Die Weschnitz Teil 1 [update]

Manchmal ist es gut zu warten, Diese Geschichte kann ich jetzt neu schreiben, mit zweitem Teil….
und diesesmal ist Biblis abgeschaltet, mal sehen…

Die Weschnitz
..ein Nibelfluss, der ein Bach ist.
Überlegungen zu einem lyrischen Projekt
oder der Zug der Nibelungen

Teil 1

Abenteuer 1 An der Quelle
Abenteuer 2 Von der Mündung bis Lorsch
Zur Erklärung…..

Mir schwebt schon lange ein Projekt vor, das um die Nibelungen herum angesiedelt ist. Jenseits von Wagner und dem ganzen Nazidreck, der rund um die Nibelungen-Sagen, diesen Legendenkreis entstanden ist. Vor allem das Nibelungenlied hat es mir schon lange angetan. Ich lebe in der Region um Worms/Odenwald , die der Autor (die Autoren?) als literarischen Ort des Geschehens der ersten „Abenteuer“ festgelegt hat. Ich begreife die handelnden Figuren als Menschen..
(das war mir zu lang für das Blog und so gibt es das: ) weiter im PDF

Schönheit hoffen in Trotz aus Rotz


 
 
 
 
 
 
 
Origamis zerschellen
am Strand in
Drachenwellen
Bonsai gespalten
Fratzen verbeugen
sich lachend
atomare Faust
Keile schmettern
und die Furcht
treibt Haikus
in die Pinsel
der Schönheit
Kirschen werden
blühen vielleicht
Tränen gießen

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Gebete eines Agnostikers #7 Engel und die Politik

Eine Nachtkritik

So ein tolles Konzert. Doch. Ein Trommler-Musiker aus Bagdad der auch die klassische arabische Musik beherrscht und jede Menge anderer Musiken auch, ein schüchterner evangelischer Kantor aus Michelstadt mit dem verträumten Hang zur Improvisation nach allen Seiten und eine Kletschmer-Klarinettistin, die auch das Sax und das Schofar bläst, schade ich hätte sie mal gerne mit Miles Davis gehört. Und ein Mashup aus dem Liebestraum und Hava Nagila ist toll, doch. O.k. das Konzert hieß „Kirche, Synagoge, Moschee“. Und es wurde musikalisch für die Verschwisterung der Kulturen, dem interkulturellen Mashup geworben. Die musikalischen Ansätze waren gut, sehr gut sogar, und ich hätte mir die 3 Vollblutmusiker wirklich in einer Session, wie der letzten Zugabe gewünscht, ohne Erklärungen für uns provinzielles Volk, doch, das wäre Weltmusik vom Feinsten im Jazz beheimatet, seufz.
Und doch, mein eingebauter Agnostiker wurmte sich in meinem Seelchen umher. Es war zu viel Gebet zu Gange, zu viele Engel, sonst welches himmlisches Personal. Ich mag klassische Musik, gerade die Messen der Größen, auch arabische klassische Musik, ich mag Kletzmer, das alles sind grandiose Inkarnationen ihrer respektiven Kulturen, samt anderen Spielarten auch, aber ich beginne mich zu wehren, wenn ich jenseits der Musik in die Gebete der Religionen mit einbezogen werde. Und wenn das Xaverl, aus der Wallstadt nebenan, hineinpoesiert, hust, nun ja, als ob ich selbstverständlich Teil einer dieser Religionen wäre. Bin ich aber nicht, nicht mehr. Und wenn das Xaverl Milliarden CD€s verkauft…
Und es grummelt aus dem hohlen Bauch heraus. Wie bitte? Die drei monotheistischen Religionen sind in ihrer musikalsiche Tradition mischbar? Aber natürlich, das ist beglückend und alles und doch. Was daran ist daran eigentlich verwunderlich? Letztendlich ist dieses Christentum nix weiter als eine Horde an jüdischen Sekten, die dann doch den Kontakt zum Ursprung leicht verloren haben und der Islam ist ein Fork (siehe da) von beidem, so von ganz weit her betrachtet. Natürlich passt da einiges zusammen und es war toll es zu hören, nur: Diese 3 verschwisterten Religionen führen untereinander und auch zwischen den systematisch untergeordneten Sekten Krieg. Die Künstler, die Musiker sind nur Beiwerk, an den Höfen gelitten und bezahlt. Aber irgendwann herrscht immer Krieg. Verbal, real. Die jeweiligen religiösen Oberen bekämpfen sich, die Innenminster führen Terrorkämpfe auf Basis dieser jahrtausende alten Ideen. Die Fäuletons streiten sich gerade über irgendwelchen Islamismus, zum Beispiel, unser neu gegelter Innenminister teilt die Religionen wieder nach deutsch und nichtdeutsch ein. Dieser eifersüchtige, brutale, monotheistische, eifersüchtige Gott, beginnt wieder die Debatte zu beherrschen.
Wann nehmt ihr uns Agnostiker, Atheisten und sonstige nicht mit in Euren Traum vom Mashup der Kulturen? Und: wann werdet ihr die Hälfte der Menschheit, nämlich die Frauen in Eure kultischen Angelegenheiten wirklich aufnehmen, in der Moschee, der Synagoge, den katholischen Domen?
Weil wir kein Schofar blasen? Weil wir den süßen Jesus des Johann Sebastian nur noch musikalisch würdigen wollten, im Kontext unserer Ungläubigkeit?
Ach was hätte ich die Musik ohne Erklärung genossen, ohne ……

Dies war mein Gebet an die Götter, die es vielleicht nicht gibt und die unschuldig sind an Naturkatastrofen und den Gaus der dummpratzigen Hypris.

Einfach nur Mashup Musik, ohne …. ok. ich bete ja schon nicht mehr. Nein, geistliche Musik für Agnostiker wird es nicht geben, Musik für die Seele bestimmt, aber wir kulten ja nicht, sind….

Es wäre nett, wenn man uns in den geistlich Kreisen, ach was. Vergesste es, Es gibt uns ja nicht, uns Agnostiker und Atheisten.

btw. Kennt ihr das Kyrie aus… ich hör ja schon auf! Ach dürfte ich das alles noch einmal hören, nur die Musik, ohne Erklärungen? Nur die Musik? Ich würde dann sogar mitklatschen, vielleicht

5. Kleine Buchmesse im Neckartal, Neckarsteinach 2011

Buchmessen, ob klein oder groß sind eigentlich mehr Begegnungsorte als wirkliche Geschäftsmonster. Und wenn man in der Szene schon herum gekommen ist, dann kennt man bei einer kleinen Buchmesse natürlich noch mehr Leute. Dieses Jahr in Neckarsteinach stand Neu-Alt-Kennenlernen an. Claudia Schmid, nun 2. Räuberchefin, die ich persönlich nur aus Facebook kannte, Frau Scheuermann auch von den Räubern, Szylla war da, die Oktafedern, Bernhard Theis mit seinem Musenkuss las unterm Dach.

Marlene Klaus (auch ehemalige Räuberin wie ich) feierte am Stand des twitternden Dryas ihren brandneuen Roman „Beschützerin des Hauses“, einen historischen Roman aus dem kurpfälzischen Hockenheim (ja, das mit dem Formel_1_Ring) des Jahres 1593 und signierte ihn mir, und ein Stück S-Bahn fuhren wir heimwärts auch noch.

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