Buße tun

In alten Zeiten, die selten besser waren als die jetzigen, gab es einen Feiertag, der Buß- und Bettag hieß. Er wurde von der Pflegeversicherung in den Rachen geworfen. Ich mochte diesen Feiertag im November, zumeist vernebelt, immer ein Länderspiel im Fernsehen und Mutter hatte ihren „Altentag“ zu organisieren, es war sturmfrei.
Ich wollte diesen verschollenen Feiertag ehren und ein wenig beten und nein. Ich büße nicht. Natürlich, wenn ich Mist gebaut habe, dann gilt es, das wieder in Ordnung zu bringen, soweit möglich. Aber dieses sinnfreie: „Tut Buße“ ist mir zuwider, wie das Besinnlichkeiten im Advent, das Gemeinschaftsfasten zu Ramadan oder Fastenzeit.
Nein, nein, ich mag Kontemplation und Fasten ist durchaus sinnvoll. Aber die Zwänge, auch noch göttlich verbrämt? Was ist das denn Buße? In Sack und Asche wandeln hat schon mein Freund Joshua angeblich geächtet, ohne dass seine Follower dies je beherzigt hätten. Was also ist die Buße? Und warum soll ich so etwas tun? Mich geiseln, zerfleischen, klein machen vor wem? Buße ist die Anordnung einer Religion. Hat daher wahrscheinlich nichts mit einem Gott zu tun, den es vielleicht gar nicht gibt. Also gebetet habe ich, dem Tag und und seiner Geschichte Respekt erwiesen. Aber büßen? Büßen müsst ihr dann je nach Prophet/Messias selbst. Ich verstehe das nicht!