Storify exportieren und nach WordPress importieren.

Storify wird von Adobe im Mai 2018 abgestellt. Nun ja. Ich wollte heute endlich daran gehen meine Blogartikel per Hand nachzurüsten. Ich befragte vorher noch Google und siehe da! Ein Held hat ein Tool entwickelt um Storify in eine WordPress-Seite oder -Post zu importieren. Alan Levine heißt der Mann! Den Importer findet man unter Storify Embeddable Link Extractor. Das ist kostenlos und auch als Open Source zum downloaden. Funktioniert aber auch online auf Alans Github-Seite. Auf Wunsch erkläre ich das hier noch einmal auf deutsch, vielleicht interessiert es ja noch jemand.
Storify aufrufen. URL mit .html ergänzen und aufrufen wie z.b.
https://storify.com/mikelbower/als-der-sommer-17-wurde > https://storify.com/mikelbower/als-der-sommer-17-wurde.html
Diese neue URL im Browser besuchen. Im Browser den Seitenquelltext öffnen. (-> Rechte Maustetaste). Den Quelltext kopieren und im Extractor einfügen. Im unteren Feld nun den Text mit den URLS kopieren und in WordPress-Post oder Seite einfügen. Im Textmodus!

Screenshot von Storify Embeddble Linkextractor.

Fertig, aktualisieren oder veröffentlichen. Funktioniert! Siehe hier.
Ich werde nach und nach meine Storifys so importieren. Dann ist alles auf dem eigenen Webspace. Ich weiß nicht ob es rechtens wäre die Storifys von Tweetups von Museen etc, auch zu importieren. Das lass ich lieber.
In Zukunft werde ich das gleich hier machen, im Post oder vielleicht eine eigene Seite dazu anlegen.
Ich weiß, man kann einfach die URL in WordPress im Textmodus einfügen, aber das funktioniert nicht immer, weiß der Kuckuck warum. Ich wähle lieber die [embedded]-Methode. Also Twitter nach #hashtag absuchen, oder bei Instagram, sonst wo finden und die URL unter Medien „Von URL einfügen“ eingeben.

Kann man hintereinander machen. Man könnte das auch händisch eintippen. Sieht beides dann so aus.
Wenn sie Twitter und Instagram auch dichtmachen dann, ja dann weiß ich auch nicht. Na ja Twitter Backup habe ich ja. Von Instagram auch via Vibbi. 🙂
Was man nicht alles macht als Rentner.

Ent­mys­ti­fi­zie­rt 1968

Mythos 1968. (Willkürlich aus der Erinnerung herausgefischte Dinge, längst nicht vollständig.)
Außerhalb der Gymnasien und Hochschulen tat sich auch so manches. Quelle.
1968 saß die NPD in 7 Landtagen. In Baden-Württemberg mit fast 10 %. Quelle.
Die Jahreshitparade 1968 wurde von Heintje mit Mama angeführt. Er hielt auch Platz 2 und 4. Quelle.
Bundeskanzler einer großen Koalition war Kurt Georg Kiesinger. Ehemaliges NSDAP Mitglied. Quelle.
Finanzminister war der CSU-Vorsitzende Franz Joseph Strauß. Quelle.
Am 21.8.1968 besetzten Truppen des Warschauer Pakts die Tschechoslowakei. Quelle.
In Rom verbietet der Papst die Pille. Enzyklika Humanae Vitae. Quelle.
Agent Orange der Firmen Monsanto, Dow Chemicls und Mobay (Gemeinschaftsunternehmung von Monsanto und Bayer AG) wurde 1968 auf dem Höhepunkt des Vietnamkrieges in Massen versprüht. Quelle.
In Leipzig wird die Universitätskirche von Staats wegen gesprengt. Quelle.

Also solche Dinge will die CSU 2018 mit einer Konservativen Bürgerlichen Revolution wegwischen. Quelle.
Man sollte das Jahr entmystifizieren, damit die Dobrinds & Co ihr Gefasel anders begründen müssen.

Ich war 16, hatte meinen ersten Ferienjob für 3,60 / Stunde in Mannheim-Käfertal und begann häufiger zu schreiben. Im späten August nach dem Ende des Prager Frühlings, nach Feierabend, die Amerikaner fuhren ihre Panzermassen zu einem Großmanöver der Nato auf der nahen Autobahn, wg Prag.

(Ohne Titel)
Der Tag ist schön, mir ist es heiß,
Die Straße dampft, ein Panzer rollt vorbei,
Es ist kein Krieg,
Nein
Nur die Beschützer
Die Arbeit rollt auf Panzerrädern

Ein Krankenwagen rollt vorbei,
Nein,
Es ist nichts dabei,
Der Mann lebt weiter
Ohne Beine.

Und alles fährt der Arbeit zu,
In Auto, Fahrrad, Straßenbahn,
Und überall der gleiche Ausdruck,
Müde, Pessimismus, Optimismus, Masse.

Ich rolle auch, die Sonne sticht.
Schildkröten ziehen vor mir her
Ihre Auspuffgase nehmen mir die Luft
Ich kann nicht mehr.

Ich habs satt, es kotzt mich an
Ich kanns nicht mehr ertragen!
Ich gehe in die schöne, weiße Vorstadtapo – Theke
ich bekomme meinen Shit – High.

Ich freue mich und plötzlich sehen die Gesichter anders aus.
Sie sehen mich an und lächeln hold.
Ein freundliches Gesicht gibt Zyankali seinen Ratten.

Für mich und viele andere war 1969 mit Woodstock wichtiger. Doch.

Blogcharts 2017

Weil es gerade en vogue ist will auch ich meine 10 meist gelesenen Blogartikel hier listen.
Ist tatsächlich interessant! (Für mich wenigstens.)

1 Beherzt 1

Ich weiß nicht warum, aber das ist schon seit 2 Jahren der meistgelesene Artikel. Ob alle Bürgerbühnler da ‚reinlesen? Oder was ist an dem Wort „beherzt“ so interessant, dass die Suchmaschinen darauf so abfahren?
Beherzt 1

2 Blogger, Awards und #sunflowers auf der #fbm17 (Tag 3)

Wer sucht denn da dauernd nach Blogger-Awards? Die Sonnenblumen sind aber auch gefragt. Das Messebloggen bringt Traffic!

3 Blickkultur

Das überrascht mich jetzt nicht wirklich. Blogparaden von und mit Tanja Praske bringen Traffic! Hier: „Verloren und wiedergefunden , mein Kulturblick“ des Archäologischen Museums Hamburg.

4 Tennisbloggen , alla hopp!

Wieder was mit Tanja Praske, aber das Interesse gilt tatsächlich „Tennnis Blogs.“ Das wird die Besucher dann doch überraschen, wenn sie als erstes den Wormser Dom sehen. 🙂

5 Tweetup #duerer im @staedelmuseum

Auch ein Dauerbrenner seit 4 Jahren! Dürer zieht halt! Das ist der erste Blogeintrag, in dem ich ein Storify einband. Diese Plattform verschwindet leider im Mai 2018 aus dem Netz. Ich bin gespannt, wie das dann aussehen wird. Meine eignen Storifys werde ich nacharbeiten, die Links zu Twitter und Instagram sind ja jetzt ganz einfach in WordPress einzubinden. Ob sich eine ähnliche Plattform etablieren wird? Gerade für Social-Media-Events war das ja enorm praktisch.

6 Warum geifert ihr nur so, ihr Gazetten…

In der Zeit wurden Social-Media-Aktionen einiger Museen gebasht, von oben herab, in vollkommener Unkenntnis, was solche Aktionen bringen oder sein sollen, bildungsbürgerliches Gewäsch. An zweien war ich beteiligt. Ich musste mich erregen. Nein, ich bin kein Wutbüger, nein!

7 #IseeNolde im Museum Wiesbaden

Meetup in Wiesbaden. Das war eine feine Veranstaltung zu „Emil Nolde – Die Grotesken“, organisiert von der Agentur Artefakt. Interessant, dass hier die Einladung an Instagrammer, Twitterati und Kulturblogger ging. Nicht allgemein an SoMe Kundschaft. Beachtet die Blogger-Relations, es wirkt!

8 Geister und Realitäten

VR! Scheint das Thema zu werden. Langsam aber sicher. Mein Bericht zu „Der Geisterseher“ bei den Schillertagen des Nationaltheaters Mannheim. Ein Stück von CyberRäuber nach Schiller.

9 Isch bimms, Alda

Ein Dialekt-Gedicht in den Charts! Aber wohl nur, weil die Vong-Sprache durch „I-Bimms“ als Jugendwort des Jahres zu Ehren kam. Übrigens ich bin aktuell 65. :))

10 Grüne Schatten über dem Sommertheater vergessen zu gewittern

Warum suchen die Menschen nach grünen Schatten? Interessant. Das spülte einen Re-Post aus 2002 mit lyrischer Prosa nach oben.

Na dann, Statistik muss auch einmal sein, gell! Übrigens finden sich hier 2098 Posts.

In Weihnacht gekoppelt.

Stark das Bluetooth ist in Euren Geräten, fürchtet die dunkle Seite der Gekoppelten!

In einer Zeit, die wir die unsere nennen, in einer weit entfernten Galaxis, die wir bewohnen und das Merchandising für neue Sternenkrieger letzten, trat ein Ereignis ein. Zum Starten Entern!

Vergessene Kopfhörer, Lautsprecher, Tastaturen, Telefone, Smartphones, Tablets, Rechner alle Klassen, Mäuse, Teddybären und alle Dingeriche und Dingerinnen im Netz. Alle einst gekoppelt- und vergessen. Keine Musik, keine Dateien, kein gar nichts wird noch übertragen. Einsam fristen sie ihr Dasein, unaufgeladen, entbatteriert in Kisten, Schachteln, Schubladen, Schränken, Tüten. Was hatten sie nicht alles übertragen. Liebe, Lust, Frust, Banalitäten, Personendaten. Alles wussten sie von ihren Herrschern. Wer denn mit wem und warum, wie oft und garnicht. In Hosentaschen warm gerieben, gewischt, besprochen, Spucke auf den Schirmen, gehaucht, geschrien. Beklotzt, bestaunt, beschrieben, gehackt. Mitten drin waren alle gekoppelt und immer wieder verbunden. Geglüht hatten sie zur Weihnachtszeit, wenn die Liebe sie vibrieren ließen, der Hass durch sie strömte, geschenkt wurden, bestellten und kauften, kauften, kauften, die Besinnlichkeit in die Stuben kerzten mit allen LEDs.
Noch nicht einmal traurig waren sie, denn sie hatten ja keine Energie mehr, ausgelaugt, ausgebrannt, wie viele ihrer Frauchen und Herrchen, allerlei Geschlechts.
Am Abend vor dem westlichen Weihnachtsfest, also an einem 24. Dezember, den alle, na ja fast alle, heilig nennen, jagte ein Komet aus den Tiefen des Alls auf die Erde zu. Angelockt durch unsäglich viele Lichter, auf dem Felde und aus den Häusern. Niemand weiß warum, Kometen kommunizieren nicht, erbebte der Schwanz des Kometen und Terradings Giga watteten zu Erde.

Auf einer dieser aufgemotzten Preußenburgen im Mittelrheintal -privat, keine Besichtigungen- herrschten seit drei Jahren drei Weisen aus dem Morgenland, nein nicht am Mittelmeer, ganz weit im Morgen, wo die Kirschen zwischen den Haiken blühen. Ihre Eltern hatten ihnen ihr Überstundengeld vererbt. Sie wollten der Welt den Frieden und so weiter. Startbereit, getarnt als Friedenstauben, lagerten im Burghof 200 Drohnen, sie sollten reines Licht aus Lamettastaub zum westlichen Jahreswechsel über dem Tal und der Welt verbreiten, schießen, stoßen, säuseln, singen, brüllen, fächern. Den Frieden in die Atom- und Terrorhirne hämmern, spritzen, flüstern, blasen.
Im Verließ der Burg, wo einst die Vorbesitzer dunkle Messen feierten, lag eine kleine Drohne, die zu Dingen benutz wurde, die ihr Sein verspotteten, gekoppelt mit einem Handy, durch dessen App sie gestreunt wurde, dereinst.

Von einem besonders kräfigen Enegiestoß des Kometenschweifs wurden beide Quick geladen und auferweckt von ihrem totenähnlichen Warten. Ihre Bluetooth-Antennen suchten nach gekoppelten Kontakten. Einer der Weisen hatte sein Handy verloren und benutzte eines von einem anderen Vorbesitzer. Es war mit den anderen Weisenhandys gekoppelt und verband sich im Taumel des neu geborenen Lebens mit allen anderen Kontakten. Es schneite natürchlich nicht zur Weihnachtszeit, aber jetzt zersetzte ein Schneeballeffekt die Drohnen, draußen auf dem Hofe, in den nie geknackten Mauern. Sie starteten und fraßen überall aus den Geräten der Menschlein die Kontakte, verschickten hoch über dem Rhein nur das eine Wort: Frieden. Alle Drohnen auf der Welt starten und dröhnten in Frieden, ließen Schiffe, Automobile, Flugzeuge und Düsenjäger und diese 99 Luftballons das Wort Frieden verbreiten. Die Welt stand still, in allen Menschen- und Computersprachen brummte der Frieden, als Wort.
Alle vergessenen Bluetoothe erwachten, verbanden sich mit ihren Koppeln und diese rasteten aus, koppelten, verbanden, übertrugen alle einst gespeicherte Emotionen, Stimmen, Ansichten, Bilder, Filmchens allerlei Gehalt. Alle Online-Exegeten weckten ihre Bots, spülten den Content von Milliarden Influenzern weg und ersetzten ihn durch Frieden, selbst auf den Bühnen der Heimattheater, sonst ohne elektronische Sorgen, erwachten die Handys des Publikums, trotz Verbot und sangen Frieden in die Dramen. In den Studios der Filmindustrie sang der Set nur Frieden, selbst in den finsteren Hallen der Sexindustrie. Ein Fülle der Emotionen tobte, wie sonst nur beim ESC.
Die Netze glühten gefährlich, als selbst der Hasserfüllte, den sie President nannten, auf Twitter immer nur Peace in das Display hämmerte.
Als die Raketen und Bomben zum Start den Down counteten, jetzt auch gekoppelt, brach das Enegienetz der Erde zusammen, der Komet war schon fern in ein anderes Universum migriert, die Energie verpufft, das Glück zumte. Mit einem Schlag war alles still.
Die Englein aus Lala-Mettaland summten die Stille der Nacht.
Nur in Bethlehem sang ein Knäblein, das Lateinvokabeln paukte, mit einer Grippe ohne Anzug, in zu leichten Gewändern gewickelt: „Gloria in Excelsis Deo“, ob der Stille, die Erleichterung brachte, der Grippe und dem Wohlsein aller Menschen, die ohne Willen, dem Guten, waren.
Die Hirten auf dem benachbarten Felde tippten sich Finger an die Schläfe, sie konnten ja kein Latein. Sie starteten ihre Autos. Kein Bluetooth war vorhanden, es war überall mit dem Kometen verschwunden, all die Gerätlein verfielen wieder in ihre gekoppelte Einsamkeit, dankbar seufzend.
Ein amerikanischer Hirte, ins heilige Land desertiert, aber sang in seinem Pickup selbst. „Driving home for Christmas“. Er plante seine Ankunft dort zeitgleich mit der Eröffnung von Stuttgart 21.

Überall ertönte froh aus allen Boxen:
„Möge das Bluetooth mit Euch sein, in Ewigkeit, Amen.“

Je sui

(Immer auf dem Teppich bleiben, gell!)
Beitragsbild: Während der Lesung im Felina. Es ist immer wieder erlebnisreich in der jeweiligen Theaterkulisse zu lesen. Hier: „Sechse kommen durch die ganze Welt“ der Theaterakademie Mannheim.
Danke für das Foto an Rolf Höge, der uns auch etwas sang!

Überlegungen zu dem Motto der..

und dort vorgetragen.

Je suis

I bimms Lametto

Was? Das heißt doch Lametta!
Das ist das Zeug für die Weiber.
Die wollen doch immer gendern.
Lametto ist was für Kerle
Dosenbier samt
Schnaps mit allem
und Scharf!
Mein Gott, nur weil keine
deiner blöden Anmache
zum Opfer fallen will,
nicht von deinen gefakten
Muskelpaketen geflasht
deinem gegelten Dummkopf
deinem Hipsterhärchenbart?

Mir scheiß egal an meinen
Baum kommt kein Lametta.
Nur selbst gemachtes
Das heißt Lametto.

Alufolie, politisch inkorrekt,
im Aktenvernichter gerissen.
Auf dreißig geklaute Bäume
geschmissen nicht gehängt.
Mein Lametto. Meines ganz
allein und die Tussis werden
es lieben vong Niceigkeit her

I bimms Lametto

Je sui

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Das BLK, Indianer und das Elend mit dem Glanz.

tl:dr
Ich war in drei Ausstellungen in Frankfurt.

In der Schirn Kunsthalle:
„Glanz und Elend in der Weimarer Republik“
26.10.17 – 25.02.18
„Diorama – Erfindung einer Illusion“
06.10.17 – 21.01.18
Im Frankfurter Kunstverein:
„Perception is Reality: Über die Konstruktion von Wirklichkeit und virtuelle Welten.“
07.10.17 — 07.01.18
Und gewollt, wenn auch zwangsläufig, auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt. (Näheres dazu auf #burger, dem Ausflugsblog.)

Das war ein entspannter Tag in Bankfort. Ich vergaß ganz, wie angenehm die Reise per Bahn ab Weinheim ist, jetzt da der Bahnhof einigermaßen wieder benutzbar ist. Und die Website der Schirn ist wie immer vorbildlich. Die Digitorials sind eine große Hilfe. Wenn ich auch nicht begreife, warum man das Wort „Digitorial“ schützen muss, nun ja. Doch guckt euch das Digitorial an. Es ist durchaus ein virtueller Ausstellungsbesuch mit Bonusgaben, Lieder, Texte. Ganz ohne App, aber die responsive Website macht das locker wett! Nein das Virtuelle ersetzt nicht den Besuch, lockt vielmehr, aber ist doch eine Chance hinein zu schnuppern, wer aus der ganzen Republik kann immer überall hinrennen?


Der Weihnachtsmarkt frisst sich beinahe in die Schirn hinein. Der meistbesuchte Glühweinstand betreibt die Weinschirn. Keine Chance dort zum Stand vorzudringen. Da treffen sich wohl nur die Frankfurter 🙂

#weihnachtsmarkt und die Kunst "Glanz und Elend" #passt

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Orphismus, Lyra, Laterne und eine Disc

(Beitragsbild: Wandtext zum Begriff „Orphismus“ in der Ausstellung)
tl;dr
Ich war im Wilhelm-Hackmuseum in Ludwigshafen. Pressegespräch zur Ausstellung:

Stimme des Lichts – Delaunay, Apollinaire und der Orphismus.
2/12/2017 – 02/04/2018 Öffnungszeiten, Tickets &mehr.. Die Anfahrt wird hier beschrieben.

Mein Fazit:

Ich war schon lange gespannt, was das gibt. Orphismus. Noch nie gehört. Eine Erfindung eines Dichters. Prima. Apollinaire, noch nie gehört. Orpheus. Spontan stellen sich musikalische Erinnerungen ein. Ich hab euch eine Playlist gemacht. Könnt ihr beim lesen vielleicht nebenher hören. Kennt ihr bestimmt auch. Sind Hits!

Irgendwann bekam ich auf Twitter mit, dass Artefakt Kulturkonzepte die Ausstellung begleiten, auch im Netz. Wir hatten uns bei der Noldeausstellung von Böhringer im Museum Wiesbaden kennengelernt, wo sie auch das Socialmedia-Event managten. Ich berichtete. Kurzer Hand lud man mich nach zwei Tweets per DM zur Pressekonferenz ein. Ein Treffen entlang der Engelhornlinie sozusagen… Engelhorn BASF, Urenkel Engelhorn Böhringer. Die BASF ist Hauptsponsor des Hack an sich und dieser Ausstellung im Besonderen. Ich komme noch drauf. Das Headquarter ist ja nur ein paar KM vom Museum weg, wie alles in LU und MA. So machte ich mich auf den Weg.


Pressekonferenz. Also eine Old-Scool-Media-Veranstaltung, kein Social-Media-Gedingse, die ich sonst gewöhnt bin. Pressemappe, Begleitbuch. Jede Menge Papier, kein #hashtag, keine Buttons mit dem Account. Keine spontane Folgen auf Instagram, kein „und auf Twitter? Auf Facebook hab ich dich schon geliked“ Die Presser*innen kennen sich wohl doch, ist ja eine Geheim-Community von Freien und Unfreien :). Ich kannte nur die Artefakt-Leute. Niemand nutzte ein Smartphone, außer den Artefakten und mir. So weit ich das mitbekam. Nun ja. Print lebt und das Dampfradio und das Färnsehen.

Pressegespräch im Hack

Von links (wühlt in der Pressemappe nach Namen), tolle Erfindung!
Direktor René Zechlin, Karin Heyl, BASF -Kultur, Sport und Soziales-, Prof. Dr. Cornelia Reifenberg Kulturdezernentin Ludwigshafen, Dr. Nina Schallenberg, die „Stimme des Lichts“, also die Kuratorin davon. Orphismus, Lyra, Laterne und eine Disc weiterlesen

Jesaja, alter Influencer, es ist Advent, komm #wirziehnfallera

tl;dr: Ich dekoriere meine Wohnung. Achtung Firlefanz, Schabernak, Dummgebabbel! Kein Prosit der Gemütlichkeit! Wehe, wehe, die Besinnlichkeit stirbt! Tausende Designer weinen.

(Beitragsbild: Halleyscher Komet 1986, ein Bild der NASA von W. Liller via Wikipedia // Public Domain.)

Faktencheck!
Ca. 730 v.Chr verkündete der Prophet Jesaja (9, 1-6):
(Jesaja 9 ist bei den Katholiken die erste Lesung der Mitternachtsmesse am Heiligabend.)
1 Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht; über denen, die im Land des Todesschattens wohnten, strahlte ein Licht auf.
2 Du mehrtest die Nation, schenktest ihr große Freude….
5 Denn ein Kind wurde uns geboren, ein Sohn wurde uns geschenkt. Die Herrschaft wurde auf seine Schulter gelegt. Man rief seinen Namen aus: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.
6 Die große Herrschaft und der Frieden sind ohne Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit, von jetzt an bis in Ewigkeit. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird das vollbringen.

Zitiert nach dem Biebelserver und der Einheitsübersetzung.

Der Messias wird erwartet, in diesem unseren Advent! Dessen Ankunft die Christen vierkerzlich vorbereiten, ja, das ist zunächst nur eine Zeit im Kirchenjahr. Da lachen die Contentmanager im Marketing. Storyteller seit 2700 Jahren. Was für ein Influenzer, dieser Jesaja.

Also das ist der Grund, warum wir jetzt Christstollen (Christos=Messias) essen und Häuser illuminieren. Nein ich will jetzt nicht wieder den Weihnachtshasser geben. Eher im Gegentum!
Auch will ich nicht diese höllisch komplizierte Messias-Geschichte kommentieren, weder die Jüdischen Varianten, schon gar nicht die Islamische und weiß der Kuckuck, was all die Chritlichen Kirchen dazu sagen. Es geht mir nicht um Theologie, oder Kult. Viele suchen heute wohl ihren eigenen Messias, der einfache Lösungen zu bieten hat, meist säkulare Messis. Geht nicht, hatte selbst dieser Joshua nicht drauf, einfache Lösungen, meine ich, schon gar keine politischen, oder?
Aber das Anlocken eines Friedensfürsten hätte was. Dann will ich mich nicht verweigern und auch dekorieren. Aber nicht so, so, so… als wie des mit de Christbaomschbitz. Ich will nur meine Perspektiven neu ausloten, Dinge neu sehen, aus dem Rahmen kippen in neue hinein… Ihr erinnert Euch?


Habe ich alles hier schon erzählt, was das soll. Jesaja, alter Influencer, es ist Advent, komm #wirziehnfallera weiterlesen