Isch bimms, Alda

vong Schobbe do
Dude kreisch
von Rissling hä

Mä bimms vong
1 Grönsche Nice ischkeit
vong Gräffche 1 Könniging
in Dubbe im Woi

Vong Palz zu Wohl
Isch bimms de Könniging
isch liewelsch dä
vong Bumbe hä

Alda mä gehn Kerwe
vong Woifeschd hä
Mä bimms donze mit Scholle
Kisselscha vong dä zu mä

(Ursprünglich am 28.9.2017 gepostet, zur Ehre des neuen Jugendwortes hochgezogen!)

Ich mach hier keine Kunst, Fraa Dogda

Gehn se weiter
es gibt nix zu sehen
hoschde net käädt?
Des is doch kää Kunschnd
Gehn sie doch weiter
Kunschd hängd
in Halle
in Kunschdahalle
in Kunsthallen!
Des do und
Das hier ist
keine Kunst.

Hab ich studiert!
Dies ist keine

Ja, Fraa Dogda ja.

Gehn se oafach weida
Weiter, immer weiter

Als ob es e Kundschd wää
Als ob

#theaterimnetz am Nationaltheater Mannheim oder die Wirrungen der Sparten

Dies ist keine Teilnahme an der Blogparade #theaterimnetz der Kulturfritzen, das hatte ich ja schon im Mai erledigt!
Langsam läuft die Theater-Saison an. Langsam? Kommt mir so vor, bei all dem Museumskram, den Blogparaden etc….
Wie immer mit Getwittere von mir….
Ich war in
-Wallenstein

-dem Maskenball von Verdi (leicht angestaubt inszeniert aber mit grandioser Musik)

-einer Sneak zu „Für immer schön“ mit der Folkerts.

(Keine Links zur NTM-Website. Beim nächsten Relaunch ist alles weg. Man denkt da immer nur in Spielzeiten. Gönnt uns keine Archive. Warum eigentlich?)

Ach und dann war ich noch im Felina. Selbst lesen klar

und vor allem „Feste im Freien“ Einer Tanzperformance vom Feinsten.

Nur so als Vorlauf zu den Wirrungen…
Morgen habe ich wieder eine Karte zu einer Sneak. Ich mag das Format, weil da tatsächlich ein ganz anderes Publikum kommt, keine Abonnenten, wie auch. Oft sind die Haupt- oder Generalproben interessanter, spannungsgeladener denn die Premieren und #ff. So. Nun. Also ich lernte, dass man bei Sneaks den Anfangszeiten auf den Karten nicht trauen darf, da die Einführungen nicht in der Kassenhäuschensoftware abgebildet werden können. Und HA! Ich fand den Spielplan erst auf den 3. Klick und einem Scroll dafür Aktuelles auf der Startseite! Storytelling! HA!

Screenshot des Nationltheaters Mannheim am 8.11.2017

Mit Links zu, ja äh Facebook und Instagram. Ohne Vorwarnung. Ich stelle mir gerade die Wagnerianer dabei vor… Auf das Sipal Posting auf Instagram ganz rechts unten hatte ich heute morgen bereits dorten kommentiert… Ein fröhliches Mix. Storytelling! Und der Spielplan ist irgendwie so gescrollt. :)) Link zu Karten, wer braucht denn sowas! Old School Marketing… Klicken ist lustigg und partizipativ!
Überhaupt die Facebook und Twitteraccounts! Diese Woche verfolgte mich gerade das „Junge Nationaltheater“, formerly known as Schnawwl, auf Twitter. Von sich aus. Auf DM antwortete der Account @NtheaterMa im Oktober auf eine Anfrage im Juli. Man wollte mir per Mail zu einem Event sogar Guidelines zuschicken, aber erst, wenn ich mich anmelden würde. Es wird spannend. Partizipativ: Googelt die Facebook-Accounts der 4 Sparten des NTM! Äh, nur das Junge und der Tanz und das NTM himself haben einen. Das Schauspiel nicht, da verlinkt der Intendant himself Gazetten und die Grünen, äh Parteien eben und den OB. Aber die gehen ja alle demnächst neckaraufwärts gen Stutengarten, wo der Schiller einst. Die Oper? Die Oper ist sensationell vertreten! Mit einem eigenen Blog! Das Alphabet-Blog.
Ganz klein links oben erkennt man, dass da die Marke NTM auch igendwie… Aber! Zitat! Was les ich Alter Sack auch sowas? 🙂

Für die Oper bist du zu jung, zu unkonventionell, zu ungebildet, zu underdressed und zu ungeduldig. Macht nichts. Alphabet ist das Programm für Operneinsteiger und wird künftig dafür sorgen, dass es keine Ausreden mehr gibt.

Da herrscht wohl eine fröhliche Konkurrenz der Dramaturgien, der Sparten, der Pressmarketender.
Aber das ist doch sicher nur eine listige Einleitung zu einem Interdisziplinären Spektakel mit dem Arbeitstitel „Die Räuber im Netz, Köchelverzeichnis 9 3/4“ Als Generalintendantin eine Nachfahrin der Dalbergs und…. Also wenn jemand einen Text dazu bräuchte, mein Impressum jagt Anfrage. Ansonsten liebe ich die Diversivität und…
Man liest sich!

[Nachtrag] Gerade erreichte ich eine Mail vom Marketing, dass der oben abgebildete Spinal-Act wiederaufgenommen wird. Man lädt uns ein. Huhu: #schiller17

Windows, Marthe und die Freundschaft

Städelmuseum Frankfurt. Ausstellung „Matisse Bonnard“
13.9.2017–14.1.2018

Die Herren Direktor und Kurator des Städel erzählen auf Youtube von der Ausstellung und man sieht in dieselbige hinein. Seht selbst:

Wie es schöne Tradition ist, im Städel, lädt die Online-Frauschaft zum Social-Media-Event. Siehe den Screen-Shot aus dem Städelblog oben im Beitragsbild. Hier entlang zur Einladung. Ich wurde nach Anmeldung eingeladen.
Es gibt natürlich auch hier die Ängste vor der Instergrammitis, das Monopol-Magazin untersuchte das gerade und zitiert die digitale Strategie des Städel:
„Wir eröffnen einen uneingeschränkten Zugang zu kunsthistorischen Inhalten und Forschungsergebnissen und ermöglichen damit eine globale Teilhabe an Kulturgut.“ Denn der Bildungsauftrag endet nicht an der Museumstür. Also damit ist das geklärt, ist nix schlimmes, sondern Zukunft und so. Die Blogbuster sind auch nicht mehr in der Kritik, oh Blockbuster meine ich, Blogbuster war auf der Buchmesse. Man kommt ganz durcheinander. Alla Hopp! Immer entlang meiner Tweets.


Eingeteilt und….


Abgestempelt für die Party..


Es ging los:


Wir bekamen eine vergnügliche Führung durch die Ausstellung, mit vielen Schmankerln und Anmerkungen, Zusatzinfos, die wir in einer Flut von Tweets und noch mehr Instagram-Postings umsetzten.
Wir trendeten sogar! Als Nicht-Fußall-Event waren wir sogar Zweiter. Doch, auch Reichweite zählt.


Die Ausstellung selbst hat mich beeindruckt. Gegliedert nach Sujets, immer in der Gegenüberstellung der Maler, ihre Unterschiedlichkeit darstellend und doch ihre Gemeinsamkeiten betonend, mit manch Kuratorentrick arbeitend, Perspektiven über Räume hinweg aufbauend. Hat mir gefallen, doch, auch wenn ich witzelte:

Wie immer das Beste bei solchen Events, die in einem leeren Museum stattfinden, der Platz, die Möglichkeit zur Konzentration auf die Führung, die Bilder, auch wenn wir mit dem Blick und der Hand auf dem Smartphone oft abwesend wirken. Man sieht mich hier übrigens lauschen.


Überraschend für mich diese Männerfreundschaft der beiden und dann noch die Namen anderer französischer Stars, die aber nicht so sehr nahe standen, eher Konkurrenz waren wie Renoir oder eben:


Die Ausstellung konzentriert sich wirklich fast ausschließlich auf das Spannungsfeld der Künstler, deren Respekt füreinander und ihren persönlichen Macken. Erstaunlich auch, dass die zwei Weltkriege, in denen sie scheinbar sorglos am Mittelmeer weiter lebten und arbeiteten, keinerlei Rolle spielten. Die „Abhängigkeit“ Bonnards von seiner späteren Frau Marthe faszinierte mich, vor allem, weil er sie zeitlebens immer als junge Frau malte.
Ich bin einen Tag später geistig noch tief in der Ausstellung. Vielleicht gehe ich noch einmal hin, aber da wartete Cézanne in Karlsruhe, die Schirn macht auf Glanz und Elend und im Dezember öffnet die Kunsthalle in Mannheim wieder. Ach im Hack in LU bin ich zur PK geladen. Man könnte überall hinrennen. 🙂 Außerdem bin ich dann Teil einer großen Horde….
Natürlich gab es auch Künstlerselfies, die wohl als provokant galten, in jenen alten Zeiten. Keine Pinsel in der Hand, keine Palette. Im Shirt! Ohne Anzug! Links der scheue Bonnard, rechts der grimmige Matisse.


Natürlich musste ich auf dem Weg zum Ausgang auch selfieren, off topic. Mit einem #twly. Wahrhols Goethe verleitete mich. In der Pinakothek konnte ich auch nicht wiederstehen. Im Link auch das Selfie vor dem Tischbeinschen Goethe, das ich bei dem Event zum 200jährigen im Städel schoss und beschrieb.


Ihr könnt mit mir ja noch einmal zum Digitorial gehen und die Ausstellung genießen. Hier entlang!
Bleibt das Abschlussfoto. Welche Gefahren das Team des Städels für uns wagemutig einging!


Es bleibt sich zu bedanken:


Und wie immer der Blick auf die Skyline auf dem Weg zum HBF.


Man liest sich!

P.S. Zum Daheim gucken auf Google Arts & Culture.
Henri Matisse
Pierre Bonnard