Birken


 
 
 
 
 
 
Ein Stocken
ein Hauch
Birken weiden
blaue Himmel
wolken Schäfchen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
 
 

In meiner Twittertimeline war für kurze Zeit Birke ein Schlagwort, warum auch immer, Peter Hellinger veröffentlichte ein Haiku Ich blickte aus dem Küchenfenster und sah die Birke stehen, daraus entsand ein #twly, das jetzt hier neben Nachbars Birke steht. Lyrisches web 2.0 😉

überhand

ob die Welt wohl
die Sonne zuckert
schwarz gold rot
dieses mal
diskus an tannen
ausgelutscht
ungeworfen
das sein
glotzt aus weißen
Häusern zwei
Augen rolladen
und im Ring
das Glück vielleicht
im Focus von Ferne
überhand

spontalyrik zu einem Bild aus der Gallerie #iphoneography http://tillape.posterous.com von TillaPe „Schnuller dir die Welt schön“

Bild eingebunden aus http://tillape.posterous.com/?page=5 und http://instagr.am/p/ChwvZ/ Copy*and*all*rights by TillaPe
http://images.instagram.com/media/2011/03/25/5aee853914bd428b80d047c2b93635dd_7.jpg

*Bemerkungen…

Ich hatte ja schon zu Tilla’s Bildern geschrieben, aber das war Heftig-Fotografie und Kunst-etcetera, aber seit neuestem fasziniert mich die Entdeckungsreise dieser Fotografin mit dem Spontanwerkzeug Smartphone-Fotografie. Ich meine ich hab auch ein Smartphone und ich knipse damit, aber was Tilla da ganz spielerisch, spontan macht ist weit jenseits dessen, was ich mit ähnlichem Werkzeug bewerkstelligen könnte, es ist nicht meine ganz große Begabung… Und dieses Bild in ihrer #iphoneography Gallerie mit dem Spielzeug instagram fabriziert hat mich fasziniert.(Es wird nie Orte geben, die diese Kunstform, autsch jetzt hab ich das doch gesagt, na ja, wenn schon sag ichs nochmal, diese Kunstform besser darstellen können als Space in Net, und wenn es instagram & posterous ist) und dieses Bild war so schön und nein, all meine Tristess, die ich in DA-HBF da schon erlebte wollte ich nicht beschreiben, ich bin zu gut drauf heute…

hearing during poem-writing via sky.fm / oldies
Stevie Wonder – Uptight
Carole King – Sweet Seasons
Simon & Garfunkel – Mrs. Robinson
Bobby Day – Rockin‘ Robin
Herman’s Hermits – Can’t You Hear My Heartbeat
Monkees – I’m Not Your Steppin‘ Stone
Georgie Fame – The Ballad Of Bonnie & Clyde

Hohes Lied für meine kleinen Geister

Meine kleinen Geister sammeln Zellen im Hirn, traben durch das Herz, berauschen sich in der Lunge an reinem Sauerstoff, diffundieren durch die Haut in die Tastatur, fließen durch die Füller, bläuen Papier. Sie schreien und rauschen, tauchen, krakelen. Kleine Geister in großen Gewändern, rätseln, schwadronieren, glucksen, fürchten, lachen. Ich liebe meine kleinen Geister, sie sind wie ich. Nicht wie die großen, edlen, die verstaubt auf Sofas thronen, runzeln, stirnen, bedächtig sinnen, nur das All in Sicht, eifersüchten, göttern, Ideen zementieren, Ewigkeiten stauben, Gestirne bemöbeln, Kunst erklären, Räder erfinden. Die großen Geister besetzen, platzen im Hirn, drücken Weh, krampfen Herz, stocken Luft, kranken. Schwer ist die Welt und meine großen Geister, ach was liebe ich die kleinen. Sie rennen mit Mozart zum Bach, hüpfen über die Rolling Stones, verschwinden in der Trompete des Miles, lesen dem Grass aus Winnetou. Kleine Geister bröckeln inkorrekt, fetten fast, food und foot, kleine Geister geistern, saufen, räkeln, treiben, ritzen, lieben. Meine großen Geister erfinden sich, und die Liebe an sich. Meine kleinen Geister lieben sich und… dich, oder dich, michselbst? Kleine geistern im Gebüsch, opfern in den Archiven der großen Geister Mäusekot auf den Altären der IdeoReli-Logen, spielen Schmetter mit den Lingen. Ach so cross die Welt, wenn kleine Geister mich belieben.

hearing Händel Concerto Grossi 6, Allegro

Ich habe nichts mit dem Verein „Digitale Gesellschaft“ zu tun!

Es gibt keine homogene „Netzgemeinde“, keine allumfassende Community, keine Sphäre. Es gibt viele Gemeinschaften, Gemeinden, sonstiges im Netz. Ich bin gerne Teil der von mir ausgewählten Teile, gerade weil es hier sehr wenige Vorschriften, Vereine, Gedingse gibt, außer den Gesetzen, die überall gelten. Ich will daher jetzt schon mitteilen, dass der Verein „Digitale Gesellschaft e.V.“ in keinster Weise für mich sprechen wird, selbst wenn Teile seiner Aussagen und Taten meine Zustimmung finden. Dieser Verein spricht NICHT für alle, für mich jedenfalls nicht. Ich bin KEIN Teil dieser „Digitalen Gesellschaft“. Mir gehen diese Dominanz-Versuche der Berliner Bloggeria-Twitteria um Spreeblick, Lobo, Seemann, Passig, die Papparazis, der Riesenmaschine, der netzpolitik.org, seit Jahren auf den Geist. Schminkt Euch das ab, berennt meinetwegen den eh bescheuerten Bachmannpreis in Kärnten, aber lasst mir die Ruhe, uns restlichen die Ruhe. Es ist schlimm genug, dass wir es zuließen, das die Regierung wieder nach Berin zog. Eine „Internet-User-Vereinigung-Bloggervertretung-Twittergedingse-Sonstiges-Social-Trallala“, die in Berlin Sitz hat und von dort dominiert wird intransparent sein und wahrscheinlich nur der PR einiger weniger dienen. Lobby ist Lobby, egal von wem und von Übel!

Auf jeden Fall hat das alles NICHTS mit mir zu tun.
Ich wünsche trotzdem allen viel Spass auf dem Klassentreffen der re:publica.

Digitaler Viernheimer Medien-Triathlon

(Zusammenschnitt von Screenshots der jeweiligen Angebote)

Ein Staunen, ein Raunen und ein Grinsen überkam mich, als ich das in der Gesamtheit realisierte. Viernheim, Vänne wird textlich digital. Doch. Zu der alten Tante „Südhessen Morgen“, die in Viernheim journalistisch nur dann zur Höchstform aufläuft (in Print und Online, siehe meinen Senf hier), wenn es über den Streit der sich liebenden Innenstadtkatholiken geht und das Viernheimer Tageblatt (print, online nur die 1.Lokal-Seite täglich), über das man eigentlich nichts sagen muss, man siehe meine Bemerkungen hier, kommen 3 Netz-Angebote hinzu. Alle im März 2011, alle noch vor der Kommunalwahl gestartet. Erstaunlich. (Off Topic: Die Sommerbühne Viernheim hat eine Facebook-Fanseite, was ich am erstaunlichsten finde.)
Also den Anfang machte das Viernheimblog von Hardy Prothmann, das am 7.3.2011 an den Start ging, den ersten Eintrag des viernheimer.info von Bernd Rainer Karl finde ich auf seiner Facebook-Seite am 15.3.2011 und am 26.3.2011 verkündet Steffi Beckenbach („1. Vorsitzende/Geschäftsführerin des Vereins freier Journalistinnen und Journalisten zur Förderung der Medienvielfalt“ und Herausgeberin) auf wkw den Start von viernheim24.de. Un des in Vänne. Jesses. Muss ich bebloggen.
(An dieser Stelle fehlen mir schmerzlich das ehemalige Gemeinschaftsblog „Kurpalznotizen“, was hätte dieses Gebabbel dort gut hingepasst!)

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Nur Himmel, sonst nix.

Über den Wolken sehe ich nur Himmel und sonst nix. Ewig blau ins grau, irgendwann wird es wohl schwarz, unreflektiert die Sonne, über dem Himmel, den sie gen NYC oder Pisa passieren, jährlich, dort wo der Mond ebbt und flutet, in Räumen, die sie Welt nannten. Ich muss nicht mehr auf Wiesen liegen und starren. Hoch, gen Himmel mit grünem Hintern und Knien, um Farben zu mischen, in die ewigen Frühlingsgefüge. Die Erdumrundungen mit der Reproduktion meines Genpools, in aller Ursprünglichkeit, feiern (ach die nachgehängten Verben, wie liebten wir sie, um die Professorentöchter und ihre Liktoren zu ärgern). Ihr wisst schon was ich meine. Doch, Sex hat was mit Fruchtbarkeit zu tun, erstaunlich nach all den Jahren, nicht wahr? Das mit den Enkeln. Doch, doch. Und das hört nie auf. Jenseits der Kinderwägen. Aber deshalb muss ich doch nicht über die Wolken. Dicht unterhalb der Gewitter mit Regenschirmen durch Cocktailbars surfen, die Ohren dicht an die Kopfhörer gepresst, die Songs der Postpubertät via Smartphone direkt aus Californien auf den Ohren. Ich schwebe gerne drei Millimeter über Grund, den Kopf in die Orte transpiriert, die trockene Nebel sumpflos wolken. Dort, wo, ach hallo, Du auch hier, ja wollte ich auch gerade sagen. Angenehm hier, nicht wahr? Drei Millimeter über Grund. Wir schwallen, schwollen zu Millimeter Vier. Draußen regnen sie Worte.

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