Tennisbloggen , alla hopp!

Oder: Lokal, local, de nos régions…

Tennis-Bloggen? Na ja, also das ist ja nichts Neues. In den Anfangszeiten der Bloggerei arbeitete man noch mit Trackbacks und Pingbacks, Kommentare zu einem Post im eigenen Blog, aber das war meist sehr umständlich, es gab bald Trackback-Spam und war technisch gefährlich.
Und jetzt kommt Tanja Praske und erfindet dafür in unseren Zeiten das Blogtennis. :))

Wie wäre es mit einem Blog-Tennis? Bist du Blogger, dann schnappe dir die ein oder andere Frage, schreibe dazu und verlinke mit diesem Artikel. Ich sammle alle eingehenden Beiträge im Nachtrag, frei zur Diskussion – das Thema: „Digitale Kulturvermittlung“ ist voranzubringen. Mach mit!

Eigentlich wollte ich nicht mehr mitmischen bei solchen Meta-Themen, weil sie sich sehr oft im Kreise drehen, mit den fast immer gleichen Teilnehmern, aber urplötzlich fiel mir ein, dass ich sowieso etwas bloggen wollte, passt gerade.

Nun. Ich habe gerade meine Twitter-Timeline bereinigt. Museen, Theater… Es langweilte mich zu lesen, dass es im „Münchner Residenztheater“ noch Restkarten gibt oder im „Heimatmuseum Irgendwo“ „Tanztee für Trachtenträger“ zelebriert wird. Ich kann da eh nicht hin. Wenn jemand über den Faust am Resi gebloggt hätte, ja dann oder Bilder von Teetrinkenden Trachtenträger, nur her damit. Aber so…
Das ist nur lokal interessant. Sonst kommt es noch soweit: 🙂

Also denkt AUCH an Eure lokale Reichweite, gerade bei Veranstaltungen wichtig. Restkarten für…interessiert jemand in 500 km Entfernung überhaupt nicht. Gerade in den Timeline-Geprägten Medien. Natürlich vernetzt Euch untereinander, aber warum guckt ihr nicht nach Gastronomen in Eurer Stadt, Region, nach Handwerkern, nach… einfach, ähm, Leuten. Zieht Leute in Eure Blase. Klagt nicht über die Blase, sondern zieht. Es könnte sein, dass sich ein Netzwerk-Administrator auch für Kunst & Co interessieren könnte oder ein Chemie-Ingenieur. Darf eine Installateurin nicht ins Ballett? Nein Euer Rubens oder Schillers Mozart wird damit nicht banalisiert, auch Eure Einrichtung nicht. Das mit dem Menschen fischen ist schon alt, nä. )) Berichtet von Euch, eurem Personal, aber mit Pfiff!
Guckt: Das Blog der Staatsoper Hamburger:
„Hummel Hummel – Mors Mors: Violine trifft Bühnenpforte“. Der Pförtner (sic!) äußert sich zu Lulu. Kann er, darf er, macht er gerne. Kein Wort fällt darüber, dass selbst der Pförtner…. Das interessiert mich auch im tiefen Süden. Lulu gibts hier vielleicht auch.

Screenshot Blog der Staatsoper Hamburg. Siehe Klick


Man muss nicht studiert haben, um mitzureden, seht ihr. Oder doch? Dann braucht ihr keine Digitalen Spielzeuge, das Großbürgertum bekommt ihr da eh nicht, die lesen die Zeit. Im Print.
Geht in die Breite, nur dort findet ihr neues Volk, das Eintritt bezahlt…
Dazu müssen die Menschen aber erst einmal wissen, dass es euch gibt.
Ach, gerade auf Twitter gelesen:


(Auch die Staatsoper Hamburg…, lokal gelockt)

Jetzt aber! Tanja spricht!

Weiterhin können Kooperationen mehrerer Kulturinstitutionen einen Ausweg bieten, trotz schlechter Personallage Social Media zu stemmen, Reichweite aufzubauen. Die Arbeit wird auf mehrere Schultern verteilt. Dabei muss ein Social-Media-Team gebildet werden. Jemand muss die Aktivitäten koordinieren. Ein Ort kann so als Kulturstadt Aufmerksamkeit erringen, die Neugier wecken. Das Stadtmarketing, die Touristik können und müssen in meinen Augen unterstützend eingreifen, da Kultur ein Besuchermagnet werden kann.

Das ist sehr weise, Tanja! Aber! Das darf dann aber nicht Hochglanz-Werbung enden. Hach, was sind wir so toll, kommt, die Hotelbetten warten. Auch hier: Schielt doch nicht (nur) nach chinesischen Touristen, es wohnen in den Ballungsräumen doch genügend Menschlein. Die wären vielleicht dankbar für Informationen, nein keine aufdringliche PR, schlicht Informationen. Ihr müsst nicht immer im Flick-Flack durch das Facebook-Fenster flitzen. Manchmal genügt schlicht die Information, gut aufbereitet.

Kommen wir zu einer praktischen Vision! … de nos régions

Ich zitiere mich jetzt selbst: „Public! Wo Fakten im Biblioseum wuchern!“ Ein Beitrag zur Blogparade Public! der Stadtbibliothek München.
Auf eine zusätzliche Idee gebracht hat mich meine Anordnung der Browser-Lesezeichen, wie sie sich so eher zufällig ergeben hat: Unter dem Hauptordner „Biblio“ kommt „Kunst und Theater“!

Teil meiner Lesezeichenleiste unter Chrome.

Ich hätte gerne praktische Informationsarbeit! Neutral, auch geschmacksneutral. Etwas für die local Heroes. Ein Ort, wo ich herausfinden kann, was in dieser Stadt, dieser Region zu finden ist, was läuft, wer spielt, wer singt, wer tanzt, wer schreibt, wer malt. (Region: Ich kann lässig mit 2 Straßenbahnlinien 3 Stadtbibliotheken anfahren in 2 Bundesländern, aus einem 3. heraus, z.B.). Nein, keine Touristeninformation, sondern Einwohnerinformation. Eine Art Litfaßsäule 5.0. Endlich ein Ort, wo keine Marketinger sich in Stadtzeitungen die Hälse trocken schreien, sondern Gelegenheit für diese still und sich einordnend in die große Gemeinde der Kulturverursacher. Stände, Altäre, Linklisten, Playlists, wie auch immer präsentiert, gerne mit Menschen vor Ort. Gleich mit Ticketshop oder Link zum Onlineshop, der Verkehrsverbund mit eingebunden, gleich zum mitbuchen. Theater, Museen, Galerien, Bühnen, Großkunst, Mittelkunst, Kleinkunst. Kneipen, was weiß ich was alles. Einfach alles. Und wieder kuratiert, präsentiert. Partizipativ? Verabredung zum Konzert, zum Museumsbesuch, zu…
Und das jetzt im Web zusätzlich!

Zunächst wäre es ganz einfach eine moderierte Linkliste zu den Websites, von Parks über Szenekneipen, was weiß ich was zu den Leuchttürmen. Gepflegt. Mit Angaben zu SoMe, Blog, sonstwas, Adresse. Jedes gelinkte Haus verpflichtet sich diese Linkliste in ihren Webauftritten zu verlinken. Diese Linkliste. wird aber auch auf einer neutralen, zentralen Seite öffentlich verfügbar gemacht. Das wäre eine Aufgabe eines Stadt-Kreis-Region Marketing. Für meine Begriffe. Leute, Menschen interessieren sich für Viererlei. Nicht nur für Euer Museum. Das kann natürlich ausgeweitet werden zu einem Eventkalender, einem Redaktionsblog mit Highlights et cetera.
Das Kellertheater auf Augenhöhe mit der Staatsoper…das Bierdeckelmuseum mit der Staatlichen Kunsthalle. Eure SoMe erreicht so Reichweite und ist solidarisch. Kommen wir jetzt zu dem Punkt, warum ich sowas schreibe, der Versuch eines Win-Win? :)))))

Liebes Kulturbüro Rhein-Neckar, liebes @KulturRN
Könntet ihr nicht Eure Metropolpower vielleicht dafür einsetzten? Einwohnerinformation, auch für Touristen? Metropolweit und vielleicht auch für Nachbarn, im VRN, RMV, wir Menschen in HP sind auch Teil der MRM? Das wäre eine geile Kulturvision!
Wir würden auch gerne mitdenkfesten! Also ich hätte das gerne. Vielleicht könntet ihr aber auch die Rheinpfalz überreden den Meier aufzupimpen. Vielleicht würde ja auch der MM und die RNZ helfen… Es wäre mir egal, wer es macht, aber das wäre so… Nein, kein Kulturmagazin, Online-Hochglanz. Nein: Sowas in schön.

Screenshot „Meier-Online“ Quelle: Klick.


Da hätten die Social Media Akteure im Delta Reichweite und Motivation und ich könnte gemütlich schmökern. Ja, ich würde in Grenzen auch dafür bezahlen.

Pedale treten Betonweg

[Update] Ein Bericht des „Mannheimer Morgen“ in der Ausgabe „Neckarstadt Ost“ ist online..

„Als alter Hase wusste er sein Publikum zu unterhalten – unter anderem mit erotischen Fantasien zum Thema Fahrtwind“….

[/update]

Gewidmet allen tapferen Pedaltretern, die unentwegt über die Betonwege pesen, von Punkt A nach B. Im 200. Jahr des Drais am 08.Februar zu Mannheim. Siehe auch: „Radfahren, Theater und Literatur.“

Mein Beitrag bei der #spätlese13 im Theater des Felina-Areals.

Windliebe auf dem Rad, ich komme, ich komme

Lesung #spätlese13 Theaterareal Felina Foto: Angela Wendt (Man dankt!)

Ich streichle das Gesicht dieses Windes, wie er meines. Die Nase taut, während mein Rad gen Westen in seine Arme läuft, kaum ein Fortkommen, so heftig bläst er nur für mich, treibt die Wolken dort oben zu meinem Vergnügen, über mich, hinter mich, an die Hänge der Bergstraße, bis sie platzen und steigen, den Hochnebeln gleich, an dem Minarett vorbei, das heute Nacht wieder grün leuchten wird. Er küsst mich, nein mein Wind ist kein Mann, umfängt mich, spielt mit mir, küsst die Stirn. Nicht so heftig, mein Freund. Ich bin ein alter Mann, meine Knie ächzen, meine Fußgelenke stöhnen, nicht ganz so kräftig. Ja, so. Ich spüre dich durch die dicke Jacke unter der Kappe, auf den Schenkeln, langeunterhosenbedeckt. Ich gebe mich dir hin, erschaudere und dort, ich komme, ich komme. Ah, die Garage, ein Taschentuch und atmen, atmen, atmen. Der Wind, der Wind, das himmlische Kind.
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DVBT2 und anderer Fernsehkram

Ach so ja. Diese „privaten“ Sender, die ab und an ihr Werbegetöse manchmal mit „Programm“ unterbrechen, interessieren mich nicht. Obwohl ich sie am Erstfernseher via Schüssel alle betrachten könnte… aber:

Seit Jahren benutze ich meine Rechner auch als Zweitfernseher. Gerade für Fußball. Und wenn man parallel gucken kann ist das sehr entspannend :))
Seit ich Rentner bin gucke ich auch abends mal gewisse Dinge. Schreiben, lesen, Musik hören etc. macht man ja schon Tags über und Winterabende sind lang und schließlich kann man nicht JEDEN Tag ins Theater gehen oder? :))
Und sorry, aber Netflix oder Amazon Prime bieten auch fast nur Mainstream und diese Serien, bis auf Ausnahmen *augenroll*.

Screenshot DVB viewer mit DVBT2_Stick


Ich hatte um lineares, terristisches Fernsehen zu glotzen einen DVB-T USB-Stick, der sich dann aber weigerte den Update nach Windows 10 mitzumachen und er verweigerte auch die Zusammenarbeit zu Xbuntu 16.XX. Das traf zusammen mit der (doofen) Abschaltung von DVB-T zugunsten von DVBT2.
Ich investierte also in einen neuen Stick. Andoer Digital. Sowas bekommt man leider örtlich gar nicht, also muss die Krake bedient werden. :(( Die beigelegte Software war Schrott, meine alte konnte kein HD. Also leistete ich mir für 20 € den DVB viewer Pro. (Hat einen guten Support).

Gerade solche kleinen Firmen sollte man unterstützen und nicht nur mit den Demoversionen spielen. Ich meine zwei Mittagessen irgendwo sind teurer. Das läuft alles ganz ordentlich und die Aufnahmefunktion auf Platte klappt gut. Nur: Es ist halt terristisch und bei schlechtem Wetter funktioniert das mit der Stubenantenne nicht wirklich immer für alle Sender. HierzuLand.

Natürlich kann man alles auch im Netz selbst haben. Bei Großereignissen wie Füßeball-WM brechen aber die Server immer wieder zusammen. Trotzdem, und weil es was zum Spielen gibt meine Webstrategien:
(Ach so ja, nicht überall gibt es alle 3. Programme der ARD via Antenne!) Vergesst Zattoo & Co, das geht auch so!

Da wäre zunächst:

Mediathekview. Eine Java-Software um die Mediathek-Bestände der öffentlich-rechtlichen Sender zu durchsuchen, sie direkt anzuzeigen oder sie herunterzuladen = schnellaufzunehmen.
Ich mag das, vor allem, um die Dokumentationen von Arte oder 3Sat zeitversetzt anzusehen.

Screenshot Mediathekview mit den Links zu den Livestreams


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Public! Wo Fakten im Biblioseum wuchern!

Achtung! Betriebslaie, Benutzer only! Traumtänzer!
Mein Beitrag zur „Blogparade Public“ der Münchner Stadtbibliothek.
Gefragt ist:

Wie kann, wie soll eine Bibliothek im 21. Jahrhundert aussehen? Welche Anforderungen stellen die Menschen in Großstädten an ihr kulturelles und soziales Umfeld? Wie können Bibliotheken mit ihnen gemeinsam neu gedacht und geplant werden? Und wie prägt die öffentliche Bibliothek als Kultur- und Bildungsinstitution die sie umgebende Stadtlandschaft?

Und mir ging nicht aus dem Sinn, was mir in Koblenz einfiel:


Aber bestimmt ist das eine ganz tolle Bibliothek, da. Sieht wenigstes so aus. Müsste man Koblenzer befragen, wie sich das anfühlt!
Meine Blogbeiträge dazu, was ich denn in Koblenz zu suchen hatte.. „Kastor, das Heer, die Mosel, der Rhein, Koblenz.“ und „Beautiful #Tweetupko“
Ich hatte ja schon über Bibliotheken in Blogparaden geschrieben oder in solchigen gelesen.

Das mit den Bibliotheken scheint ja einfach zu sein: Ein paar Regale, dort stehen Bücher, man kann sie leihen und muss sie wieder zurückbringen. Seit Jahren schon auch Musik oder Filme auf Datenträgern oder Noten.
Also eine Datenträgerverwahranstalt? Und Datenträger? Doch, ein gedrucktes Buch ist auch ein Datenträger. Nein, keine Debatte über Print oder anderes, es gibt wichtigeres zu besprechen.
Es gibt insgesamt eine Krise der Datenträger. Man braucht sie eigentlich nur mehr als Backup. Bücher, Musik, Film und Co gibt es längst digitalisiert und irgendwann wird Google auch die Bibliotheken durch haben.

Screenshot „Google Play Store“ 1/2017


Apple hat das ja quasi als erstes die Musik-Datenträger überflüssig gemacht, Netflix & Co sind dabei das Kino überflüssig zu machen, wie auch das Fernsehen. Wollen wir das alles nur den Großen überlassen? Weiterlesen