Szenische (animierte) Gedichte (oder auch anderes) sind ein Experimenierfeld von mir. Es gibt Leute, die haben das auch schon als „Hyperlyrik“ oder „Digitale Literatur“ bezeichnet. Hier versuche ich Gedichte in „Szenen“ zu zerlegen und animiert, bzw. interaktiv zu präsentieren. Zusammengefasst in dieser Kategorie, die auch unter http://lyreley.de zu erreichen ist. Ursprünglich sind diese Arbeiten mit Swish als Flash entstanden. Von 2002 bis 2004 war meine „Homepage“ soagar auschließlich geflasht, bis alles überbloggt wurde. Nach und nach will ich alle auf html 5 umstellen, so dass auch die iUser mitlesen können. Flash wird ja wohl auch aussterben. Wen es also interessiert…)) Motto: Alles Firlefanz, Lyreley“

Zeiten

Ich bin heute Abend in der Ausstellung „O Sentimental Machine“ im Liebieghaus in Frankfurt. Zum Commuity-Abend. William Kentridge untersucht dort das Vergehen der Zeit. Ein Thema, das auch mich seit vielen Jahren umtreibt und beschreiben lässt. Als Vorbereitung auf den abendlichen Event stelle ich hier einige Texte und Arbeiten zusammen. Von dem Abend werde ich mit anderen live auf Twitter berichten und später die Woche auch bloggen. Et voilà:

(Aus 2015)

Am Geldfluss der Zeit

Kleine Renditen
heulen am Ufer
der Zinsen
schluchzen Eis
aus Muttermilch
die Gedichte
die ich in
Deinen Index
aus pursten
Aktienbütten
ritzte schämten
sich zu purem
Gold
(2014)

Ach du Liebe Zeit

Rote Federn schwanen
Kiele drucken schwarz
Gänse tinten Säkulum
genen unter Grünophyll
Kleine Floppies kreischen
feste Platten surren
Laser zarten Fingertrieb
Facebooks stupfen Dröhnung
twittern Zungen zischen
Leichte Lippen lieben
Flüsse fischen Flieder
Mein Himmel vögelt
lercht das Nachtigall
(2011)

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