Berlin, Berlin

Heidelberg gibt sich dem Dichter hin. Diese Illusion ermöglicht es, auf zauberhafte Art entlang des Neckars in die eigenen Gedanken und Geschichten und somit letztlich ins eigene Schreiben zu spazieren. Dabei ein Gefühl von Getragensein, das immer auch Umgebensein und Halt bedeutet. Heidelberg bietet dem Dichtenden Boden.

Seit Monaten sitze ich nun in meinem Berliner Schreibzimmer vor dem Fenster, dahinter die ersehnte, versprochene kulturelle Vielfalt. Selten fiel mir das Schreiben so schwer. Ich möchte das Angebot dieser Stadt nutzen, die Stadt an sich. Und ich möchte schreiben. Ich beginne die Tage plötzlich im Widerstreit mit mir selbst. Denn in dem Moment, da ich das Haus verlasse, wird sich die Stadt nicht, wie Heidelberg, meinen Stimmungen und Gedanken fügen, sie gar verstärken. Nein, sie wird sie auslöschen. Ganz allmählich. Mit jedem Schritt tritt etwas, das nichts mit meinem Schreiben zu tun hat, in mich

Und das in einem Artikel zum Umzug nach Berlin. Jagoda Marinic in der TAZ

Die weit verbreitete Kombination aus vopoesker Bedienung und schlechtem Essen, die immer noch DDR-Restaurants ahnen lässt, gerade in angesagten Lokalen. Ich wüsste nördlich des Balkans keine Stadt, in der ich Kakerlaken in der Küche eher erwarten würde.


Don Alphonso in der FAZ

Was werden sie noch heulen bei Suhrkamp 😉