. Und dann blogge ich auch dazu, auch über Degas, was er bewirkt in mir. Über ihn selbst, sein Leben, sein Werk ist schon so viel geschrieben worden. Hier die Wikipedia. Vielleicht in Korrespondenz zur Mannheimer Impressionisten-Ausstellung, die badische Linie nach Frankreich, sozusagen. 🙂

Überhaupt Karlsruhe. Mit meiner „Karte ab 60“ des VRN kann ich ja linksrheinisch bis Wörth-Maximilians-Au fahren, dann wird nur das KVV-Ticket über den Rhein fällig. 🙂 Und das mit der „Karte zur Weiterfahrt“ der DB habe ich jetzt auch gelernt. Da gibt es so viel zusehen in Karlsruhe und ist eigentlich exakt genauso weit weg von hier, wie Frankfurt, komisch, dass der Weg in den Süden so weit erscheint.

Alles in allem ein gelungenes Tweetup in Karlsruhe. Chapeau! Ich käme auch wieder. Ach so ja, ich hoffe das nächste Mal twittert Frau Direktor mit und auch der Kurator. ….. *duck.
[Update] Die Kulturkonsorten haben gebloggt Und ich zitiere:

Gut 1450 Tweets waren im Vorfeld des Tweetups und bei der Veranstaltung selbst durch die Timeline gerauscht und mit dem Hashtag #DegasSKK gekennzeichnet. Sie haben gesamt knapp 1,8 Mio Impressions erzielt (Auswertung via Tweetarchivist)

Auch Miriam Stets hat gebloggt, wie auch Felix Weniger von den Kulturkonsorten.[/update]

Aber lest selbst: Storify der Kulturkonsorten.
Alles badisch soweit, #degaSKK weiterlesen