Tweihnachtsmärkte

Im Dezember 1146 begab sich der Kaiser mit den Großen des Reiches von Frankfurt nach Speyer,um hier das Weihnachtsfest zu feiern…
Zur Weihnacht 1146 predigte der „heilige“ Bernhard von Clairvaux im Dom zu Speyer solange und sang Marienlieder, bis sich der deutsche Kaiser Konrad III samt seinem Neffen, und kaiserlichem Barbarossa-Nachfolger, dem Kreuzzug des Papstes gegen den Islam anschlossen.
Seit 854 Jahren dieses Theater.

und bestimmt gab es auch damals Leute, die einfach nur Weihnachten feiern wollten.
Egal mit welchen Göttern Licht in die Dunkelheit schickten, IHR Licht am Hotel der deutschen Kaiser und den Kaiser Kaiser sein ließen und den Papst den Papst, samt dem christlichen Abendland und dessen Leidkultur.

wie heute wieder.. immmer noch, einfach friedlich sich treffen und essen und trinken zur Ehre der Freundschaft, wenn schon

was scheren uns die alten Konzile in Konstanz…

Ach, die Freiheit der Gedanken

Gedanken lösen Buchstaben. Nicht auf. Sie tanzen über die Sätze und sehnen sich nach Runen, oder den Kalligrafen des Orient. Sie ängsten vor der Tastatur, selbst die softe auf dem Android fürchten sie und den Füller auf der Kladde wollen sie zerlächeln.

Soll ich Gedanken zwingen in Gänsekiele zu fließen, ich hätte auch gar keine Tinte dafür, müsste Patronen dafür lynchen. (Grüße an die Höllen_Time_line Mr. Lynch btw.)

Meine Gedanken sind frei. So frei sich nicht äußern zu wollen. Morgen wieder, vielleicht. Wenn ich sie malen wollte, sagen sie, dann könnte man vielleicht, reden, sagen sie. Ich meine, wie redet man mit eigenen Gedanken? Lyrik ginge immer, sagen die Altvorderen und liegen längs der Lappen. Ich könnte komponieren, Gedanken transponieren. Sie malen. Mich. Gedanken lösen sich, rennen durch Blockaden und schwimmen in die Losigkeit.
Die Gedanken sind frei….. Und ich? gedankenlos tippte er…

Teufel aber auch

Die Müdigkeit kroch ihm aus dem Hirn, man sah es, aber darunter leiden wir morgens um 5 in der Straßenbahn alle ‘mal, man spricht nicht darüber, es ist Teil unserer Zunft der Frühschichten. Aber heute saß mir der Teufel gegenüber. Doch. Sagte er jedenfalls. Höllenfürst grinste er schief. Gefallener Engel. Ich nickte wissend, sowas passiert morgens um 5, wenn der Schlaf 4 Stunden zu kurz war oder 6. Ich schlief schon tausend Jahre nicht mehr sagte er. Früher lag ich sogar im Fegefeuer und pofte. Ich nickte wissend. Kennen wir doch alle. Wenn die Müdigkeit aus dem Hirn kriecht. Agnostiker? Fragte er. Unverschämt die Frage, morgens um 5, wenn selbst die Ausstiege-rechts frieren und sich nach Links sehnen. Ja, Agnostiker. Ach, sagte er, wenn es keinen Gott mehr gibt, dann auch keine Teufel. Er spielte mit seinem Feuerzeug. Kennen wir, morgens um 5, wenn das Gehirn Lappen gähnt. Sei ein Engel und drücke auf den Halteknopf. Ich drückte und er lachte. Sei ein Engel und verschwand. Der Tag lachte und lockte mit Licht in 3 Stunden.

Guttat

Im Stadtwald von Neustadt, dort wo Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen wohnen, saß ein armes, armes Mädchen in ihren dünnen Jeans und nur mit einem dünnen Unterhemdchen, das ihr der böse Bruder übriggelassen hatte und weinte bittere Tränen. Es hatte Hunger und kein McDofald weit und breit, sogar ihren AiPod hatte die böse Schwester ihr weggenommen. Ihre Wasserflasche, die sie sonst immer dabei hatte, war vom bösen Bruder ausgeschüttet worden und sie aß den Schnee um nicht zu verdursten. Alles nur, weil sie den nächsten Level auf der Wii vor den beiden heimlich erreicht hatte. Sie pufften sie in den Stadtwald und ließen sie dort jämmerlich alleine, schon eine Viertelstunde lang. Sie sehnte sich nach ihrem AiPhone, das zu Hause auf dem Bettchen lag und die Tränen rannen ihren gepiercten Lippen entlang, immer weiter, bis dass der Schnee sie schluckte. Doch da erklang ein heiteres Gebimmel, von fern nahte Niklas, der heilige Rapper, der eine neue App auf seinem iPad ausprobierte und lachend Sternenklänge und Schlittengeläut in den Schnee schickte und gar wundersame Gefühle in dem Mädchen auslöste, so heimelig klang das nach der guten alten Zeit, als die bösen Kinder noch geprügelt wurden und um Punkt 17:00 gegessen, wenn der Herre Vater von der Maloche kam und Mutter blauäugig dünne Suppen kochte.
Niklas sah das arme Kind und bedeckte es mit seiner neuen Bomberjacke und fragte nur: „Brother ej?“ Das Mädchen nickte hoffnungsfroh und Niklas nahm das Kind bei der Hand und leitete es heim zum AiPhone und drohte dem bösen Bruder mit der Vergeltung der Gang, sollte dem armen Kind noch einmal der AiPod entwendet werden. Unter Tränen und schwerer Reue versprachen die böse Schwester und der böse Bruder dem heiligen Rapper Besserung und luden dem armen Mädchen alle Songs von ihm aus dem AiStore auf den AiPod, auf eigen Rechnung. Niklas der heiligste Rapper sah dies mit Freude, denn so wuchs aus der guten Tat die Börse, seine. Jede gute Tat wird belohnt, von den heiligen Mächten im Stadtwald von Neustadt in jener heiligen Zeit, die oft von Schneeschauern begleitet wird. Nikals der Rapper gedachte eine neue Song-App daraus zu machen: Ei, Mädchen im Walde, gute Tat im Wald, Brother….

so schaurig schön kitschig wie die Pfarrer Heiko Kuschel aka @citykirche_sw auf evangelisch.de kann ich das nicht, aber sarkastisch geht, mal so zur Abwechslung.

Worte

In meinem
Meer die Worte
einst
ein
gebläut
befreien
die Staben
zu Buch
finden
Gedanken
jenseits
der Worte

(Bildquelle facebook..)

Spontanes Crossover zu einem Bild von Rita Hausen, selbst Dichterin, eigentlich Hilde Domin gewidmet… ich hab mich getraut, obwohl … 😉 aber Rita ist eine alte Mitstreiterin, sintemals bei den Räubern 77… danke, Rita. Und siehe da Facebook ist doch zu etwas gute ;-))

so Wik, mein i

250 tausend Depeschen weiter sehen wir uns an, die Wahrheit und ich. Man fasst es nicht, aber DIE Wahrheit saß auf meinem Schoß und betrachtete mit mir die Wikileaks Depeschen, alle, einzeln, ausdauernd, nachhaltig, inniglich. Und dann lachten wir. Ich wollte sie küssen, aber DIE Wahrheit rutschte von meinen Knien und tanzte, dass es sie gar nicht gäbe und außerdem asexuell oder besser okto-sexuell sei, was ich aber wohl nicht verstünde. Es gäbe immer 5000 Wahrheiten, statistisch gesehen, so ungefähr. Und sie sei eben MEINE Wahrheit, eben gerade, so wahr wie all die Depeschen. “SO wahr?” fragte ich und zog sie wieder auf meine Schenkel. Sie hopste auf und ab und zeigte auf die letzte Depesche. So. Ich las und sah sie schwinden. Lametta-Depeschen küssten die Wahrheit und zerkringelten sich zersilbert ins All.
250 tausend Depeschen küssen mich. Auf meinem Schoß liegen Krümel des Weihnachtsbrezels. Ich verkaufe meine Zweifel den nagenden Grübeleien, aktie sie und drücke sie dem Geldwertenvorteil in die Nasenlöcher, bis er prustet. All die Depeschen. Ich rammte meine letzten Zungenschnalzer ins Netz. Spinnen beginnen. Netze für Depeschen und kein Staub auf den Servern. Garten hacken Gänseblümchen. Für dich, sag nicht Wahrheit zu mir, depeschiere nicht! Ach, Wiki…